Frage der Woche: Risiko Grundbesitz?

26. März 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Bankhaus Rott) Die vergangene Woche werden große Immobilienbesitzer in London vermutlich nicht so schnell vergessen. Die Ankündigung eines neuen Steuersatzes für große Transaktionen, die über Gesellschaften abgewickelt werden, war für viele bisher undenkbar. Fünfzehn Prozent Tribut an den Feudalherrn zu entrichten ist allerdings in der Tat eine echte Hausnummer…

Die Meldung der Erhöhung der Stamp Tax für Verkäufe von Gesellschaften mit einem Volumen von mehr als 2 Millionen Pfund auf einen Satz von nunmehr 15% soll unter Händlern und Fonds und anderen Besitzern nicht sonderlich gut angekommen sein. Nicht nur für diejenigen, die große Immobilien verkaufen wollen, kann so etwas problematisch werden. Eine Erhöhung der Transaktionskosten in diesen Bereich hinein wird sich zum einen negativ auf die schon jetzt dünne Liquidiät auswirken. Zum anderen droht genereller Preisdruck, was aber in London auf lange Sicht nicht sonderlich überraschend wäre. Die erste Reaktion privater Besitzer kleinerer Anwesen ist aber in der Regel ein „ist doch super, wenn die oben mal was wegnehmen“.

Bei den Hauspreisen in UK ist noch reichlich Luft nach unten, die Schrumpfung von Branchen, in denen man lange Jahre gut verdient hat, wird nicht spurlos am sonst wirtschaftlich schwächelnden Inselstaat vorbeigehen.

Das mag menschlich nachvollziehbar sein, jedoch ist es naiv anzunehmen, dass das einmal hervorgeholte Melkgeschirr bei den Transaktionen halt macht und kleinere Grundbesitzer geschont werden. Die von Finanzminister Osborne kürzlich verkündeten Maßnahmen gleichen einem Rundumschlag, auch die privaten Käufer von Wohneinheiten werden explizit genannt, vermutlich um schon einmal mit dem Zahlungsmoralzaunpfahl zu winken. Wir haben es Euch doch gesagt, also jammert nicht herum, liebe Bürger.

Chancellor of the Exchequer George Osborne attacked tax avoidance on property transactions today in his budget statement. Osborne raised a tax known as stamp duty on residential real estate purchases of 2 million pounds or more to 7 percent from 5 percent, starting tomorrow.

(…) “If you buy a property in Britain that is used for residential purposes, then we will expect stamp duty to be paid.”

The government will also levy a 15 percent tax on residential real estate valued at more than 2 million pounds bought using companies set up to avoid taxes.

Einer der Haken an einem Immobilieninvestment ist nun einmal die Immobilität. Schon jetzt ist der Erwerb von Wohnimmobilien mit horrenden Nebenkosten verbunden, nicht nur der Notar und der Makler lassen schön grüßen. Von einer Transaktionssteuer sind — je nach Marktumfeld — der Verkäufer, der Käufer oder beide betroffen. Wird man seine Immobilie nicht los, so verlangt der Käufer über einen niedrigeren Preis seine Kosten zurück. So bekommt schließlich jeder im Zeitverlauf sein Fett weg.

Interessanterweise ging Herr Osborne vor rund einem Jahr noch in die andere Richtung:

(Bloomberg 4.2011) Chancellor of the Exchequer George Osborne last month announced plans to lower the stamp duty tax on for buyers of multiple residential properties by basing the rate on the average price of the properties rather than the total value of the purchase. The government’s aim is to remove a barrier to large-scale investment, a Treasury spokesman said.

Eine Transaktionssteuer mag trotz der absurden Höhe für viele Wohnungsbesitzer, die nicht planen, ihre Behausung zu veräußern, abstrakt wirken. Es gibt noch viele andere Regler, an denen der Gesetzgeber drehen kann, um die Kosten für Wohneigentum auch ohne einen Verkauf in die Höhe zu treiben. Die Grundsteuer ist einer dieser Regler. Dass eine Steuer auf Besitz nichts anderes ist als eine Enteignung auf Raten, wird gerne ausgeblendet. Aber Enteignung findet ja gern den Zuspruch derjenigen, die noch nicht betroffen sind, weil sie denken, sie kämen nicht auch noch an die Reihe.

(Immobilien Wissen) Die Grundsteuer umfasst die Höhe einer vom zuständigen Finanzamt auferlegten Besteuerung für eine Immobilie. Die Entrichtung erfolgt über die Stadtkasse der jeweiligen Gemeinde, in der sich der Grundbesitz befindet. Die Höhe der auferlegten Grundsteuer, beziehungsweise der Grundbesitzsteuer richtet sich nach der Höhe des vom Finanzamt festgesetzten Einheitswertes für die jeweilige Immobilie (siehe Definitionspunkt Einheitswert in diesem Glossar). Eigentumswohnungen werden beispielsweise im Grundsteuerrecht grundsätzlich als Einfamilienhäuser besteuert. Die Bezahlung erfolgt alle drei Monate zumeist per Lastschrift.

