Gedanken über Hillary Rodham Clinton

11. Juli 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Zwei Wochen lang liegt das lachende Gesicht von Hillary Clinton auf meinem Schreibtisch. Ich wollte ihr Buch lesen, und sei es nur zur Belustigung, aber ich konnte mich nicht überwinden, es zu öffnen. Es war zu groß. Zu ernst. Zu sorgfältig angefertigt…

Es würde keine Überraschungen geben. Wie ihr Foto auf dem Cover, so wurde jedes Details von Imageberatern geprüft und abgesegnet. Keine Fakten, welche nicht den Handlungsfaden der Erzählung stützen, waren erlaubt. Keine Ideen, welche nicht die Mehrheit der Wähler ansprechen, waren erlaubt.

Hillary soll hart, aber fair erscheinen…gut informiert…hart arbeitend…mit einem rasiermesserscharfen Intellekt und einem Herzen, welches warm, sanft und überwältigend ist.

Harte Entscheidungen

Ich musste meiner Pflicht nachkommen. Ich öffnete das Buch also. Es heißt „Hard Choices“. Man legt es schnell beiseite. Nicht, weil man mit den Ideen nicht übereinstimmt; es gibt darin keine Ideen, denen man nicht zustimmen kann. Stattdessen ist das Buch voll von Selbstsucht und leerem Blabla. Es geht um das glorreiche US-Imperium und natürlich um die unglaubliche Hillary Rodham Clinton.

Man muss sich nur die Fotos anschauen. Auf denen schüttelt Hillary die Hände mit allen korrupten und inkompetenten Führern, welche die Welt zu bieten hat. Auf einem zeigt sie sich herzlich gegenüber Kindern. Auf einem ist sie eine Aktivistin für Frauen. Sie hat auch Humor. Es gibt ein Foto von ihr am Klavier mit Bono. Und eins von ihr, wie sie bei einer Party in Cartagena, Kolumbien, tanzt. Und da flüstert Joe Biden einer kichernden Hillary etwas ins Ohr. Was für eine Frau!

Die Prämisse des Buches ist es, dass Führer harte Entscheidungen treffen müssen. Ihre erste war es, ihre vielversprechende Karriere als Washingtoner Rechtsanwältin aufzugeben, um nach Little Rock zu gehen und Bill bei seiner politischen Karriere zu helfen. Das zahlte sich offensichtlich aus. Bill war in der Politik erfolgreich. Hillary war seine Partnerin – wie Evita für Juan Peron. Oder Christina für Nestor Kirchner. Jetzt steht Hillary bereit, um die erste Präsidentin der USA zu werden.

Von der „First Lady“ zur ersten Präsidentin

Das klingt nicht nur alarmierend, sondern es ist auch wahrscheinlich… Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass sie und Bill innerhalb ihrer zwei Jahrzehnte auf nationaler Ebene mehr als 1 Mrd. Dollar Spendengelder an Unternehmensspenden eingesammelt haben. Zombie-Industrien und Günstlings-Kapitalisten wissen, dass Hillary gekauft werden kann…und zu einem vernünftigen Preis. Die Wähler haben keine harte Wahl oder eine leichte Wahl. Am wahrscheinlichsten ist es, dass sie überhaupt keine Wahl haben. Die Republikaner werden wahrscheinlich einen Kandidaten aufstellen, der im Grunde dieselbe Politik bietet… (Seite 2)



 

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Ein Kommentar auf "Gedanken über Hillary Rodham Clinton"

  1. bluestar sagt:

    Grandioser Bill Bonner, er wäre mein Kandidat für den nächsten US-Präsidenten !!!
    Aber der Mann ist erfolgreich, humanistisch und nicht käuflich, und deshalb wird es leider nichts mit einer Führungsaufgabe in Gottes eigenem Lande.
    Das System bringt immer nur jene Kreaturen an die Macht, die den wirklich Mächtigen bedingungslos dienen. Ob Bill, George oder Bimbo , alles eine Soße. Nur die aufpolierte Verpackung diese Supermenschen ist anders, je nach Chancen auf Wahlerfolg a la Hollywood.
    Hillary passt da super. Karrieregeil und billig käuflich, beste Chancen.
    Selbst dass ihr Mann als Präsident mit einer Praktikantin Oralverkehr hatte und das ganze Land darüber lachte oder wegen der Lügen weinte, konnte sie nicht stoppen auf der Leiter nach oben.
    Also: Die erste Präsidentin wie der erste Schwarze – wirklich nichts Neues.
    Aber vielleicht gibt es ja beim Thema Marsch-BLASEN neue Töne…

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