Frage der Woche: Ostern wie geschmiert?

2. April 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Bankhaus Rott) Ostern in Deutschland! Das Wetter ist bekannt unverlässlich, aber wie ein jährlich grüßendes Murmeltier kommt die Spritpreisdiskussion pünktlich zum Festtag auf den Tisch. Seltsame Modelle werden seitens der Politik vorgeschlagen und die „Spekulanten“ gebrandmarkt, während man sich vermutlich in Berlin an den aus der Zapfsäule sprudelnden Steuereinnahmen erquickt …

Ja, jetzt muss aber Schluss sein! Die Preise an den Zapfsäulen sind derart hoch, nein das kann und darf nicht sein. So schallt es aus den aufgerissenen Mündern einer unwürdig spielendenden Berliner Laienschar. Bekanntermaßen ist immer dann erhöhte Vorsicht geboten, wenn Politiker sich in einem Anfall öliger Volksnähe zum Plebs herabneigen und Solidarität heucheln. Auch so manche „Studie“ gereicht dem ach so grünen Auftraggeber nicht eben zur Ehre, vielleicht erinnern Sie sich.

In einer Märzwoche des laufenden Jahres kam ein Institut namens „EnergyComment“ mit einer Kurzstudie daher. Die Studie wurde von den Grünen in Auftrag gegeben. Wie bei anderen von politisch motivierten Gruppierungen bestellten Auswertungen darf davon ausgegangen werden, dass es ein „Zielergebnis“ gab. Allein die Wahl eines sehr kurzen Zeitfensters spricht gegen den Versuch, strukturelle Anomalien aufzudecken. Das soll an dieser Stelle kein Vorwurf an den Ersteller der Studie sein, vielmehr soll es die Veröffentlichungswahrscheinlichkeit im Misserfolgsfalle und einen im Papier recht lieblos behandelten Parameter – die Steuern – erklären.

Gestolpert sind wir beim Lesen der Studie über Grafiken wie die folgende, die den Preis für Superbenzin, ein Raffinerieprodukt, und den Rohölpreis darstellt. Das ist vergleichbar mit der Gegenüberstellung von Thunfischsalat im Supermarkt und frischem Fang.

Natürlich besteht ein nicht zu leugnender übergeordneter Zusammenhang zwischen Öl- und Benzinpreisen, dieser kann jedoch außerordentlich stark schwanken. Zur Einordnung: Die prozentuale Differenz der Benzin- und Rohölfutures an der CME liegen mit einem Jahresmittel von plus 5% derzeit nahe dem Allzeittief. Seit Beginn der 90er Jahre liegt der Mittelwert um die 20%, viel Luft nach oben. Der Zeitraum der Kurzstudie fällt sicherlich rein zufällig in ein Zeitfenster, in dem sich die oben genannte Differenz ausweitete. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Notierungen der Benzin- und der Rohölfutures an der US-Terminbörse. Vorteil Benzin.

 

Um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, der Autor der EnergyComment-Studie geht zum Schluss seines Papiers auf Raffineriemargen und die entsprechenden Spreads ein, scheinbar alles erklärt jedoch den Anstieg der Preise auf Grund einer Art Preistreiberei. Wenn es sich die Energiefirmen nicht an der Ölpumpe holen, dann halt über die Raffineriemarge. Dazu gibt es ein hübsches Blockdiagramm mit einer Fußnote, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

In der Tat wird „vereinfacht“ mit dem Zeigefinger auf die Ölindustrie gezeigt. Nun, diese ist sicherlich alles andere als zimperlich und man kann den Unternehmen vermutlich einiges vorwerfen. Gerade von staatlicher Seite aber sollte zumindest beim Thema Preisgestaltung der Zeigefinger lieber in der Tasche bleiben. Denn die genannte „Vereinfachung“ streicht mehr als 54% des gesamten Benzinpreises aus dem schönen Einnahmendiagramm, sicherlich um Platz zu sparen. So hoch liegt mittlerweile der Anteil, den sich der Fiskus an der Abfüllstation abzapft. Aber das wissen Sie vermutlich.

