Frage der Woche: Ziele und Sorgen

21. Juni 2011 | Kategorie: Frage der Woche, RottMeyer

Vor einiger Zeit fragten wir die versammelte Leserschaft, welche Assetklassen unter Langfristgen Gesichtspunkten sinnvoll erscheinen. Die Teilnahme an der Umfrage war rege, das Ergebnis war deutlich, wie die unten stehende Grafik zeigt. Eine Mehrfachauswahl war möglich.

 

Die Frage, die sich angesichts eines solchen Ergebnisses stellt, ist die nach den Beweggründen. Da wir nicht wissen, ob jeder so positioniert ist, wie er oder sie es gerne hätte, wollen wir uns heute nach den Zielen und Sorgen erkundigen, die die Investoren und potenzielle Anleger umtreiben.

Generell halten wir im Kleinen wie im Großen zwei bekannte Tradingweisheiten für gültig.

Regel eins ist das Kleinhalten von Verlusten im Rahmen des Möglichen. Was bei liquiden Assets wie vielen Aktien umsetzbar ist, muss bei großen Investitionen, wie sie etwa ein Haus darstellt scheitern. Die zweite Regel ist die, gemäß der es sinnvoll nicht nur eine aber wenige konzentrierte Anlagen in einer Größenordnung zu fahren, die sich im Erfolgsfalle auch bemerkbar macht. Wer zwanzig Positionen hält verliert schnell den Überblick und die Reduktion einer Position ins Marginale ist oft ein Anzeichen von Unsicherheit. Man möchte die Aktie der Schnur AG haben, aber doch nur so viele, dass man im Falle eines Totalverlustes nichts spürt. Leider gilt selbiges dann auch für den Erfolgsfall und der Gewinner ist der Broker oder sonstige Gebühreneintreiber.

Das kann natürlich jeder anders sehen. Genau wie im Hinblick auf Anlageziele und Sorgen ist die Meinung und Einschätzung immer abhängig von den aktuellen Lebensumständen (Rentner oder Berufsanfänger), vom Geldbeutel (große Erbschaft oder kleine Sparsumme) und auch von der individuellen Sicht auf die großen gesellschaftlichen und makroökonomischen Entwicklungen ab.

Es sind bis zu drei Antworten möglich. Wie immer freuen wir uns über eine rege Diskussion im Kommentarbereich!

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Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.

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10 Kommentare auf "Frage der Woche: Ziele und Sorgen"

  1. Silberdax sagt:

    Die Edelmetallinvestoren sind noch eine winzige Minderheit – erst wenn die „kritische Masse“ der
    Bevölkerung den Schwindel des Fiat-Zinseszins-Geld-Systems durchschaut, fliegt uns der ganze Laden um die Ohren. Dieser Punkt wird bei ca 20% erreicht sein – ev. schon bei 10%.
    hier nachzulesen:
    http://krisenfrei.de/Sordon_Interview_PBoehringer.pdf

  2. Frank2 sagt:

    Meine Hauptsorge ist die Altersabsicherung. Damit verbunden ist sicher der Kaufkraftverlustausgleich, als auch die Sorge vor Enteignung (die in vielen Formen kommen könnte, eben auch als Kaufkraftverlust).

    • Rainer sagt:

      @Frank2: Die jetzige Frage ist sehr interessant. Die Altersabsicherung schafft es nur auf Platz 3. Die Top Antwort ist die Inflation. Entäuschung wenn man mal nicht die Top Antwort erwischt hat, da man eigentlich Angst vor Enteignung haben muss. Müssen muss man nischt, nicht mal alt werden. Wer 60 oder älter ist kann Angst vor Altersarmut haben, denn er kann nichts mehr korrigieren. Wer 20 ist hat Angst vor I-Phone/Pad/Pot verlust, wer 30 ist hat Angst vor dem „stecken bleiben“ im Karriere Hamsterrad. Jetzt kommt es: „Wer 45 ist hat vielleicht 25 Jahre umsonst gespart, in die Rente einbezahlt, dumme offene Immofonds gekauft – die plötzlich gar nicht mehr offen sind oder sonst tolle Investitionen getätigt wie nach Riester oder Ackermann (grins) oder so. Enteignung heist auch einerseits, alles wurde von der 2,3%igen Inflation verfrühstückt und andererseits wurde es auf einer griechischen Müllhalde entsorgt. Also die geheime Top Antwort ist die schleichende, subtile Enteignung die das Plebs nicht merkt. Sollte noch irgendjemand Silberunzen für unter 30 Flocken bekommen dann nischt wie hin… Die letzten theroretischen Kurssteigerungen bei Aktien oder so kann man Joe ruhig überlassen – er grinst so oder so.

  3. holger sagt:

    @ Frank2

    waaaas? Altersabsicherung? Mann du hast Sorgen. Was soll ich da mit meine knapp 42 Lenzen schwätzen?

    Auch auf die Gefahr hin wieder mal in der Verbannung zu kommen und verprügelt zu werden:

    Habt ihr euch das mal genau durchdacht, wie die Welt mit EM Standard funktionieren könnte? Bei ca. 7 Milliarden Idioten die hier auf Terra rum kreuchen und fleuchen? Ich möchte nur eine logische, aufschlussreiche Theorie lesen dürfen. Mehr nicht. Nur eine einzige. Da kommt aber nix. Weil wir es alle vermutlich nicht wissen können. Ich höre zB die Metallwoche echt gerne. Aber jedesmal wird Gold in FIAT Money USD gemessen. Wie geht das? Wenn das FIAT absoluter Humbug ist? Was ist daran so toll, Gold in USD zu wiegen? 5.000 / 100.000 etc. pp. ? Kann mir das mal einer erklären? Wenn alles den Bach runter geht, Euro und USD nix mehr sind, was ist dann Gold? Geld? Für wen? Für wie viele Personen? 100 200 vielleicht? Erzählt mir doch einfach mal, wie funktioniert das dann mit dem Wirtschaften und dem Leben Worldwide. Wenn mir nur ein Einziger darauf eine fundierte Antwort geben kann, außer (hahaha 5000 Jahre schon so) dann, halte ich mein Maul.

    Meine Vermutung geht aber dahin, dass wir weiter mit Papier mit ein wenig Brennwert bezahlen werden.

    Und nun bereite ich mich darauf vor, Bio und Umweltgerecht zu sterben in 30-40 Jahren. Das ist doch nicht mehr Normal auf diesem Erdball.

  4. waldmensch sagt:

    Das Wichtigste für mich ist, das Ersparte zu erhalten. Deshalb alles in Edelmetalle, nur physisch. Da das ganze System zusammen kracht, nur die Politiker wollen es nicht glauben. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Ich glaub nicht das das alles friedlich vonstatten geht.

  5. Stuelpner sagt:

    Ach immer diese phys. EMs. Gibt es wirklich jemanden der AG oder AU kauft in der Hoffnung bei einem EM-Standard reich zu werden? Dann schnell weg damit.
    Ein EM-Standard wird m.E. nie kommen, da sie vielzu sehr mit dem bargeldlosen „Geldstrom“ beschäftigt sind, schon alleine aus dem Grund der Absoluten Überwachung (siehe Verchipung der Sparkassenkarten). Alles nur noch in 0 und 1, ein anoymes Bezahlen mit Papier ist schon nicht erwünscht, da kann man doch nicht erwarten irgendwann mit kleinen Silberlingen oder Goldlingen zu bezahlen (direkt oder indirekt).

    @Frank2
    „Für wieviel Personen?“
    Na laut den Guidestones sind es dann noch 500Mio. und wir beide gehören bestimmt nicht dazu.
    Also ca.11oz Gold pro Person + bissl Silber für den Flaschenpfand.
    Was willst Du, Bio und Umweltgerecht sterben? Wie geht das, läßt Du Dich in der braunen Tonne begraben?