Wie schön, per Lastschrift. Der Gesetzgeber ist eines der großen finanziellen Risiken bei der Anlage in Immobilien. „Anlage“ beinhaltet in diesem Falle natürlich auch Wohneigentum, denn finanziell betrachtet ist der Kauf nur eine Alternative zum Mieten und einer entsprechenden anderweitigen Anlage des Geldes respektive der Vermeidung hoher privater Verschuldung. Andere Risiken umfassen bei einem Kauf auf Kredit den Verlust des Einkommens und somit Zahlungsprobleme. Bei jedem Kauf drohen die allfälligen Schäden am Gebäude, vom Baumangel über Schimmel bis hin zu den normalen turnusmäßigen Reparaturen, wie sie beim Dach oder der Heizungsanlage alle paar Jahrzehnte mal anfallen.
Was denken Sie?
Wie immer freuen wir uns auf die Diskussion im Kommentarbereich!

Welche Risiken werden beim Immobilienbesitz Ihrer Meinung nach von den meisten am stärksten unterschätzt?

  • Im Notfall ist die Immobilie nicht liquidierbar. (23%, 166 User)
  • Neue Lasten durch geänderte Gesetzgebung (Bau- und Umweltrecht). (20%, 145 User)
  • Neue Lasten durch geänderte Gesetzgebung (Steuern). (23%, 168 User)
  • Laufende Kosten und "Überraschungen" bei der Bausubstanz. (17%, 121 User)
  • Kreditbelastung. (17%, 119 User)

Total Voters: 719

Loading ... Loading ...

Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.


 

Schlagworte: , , ,

26 Kommentare auf "Frage der Woche: Risiko Grundbesitz?"

  1. Karl Napp sagt:

    Eine selbst genutzte Immobilien ist in der Regel sinnvoll, wenn sie zu einem realistischen Preis eingekauft wurde und dann auch langfristig genutzt wird. Sie ist deshalb sinnvoll, weil die ersparte Miete als fiktive steuerfreie Einnahme zu sehen ist. Ob das so bleibt, muss man allerdings abwarten. In der Schweiz gibt es hierüber bereits Diskussionen.

    Der Blödsinn, dass Gesellschaften die Grunderwerbssteuer relativ einfach umgehen können, gehört auch in Deutschland abgeschafft. Warum zahlt der private Käufer um die 5% Grunderwerbssteuer, während Gesellschaften diese Steuer bei großen Käufen relativ einfach vermeiden können?

  2. Fnord23 sagt:

    Hallo Bankhaus Rott,
    Die Fragen der nächsten Wochen werden sein:

    Risiko Aktenbesitz? Risiko EM Besitz? Risiko Anleihen? Risiko Rohstoffe? Risiko Fahrradbesitz? Risiko KFZ-Besitz?

    Bei letzterem sehen ich die größten Risiken als Bürger enteignet zu werden. Das mit monatlich mit steigender Tendenz seit Jahren.

    Eine privat genutzte Immobillie hat bei mir auch etwas mit Lebensqaulität zu tun. Gerade auch für die Kinder. Ich sitze eben in meinem Garten. Es ist ein wunderschöner Montag, die Sonne lacht, mein Frühstücksei war vor 3 Stunden noch in der Henne….

    Egal, ob ich mich und für welche Anlageform entscheide:
    Es sollte immer eine bewußte Entscheidung sein.

    Es kann auch ein Hobby sein, Münzen zu sammlen.
    Es kann ein Investment sein, eine Immobile zu erwerben, oder der Wunsch nach mehr „Freiheit“. Aus der dann neue Zwänge entstehen.

    Aus Besitz und Eigentum erwachsen immer Verpflichtungen und Verantwortung. Auch die Verpflichtung es wie ein „Mann“ zu nehmen, wenn etwas schief läuft. Da gibt es dann nichts zu jammern.

    VG aus Sachsen

  3. Bankhaus Rott sagt:

    @Fnord23

    Eigentlich dachten wir eher an die Frage „Chance: Mobiles Wohnen“, dann kann der echte Kerl dem Arbeitsplatz hinterherfahren und dabei die Landschaft genießen.

    Beste Grüße
    Bankhaus Rott

    • Johannes sagt:

      Salve Bankhaus,

      ja, das mit dem „mobilen Wohnen“ wird schon seit Jahren beworben.

      Flexibilität wird vom Arbeitnehmer halt verlangt, dem Job „nachwohnen“.

      Raus aus dem sozialen Gefüge, weg von Freunden, weg von Familie, wer braucht so was auch schon.

      Die Kinder jährlich/monatlich von einer in die andere Schule stecken, nur ja keine Bindund zu irgendjemanden aufbauen lassen, der Job geht vor allem im Leben.

      Bevor ich das mache, verkaufe ich meine Hütte, kaufe mir dafür einen Katamaran und segle Richtung Karibik und alle können mich kreuzweise.

      Das ist dann (meine) Flexibilität pur und der Staat/Elite kann wo anderes danach trachten, woher er seine Steuern/Erträge bekommt.

