Der Bürger in der Saftpresse

1. Juni 2011 | Kategorie: RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

 Als Bürger wird man heute zunehmend finanziell von allen Seiten  eingeklemmt und zugleich abgemolken. Zum einen gestaltet sich die Beschaffung der fürs Leben nötigen Euronen immer beschwerlicher, zum anderen fließt das Geld immer schneller aus den Taschen…

Zum Glück reißen ja die Schönwetterprognosen nicht ab. Alles bleibt besser bis Doppelplusgut. Aufschwung, Jobwunder, Kaufrausch… Zwischen Schein und Sein klaffen größere und sichtbare Lücken, und das, obwohl die Beschäftigungsrate hierzulande so hoch ist wie seit der Wiedervereinigung. Viele werden sich jetzt fragen, von welcher Galaxie die Rede ist. Schaut man etwas genauer hin, doch wer macht das schon gerne, sind unter den Beschäftigen inzwischen 1,4 Millionen Leute, denen der Staat trotz Beschäftigung finanziell helfen muss. Gleich daneben stehen die aus der Statistik entfernten Millionen, die Hartz-4 erhalten oder auf andere statistische Gleise verschoben worden sind, auf denen sie keine Rolle spielen. In der DDR war man in dieser Hinsicht konsequenter. Hauptsache, die Zahlen stimmen und künden von einem Land, in dem Milch und Honig fließen.

Nach offizieller Lesart gibt es in Deutschland weniger als drei Millionen Arbeitslose. Schaltet man sein Hirn ein, das Dudelradio ab und auch das Geplapper der Experten, stellt man fest, dass diese Botschaften Nebelkerzen sind. Die Realität sieht anders aus und steht bisweilen sogar in den Zeitungen. Zugleich beten die  Meister der Märchenstunde Prognosen herunter, die einen vor Überfluss in die Knie gehen lassen. Wer weiß, vielleicht leben sie in einem Paralleluniversum, in denen Taschenrechner anders funktionieren, vielleicht sogar im Schwerelos-Modus.

Doch wo ist der Aufschwung? Von Konsumentenseite kommt schon lange nichts. Ein Brötchen, das früher 50 Pfennige kostete und heute 50 Cents, bewirkt noch lange keinen Kaufrausch, auch wenn es die nackten Umsatzzahlen aufgrund der Teuerung ganz gut aussehen. Die Leute geben nominal mehr Geld aus, aber real ist es weniger. It`s inflation, stupid! Kein Wunder, dass nirgendwo richtige Kaufregung aufkommen will. Die realen Löhne verharren heute auf dem Niveau von vor 20 Jahren.

Ein beharrlich kleiner werdender Teil der Bevölkerung verfügt inzwischen über ein auskömmliches Einkommen. Der Rest muss irgendwie durchkommen. Spürbar steigende Preise schlagen wie ein Blitz in die Haushaltskasse. Der Donner über die Abgaben erledigt den Rest vor allem bei denen, die gar nicht, geringfügig oder abhängig beschäftigt sind. Keine Lobby hat ihnen etwas vom Aufschwung in die Taschen umgeleitet. Vielleicht gibt es gar keinen Aufschwung? Vielleicht ist es ein Aufschwung nur für wenige?

Querschüsse berichtet, dass die durchschnittlichen Nettolöhne im ersten Quartal 2011 um 18,82 Euro auf 1.414 Euro gesunken sind und damit um rund sechs Prozent unter dem Niveau von 1991 liegen. So wird das nichts mit dem vom Konsumenten getragenen Aufschwung.  (—>Seite 2)

 

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22 Kommentare auf "Der Bürger in der Saftpresse"

  1. matt06 sagt:

    ….und ein neuer Trend unter Kleingärtnern ist,seine Wohnung zu kündigen ,in den Lauben zu Wohnen,sich mit Nachbarn in den Kleingärten zusammen zu tun und eine gemeinsame kleine Wohnung zu mieten um eine Postadresse zu haben!!So lebt es sich ein wenig besser und das sind sicherlich nicht alles Sozialschmarotzer die sicherlich auch dabei sind,was in diesem Systhem auch kein Wunder ist!Trauriger Artikel,aber er trifft den Nagel auf den Kopf.L.G Matt06