Bemerkenswert fanden wir generell die laute Klage über hohe Rohstoffpreise aus den Reihen einer Partei, die sich seit Jahren offen zu einer erwünschten Lenkungswirkung durch hohe Preise bekennt. Anscheinend geht es nicht darum, wieviel jemand bezahlt sondern lediglich an wen. Das darf man dann dem Volk dann gerne einmal so mitteilen.

Über die kartellartigen Strukturen in der Ölindustrie und die hochgradige Verflechtung des Sektors in die globale Politik soll hier kein weiteres Wort verloren werden, wir setzen diese als bekannt voraus. Ach ja, Geld gedruckt wird auch noch! Wir befinden uns schließlich im Rettungsboot und winken fröhlich mit dem ungedeckten Scheckbuch. Aber das soll ja glücklicherweise keine negativen Folgen haben. Gibt es da eigentlich eine passende Studie?

Was denken Sie?

Wie immer freuen wir uns auf die Diskussion im Kommentarbereich!

Was sind dauerhaft die wichtigsten Ursachen des Preisanstieges bei Treibstoffen (Bis zu drei Antworten)?

  • Sonstiges (bitte kommentieren). (2%, 10 User)
  • Quasi-Monopol der Anbieter. (45%, 196 User)
  • Spekulation an den Terminmärkten. (33%, 146 User)
  • Angebotsverknappung durch geführte und anstehende Kriege. (25%, 109 User)
  • Steigende Rohstoffpreise durch Kaufkraftverlust der Währung. (69%, 302 User)
  • Steigende Rohstoffpreise durch hohe Nachfrage. (14%, 60 User)
  • Steuern. (60%, 266 User)

Total Voters: 440

Loading ... Loading ...

Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.



 

Schlagworte: , , , ,

28 Kommentare auf "Frage der Woche: Ostern wie geschmiert?"

  1. Infoliner sagt:

    „bitte kommentieren“: Der Preisanstieg entsteht aus bewußter Manipulation, man denke etwa an Vorgaben der Bilderberger vom letzten Jahr, daß der Barrel-Preis auf 200 $ steigen solle. Also werden Krisen zwischen Iran und USA/Israel vereinbart und so weiter. Ferner wird der Öffentlichkeit immer noch erzählt, daß Mineralöl nicht mineralischen, sondern biologischen Ursprungs- und daher knapp sei. Tatsächlich füllt sich aber jede leere, ehemalige Ölquelle wieder- oder wird niemals leer, wenn man nicht so übertrieben abpumpt.

    • pat sagt:

      Hier sind ja oft sehr kluge Köpfe die sich kritisch mit der Welt auseinandersetzen, aber diese Meinung teile ich nicht.

      Das eigentliche Problem ist Peak Oil, auch wenn es überall totgeschwiegen wird und viele auf die Desinformationskampagnen hereinfallen. Wenn Peak Oil in den Köpfen der Menschen verankert wäre, sähe die Welt schlagartig anders aus. Es gäbe kein Benzin mehr an der Tankstellegeben, der Preis explodiert, es würde gehortet, Automobilaktien und andere Energieintensive Aktien würden schlagartig fallen (vermutlich alle anderen auch), Acker- und Waldflächen würden extrem im Preis steigen, jeder würde versuchen vom Öl wegzukommen, niemand würde Atomkraftwerke stilllegen, usw.

      Deshalb wird darüber wohl geschwiegen und nur versteckt Energie gespart und kontingentiert (s. Glühlampe, CO2 Emissionshandel, Standby < 1W, EnEV, etc.).

      Erdgeschichtlich war zunächst fast nur CO2 in der Atmosphäre, das dann in den Jahrmillionen durch Pflanzen zu O2 verwandelt wurde. Pflanzen starben und nahmen den Kohlenstoff mit unter die Erde. Wie bitte soll dieses CO2 in der Luft "mineralisch" (wahrscheinlich war eher "physikalisch" gemeint) als Öl unter dem Boden gebunden werden? Diesen Vorgang würde ich gerne mal erklärt bekommen.