      Ich arbeite um zu leben und sicher nicht lebe ich, um zu arbeiten.

      Gruss

      Johannes

      PS: Na klar werden Häuslbesitzer geschröpft werden, gewaltig sogar, ebenso wie Lebensversicherungsbesitzer, Edelmetallbesitzer, Aktionäre, im Grunde alle, die etwas besitzen.

      Ganz guter Artikel, den ich nicht vorenthalten will:

      http://der-oekonomiker.blogspot.com/2012/03/standpunkt-191-update-enteignung.html

      • Bankhaus Rott sagt:

        Hallo Johannes,

        ja, die Bewegungsprofile chinesischer Wanderarbeiter gefallen dem einen oder anderen Großplaner sicher ausgesprochen gut.
        Ansonsten gilt das, was im Kern schon Fnord23 für die Geldanlage angesprochen hat, für jede Entscheidungssituation. Wenn ich dort wohne, wo es keinen Job gibt, kann ich mir etwas einfallen lassen oder wegziehen. Jeder muss für sich selber entscheiden, was ihm unter sozialen und finanziellen Aspekten am besten erscheint.

        Beste Grüße
        Bankhaus Rott

        • Johannes sagt:

          Salve Bankhaus,

          monatlich, teilweise wöchentlich lese ich Zeitungsartikel, in denen Firmen „händeringend“ nach Fachpersonal suchen. Und das seit Jahren schon, immer wird der Fachkräftemangel für die nächsten Jahre propagiert.

          Bin mir sicher in GR, Portugal, Spanien gibt es sicher massenweise davon, warum gehen die nicht dort hin? Bei einer solchen Massenauswahl werden sich doch sicher genügend finden, die entsprechen.

          Tun sie nicht, warum nicht? Nur mal so in den Raum gestellt.

          Im Prinzip werden wir,das Volk, von den Großkonzernen erpresst und niemand hat die Eier in der Hose, diesem Einhalt zu gebieten. Ganz im Gegenteil, diese werden von allen Staaten hofiert und mit Subventionen überschüttet.

          Ich habe es glaube ich schon mal geschrieben, ich würde die Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer nach kartellrechtlichen Gesichtspunkten gestalten. 90% Marktanteil (z.B. Microsoft) = 90% MWst/Ust.

          Diese Großkonzerne sind das Übel der Welt, diese gehören beseitigt/zerschlagen, zumindest aber steuerlich in die Pflicht genommen.

          So, genug davon, geht schon zu sehr am Thema vorbei. 😉

          • Fnord23 sagt:

            Hallo Johannes,
            darf ich dir wiedersprechen: Der Mensch ist das Übel dieser Welt. Wir lassen uns erpressen, für ein klein wenig angebliches Glück und sogenannten Wohlstand.

            Wieso zerschlagen? Kauf regional wo es geht. Was es da so alles gibt:
            Lebensmittel sowieso. Holzhandwaschbürsten, Körbe, Schubkarren, handgeschmiedete Eisenpfannen aus Bayern – kannste noch an deine Kinder vererben, Filzpantoffel usw…Ich sag nur: „baywa“ oder bei uns: „BHG – bäuerliche Handelsgenossenschaft“ Was der Laden nicht hat, brauchste auch nicht.

            Wir könnten die Großkonzerne ohne Probleme aushungern. Uns so nach und nach von übermäßigen Konsum verabschieden. Wer will. Wer nicht will, auch gut. Okay, wird nicht überall gehen..

            Der Mensch braucht grundsätzlich nur Nahrung, ein Dach überm Kopf und Kleidung.
            Ich will da nicht unbedingt wieder hin. Es ist mir jedoch bewußt, wenn ich mal wieder dabei bin, auf die Werbung für ein total lebenswichtiges Produkt abzufahren. 🙂
            Wir haben das in der Hand. Pelettsbrennerbesitzer sind doch schon auf dem besten Weg.

            VG

  4. wolfswurt sagt:

    Zur Abstimmungsfrage: alle genannten Möglichkeiten werden in naher Zukunft zur Falle von Immo-Besitz.

    Der Hauptgrund, weshalb das Volk zu Wohneigentum von Staats/Bankseite gedrängt wird ist doch die unentrinnbare Situation des Besitzers(ewig ausgepreßt werden zu können).

    Naturgemäß geht jedes Lebewesen von dem Ort weg an dem es drangsaliert wird!

    Dies ist dem Immo-Besitzer nicht mehr möglich.

    Die Freiheit der sofortigen Ortsveränderung bei Einschränkung der Lebensbedingungen durch den Staat ist verloren.

    • Fnord23 sagt:

      Hallo wolfswurt,
      ich habe Kinder. Das alleine macht mich immobil, weil ich diese nicht ohne entsprechenden Leidensdruck, aus Ihrem sozialen Umfeld reissen werde. Der Rest der Familie ist auch in der Nähe.

      Das ist die größte Abhängigkeit überhaupt und das schlechteste Investment. Und trotzdem hält es viele nicht davon ab, Kinder zu bekommen. Zum Glück.