  2. samy sagt:

    Hi,

    Steuersenkungen sind jetzt keine Lösung mehr, dass sehen wir doch in den USA, die in Schulden ersaufen, trotzt niedrigster Steuern. Zudem meine ich, dass gerade die USA Phasen in der Geschichte kannten, in denen sie trotzt höchster Steuersätze und Deflation aufblühten. (Hauptsache die Ersparnisse aus einem Arbeitsleben bleiben als Geldwert stabil. Hauptsache es findet keine kalte Enteignung via Inflation statt.)

    Es ist nicht das Problem das Steuern erhoben werden (der Staat löst einige Probleme wirklich besser als die Einzelnen), sondern das „Wofür“ und die Aussichtslosigkeit des Unterfangen bei einer Überschuldung. Sozialtransfers und Löhne, beide werden weiter ausgezerrt werden, weil Zinsen finanziert werden müssen, bis dann das System kollabiert.

    Der Wahnsinn des Monats sind für mich doch folgende Zahlen:

    Quelle:
    http://altersvorsorge-rente.t-online.de/bei-stundenlohn-unter-zehn-euro-droht-altersarmut/id_46810740/index

    Hieraus:
    „Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. „Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich“ “

    Hallo? Ich zähle zur Generation Zeitarbeit+Praktikum. Ich kenne viele sehr gut ausgebildete Menschen, die überhaupt nicht mehr in eine ordentliche feste Beschäftigung kommen.
    Und alle die Aufstocker da draußen, die werden im Alter Sozialfälle werden, weil sie Grundsicherung beantragen müssen. Natürlich, man wird es dann anders nennen und ach ja, ich vergaß, sozial ist was Arbeit schafft. Mindestlöhne, um die Rentensysteme und Steuerzahler der Zukunft zu entlassten, dass wäre mal eine Idee, aber die würgen dann den ach so stabilen Boom ab.

    VG

  3. holger sagt:

    Yep, netter Text.

    An den Blogwart: wo gibts das Dingen zu kaufen? Ich nehme mindestens zwei. Wenn hier vernünftige, psychologisch wichtige Produkte abgelichtet werden, dann sollte wenigstens die Quelle auftauchen, diese auch erwerben zu können. Oder nicht?

  4. Reiner Vogels sagt:

    Solange die Deutschen immer noch bei Wahlen brav ihre Stimme einer der in der Nationalen Front vereinigten Blockparteien (die verschiedenen einzelnen Namen der Parteien muss man sich schon lange nicht mehr merken) unter Führung der Staatsratsvorsitzenden A.M. ihre Stimme geben, wird sich nicht viel ändern.

    Entdemokratisierung nicht nur auf dem Umweg über die EU, sondern unter Anleitung der gelernten FDJ-Agitatorin auch unter Mithilfe von Ethikkommissionen und Klimaräten, deren Mitglieder handverlesen sind und die dann postwendend die bestellten Gutachten auf „wissenschaftlicher“ Basis abliefern, wird noch forciert. Wozu braucht man eigentlich noch Parlamente, wenn die Abgeordneten doch nur abnicken, wass die von der Staatsratsvorsitzenden berufenen „Fachleute“ empfehlen?

    Dunkel meine ich mich daran erinnern zu können, dass ein derartiges Staatsvertändnis, bei dem die Avantgarde der Gesellschaft auf „wissenschaftlicher“ Basis in den verschiedenen „Räten“ (auf Russisch „Sowjets“) die Richtung vorgibt, denen dann die Parlamente zu folgen haben, detailliert in den Schriften eines gewissen Herrn Lenin beschrieben worden ist.

    Wir können alle nicht in die Zukunft schauen. Wir wissen daher nicht, wann und wie der unvermeidliche Crash kommt. Wird es der Zusammenbruch des Papiergeldsystems sein? Wird es der durch den Atomausstieg vorprogrammierte Blackout bei der Stromversorgung sein? Wird es Volksaufstände der Armen und am Rande des Existenzminimums notdürftig ihr Leben Fristenden geben wie in den arabischen Staaten? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass der Crash kommen wird. Und wir wissen: Je früher er kommt, desto geringer wird das unvermeidliche Elend für Millionen von Menschen, das er bringen wird.

