Gedanken zum amerikanischen Imperium

26. Juni 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Bill Bonner) Ich war bei einer wundervollen Gartenparty in Washington. Jeder hatte eine Vorstellung. Manche waren klug, manche auch dumm. Dort waren clevere, gut ausgebildete Leute. Viele von ihnen waren in Harvard oder Yale. Viele bekleiden hohe Positionen in der Regierung. Andere waren erfolgreiche Anwälte, Geschäftsleute oder Unternehmer…

Einige dachten die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts sei der Umweltschutz. Andere dachten die Energieknappheit sei das Wichtigste. Und wieder andere sorgten sich um die Rettung des europäischen Experimentes…

Was bringt eine Gruppe so verschiedener Leute zusammen? Und wieso war Ihr Autor dazu eingeladen?

„Wir alle hassen das Imperium“, sagte einer der Teilnehmer. „ Es ist das Einzige, bei dem wir uns alle einig sind.“

Einer von ihnen hielt eine kleine Ansprache in der er erklärte, wie die Ausgaben des amerikanischen Imperiums den Roosveltschen Sozialstaat gefährden. Er wies darauf hin, dass nachdem man für so viele Drohnen und Waterboarding bezahlt hat, kein Geld für einen „New Deal“ oder eine „Great Society“ übrig ist.

Ein anderer hatte Bedenken, dass wir alle zu Sklaven im eigenen Land werden würden:

„Die Verfassung wurde aufgehoben. Habeas Corpus verweigert. Der Präsident scheint persönlich stolz auf die ‘Todesliste‘ zu sein, genau wie Richard Nixon seine Bombenziele ausgesucht hat… oder Josef Stalin die ausgesucht hat, die „gereinigt“ werden sollten. Künftige Historiker werden ihre Arbeit damit haben zu erklären, wie Barak Obama, der versprochen hatte, das Pentagon unter Kontrolle zu bringen, zu dem größten Schieber der amerikanischen Imperialkriege wurde…“

Wieder ein Anderer war besorgt darüber, dass die Nation Bankrott gehen würde:

„Es ist mir egal, was ihr sagt. Man kann kein Geld auf diesem Weg ausgeben, ohne dabei pleite zu gehen.“

„Und diese Logik ist komplett lächerlich. Die Neokonservativen sagen wir müssten die amerikanische Macht projizieren um die amerikanische Macht zu schützen. Zum Beispiel sagen sie, wir bräuchten Basen im Mittleren Osten… und es wäre nötig gewesen gegen den Irak in den Krieg zu ziehen…um den lebenswichtigen Ölfluss in die Vereinigten Staaten zu bewahren. Im Endeffekt haben sie also etwa um die drei Billionen Dollar ausgegeben, um Ölimporte im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar zu bewahren. Das ist die Art von Mathematik, die einen ins Armenhaus bringt.“

Oder Schlimmeres. (Seite 2)

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Ein Kommentar auf "Gedanken zum amerikanischen Imperium"

  1. samy sagt:

    „Du kannst deinen riesigen Stock schwingen aber du kannst keinen Computer-Virus damit schlagen.“

    Diesmal gefällt mir Bonner richtig gut.

    PS: Leckerli für Goldbugs. Man kann den EM-Markt halt nicht ewig drücken.

    http://www.format.at/articles/1226/938/332573/schweizer-schliessfaecher

    Irgendwan wird Reales nachgefragt.

    PSS: Na ja, wenn es schon der Vize sagt …

    http://www.buzzfeed.com/zekejmiller/biden-its-a-depression-for-millions-and-mil#HTWF2

    Ciao.

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