      Ohne lebende Organismen funktioniert das nicht. Allenfalls gelten lasse ich noch Ideen die Methanhydrate bei der Genese von Öl einschließen. Rein physikalisch kann Öl zwar abiotisch entstehen, aber wie soll das CO2 aus der Atmosphäre in die dafür notwendigen tiefen Erdschichten kommen?

      Ich denke die Angebotsseite von Rohöl ist sehr wichtig im Auge zu behalten. Selbst das Bankhaus Rott scheint auf diesem Auge blind zu sein, wie die Auswahl der möglichen Antworten zeigt.

      • Bankhaus Rott sagt:

        Hallo pat,

        welche mögliche(n) Antwort(en) vermissen Sie? Der Punkt „hohe Nachfrage“ macht ja nur in Bezug auf ein knappes Angebot Sinn, sonst wäre diese nicht preistreibend.

        Beste Grüße
        Bankhaus Rott

        • pat sagt:

          Nicht wirklich. Wenn man einfach nur zu bisherigen Kosten neue Fördermöglichkeiten erschließen könnte, dann gäbe es nur kurzfristig einen Preisanstieg.

          Wenn z.B. bei PKWs die Nachfrage steigt, dann steigen höchstens kurzfristig die Preise, weil anschließend neue Fabriken gebaut werden, welche die neue Nachfrage befriedigen.

          Dies ist aber bei einer begrenzten Resource wie Öl (und vielen anderen Rohstoffen) nicht möglich. Die Förderkosten steigen immer mehr an. Selbst wenn die Nachfrage kurzfristig durch Rezession fällt und dadurch die Preise fallen andert sich langfristig nichts.

          Dies ist im Grunde das gleiche Prinzip den auch viele hier vertretene Edelmetallanhänger für ihr Investment erkannt haben. Erstaunlicherweise sind recht wenige darunter, welche diese Erkenntnis auch auf fossile Rohstoffe wie Öl ausweiten.

          Für das Verständnis der Zusammenhänge ist es deshalb m.E. schon wichtig ob die Nachfrage steigt, oder das Angebot limitiert ist.

          • Bankhaus Rott sagt:

            Hallo pat,

            danke für den Kommentar! Ja, in Bezug auf die Endlichkeit der Ressource ist das korrekt. So ganz stimmt die Aussage zu den Autos – gilt auch für alle anderen Konsumgüter – unser Auffassung nach jedoch nicht, werden diese doch ebenfalls unter Einsatz von knappen und meist endlichen Ressourcen produziert. Schon die Kosten der Kunststoffproduktion ist zumindest heutzutage nicht von den Ölpreisen zu trennen. Es ist ja nicht möglich aus einer begrenzten Menge an Basismaterialien eine unbegrenzte Menge an Fertigprodukten zu erzeugen.

            Viele Grüße
            Bankhaus Rott

            P.S.: Gibt es das weiter unten erwähnte Gesetz mit dem Knüppel wirklich? Unglaublich …

          • Hauki sagt:

            Hallo Herr Ponzi aka Bankhaus Rott, 🙂

            „… unter Einsatz von knappen und meist endlichen Ressourcen produziert …“

            sie unterliegen da einem Irrtum, wenn sie – allgemein – Rohstoffe mit Öl in einen Topf werfen (was übrigens kein Wunder ist, ist dies in der herrschenden Ökonomi-Lehre leider gängige Praxis …).

            Kunststoffe als auch viele andere Ressourcen ließen sich (zumindest größtenteils) wieder recyclen (wenn auch nur unter Einsatz von gewaltigen Mengen an ENERGIE), Erdöl als BRENNSTOFF oder in Form von DÜNGER aber ist, einmal verbrannt oder „verzehrt“, für immer dahin …
            Diesem Unterschied wird in der VWL (wie auch dem Geld) keine Aufmerksamkeit geschenkt. Wozu auch? Es würde den Leuten ja klar machen, dass unser heutiger Wohlstand und technologischer Fortschritt vor allem auf der Entdeckung und Erschließung eines Wundermittels beruht, und weniger auf einem Wirtschaftssystem (das angeblich einen so hohen Anteil daran hat).

