Geld ist nicht Reichtum

9. August 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Einige Probleme haben keine einfachen Lösungen. Für einige gibt es überhaupt keine Lösung. Und hier kommen wir wieder ins Spiel und betteln um ein paar Minuten Aufmerksamkeit…

Das Ganze ist nicht wirklich leicht zu verstehen. Wir brauchten 30 Jahre, um die Sache halbwegs in den Griff zu bekommen. Und die meisten der Ökonomen, von denen Sie lesen, darunter auch Nobelpreisträger, haben keine Ahnung, was wirklich los ist.

Wir reden über Geld. Und über das Problem, das vom falschen Quatsch-Kredit-Geld der Fed verursacht wurde. Es hat zu einer weltweiten Schuldenblase geführt. Mit einem sagenhaften Volumen von 300 Billionen Dollar.

Und wie alle Blasen wird auch diese platzen. Wenn dies – so wie wir vorhersagen – der Fall sein wird, werden wir einen höllenhaft hohen Preis dafür zahlen müssen.

Das Erste, was man verstehen muss, ist, was Geld überhaupt ist. Geld ist nicht Reichtum. Sie könnten einen Haufen Dollar … Euro … oder Gold haben … aber wenn es dafür nichts zu kaufen gibt, ist es wertlos.

Geld ist nicht Reichtum. Es misst nur Reichtum … wie eine Uhr eben die Zeit misst.

Wir wissen, dass eine Uhr nicht gleichzeitig auch Zeit ist. Und Sie können nicht wirklich Zeit vermehren, indem Sie eine zusätzliche Stunde auf ihre Uhr malen.

Reichtum ist, was produziert wurde … was verfügbar gemacht wurde …, was man mit Geld kaufen kann.

Geld mit Reichtum in ein und denselben Topf zu werfen ist wie ein Ticket für das Ballspiel mit dem Spiel selbst in einen Topf zu werfen.

Sie sehen sofort, dass es ein Betrug ist, mehr gefälschtes Geld in die Welt zu bringen, um die Wirtschaft zu „stimulieren“. Es stimuliert die Wirtschaft nicht; stattdessen wirkt es wie eine Uhr, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sie kommen nicht pünktlich zum Flughafen und verpassen ihren Flug.

Sie hören wie Ökonomen sagen, dass ein „starker Dollar gut … oder ein schwacher Yen schlecht ist“. Es ist Unsinn. Das einzige, was zählt, ist, dass das Geld ehrlich sein muss. Wie bei einer Uhr wollen Sie nur, dass sie ihnen die richtige Zeit anzeigt.

Und letztlich kommt es nur darauf an, was man mit dem Geld kaufen kann. Echtes Geld ist eng verknüpft mit der Realwirtschaft und den Waren und Dienstleistungen, die real produziert werden.

Diese Erkenntnis ist das Herz des Say`schen Gesetzes: Sie kaufen Produkte mit Produkten … nicht mit einem Stück Papier.

Schauen Sie nur, was in Simbabwe in den späten 1990er Jahren geschah, als die Regierung das Geld von der Realwirtschaft treffte. Es wurden Billionen Dollar an Papiergeld gedruckt. Aber dieser Reichtum auf „Papier“ führte alle in die Irre…

Die Menschen gingen in ein Café mit einer Milliarde Zimbabwe-Dollar in der Tasche – und stellten fest, dass sie nicht einmal eine Packung Zigaretten dafür kaufen konnten. Investoren steckten Geld in neue Unternehmen. Sie hofften damit vielleicht eine Rendite von fünf Prozent zu machen. In der Hoffnung eine Rendite von 5% zu machen. Aber leider bekamen sie durch die Hyperinflation entwertetes Geld zurück.

Das Geschäftsleben verlangsamte sich … der Output ging ständig zurück … innerhalb weniger Monate waren die Supermarkt-Regale leer.

