Geheimniskrämerei um Flug MH17

20. November 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Weite Teile der westlichen Medienwelt instrumentalisieren weiterhin mit bemerkenswerter Kaltschnäuzigkeit den Absturz des malayischen Flugzeugs über der Ukraine. In den Niederlanden tut sich derweil offenbar Erstaunliches. Nicht nur bei Elsevier war man ob der Geheimniskrämerei um die Untersuchungsergebnisse erstaunt.

Für die der niederländischen Sprache nicht mächtigen gibt es einen groben Abriss, verfassst von einem Niederländer, in der Malaysia Today.

(Malaysia Today) As you should know the Dutch government signed an agreement with 3 other countries (Belgium, Australia and Ukraine) about the manner in which the JIT would investigate the MH17 disaster.

According to Elsevier sources, this (secret) agreement has one condition that ensures all parties within the JIT group (including Ukraine) have the right to secrecy. In other words: if any of the parties finds that certain evidence might be damaging, it is entitled to demand complete secrecy by all JIT members.

Of course an incredible situation: how can Ukraine, one of the two suspected parties, ever be offered such an agreement?

Using the Dutch Secrets Act, Elsevier has recently asked the government to reveal the details of the agreement.  Apparently yesterday the Dutch government REFUSED to reveal any of those details, as it could ‘endanger the relations with the other countries involved‘.

Hier der Link zum Elsevier-Artikel. Falls jemand diesen Text für die Leserschaft ins Deutsche übersetzen könnte, wären wir natürlich sehr dankbar. In der Tagesschau wird man wohl vergeblich auf einen Hinweis warten.

1

 

Viele deutsche Gazetten interessiert das nicht. Das Blatt, das seinerzeit ungefragt die Bilder von Opfern des Absturzes auf die Titelseite setzte, tönt in gewohnter Manier.

(Der Spiegel) Der Westen ist sich einig: Russland trägt eine moralische Mitschuld am Abschuss von Flug MH17. Wie soll man das Land strafen und zum Einlenken im Ukraine-Konflikt bewegen? Deutsche Politiker stellen nun die WM-Ausrichtung 2018 in Frage.

Der Westen ist sich einig, na prima. Dann mal schnell die moralisch reine Peitsche herausgeholt! Bizarr.

2

Was auch immer man unter einer „moralischen Mitschuld“ verstehen soll. Vermutlich ist das in einer Situation ausreichend in der man sonst nichts in der Hand hat. Der zwangsvereinigte Europäer mit deutschem Pass hat jedoch mittlerweile gelernt, wie mit den „nicht einigen“ umgesprungen wird, den schlimmen Einigkeitsskeptikern, Putinverstehern und Alternativensehern.

Man muss sich fragen, ob derartige Zeitungen nicht bald die Rechtsanwälte in deutschen Gerichtssälen vor der Beweisführung als „Verbrecherversteher“ diffamieren werden. Für die Einigkeit ist bekantlich jedes Mittel recht und wenn man den Endkampf dann gewonnen hat, dann gilt die alte Weisheit: Wer fragt schon den Sieger nach der Wahrheit?



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