Fühlen Sie sich glücklich?

4. Oktober 2013 | Kategorie: Gäste

von Bill Bonner

Die Aktienkurse fallen…oder steigen. Niemand weiß das sicher, was morgen sein wird. Wir sind keine Spieler. Deshalb bin ich bei US-Aktien nicht dabei…und meine „Crash-Alarm“-Flagge weht…

… nicht, weil ich denke, dass die Aktienkurse fallen werden, sondern weil ich denke, dass das Risiko für eine Abwärtsbewegung schwerwiegend ist…

Nachdem ich das gesagt habe, hier eine Begründung. Die Fed hat die Geldmenge um 3 Billionen Dollar erhöht, und es gab in den letzten fünf Jahren 23 Billionen Dollar Kreditgarantien. Irgendwas muss mit diesem Geld passieren, nicht?

Suchen Sie dieses Geld nicht in den Trailer-Parks. Und auch die Stundenlöhne sind nicht gestiegen. Und in den USA haben weniger Menschen (als Prozentsatz an der arbeitsfähigen Bevölkerung) Jobs als je zuvor.

Die Einkommen der privaten Haushalte stagnieren. Und deshalb wird man dieses Geld auch nicht unter den Kissen der Mittelschicht finden…

Immobilien? Ultra-niedrige Hypothekenzinsen sind kaum getroffen…

Aber nur die Aktienkurse sind deutlich gestiegen…

Laut dem ehemaligen Merrill Lynch Volkswirt David Rosenberg hat es seit dem Tief im März 2009 eine fast-perfekte Korrelation gegeben zwischen einem höheren S&P 500 und der Ausweitung der Fed-Bilanz.

Wir können annehmen, dass die Fed weiterhin die Aktienkurse nach oben „pushen“ wird – da weiter 85 Mrd. Dollar pro Monat in den Markt gepumpt werden…oder 1 Billion Dollar pro Jahr.

Die Geldpumpe

Wir können auch annehmen, dass die Fed jetzt in eine neue Phase des dauerhaften „Geld-Pumpens“ eingetreten ist. Und dass die Investoren jetzt Billionen weitere Dollar antizipieren werden und Aktien kaufen werden.

Der bearishe Fondsmanager John Hussman schreibt sinngemäß: Die Investoren könnten die jüngste Fed-Mitteilung als Beweis dafür nehmen, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) nun ein Sicherheitsnetz unter dem Markt aufgespannt hat – und dass die überraschende Ausweitung ihrer derzeitigen Politik ein kurzfrsitiges spekulatives Topp markieren könnte.

Die Bullen könnten richtig liegen. Nach einer kurzen Korrektur könnte es erheblich höhere Aktienkurse geben. Die könnten richtig Geld verdienen.

Leser, die sich glücklich fühlen, könnten es darauf ankommen lassen. Einige Call-Optionen kaufen. Wer weiß? Das könnte sich groß auszahlen!

Aber seien Sie gewanrt: Spieler sollten wissen, wenn es genug ist…und auch wissen, wann man weggehen sollte. (Seite 2)

 

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2 Kommentare auf "Fühlen Sie sich glücklich?"

  1. Michael sagt:

    Naja. Jetzt haben sie aber grad die Begründung gegeben. Die FED wird kaum mehr aufhören zu drucken. Bestenfalls wird man die Kommunikation eher in den Hintergrund drängen. Verkaufen sie einfach mit einem fixen Gewinn wenn sie zuvor billig zukauften. Klar. Es handelt sich dabei nicht mehr um ‚Anlegen‘ im traditionellen Sinne. Aber besser als ein Kinofilm ist es allemal. Beides ist eine Illusion, beim Film verlieren sie sicher. Aus Sicht der Spekulation – ‚Aufi auf die Mitzi‘ und Risiko begrenzen (eher bald wieder raus). Das tote Pferd reiten bis zum Abgesang auf die letzten 1,5 Jahre im Auf- und Ab der Wirtschaftszyklen. Hinlegen und warten – eher nicht, das ist wahr.

    Worin besteht der Trick – Denken sie an The Quick and the Dead mit der Frau Janet als ‚The Lady‘. Es gibt vor der vollen Stunde ein kleines Knacken, das sollte man nicht überhören.

    Es wird eine mächtige Zockerei. In einem Punkt liegen sie gar nicht falsch – ‚Restelsaufen‘ (entschuldigen sie den Ausdruck) bei dem auf Nachschub aus der Brauerei gehofft wird. Momentan borgt man sich vom Nachbarzelt jedes Monat ein Fässchen. Der Wagen aus der Brauerei tönt bereits aus weiter Ferne.

    Ich persönlich kaufe allein nurmehr kleine Mengen Aktien und keine Hebelpapiere – vermute das europ.

    Ich kaufe allein nach Crashes im Wiederanstieg und geht mit 40 bis 60% Gewinn raus. Das ist jetzt seit 2010/11 vorbei. Der saubere Korrekturzeitpunkt im Euroraum wäre gewesen Sept 2011 (als das Refinancing begann). Also 3 Jahre später, braucht man eine Lösung für den letzen Rest.

    Bankensystem wird vermutlich voll mit Cash versorgt werden und Hurra die Gams. Was ist die Alternative – alles andere dauert zu lange. Osten ist ein ‚muss gehen‘ Option. Argument. Die Abschreibungen auf die Verbindlichkeiten der Staaten müssen mit Gewinnen kompensiert werden solange Fonds und Banken die Papiere halten. Irgendetwas muss/wird steigen. So viel Auswahl haben sie nicht. Ist eh ’nur‘ ‚Geld‘ – Zahlen auf einem Zettel die vermehrt werden müssen.

    Wenn ich die Kommunikation bei uns so mithöre. Die Ostphantasien werden grad wieder durchs Dorf getrieben, zwar noch im bescheiden Ausmaße, die Kuhglocke läutet von der Ferne. Banken, die im Osten engagiert sind haben schon einige Abschreibungen durchgezogen. Ab 40% (so ca. rein nach Gefühl) vom verbleibenden Risiko stellt die Raiba Int. Goldmann Sachs locker in den Schatten (für unsere bescheidenen Dimensionen). Wer nicht wagt der nicht gewinnt.

    Wenn sie mich fragen, ob ich glücklich bin. Ja. Show must go on! Vor 3 Jahren dachte ich mir – wir haben 2 Alternativen. Die Mutter aller Blasen oder … Ich denke die zweite Möglichkeit ist alternativlos gestorben.

    Selbst unsere Microkreditinvestments gehen ganz klar in die Emerging und maybe Recovering Länder. 25% in 6 Monaten bei 10k USD Einsatz… Türkei, Spanien … auf der globalen Ebene hat das Spiel nie aufgehört. Allein das traditionelle Europa muss man ausblenden. Da ist der Ofen aus im Moment – wie lange glauben sie hält das Politik durch? Kein Jahr mehr… möglw. noch nächstes aber 2015 :).

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