Echtes Geld ist und bleibt nah an der Realwirtschaft dran. Wenn die Wirtschaft mehr produziert … wird mehr echtes Geld wertvoller. Dann kann mehr gekauft werden. Wenn die Wirtschaft weniger produziert, sagt echtes Geld uns auch die Wahrheit: Es wird weniger wert, da der „output“ rückläufig ist.

Aber im Jahr 1971 machte Präsident Nixon – empfohlen von führenden „monetaristischen“ Ökonomen Milton Friedman – einen verhängnisvollen Fehler. Er trennte den Dollar von der Realwirtschaft ab.

Ein ehrlicher Fehler?

Vielleicht. Friedman war zu dem Schluss gekommen, dass das Geheimnis für eine gute Währung darin liegt, deren quantitative Menge zu steuern.

Wie wissen Sie, ob Sie zu viel oder zu wenig haben?

Sie sehen nur auf die Verbraucherpreise. Wenn die Verbraucherpreise nicht steigen, haben Sie nichts zu befürchten.

Aber so einfach ist es leider nicht…

Ist Europa wieder bedroht?
von Bill Bonner

Wir melden uns hier im Tagebuch aus Wien, der Heimat einiger der größten Ökonomen der Welt. Und zwar aus der Stadt, wo Jan Sobieski, der gewählte König von Polen, einen muslimischen Angriff auf Europa zurückschlagen konnte.

Im Sommer 1683 näherte sich ein Heer Wien. Es waren die osmanischen Türken. Sobieski eilte zu Hilfe, um die Stadt mit etwa 25.000 Mann zu verteidigen. Er führte damals selbst eine große Husarenreitergruppe an und erreichte einen in den Geschichtsbüchern gefeierten „glänzenden Sieg“. So konnte er Europa vor dem Islam retten.

Aber warten Sie … Wo ist die angreifende Armee? Wo ist die Artillerie? Wo sind die Flugzeuge der Eindringlinge? Wo sind die Schiffe? Wo sind die Tausende von Soldaten, die vergewaltigen und plündern?

Historisch gesehen sind die aktuellen Attacken einfach nur trivial. Es gibt keine ernsthafte Armee, die sich Europa nähert. Und selbst die wenigen Terroristen, die die Schlagzeilen bestimmen, scheinen wie Amateure zu agieren.

Wenn es wirklich eine Armee von passionierten, ausgebildeten Terroristen gäbe, würde es jeden Tag eine Explosion geben… Europa hat potenzielle Ziele en masse – mit U-Bahnen, Restaurants, Theatern, Flughäfen, Bussen und Zügen. Es gibt keine Möglichkeit, alle diese Ziele vor allen Angriffen oder Bedrohungen zu schützen.

Bis jetzt wurden die meisten Gemetzel von Menschen verübt, die durch Jobverlust, zerstörte Ehen, unterdrückte Homosexualität, und so weiter zu diesem Wahnsinn getrieben wurden.

Weitgehend isoliert und autonom können muslimische Fanatiker Hunderte, vielleicht sogar Tausende von Menschen im Westen töten. Aber es gibt keine einheitliche islamische Macht, die die gewählten Regierungen des Westens herausfordern oder die „Parasitokratie“.

Dies ist kein Kampf, in dem es darum geht, die westliche Zivilisation zu retten. Stattdessen treten die unglücklichen Terroristen und die „Terrorbekämpfer“ (Politiker und die sog. „Sicherheitsindustrie“) mit vereinten Kräften gegen die Zivilgesellschaft an; beide gewinnen an Macht und Reichtum während der Rest von uns beides verliert…
Quelle: Kapitalschutz Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

3 Kommentare auf "Geld ist nicht Reichtum"

  1. Silverager sagt:

    „Wo ist die angreifende Armee? Wo ist die Artillerie? Wo sind die Flugzeuge der Eindringlinge? Wo sind die Schiffe? Wo sind die Tausende von Soldaten, die vergewaltigen und plündern?“ fragt der Autor.