      Weil es eben nicht immer nach Rendite und Gewinn geht. Ich bin auch nicht aus der DDR weg gegangen, obwohl ich da auch drangsaliert wurde. Mich hat mein soziales Umfeld gehalten und der goldene Westen nicht gelockt.

      Die Diskussion hauptsächlich an der Rendite auf zuhängen greift zu kurz und ist mir zu eindimensional. Ich bin kein Ferengi und auch nicht der große Nagus.

      Aber jeder wie er will…..die Freiheit sollte jeder haben.

      VG aus dem Erzgebirge

      • Bankhaus Rott sagt:

        @all

        Vielleicht noch eine generell Anmerkung. Wenn von „Risiken“ die Rede ist, dreht es sich nicht zwangsläufig nur um Renditebrachtungen. Wenn man sich die laufenden Kosten für eine Immobilie (oder ein Auto oder einen verfressenen Riesenhund) nicht mehr leisten kann, muss man sich etwas einfallen lassen.

        Beim Thema Auto sieht man bereits, wie Menschen unter Druck geraten, weil Sie es sich schlicht nicht leisten können, alle paar Jahren einen neuen Wagen zu kaufen, um noch in die „Umweltzone“ fahren zu dürfen. Mag eine derartige Regelungswut noch so irrsinnig sein, sie ist real und führt zu realen Kosten. Wer sein altes Bauernhaus auf schimmelpilzfreundlichen Dämmstandard 2035 bringen muss, wird schnell Stammkunde im Baumarkt (es sei denn, er oder sie zieht den „warmen Auszug vor“) und am Bankomaten. Aber sicher gibt es ein zinsgünstiges KfW Darlehen mit 100 Jahren Laufzeit, damit die Erben auch noch was davon haben 🙂

        Beste Grüße an alle Eigentümer und Nichteigentümer!
        Bankhaus Rott

        • Fnord23 sagt:

          Hallo Herr Ponzi,
          jetzt kommen wir der Sache schon näher.

          „oder ein Auto oder einen verfressenen Riesenhund) nicht mehr leisten kann, muss man sich etwas einfallen lassen.“

          oder eine konsumsüchtige Gattin. Soll es ja geben. Grins..

          Natürlich will ständig einer was von dir, wenn du im Grundbuch stehst. Es heißt auch Wohneigentum und Grundstücksbesitz. Das Haus kann meine Eigentum sein. Das Grundstück nicht. Für den Besitz zahl ich dem Staat Miete.
          Die Nebenkosten pro m2 Wohnfläche liegen bei mir seit 2004 zw. 1,27 Euro – 1,35 Euro. Und alles was mich als Immosklave trifft, trifft über den Vermieter auch den Mieter. Und: Wer prüft als Mieter schon seine Nebenkostenabrechnung.

          Mal was Praktisches: Schornsteinfeger wollte 4xJahr kehren, wegen der Vorschriften – Festbrennstoffheizung. Hab Ihm gesagt, dass er erst mal von seinem Chef ein Schreiben bringen soll, wo er mir die gesetztl. Grundlage bis aufs GG, mit Zitiergebot, seines Wollens darreichen kann. Okay, hatte dann Mitleid. Er konnte sich das sparen darf mir im Gegenzug nur 2 mal aufs Dach steigen, weil ich das für ausreichend halte.

          Weiteres:
          Steht einer vor der Tür vom Abwasserzweckverband.
          „Ich muß mal in Ihre Kläranlage schauen. Da stehen Nummern drin. Die muß ich erfassen.“
          Ich: „Wie Sie richtig bemerkten: Das ist meine Kläranlage!“
          „Ja, aber ich hab die Anweisung“
          Ich: „Bitte vom Chef schriftlich mit Zitiergebot….usw.“
          Ich hab Ihm dann noch die aus meiner Sicht etwas schwammige Lage unseres GG erläutert. Davon hatte er schon mal gehört. Er war lieb und ging. Seit dieser Zeit lässt man mich in Ruhe.

          Bei uns auf dem Dorf klappt das mit der Demokratie eh besser. Man weiß, wo der BM wohnt. Der Weg ins Rathaus ist auch nicht weit und ins Büro des BM geht man hier ohne Anmeldung. Die wollten mal versuchen die 5m-Bauabstandsregel zum Dorfbach durch zudrücken. Aber nur ganz kurz…zumal der BM auch keine saubere Weste hat. Das weiß man eben.

          Was ich damit sagen will: Je mehr Menschen sich wehren, desto besser. Die, die dort arbeiten, die haben doch auch keine Lust jeden Tag auf diese renitenden Bürger. Und in die Umweltzone fahr ich auch ohne Scheibenkleber. Ich mach doch nicht jeden Blödsinn mit.

          Aber wir sind ja gute deutsche Staatsbürger. Ordnung muß sein und Vorschrift ist Vorschrift.

