Für frisch gebackene Entdecker der Menschenrechte

22. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen

Da der Verweis auf das „Völkerrecht“ und andere internationale Normen sowie deren recht krude Auslegung derzeit im Westen wieder en vogue ist, darf man davon ausgehen, dass sich viele Parlamentarier nicht nur verbal ins Zeug legen wollen. Vielleicht findet der eine oder andere ja Hilfestellung in einem Report der UN (Human Rights Council) aus dem Jänner 2014.

Der Bericht des zur Situation der Menschenrechte in den Palästinensergebieten verfasst vom Sonderberichterstatter Richard Falk.Auf den Seiten der UN wird der Bericht mit den Worten „Colonialism, apartheid and ethnic cleansing“ eingeleitet.

Es handelt sich um den Richard Falk, den die USA gerne nicht mehr im Amt sehen würden, wie es letzes Jahr die Sprecherin des Auswärtigen Amts der USA, Frau Psaki, zu einem anderen Anlass offen sagte:

(U.S. State Department, Daily Briefing, December 20, 2013)
J. Psaki:We note that his term as Special Rapporteur ends in March 2014, and he cannot be reappointed to the role after that time.

Question: So basically, he’s just going to kind of skirt by it all March 2014?

J. Psaki: Well, we’ve repeatedly called for him to step down. We continue to condemn in strongest terms his steps. Unfortunately, the vast majority of HRC members do not agree on his stepping down.

(…)

J. Psaki: Well, clearly we have strongly – we strongly oppose his comments and his role, as I think I’ve made evident. However, there still is good work that the Human Rights Council does. We will continue to press for him to step down, but we felt, as you noted, it was still important to be a member of the organization.

Eine derartige, geradezu panisch wirkende Reaktion macht die Berichte von Herrn Falk natürlich nicht weniger interessant …

Report von Richard Falk (UN Human Rights Council)

 

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