            Umgerechnet in menschliche Arbeit ist Erdöl (auch Erdgas und Kohle) mit nichts zu vergleichen, was es auf dieser Erde gibt. Auch nicht annähernd.

            Im Gegensatz zu Ökonomen weisen Historiker nicht zufällig auf den Zusammenhang zwischen dem Ende der Sklaverei und der Entdeckung und Nutzung der fossilen Brennstoffe hin (das halten viele leider für einen Witz …).

            Viele Grüße,

            Hauki

          • pat sagt:

            @Bankhaus Rott

            Habe das Gesetz zwar nicht persönlich im Original gelesen, aber es gibt einige Zitate im Netz:
            http://spassprofi.de/Witze/usa_gesetze.htm
            http://www.muskelbody.info/forum/fun/14419-daemliche-gesetze.html

            Das Beispiel mit dem Kunststoff ist unglücklich gewählt weil Kunststoffe auch aus biologischen (und damit nachwachsenden) Ausgangsstoffen hergestellt werden können (http://de.wikipedia.org/wiki/Biokunststoff).

            Gerade die Autoproduktion verbraucht viel Energie, sodass es richtig ist, dass der Ölpreis auch die Autoproduktion verteurt.

            Viele Rohstoffe können übrigens auch gut Recycled werden. Ist leider nur recht Energieaufwendig. Deshalb werden sich viele Rohstoffpreise wohl langfristig bei den Recyclingkosten einpendeln. Die Recyclingkosten werden wohl maßgeblich von dem Energiebedarf abhängen. Die Recyclingkosten in kWh dürften also langfristig viel aussagekräftiger sein als in irgendeiner Fiat-Währung.

            Man sieht die Energie ist immer wieder Dreh- und Angelpunkt moderner Volkswirtschaften.

            Erstaunlich finde ich, dass in Zeiten knapper werdender fossiler Energieträger, echte Alternativen zur Grundversorgung wie Kernkraft gleichzeitig abgebaut werden. Wind- und Solarstrom können zwar entlasten aber nie die Grundversorgung sichern (ohne effiziente Zwischenspeicherung an der seit Jahrzehnten erfolglos geforscht wird).

            Wo soll das hinführen? Ins Mittelalter?

      • HannoHoichler sagt:

        Reduktion von CO2 geht auch über die Mineralchemie. Z.B. Calciumhydroxyd und CO2 zu Calciumcarbonat und Wasser. Mit Silikaten gibt es da auch noch eine Reaktion, die habe ich aber nicht parat.
        Quantitativ spielt die Mineralchemie die Hauptrolle. Photosynthese ist da untergeordnet.
        Nebenbei bemerkt. In China, Russland und den USA glimmen, brennen schon seit Jahrzehnten ganze Kohlevorkommen weg, was in der veröffentlichten Diskussion regelmäßig nicht erwähnt wird.

        Kohlenstoffvorkommen sind in der Erd- und Planetengeschichte nichts ungewöhnliches. Es gibt einen pflanzenfreien Saturnmond? Titan mit riesigen Kohlenstoffseen. Die Raumsonde Cassini hat das eindeutig belegt, was die These von der abiotischen Entstehung des Erdöls stützt.

        Gruß
        HannoHoichler

        • pat sagt:

          Ich habe ja auch nicht bestritten, dass eine abiotische Synthese von Öl tief im Erdinneren, mit entsprechenden Temperaturen und Drücken möglich wäre. Meine Skepsis beruht auf der Frage, wie das CO2 aus der Luft es dorthin in ausreichender Menge schaffen soll.

          Bei dem von Ihnen zitierten Reaktion habe ich am Schluss Kreide und nichts was ich unter Energiegewinnung verbrennen könnte. Um Irgendetwas energetisch nutzbares zu gewinnen muss erst einmal Energie hereingesteckt werden. Das können Pflanzen sehr gut mittels Photsynthese oder es muss physikalisch geschehen, z.B. durch viel Energie durch Druck und Wärme.