    Flugzeuge und Schiffe sind nicht da, da hat der Herr Bronner wohl Recht.

    Aber die angreifende muslimische Armee ist inzwischen schon mitten unter uns. Millionenfach wurden Muslime unkontrolliert ins Land gelassen, ja sogar hereingebeten und von selbstmörderischen Politikern willkommen geheißen.

    „Bis jetzt wurden die meisten Gemetzel von Menschen verübt, die durch Jobverlust, zerstörte Ehen, unterdrückte Homosexualität, und so weiter zu diesem Wahnsinn getrieben wurden“,schreibt der Autor.

    Genau die gleichen Beschwichtigungen hören wir auch von unseren Politiker-Darstellern, alles gar nicht so schlimm.

    Ich kann es nicht mehr hören.

  2. Argonautiker sagt:

    http://www.rottmeyer.de/geld-ist-nicht-reichtum/

    Zum Thema Geld sollte an den realen Handel gebunden sein, gehe ich mit.

    Zum Thema Terroristen/Flüchtlinge nicht. Das Offensichtliche, ist wie Sie es beschreiben. Das sind Wenige und gemessen an Verkehrstoten ist die Zahl der Opfer durch Terroristen sehr gering, und wir machen keinen Aufstand gegen die Autoindustrie. Aber es braucht auch keine koordinierten Armeen um zu zesrtören, und es scheint auch nur genau darum zu gehen. Ums Zerstören. Es geht derzeit nicht darum einen Krieg zu gewinnen, das ist Nationales BlaBlaBla, es geht nur ums Zerstören.

    Man kann sagen, 9/11 war der Startschuß, ein Signal, ein durch Aufbau betriebenes Wirtschaftssystem, in ein durch Zerstören betriebenes Wirtschaftsystem umzuwandeln. Wenn ein Schneeballsystem zu Ende ist, dann fließen die Zinsen nicht mehr. Es ist an sein natürliches Ende gekommen. Jeder der davon gelebt hat, finge dann an vom Kapital zu leben. Sein Abstieg würde efolgen, wie das Leben durch Auf und Ab gekennzeichnet ist.

    Um dies zu vermeiden, gibt es natürlich dann die Möglichkeit ins Zerstören zu investieren, um dann eben daran weiter zu verdienen, und nachdem es zerstört wurde, wieder in den Aufbau zu investieren. Dazu muß man natürlich jedesmal die Regeln ändern, was ja derzeit fleißig getan wurde/wird. Man muß es also durch Regeln möglich machen, daß man zum Beispiel auf den Verlust einer Bank wetten kann und beim Eintreten des Verlustes auch gewinnen kann, und die Bank dadurch zerstört. Und genau diese Regeländerungen sind auch geschehen.

    Zurück zu den Flüchtlingen. Keine Frage, es sind arme Menschen, man benutzt sie zur Zerstörung, um erst am Zerstören zu verdienen, und dann wieder am Aufbau. Wie geht das vor sich? Eigentlich erschreckend einfach. Man erzeugt in deren Ländern so viel Schrecken, daß die fliehen. Investition in, nennen wir sie, Radikale. Dann erzeugen sie in anderen Ländern so viel Sozialverhalten, daß die die aufnehmen. Geht ja auch, man ist ja gemessen an denen ein reiches Land und weil wir Menschen sind gehört sich das, daß man sich hilft.

    Ist unser Land jedoch wirklich reich? Nein es hat 2Bio Schulden, aber es ist Kreditwürdig, was als reich gewertet wird. Nun sind die Flüchtlinge da. Jetzt greifen sie die Wirtschaft des Landes an, welches die Flüchtlinge aufgenommen hat. Zentrale Punkte. Erst die Autoindustrie, nun die Deutsche Bank. Auf einmal wird man begründet sagen können, das Land ist nicht mehr Kreditwürdig. Die Kredite zum Abtragen der Kredite werden teurer, bis die Währung kollabiert. Dann ist auf einmal das Geld weg.