          Wie singt man hier in der Gegend:
          Anton Günther – Deitsch on frei woll m`r sei…

          h t t p://www.youtube.com/watch?v=f1SIFGTBPH4

          VG aus dem Erzgebirge

          • Johannes sagt:

            Hi Fnord23,

            die Entscheidung für Pellets war bei mir wirklich eine „patriotische“, kostete doch der Pelletsprenner damals so ziemlich das doppelte eines Ölbrenners. Habe mir schon ausgrechnet, wie viele Jahre ich heizen muss, bis sich das amortisiert. Die Amortisation geht aber schneller als gedacht voran. *gg*

            Das mit dem Regional kaufen und bewusst kaufen stimmt schon, ist aber meiner Meinung nach nicht alles.

            Schau Dir mal Ausschreibungen an und wer dann letztendlich die Arbeit macht. Die Ausschreibungen gewinnen immer die großen Konzerne, das „Produkt“ fertigen dann meist der 5. Subunternehmer, der das Pech hat keinen Blöden mehr zu finden, der es noch billiger macht.

            Im übrigen, so ist meine Erfahrung ist das schlechteste Investment zu heiraten. Wenn ich schätzen müsste, ist das der größte Brocken der Pleiten, die anfallen. 😉

            Mein Haus war und ist von mir nie als Renditeobjekt angesehen worden, eher noch als Pensionsvorsorge um mir in den Pension die Miete zu ersparen. Könnte sein, dass das daneben geht, wie bei den ganzen Lebensversicherungen auch- thats life. 😉

  5. crunchy sagt:

    Das mit den crashenden Immobilienpreisen kommt mir japanisch vor: Seinerzeit hatte die Notenbank mal kurzfristig die Zinsen erhöht. Die schnell folgende Senkung hat die Blase vom Platzen nicht mehr bewahren können. Na, ja die Tommies werden so vielleicht noch was in die Saatskasse bekommen. Und irgendwann kann es sich wieder lohnen, die verschimmelten Buden zu renovieren. Bei Gewerbeimmos bin ich mal gespannt, wie die Immofonds jetzt dreinschauen. Ob da überhaupt einer nicht von betroffen ist. Gerade der geschlossene SEB Invest hatte lange gute Geschäfte in London gemacht… .

  6. wolfswurt sagt:

    @Fnord23

    Von Rendite war nicht die Rede.

    Meine Einwendungen betreffen die Einschränkungen des Gesetzgebers ein eigen verantwotliches Leben auf eigen Grund und Boden führen zu können.

    Eine Betrachtung auf Rendite ermöglicht folgende Graphik: https://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/

    Da kann man sehen wie sich die Nachfrage nach Immobilien entwickeln wird.

    Trotz aller Einschränkungen durch die Obrigkeit hat meine Wenigkeit 4 Kinder und einen schuldenfreien Hof.
    Das Ringen um Freiheit für ein eigenverantwortliches Leben ist für mich selbstverständlich.
    Alles im Leben hat aber dennoch eine Grenze!
    Die Grenze in der DDR war für mich die Grenze und veranlasste 1975 zur geordneten Ausreise mit vorherigen zweijährigen Staatsterror.

    Soviel dazu.

  7. Fnord23 sagt:

    Hallo wolfswurt,
    sorry, der zweite Teil mit der Rendite ging nicht an deine Adresse.

    „Das Ringen um Freiheit für ein eigenverantwortliches Leben ist für mich selbstverständlich.
    Alles im Leben hat aber dennoch eine Grenze!“

    Ja, und so hat eben jeder seine eigenen Leidensdruck-Grenzen.

    Der Freiheit werden auch heute Grenzen gesetzt. Heute wird man eher finanziell ruiniert, wenn man bestimmten Kreisen zu nahe kommt und sich mit dem System anlegt. Da kommste auch schnell an die Grenzen deiner Freiheit.

    Aber es ging ja eher um die Freiheit Risiken aus dem Besitz, hier speziell Immos, in Kauf nehmen zu müssen. Besser wäre :…nach Abwägung des Für und Wider in Kauf nehmen zu wollen. Denn wenn das eine bewußte Entscheidung ist, dann nehm ich die Risiken gewollt in Kauf.

    BankhausRott schreibt:
    „Dass eine Steuer auf Besitz nichts anderes ist als eine Enteignung auf Raten, wird gerne ausgeblendet.“

    Hmmm, man könnte auch sagen:
    Die Grundsteuer ist eine Prämie, die ich dafür zahle, dass ich Grund und Boden des Staatsgebietes besitze. Im Sinne: Ich hock mit dem Arsch drauf.
    Somit entziehe ich diesen Boden der allgemeinen Nutzung. Die gesammelte Prämie sollte dann der Allgemeinheit zu gute kommen.
    siehe auch h t t p ://de.wikipedia.org/wiki/Grundrententheorie

    Dass Besitz jeglicher Art besteuert wird, damit hab ich kein Problem. Der Idee, dass Besitz und Eigentum „Diebstahl“ von Sachen ist, die somit der allgemeinheitlichen Nutzung entzogen werden und die Besteuerung für einen gerechten Ausgleich sorgen soll, kann ich folgen.