  2. HannoHoichler sagt:

    Fakt ist, dass die Ölindustrie vor Allem von den USA und ihren Interessen (welche das auch immer sein mögen) kontrolliert wird. Mithin fließen die Öldollars zugunsten der Finanzoligarchie, die sich nebenher noch das Privileg der Dollarschöpfung erarbeitet hat.
    Wenn nun der Kraftstoff in der BRD durch niedrige Besteuerung noch billiger würde, als er jetzt schon ist, führen die Leute (die leider Unfähig sind, die Zusammenhänge zu begreifen) noch dickere Karren mit noch mehr Verbrauch und ließen die Öldollars dann noch mehr fließen.
    Ich kann nicht fassen, wie wenig die Leute beim Neuwagenkauf auf den Verbrauch achten. Da geht es nur um Kilowatt, Beschleunigungsvermögen, Design, Protz.

    Dadurch, dass der Staat durch Steuern, einen Teil der Geldströme in seine Taschen umleitet, wird also der Kraftstoffkonsument etwas eingebremst, und die Ölindustrie macht nicht ganz so fette Gewinne. Außerdem kommen veringerte Ölausgaben der BRD-Leistungsbilanz zugute. Bekanntermaßen gibt es keine nennenswerte deutsche Ölindustrie. VEBA hat sich glaube ich komplett aus dem Geschäft zurückgezogen. Wie dem auch sei, Öl ist für die BRD ein Importgut.

    Möglicherweise ist der hohe Kraftstoffpreis in der BRD ein Anreiz an die Autoindustrie, verbrauchsärmer Fahrzeuge zu entwickeln, was dann deren Wettbewerbsfähigkeit steigert.

    Die hohe Kraftstoffsteuer in der BRd ist zu begrüßen.
    Gruß
    HannoHoichler

  3. EXE sagt:

    Hallo

    man könnte meinen Das Benzin ist dem Deutschen liebstes Thema seit wir aber mehr Probleme haben mit politischen Ämtern zu besetzen ging es wohl etwas unter.

    Man muss zur der Staats Seite sagen das er die Preise NICHT anhebt er bekommt nun einmal Prozentual sein Geld (z.B.MwSt) dies ist aber bei allem so also keine Ausnahme. Die anderen Abgaben / Steuern sind so viel ich weiß Fix.
    Also ist nun mal nicht der Staat schuld wen es zu gewissen Tagen mit Sprüngen von 9bis 11cent an der Säule kommt.
    Ob das ÖL knapp ist sei mal dahin gestellt besonders wen man weiss wen viel davon gebraucht wird.
    Bei der US Fast Food Kette steigen doch auch nicht die Preise zum Mittag hin nur weil da viele Essen wollen.
    Es fehlt bei dem Produkt Benzin einfach um Alternativen. Kann sich mit Strom im Tank vllt. ja ändern.
    Es muss aber gesagt sein solange ÖL Firmen mit Techniken Spielen die Sie aus der Himmelfahrts-(Kommando)-Forschung kennen und mal ein halbes Land mit dem schwarzen Gold überziehen liegt die Vermutung nahe das es noch genügend gibt von selbigem gibt.
    Aber am Ende ist es wie immer es gehören immer mehre dazu.

    • Frank Meyer sagt:

      Hallo EXE, gibt es auf Ihrer Tastatur auch Kommas? Die Feststelltaste für Groß – und Kleinbuchstaben scheint auch zu klemmen.

    • Fnord23 sagt:

      Hallo EXE,

      ich bin auch nicht so der Buchstabenexperte und Profi der Interpunktion. Mit einer Hand voll Kommas steht es fifty-fifty. Sind ja auch manchmal nur huschhusch Fehler. Aber es lässt sich einfach schlechter lesen und sieht unschön aus.

      Ich nutze an legasthenischen Tagen einfach ein .doc oder .odt und die autom. ABC. Dann hier rein kopieren. – färtsch

      Oder schreibst du etwa auf so einem mobilen Teil aus der Apfelfabrik?