  5. Johannes sagt:

    Habe das glaube ich schon mal erwähnt, passt aber so wunderbar zu diesem tollen Artikel.

    Musste unlängst wieder mit meinem alten Volvo in die Werkstätte um eine Reparatur durchführen zu lassen.

    Erschreckenderweise habe ich festgestellt, dass eine Arbeitsstunde sage und schreibe bereits die 100 Teuronen- Grenze erreicht hat.

    Habe mir dann ausgerechnet, wie lange ein Facharbeiter arbeiten muss, um sich eine Werkstattstunde leisten zu können.

    Stolze 12,7 Stunden muss er arbeiten, um sich eine einzige Stunde in der Werkstatt „leisten“ zu können.

    Für 3 Werkstattstunden müsste er schon eine ganze Woche arbeiten.

    Die Verhältnisse passen schon lange nicht mehr und schön langsam kommt auch für mich der Zeitpunkt, dass offizielle Arbeitsstunden einfach nicht mehr leistbar sind.

    Gruss

    Johannes

  6. […] viaDer Bürger in der Saftpresse » Rott & Meyer. Share| Juni 1, 2011 at 11:33 am by admin Category: Arbeitsmarkt, Deutschland, Hartz IV, Inflation […]

  7. sachse sagt:

    Der Artikel ist mir bei weitem zu linkslastig!

    Hat jemand schon mal daran gedacht, wieviel der Arbeitgeber noch oben drauflegt, um dieses stolze Gehalt von 2000€ im Monat bezahlen zu dürfen? es sind rund 500€, bestehend aus der zweiten Hälfte der Sozialabgaben und zusätzlich 100% Berufgenossenschaftsbeiträge.

    In dem Beispiel erhält der Arbeitnehmer also 15000€ ausbezahlt, während der Arbeitgeber 29000€ dafür aufwendet. Nicht nur der Arbeitnehmer ist am Ende, JEDER ist am Ende und wird bis auf das Blut ausgequetscht. Und wir sollten mal schön ehrlich bleiben: die Abgaben auf der Arbeitgeberseite sind kein Geschenk des Arbeitgebers, sondern müssen durch die Leistungen des Arbeitnehmers erwirtschaftet werden, sie begrenzen die Verdienstmöglichkeiten der Arbeitnehmer. Die Gesamtkosten des Beschäftigungsverhältnisses sind ausschlaggebend! Und wollt Ihr mal wissen, wie hoch die pro Stunde sind? Dann teilt doch mal die 29000 durch die geleisteten Arbeitsstunden … nee, nicht die im Monat, sondern die im Jahr: 52 Wochen abzüglich 6 Wochen Urlaub sind 46 Wochen, also 230 Arbeitstage. Davon ab 10 gesetzliche Feiertage und 6 Fehltage durch Krankheit ergibt 214 Tage Anwesenheit. Davon ab 10 Tage Schulung und Fortbildung, also bleiben 204 Tage oder 1632 Stunden Leistung (40-Stunden Woche gerechnet, sonst sind es noch weniger!) Also 29000€ auf 1632 Stunden ergibt einen Cash-Aufwand je Stunde: 17,76€. …. und nun stellt der Arbeitnehmer in einer Stunde etwas her, das verkauft wird für wieviel? Für 21,13€, denn dazwischen steht die Umsatzsteuer! Und das ganze Beispiel beinhaltet keine Büromiete, keinen Strom, kein Telefon, keine Heizung, keine Maschinenabschreibung und der Unternehmer arbeitet für lau.

    Der Arbeitnehmer trägt 15000€ nach hause, das sind im Monat 1250€. Mithin kann er sich die Produkte leisten, die er selbst in 59 Stunden hergestellt hat, muß dafür aber 173 Stunden arbeiten. Verantwortlich für die Lücke ist unser übersteigertes Anspruchsdenken, die Versorgung der Bevölkerung mit steuerfinanzierten Gütern im Wohlfahrtsstaat!