    Dass dieses System komplett aus dem Gleichgewicht geraten ist, sehen viele.
    Ist aber auch normal, wenn man den zeitlichen Verlauf sämtlicher Systeme als Zyklus versteht.

    VG

    • wolfswurt sagt:

      „Dass Besitz jeglicher Art besteuert wird, damit hab ich kein Problem.“

      Ich schon.
      Die Frage ist doch: Wer besteuert wen?
      Wenn ein Leistungsfähiger mit seinem Besitz und Eigentum durch seine Arbeit der Allgemeinheit dient, so sollte er von Steuern befreit sein.
      Wenn aber Leistungsunfähige, sprich alle Politiker/Banker/Faule den Leistungsfähigen besteuern um ihren Arsch bequem durchs Leben zu bewegen, ist dies unnatürlich und wird beseitigt durch die am Ende der Belastung eintretende Verweigerung der Leistungsfähigen überhaupt noch etwas zu tun.

      Auch hier sind die Grenzen individuell verschieden.

      Nirgendwo in der Natur wird der Leistungsunwillige von Leistungsfähigen ernährt.
      Ausnahme: der Nachwuchs

  8. Bankhaus Rott sagt:

    @Fnord23

    Wenn eine Steuer auf Besitz erhoben wird, für dessen Erwerb eine Erwerbsteuer erhoben wurde, ist das eher vergleichbar mit der Zahlung von Miete im Eigenheim. Für den Staat – ein abstraktes Vehikel – ist so etwas natürlich eine schöne Art und Weise, das Hamsterrad in Rotation zu halten. Für uns ist und bleibt es Enteignung.

    Beste Grüße
    Bankhaus Rott

    • Fnord23 sagt:

      Hallo Bankhaus Rott,

      dann müßte diese Ansicht auch für jeglichen anderen Erwerb gelten-
      für den Erwerb eines KFZ 19% Mwst und laufend KFZ-Steuer.

      Natürlich kann man Steuern nur negativ als Enteignung betrachten. Der Staat hat es bei weitem übertrieben. bzw. Unsere Forderungen an den Staat werden immer größer und das muß finanziert werden. Es entsteht ein Ahängigkeistverhältnis der Bürger dem Staat gegenüber. Wenn nur diese verdammte Bequemlichkeit der Masse nicht wäre. Es ist doch auch so schön, wenn einer alles regelt.

      Das abstrakte Vehikel „Staat“ benötigt schon gewisse Einnahmen.

      Okay: Also wir schaffen alle Steuern ab. Wie finanziert sich der Staat? Gibt es diesen dann noch? Was wird aus den Sozialsystemen? Rechtsordnung? Haben dann die Sach- und Geldkapitalhalter die komplette Macht und Kontrolle? ( Noch hat der Staat nicht alles aus der Hand gegeben.)

      Natürlich wäre ich auch für eine komplette Neuausrichtung des Steuersystems mit max. 3 Steuerarten. Im selben Zug müssen alle Sozialsysteme und eigentlich das ganze System neu geordnet werden. Weil eben alles miteinander verbunden ist. Das geht meiner Meinung nach nur mit einem kompletten Systemabsturz und folgendem Neuanfang. Aber grau ist alle Theorie und die Welt ist so, wie wir sie uns gemacht haben.

      VG

      • Bankhaus Rott sagt:

        Hallo Fnord23,

        na, da legen Sie uns aber die Abschaffung aller Steuern in den Mund, das ist doch ein wenig forsch. Natürlich wird Geld zur Aufrechterhaltung/Schaffung des öffentlichen Systems benötigt. Die Anarchie und das Faustrecht wollen wir bestimmmt nicht einführen – uns genügt diesbezüglich die gelebte Außenpolitik 🙂

        Wenn Sie Ihr Auto nicht anmelden, zahlen Sie auch keine KfZ-Steuer, von daher hinkt das Beispiel ein wenig, von daher ist die KfZ-Steuer eher ein bürokratischer Frankenstein aus Umweltabgabe und Straßennutzungsgebühr.

        Aber wir wollen keine Haare spalten, generell sprechen wir von Enteignung, wenn es um die Besteuerung von Besitz geht, wie dies bei der Grundsteuer der Fall ist. Diese als „Prämie für die Nutzung von Staatsgrund zu sehen“ fällt uns ehrlich gesagt schwer, denn wofür habe ich als Käufer vorher Kaufpreis und Steuer entrichtet? Stellen Sie sich vor, sie müssten nach dem Kauf eines Buches eine Buchbesitzsteuer zahlen, oder eine Steuer für den Besitz von Haushaltsgeräten, Unterhosen oder Fußmatten. wir halten es schlicht für falsch, den Besitz einer erworbenen Sache zu besteuern.

        Beste Grüße
        Bankhaus Rott

        • Fnord23 sagt:

          Holla BankhausRott,
          was hat Anarchie mit Faustrecht zu tun?
          Darum verlinke ich gern entsprechende Begrifflichkeiten, damit wir das gleiche meinen, wenn wir Begriffe benutzen.