      VG ins Land

    • Wollen sagt:

      Zitat:“Kunden zahlen für jeden Liter 90,1 Cent Steuern (Energie-/Mineralöl-/Öko-/Mehrwertsteuer). Dabei ist die Mineralölsteuer von 65,5 Cent je Liter festgeschrieben, die Mehrwertsteuer von 19 Prozent bringt dem Staat dagegen bei höheren Endpreisen auch mehr ein. Im April waren es 25,6 Cent je Liter“.

      Ein hoher Benzinpreis ist für den Staat schon eine gute Einahmequelle und falsch zu behaupten sie hätten kein Interesse an einem hohen Benzinpreis.

      Künstliche Verknappung.
      Die Araber sagen wir haben genügend Öl Vorkommen,die Amerikaner sagen es gibt nicht genügend Öl…

      Einige Tankstellen(Konzerne) verdienen an den Preissprüngen mit je öfter der Benzinpreis am Tag steigt,verdient der Pächter zusätzlich einpaar Cent.

  4. Fnord23 sagt:

    Gruß in die Runde,

    die Jahreskurve der Benzinpreise sieht jedes Jahr gleich aus. Oder?
    Und das seit unserer Geburt. Also was soll die Aufregung.

    Huuu, das Ölkartell will maximalen Profit…..Jammern hilft nicht. Individuelle Lösungen finden ist angesagt. Seit Jahren wird darüber gesprochen. Manch einer hätte sich schon vor Zeiten ein kleineres und weniger stark motorisiertes Auto zulegen können. Man muss eben mit der Zeit gehen.

    Ich denke, Öl ist eh zu schade um es durch den Auspuff, den Schornstein zu jagen.
    Das benötigen wir dringend für ein paar andere wichtige Dinge.

    Will mal hoffen, dass man da was in der Pipline hat. Auch um den nächsten Wirtschaftszyklus zu starten.

    Womit bleiben wir mobil? Das ist die Frage.

    • pat sagt:

      >> Manch einer hätte sich schon vor Zeiten ein kleineres und weniger stark
      >> motorisiertes Auto zulegen können.

      Wenn diese Logik, dann bitte doch ein Fahrrad. Weniger Sünde ist immer noch Sünde.

      Das erinnert mich an das Gesetz in irgendeinem amerikanischen County, das es untersagt seine Frau mit einem Knüppel zu schlagen, der dicker ist als der eigene Daumen.

      Ist die Dicke des Knüppels wirklich das Problem, oder vielleicht doch die Schläge an und für sich?

      >> Womit bleiben wir mobil? Das ist die Frage.

      Gar nicht in der bisherigen Form, bzw. zu Fuß? Das ist die Mobilität auf die wir uns immer verlassen können. Alles andere ist Technik die uns abhängig macht.

      Für die Fortschrittsgläubigen unter uns würde ich Elektromobilität ganz schnell ad Akta legen und schnell das Beamen projektieren. In jeder Hinsicht viel effizienter und es müssen ebenfalls nur noch ein paar Grundlagen erfunden werden.

      • Fnord23 sagt:

        Hallo pat,
        ich finde es nicht schlimm zu erkennen, was ich heute tun kann, um morgen auch noch mobil sein zu können. Darum hab ich vor Jahren auf einen kleineren Verbrenner umgestellt. Von A3 quattro sport, oder wie das Ding hieß. Ich hab mit extrem hohen Preisen gerechnet, bin jetzt nicht überrascht, heize nicht mit Öl, und meckere nun auch nicht an den erwarteten Preisen rum.

        „Wenn diese Logik, dann bitte doch ein Fahrrad. Weniger Sünde ist immer noch Sünde.“

        Das ist ja eben eines unsere Probleme. Von einem Extrem ins andere. Nur schwarz oder weiß. Gut oder böse. Kapitaldiktatur pur, oder SED EinheitsparteiDiktatur.

        Wie wäre es mit dem Mittelweg? Und mit dem Fahrrad haste recht. Hab mir auch noch ein gutes Bike zugelegt.