  8. Andre sagt:

    Sehr schöner Beitrag Frank, die wahwitzigsten Steuern hast du da sogar(denke der Übersichtlichkeit wegen) weggelassen. Ganz spontan fällt mir da die Ausschanksteuer ein – sprecht mal mit eurem Barmann des Vertrauens!
    Der kann euch Dinge erzählen. Tja dies ist der totale Wahnsinn. Scheinbar ist noch genügend Luft, oder die Schmerzgrenze noch nicht erreicht?
    Wenn aber demnächst die Kriese der Versicherungen ihre Wirkung zeigt, könnte es eng werden. Diese Kosten kalkuliert im Moment noch keiner.

  9. quest sagt:

    Einen Moment Geduld. Denn was ich kommentiere, gehört dem ersten Anschein nach nicht, also so was von überhaupt nicht hier her. Also Geduld.

    Den ersten Schreck erlebte ich 1992. Eine Urlaubermannschaft aus Dänemark gewann gegen Deutschland und wurde Fußball-Europameister. Der Schock war: Deutschland spielte einen lupenreinen Hammerwerfer-Fußball: Fußball a la DDR.

    Herr Meyer, Sie kennen ja diesen gefallenen Staat und wissen, in welcher Weise er über vier Jahrzehnte von einem Erfolg zum nächsten gekrochen ist. Zuletzt gab es für die Story so vieler Erfolge keine Steigerungsmöglichkeit mehr. Also hörte man damit auf.

    Nun befinden wir uns in einem Aufschwung. Was sonst! Jeder setzt kaskadenartig auf den anderen auf. Nicht fünfjahrplanmäßig, sondern permanent. Man könnte sagen, penetrant. Und all überall diese Demokratie. Das Bonzenunwesen ist verschwunden. Dafür Parlamente in allen Provinzen und nicht diesen einen, sondern eine Vielfalt an Generalsekretären. Und und…

    Und dieses beißfeste Hartgeld, das man in immer neue Steuern anlegen kann, bis man merkt, dass es schon die eigene Hand ist, in die man gebissen hat. Längst ist selbstverständlich geworden, dass man in den Süden reisen kann. Das Geld, das man hätte haben können, ist jedenfalls schon dort. Wann kam Ihnen das alles zum ersten Mal merkwürdig bekannt vor?

  10. freiheit50 sagt:

    Hallo Frank,

    wieder ein funkensprühender Artikel von dir – erste Klasse !
    Die gezeigte Steuerspirale ist vom Jahr 2009, dem „Nachkrisenjahr“.
    Seitdem hat sich das Steueraufkommen weiter erhöht – Wolfgang Schäuble-Brüning wird sich freuen.
    Hoffentlich werden sich die deutschen „Michels“ bald zusammen“rott“en und zur Meyers werden, die das dreckige Spiel durchschauen.
    Möge der Funke überspringen …

    Mit freundlichen Grüßen !

    • Frank Meyer sagt:

      Danke Freiheit50. Und ich bin so glücklich, dass ich am 8.5. (ehem. Tag der Befreiung) auf der A70 geblitzt worden bin. Ich werde in den Verwendungszweck der Überweisung (20 Euro) schreiben, für die Banken, die nämlich griechen den Hals nicht voll :-))

  11. JayJay sagt:

    Super Kommentar @Frank, aber mir wird richtig schwindlig, von den ganzen Abgaben & Steuern. Da hat man ja wirklich keine Lust mehr arbeiten zugehen. Warten wir mal noch 10 – 20 Jahre ab, wenn die Armut in Deutschland, wirklich von keinem mehr zu übersehen ist, vielleicht wachen dann die Bürger mal auf. Im Moment stehe ich auf dem Standpunkt, das es der großen Mehrheit noch sehr gut geht, und die das alles nicht interessiert.

    Aber nicht vergessen, es ist alles alternativlos, laut der Kanzlerin in der Saftpresse, wie in deinem Bild. 🙂

    Gold & Silber Ahoi

    • Dreamer sagt:

      Armut allein wird da nicht reichen. Der Michel muß sich schon in unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben befinden, ehe sich eine erste, träge Reaktion zeigt. Und wenn es dann mal soweit ist, wird er in erster Linie mit seinem Überlebenskampf beschäftigt sein.