          „Begriffsklärung [Bearbeiten]

          Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet. Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand jedoch ist Anomie.“
          Quelle: h t t p ://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

          Im Übrigen gab es in der Geschichte lange Perioden in der der Staat durch nicht Vorhandensein glänzte. Soviel man weiß, haben sich die Menschen damals auch nicht die Köpfe eingeschlagen. Der Mensch ist durchaus ein auf Kooperation bedachtes Geschöpf. Sehr interessant auch die Geschichte zur Entstehung der ersten Staatsformen.

          Eigentümer eines Grundstücks kann ich nicht sein, denke ich. Ich kann es besitzen. Und für diesen Besitz wird Grundsteuer fällig. Also hat der Grundstücksbesitz eine Sonderrolle und ist nicht wirklich mit dem Besitz(tatsächl. Herrschaft) oder gar Eigentum anderer Sachen vergleichbar. Darum sehe ich auch keinen Widerspruch in der Art der Besteuerung des Besitzes des Grundstückes.
          Die Grundsteuer ist eine Miete für den Besitz des Grundstückes. Genauso wie die Miete für eine Wohnung die Benutzungsgebühr für den Besitz, also die Verwendung fremden Eigentums ist. Ob die Verwendung dieser Einnahmen auf Staatsseite auf meine Zustimmung stoßen, das steht auf einem anderen Blatt.

          h t t p://de.wikipedia.org/wiki/Eigentum

          Natürlich hinkt der Vergleich mit dem Auto etwas. Mir fällt leider kein vergleichbar gelagerter Besitz ein. Gibt es wohl auch nicht.

          Ich bin keine Jurist. Aber ich sehe das so.

          Wo hab ich die Abschaffung sämtlicher Steuern gefordert? Das war ein Einführungssatz zu mehreren Fragen, für deren Beantwortung ich dankbar wäre.

          VG aus dem Erzgebirge

          • Bankhaus Rott sagt:

            Tja, Fnord23, dann sind wir uns an diesem sonnigen Tage hinsichtlich der Möglichkeit, Eigentum zu erwerben geteilter Meinung. Wenn wir eine Eigentumswohnung erwerbe, sind wir Eigentümer. Wenn ich durch einen Kauf kein Eigentümer werde, kann ich mir selbigen sparen. Bei Grund und Boden sehen wir das genauso, „Miete“ für Eigentum zu verlangen ist daher absurd. Daher ist ein Mieter „nur“ ein Besitzer und der Vermieter der Eigentümer (Juristen mögen uns bitte korrigieren, wenn dies falsch sein sollte!). Laut Grundgesetz ist das Eigentum an Grund und Boden ist in Deutschland verfassungsrechtlich geschützt. Selbst wenn dem nicht so wäre, oder wenn es juristische Spezialitäten gäbe, die wir nicht beurteilen können, darf man dieses natürlich für sinnvoll oder nicht sinnvoll halten.

            Dass Anarchie und Faustrecht das Gleiche ist haben wir nicht gesagt, allerdings hat der Mensch neben der Fähigkeit zu kooperieren auch eine außerordentliche Begabung, sich nach allen Regeln der Kunst den Schädel zu spalten. Oft kommt es auch zu einer Kooperation zwecks gemeinschaftlichem Schädeleinschlagens – gerne innerhalb einer staatlichen Hülle, aber vermutlich auch ohne selbige.

            Viele Grüße ins Erzgebirge
            Bankhaus Rott

  9. Fnord23 sagt:

    Hallo wolfswurt,
    wenn wir uns für den Staat entscheiden, dann stellt sich die Frage der Besteuerung nicht. Ich hätte auch mit einer herrschaftslosen Form (Anarchie) kein Problem.
    Zum allg. Verständnis: h t t p s://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

    Was ist ein Leistungsfähiger? Wer entscheidet was Leistung ist?
    Wann dient wer der Allgemeinheit? Wer entscheidet das? Wer stuft wen als steuerbefreit ein und wen nicht? Wie wird Leistung bemessen? In Geld/Rendite? Definiere den Begriff: Leistung?

    Alle Politiker,Banker,Faule als Leistungsunfähige zu bezeichnen ist eine pauschale Verurteilung und hilft nicht weiter. Glaubst du ehrlich, dass wenn du 20.000 Banker entlässt, die Sache erledigt ist?
    Das Problem sind die zinsgierigen Kunden.
    Ich kenne Politiker, die halten sich nur noch mit Faustan über Wasser, weil Sie Ihrem Gewissen verpflichtet sind und selbst von Ihrer eigenen Fraktion gedisst werden. Vor denen ziehe ich den Hut.

    Mir scheint, da sitzt der Systemhass sehr tief? Hilft das weiter? Ist Hass ein guter Ratgeber? An dem Punkt war ich auch mal. Mir hat das aber im Streit mit Lokal- und Landespolitikern nicht weitergeholfen.

    „Nirgendwo in der Natur wird der Leistungsunwillige von Leistungsfähigen ernährt.“

    Entweder du setzt Unwillige mit Willigen ins Verhälnis, oder Fähige mit Unfähigen, aber bitte nicht beide Gruppen miteinander.