        Mit Sünde kann ich nicht viel an fangen. Ich bin Heide.

        Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir uns zum Thema „Mobilität“ schon was einfallen lassen werden.

        Ich bin keine Pessimist und Weltuntergangsprophet. Eher ein Neuanfangsfanatiker

        VG ins Land

        • pat sagt:

          Hallo Fnord23,

          bin ebenfalls nicht sonderlich überrascht von dem hohen Ölpreis. Habe meine Lebenssituation so eingerichtet, dass alles per Fahrrad und notfalls zu Fuss erreichbar ist.

          Bin selber überzeugter Fahrradfahrer. Weniger wegen der abstrakten ichhabeeinschlechtesgewissen Ziele wie Ökobilanz, ökologischer Fußabdruck, CO2 Verbrauch usw., sondern wegen kanz konkreter persönlicher Vorteile wie, Bewegung, Fitness, Kosteneinsparung, frische Luft, …

          „Das ist ja eben eines unsere Probleme. Von einem Extrem ins andere. Nur schwarz oder weiß. Gut oder böse. Kapitaldiktatur pur, oder SED EinheitsparteiDiktatur.“

          Du hast noch die politischen Dualismus mit Einteilung in „Rechts“ und „Links“ vergessen, sowie die Mehrparteiendiktatur im BRD Stil.

          Unser Problem sind nicht die Extreme, sondern die in unserem Denken verankerten Extreme, denen wir in unserer kognitiven Verarbeitung neuer Informationen die Inhalte zuordnen.

          „Mit Sünde kann ich nicht viel an fangen. Ich bin Heide.“

          Bin selber überzeugter Atheist, aber jede Glaubensform oder gesellschaftliche Organisationsstruktur hat einen Begriff von „Richtig“ und „Falsch“. In unserem eher christlich geprägten Sprachraum ist „Sünde“ dabei meist für „Falsch“ gebräuchlich.

          Zähle mich ebenfalls nicht zu den Weltuntergangspropheten und Panikschiebern.

          Zum Thema „Mobilität“ müssen wir uns vermutlich gar nicht so viel einfallen lassen, wenn wir zwei gesunde Beine haben.

          Unsere „Hochgeschwindigkeitsmobilität“ glauben wir nur zu brauchen weil uns so viel Zeit genommen wurde…

  5. Hagen aus Dresden sagt:

    Das sollte es Deutschland wert sein

    Ich finde, Deutschland sollte nicht über die hohen Ölpreise jammern. Immerhin zeigt Deutschland durch die Akzeptanz hoher Ölpreise Solidarität mit Israel im Konflikt mit dem Iran. Von Israel eine Beendigung der Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten und einen dauerhaften Friedensschluss mit den Palästinensern zu verlangen, um den Nahost-Konflikt zu entschärfen, wäre wirklich zuviel verlangt.

    Barack Obama hat gesagt, die Spannungen mit dem Iran sind für 20 bis 30 US-Dollar Ölpreisanstieg pro Barrel verantwortlich. Umgerechnet sind das gerade einmal 10 bis 15 Euro-Cent pro Liter.

    Das sollte es Deutschland wert sein. Also bitte: ja zur unbedingten Solidarität mit Israel, ja zu Benzinpreisen von 1,70 Euro. Und bitte, auch wenn die Benzinpreise auf 2 Euro pro Liter oder mehr steigen, Dankbarkeit und Solidarität mit Israel zeigen. Außerdem ist es ja auch gut für die Umwelt.

  6. FDominicus sagt:

    Kommentar sonstiges. Wundert mich das das Bankhaus das nicht selber angeboten hat. Leben wir nicht im Scheingeldsystem? Und wurde nicht speziell in den letzten paar Jahren Geld gedruckt wie blöd? Warum soll das keinen Einfluss auf Preise haben? Wie kann man denn glauben die Druckerei in den „entwickelten“ Ländern hätte keinen Einfluss?

    • Bankhaus Rott sagt:

      @Fdominicus

      siehe Antwortmöglichkeit „Steigende Rohstoffpreise durch Kaufkraftverlust der Währung“.