    Wie soll man nun Millionen von Flüchtlingen, die noch keine Zeit hatten sich zu integrieren und verwurzelt sind, menschenwürdig ernähren? Es wird nicht gehen. Also werden sie rauben müssen, Banden bilden, etc., etc. Daraufhin wird seitens der heimischen Bevölkerung geantwortet werden, und schon ist es da, was man dann Bürgerkrieg nennen wird.

    Dieser wird das Land zerstören, eventuell sogar auf Andere übergreifen, eventuell auch in einen großen Krieg münden, und schon wird man in wenigen Jahren wieder alles kaputt gemacht haben, was die Völker in Jahrzehnten aufgebaut haben. Und, vor allen Dingen, DIE werden daran verdient haben, ihr Kapital also weiter erheblich vermehrt haben, was in einer Materiell begrenzten Welt natürlich wo anders fehlen wird.

    Und dann wird man wieder großspurig neue Regeln setzen, welche die geschehenen Untaten brandmarken werden, und die man für zukünftig unter härteste Strafen stellen wird, etc., etc. Und um es den Überlebenden einfacher zu machen, wird man Sündenböcke finden, die an Allem Schuld waren, auf die man dann die Sünden, die man währen der Zeit des Zerstörens gemacht haben wird, abwälzen kann um frisch und unbelastet neu beginnen kann.

    Also den Vorgang der Flüchtlingserzeugung so zu verniedlichen, oder als einfach nicht so wichtig darzustellen, halte ich für vollkommen unangebracht. Es sind Bauernopfer im großen Spiel, die Lücken reißen sollen, damit größeres folgen kann.

    Es zeichnet sich doch jetzt schon alles sehr deutlich ab, daß das kein widriges Schicksal ist, sondern konstruiert wird. Man kann erkennen, daß das gesteuert wird. Der Brexit, das passt doch alles ins Konzept der Destablisierung, um im Schmelztiegel eines großen Krieges seine Herrschaft noch weiter auszubauen. Welche Nation dabei gewinnt, ist denen doch scheißegal, weil keine Nation dabei jemals gewonnen hat.

    Krieg ist eine Möglichkeit weiter zu gewinnen, obwohl unter menschlichen Aspekten, keine Gewinne mehr möglich sind. Also zwingt man die Menschen eben zu unmenschlichem, Hauptsache man gewinnt weiter.

    Wenn Sie jemand in den Krieg treiben will, und Sie dazu mit Waffen beliefert, nehmen Sie die Waffe und probieren Sie sie an ihm aus. Das ist die effektivste Methode schlimmeres zu vermeiden. Ohne Kriegstreiber kein Krieg, nur ein paar Tote, und zwar die Richtigen.

  3. FDominicus sagt:

    Die Gegner sind unter uns weil auch der Westen es nötig befand
    Tausende km von zu Hause Krieg zu führen.
    Der Wendepunkt des Terrors ist klar festgesetzt. Nach den Angriffen auf die Twin Towers. Von da an stieg der Terror exponentiell ! Und jeder Krieg der gegen den Terror geführt wird schüttet noch Benzin in einer lodernde Flamme.

    Hätte die USA souverän reagiert und nicht wie ein in die Ecke getriebenes Tier, hätte der Terror nie einen solchen Aufschwung erleben können. Dazu der Dollar als die Weltwährung der beliebig vermehrt werden kann und dazu die immer weitere Ausweitung auch der Überwachung und die Kriminalisierung von immer breiteren Schichten, dazu die immer mehr ausgeweiteten „Wohltaten“ auf die man ja – angeblich ein Recht hat. Eine Mischung die noch nie funktioniert hat und nie funktionieren wird.

    Hat der Staat die Oberhoheit über das Geld und derartig intensive Finanzierungsansprüche – was soll das anderes passieren?

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