    Viele Fähige und Willige wurden durch dieses System/Gesellschaft zum Gegenteil gemacht. Ich denke nicht, dass Menschen pauschal als Unwillige oder Unfähige zur Welt kommen. Ich kenne einige, die sind nicht mehr fähig, weil in Depression(Burn-out) und mittlerweile auch nicht mehr willig.

    Du willst aber nicht wirklich bestimmte Leistungsunfähige zurücklassen? Wir sind Menschen und keine Herde Gnus auf der Flucht.

    Wäre es nicht besser davon auszugegehen, dass fast jeder für eine Gesellschaft nützlich sein kann? Jedem die entsprechende Aufgabe. Wir machen es uns da heute sehr einfach.
    „Geh in Hartz, setzt dich in die Ecke und halt die Klappe.“ Ich kenn eine Menge dieser Leute. Die geben irgendwann resigniert auf.

    Und natürlich hast du auch immer einen Rest Unwillige, den muß eine Gesellschaft aushalten. Im doppelten Sinn. Das ist aber nicht die Masse. Denke so 3%. Die sind aber nicht das Problem.

    Das Problem ist die große träge Masse, die mir immer sagen: „Da kann man eh nichts tun.“ Die sind unser wahres Problem. Diese Millionen Mitläufer.

    VG

  10. wolfswurt sagt:

    Warum so kompliziert?

    Der Staat hat nur die Fundamente zu setzen die eine inhomogene Masse benötigt. Mehr nicht und auch nicht weniger!

    Der Staat sind wir alle!

    Auch Du!

    Willst Du mir mein Leben vorschreiben?
    Wenn ja dann vergeblich!
    Ich habe keinen Hass!
    Ich verlange von meiner Umwelt und meinen Nachbarn, daß man mich in meinen Veranlagungen leben läßt ohne permanente Maßregelung die mittlerweile in absolute Intoleranz ausartet!

    Und eins glaube mir, wenn die nicht eigen Verantwortlichen dies nicht verstehen, wird deren Ende erbärmlich sein.

  11. Fnord23 sagt:

    Hallo wolfswurt,

    „Der Staat hat die Fundamente…“ sehe ich auch so

    „Wir sind alle der Staat“ Richtig, wir sind der Souverän! Das sag ich regelmäßig den Politikern die ich treffe. Da fang ich aber böse Blicke für…

    „Willst du mir mein Leben vorschreiben?“ Nein will ich nicht. Sorry, falls das so angekommen sein sollte.

    „Ich hab keinen Hass!“ Kam bei mir so an. Darum die Nachfage.

    „Ich verlange von meiner Umwelt…“ Das ist dein gutes Recht, solange man andere nicht belästigt. Zumindest versuche ich das und meist gelingt mir das auch. Was aber immer schwieriger wird, weil so mein Gefühl, die Intolleranz zunimmt.

    „Und eines glaube mir…..“ Ich denke auch so. Glaube aber, dass ich im Zweifel wieder helfen werde, wo es geht. Nicht jeder ist in der Lage eigen verantworlich zu handeln. Ich hätt es auch gern anders. Aber den Kollektivismus bekommste nicht aus der Masse raus.
    Wo ein Führer ist, da ist auch ein Kollektiv nicht weit, was diesem blind folgen wird.

    Beende hier an dieser Stelle mal die Diskussion. Wir hatten heute hier Demo gegen Bildungsnotstand. Waren ca. 1000 Schüler da. Die Eltern und Lehrer konnte man an zwei Händen zählen. Manchmal ist das alles schon ganz schön frustrierend. Alles meckert, aber die wenigsten tun was.

    VG

  12. khaproperty sagt:

    Ganz alter Hut – wer immobil ist, wird geschröpft. An erster Stelle vom Staat, der sich auf diese Weise das Denken erspart, wie sich zugunsten seiner Bürger abgabenschonend regieren ließe.

    In USA etwa gibt es (immer noch) den verbreiteten politischen Grundsatz, dem Bürger, dem die Regierenden an erster Stelle zu dienen haben, seine Steuer- und Abgabenlast regelmäßig und möglichst jährlich, mindestens aber innerhalb der Legislatur, zu reduzieren. Und keinesfalls und niemals umgekehrt vorzugehen. Wer sich daran hielt, konnte als erfolgreich gelten; Obama keinesfalls.

    Daher auch hat in Europa, zumal Deutschland, wo Enteignung Tradition hat, kein Immobilienprofi eigenes Immobilienvermögen, es sei aus reinem Luxus, auf den auch verzichtet werden könnte.
    Professionell werden von denen Immobilien nur bewegt, nicht gehalten.

  13. Tagesgedanken aktuell und Protokoll von 08.2011 bis 05.2012 | Lebe dein Leben sagt:

    […] es sinnvoll in Immobilien zu investieren ? http://www.rottmeyer.de/frage-der-woche-risiko-grundbesitz/ Beispiele für Risiken: Im Notfall ist die Immobilie nicht liquidierbar | Neue Lasten durch […]

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.