      Am Ende des Artikels findet sich der Satz „Ach ja, Geld gedruckt wird auch noch! Wir befinden uns schließlich im Rettungsboot und winken fröhlich mit dem ungedeckten Scheckbuch. Aber das soll ja glücklicherweise keine negativen Folgen haben.“.
      Eigentlich wollten wir diese Zeile noch grün einfärben (steht für Ironie), dachten jedoch dies sei unnötig. Ein Irrtum?

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

  7. crunchy sagt:

    Wer im Papiergeldrettungsboot mit Scheinen um sich wirft, sollte sich nicht wundern, wenn er darin ertrinkt!
    Im Ernst mal eine Frage: Vor einem Jahr war ja noch alles Friede, Freude,Eierkuchen und jeder ein Silberbug. MeinerEiner ist ja in gut einer Woche zur Hälfte ausgestiegen. Viele sind dabeigeblieben und haben tapfer durchgehalten. Nach dem heutigen, möglichen Ende der Konsolidierung (Gold hat im Monatschart eine wichtige Unterstützung getestet(-funden?) frage ich mich, ob man versucht war, sein physisches Silber nach dem Einbruch noch zu verkaufen, durchgehalten hat, oder wie ich am 29.12.11 zurückkaufte oder irgendwie verbilligte. Wie ist die Stimung heute, nach einer derart strapaziösen Konsolidierung?
    Eines wollte ich noch gerne loswerden: Die HSBC, das führende(?!)Mitglied des Londoner Goldpools, scheint durch ihre Analysen zB. der chinesischen Wirtschaftsentwicklung oder zur Chartanalyse durch Jörg Scherer, die Edelmetallbugs verunsichern zu wollen.

    • Fnord23 sagt:

      Hallo crunchy,

      ich bin drin geblieben. Mir ist es zu aufwendig das Zeug durch die Gegend zu schleppen. Und dann das Timing.
      Meine Erfahrung beim Monopoly ist: Ich mach eh immer alles falsch. Die größten Haufen Geldscheine haben immer die anderen. Selbst mein 8 Jähriger schlägt mich.
      Dafür gewinn ich immer bei “ Siedler von Catan“.

      Also ich werde morgen noch mal etwas nachkaufen. Ich weiß auch nicht, warum ich mehr auf Silber stehe.

      Ob das nun einen Euro hoch oder runter geht, spielt für mich auch nicht die Rolle. Beim komplett Exit bin ich mir auch noch nicht so sicher. Wir werden sehen. Die fünf, die ich persönlich kenne, die sitzen auch seit 2008 drauf.

      VG ins Land

      • crunchy sagt:

        Schau an, schau an: Das mit dem Timing, haste doch drauf, wetten?
        Mit dem endgültigen Ausstieg werden wir noch viel Zeit (3-5 Jahre)
        haben. Ich schaue da genau auf das Verhalten der Chinesen, die einen eigenen Weg gehen, aber dabei sowenig wie möglich verlieren wollen.

  8. wolfswurt sagt:

    Genug des jammerns über hohe Spritpreise.

    Nun mal das Positive: ein Großteil der Bevölkerung leidet an extremer Bewegungsarmut sowie an Übergewicht.
    Das tägliche Bild vom fahrendem Übergewichtigen im Geländewagen auf Feldwegen, der seinem Hund Bewegung verschafft, wird durch einen Dieselpreis von 3€/Ltr ein jähes Ende finden.

    Bei einem Volk, welches mehr läuft, besteht auch die Hoffnung, daß sich die geistige Umnachtung ein wenig lichtet…

    • Fnord23 sagt:

      Hallo,
      Bewegung fördert ja angeblich das Denkvermögen.

      Wobei es bei 2 Euro/Liter dann doch einigen Geringverdienern die finanziellen Beine wegziehen wird und sich ein Arbeitsweg von 20 km nicht mehr rechnet.

      Als Lenkungsmechanismus kann der Spripreis aber eine gute Sache sein.

      VG

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.