      Jeglicher Unmut könnte gegen die Regierung kanalisiert werden, welche anschließend den Dank des Volkes empfängt. Und plötzlich wird ein vermeindlicher Heiland aufgetaucht, dem er sich hündisch und voller Freude unterwirft, in der Hoffnung, daß nun alles besser wird. Dann heißt es willkommen auf dem Gefängnisplaneten, dummer Michel.

  12. Frank2 sagt:

    Wunderbarer Text, der aber wieder mit Kühen endet. Man fragt sich, was man bei Schiffsreisen im Osten der Republik vor allem sieht. 😉

    Steuern – ist das nicht ein wunderbares Wort?
    Der Engländer sagt „tax“, der Spanier „impuestos“. „Steuern“ meint aber nicht in erster Linie die Abnahme von Geldern durch den Staat sondern die Steuerung des Verhaltens der Bürger zu einem besseren.
    „Du sollst nicht rauchen!“ – deswegen Tabaksteuer.
    „Du sollst nicht trinken!“ – deswegen die Branntweinsteuer.
    „Du sollst nicht maßlos Strom verbrauchen!“ – deswegen Stromsteuer.
    Also ganz ehrlich, ich finde das gut.
    Viele Steuern finde ich richtig und unmittelbar einsichtig.
    Doch leider gilt auch, daß ich keinen Hund haben soll, daß ich nicht sparen soll, daß … tja und hier paßt das Wort dann leider nicht mehr, es wird dann nämlich ge“taxt“ und wenn überhaupt falsch gesteuert.

    Un der Soli? Den habe ich wirklich gern bezahlt, erinnerte mich irgendwie an meine Briefmarken aus der Kindheit. „Notopfer Berlin“ hieß das kleine Ding. Aber heute braucht der Osten keinen Soli mehr. Das hat nichts mehr mit Solidarität zu tun. Das hat auch nichts mit Steuern zu tun. Das ist tax!

  13. blaueelise110 sagt:

    Bezüglich der Steuern und Abgabenlast ist jeglicher Bezug zur Realität verloren gegangen. Ich weiß sicher das ich jetzt auf recht hohem Niveau jammere….Als Single bleiben von 4633 € brutto nach Abzügen noch 2600 € netto über. Macht ca 2000 € Steuern und Sozialabgaben.
    Gönne ich mir ein exklusives Auto für 40.000 € sind darin 6400 € Mwst enthalten. Sagen wir ich behalte das Auto 5 Jahre macht das schon wieder über 100 € zusätzliche Steuern im Monat und damit fängt das ganze ja erst an…..
    Unter Ausschöpfung aller möglichen Transferleistungen und mit 100 Stunden Steuerbegünstigter Nebentätigkeit (Nachbarschaftshilfe..;-))als gut ausgebildeter Fachhandwerker hätte ich unterm Strich mehr Netto und müsste nicht 200 Std im Monat arbeiten
    Ich sag mal NOCH funktioniert das Prinzip denen die Schaffen das Maximum abzunehmen und den Transferempfängern das Minimum zu geben…
    Aber wehe die Stimmung kippt einmal. Dann gute Nacht Marie…

    • Frank Meyer sagt:

      Ich sehe auch nur den Trend. Und das, was zu beobachten ist, deutet auf Schwierigkeiten hin. 2.600 Euro netto waren mal 5.200 Mark. Das war hammerviel Geld. Und man will uns weismachen, dass der Euro stabil ist innterhalb von nur zehn Jahren. Dafür gibt es dann den Karlspreis für Herrn Trichet. Aber er allein ist dafür ja nicht verantwortlich. Ich habe gerade vorhin ein 45-Minuten-Interview mit Prof. Wilhelm Hankel aufgezeichnet. Da sprechen wir auch darüber. Aber es dauert noch. Ich muss das Interview erst noch verschriften.

      Willkommen an Bord, Blaueelise110!

  14. EDE sagt:

    Meun, auf die Ohren ist doch auch nicht schlecht. Was ihr so zwischen den Zeilen austauscht, ist besonders spannend…

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