    @An den Blogwart, also hier ist nichts diskriminierend oder so gemeint, nur eine Frage an Frank2, nichts mit Bio-M. oder so. 😉

    @waldmensch
    Nun sind wir wieder bei der Ei/Huhn-Frage oder so ähnlich.
    „Da das ganze System zusammenkracht…“ Leider ist das wirklich sehr wahrscheinlich und gewollt, obwohl die mit den 3 Knöpfen immer sagt alles ist sicher, oder zumindest das Ersparte, der Rest eher nicht.
    Leider ist eben bei so einem Zusammenkrachen nicht unbedingt das Bargeld das Problem sondern eher die Waren. Was nicht da ist kannst Du auch nicht bezahlen, das Beste ist eben immer noch der Hamster, alle Räumlichkeiten mit Vorräten vollstopfen ist der Idealfall, aber Kühlung, Haltbarkeit usw. machen den Idealfall zu nichte. Im Flucht Fall sind 10kg EMs leichte fortzuschleppen als paar Zentner bzw. Kubikmeter Lebensmittel.
    Als walsmensch hat mans da leichter, denn man hat seine Höhle und kann sich von Wild, Wurzel und Beeren ernähren.

    • waldmensch sagt:

      Hallo Stuelpner,warum soll plötzlich nichts mehr da sein,wenn dann nur wegen dem geld.kanst ja mal mitner alten zeitung einkaufen gehn,wirst nix bekommen.genau so wie der alten zeitung gehds mal den euro.Übrigens nicht die lebensmittel werden teurer sondern denk an die alte zeitung.gruss

  6. Der Mannheimer sagt:

    Kann mir jemand erklären, warum sich hier keiner um massive Abschreibungen, Kreditkontraktion und Bank Run Sorgen macht? Ich bin keiner besonderer Experte. Aber warum könnte es vor einer heftigen Inflation vorher nicht noch eine Deflation geben?

    • Fnord23 sagt:

      Hallo Mannheimer,
      dass du kein besonderer Experte bist, ist in der heutigen Zeit schon eine Auszeichnung. Ich bins auch nicht. Ich wundere mich nur, dass mir mein gesunder Menschenverstand schon Mitte der neunziger Jahre sagte, dass wir ein Problem bekommen werden. Ich hatte damals nur leider überhaupt keine Hintergrundinfos. Ich kenne aber viele ehemalige DDR-Bürger, denen es damals schon ähnlich ging.

      Der deflatorische Schock wurde ja nun schon mehrfach verhindert. Also Freitags alles ok. Montags die Banken zu. Elektronisch geht auch nichts mehr. Das öffentliche Leben steht nach ein paar Stunden still.

      Für diesen Fall hab ich seit 2008 immer Bargeld im Haus. Denn dann ist Bares Wahres. Jeder brauch in diesem Moment Bargeld. Das Beste ist natürlich, wenn du alles was du sonst so täglich benötigst auch im Haus hast. Für ein paar Wochen.

      Ob es danach zur Hyperinflation kommt??????? Denke nicht. Kommt drauf an, wie man reagiert. Wenn man Geld druckt, könnte das schon sein. Aber das macht man ja nun schon seit 2008 und das Szenario steht immer noch vor der Tür und geht einfach nicht weg. Weil das Geld nur im Finanzwesen umläuft und den Konsumenten/die Wirtschaftssubjekte nicht erreicht. Wie Frank mal irgendwann sagte, oder war es der Müller, Dirk: „Hier hilft nur noch ein weltweiter Schuldenschnitt.“

      Ich denke daran wird im Hintergrund gearbeitet. Gab ja auch schon diverse Meldungen. Letztens bei n.tv im Ticker: „G20 arbeiten an weltweiter Währungsreform“ Der Schäuble hat ja voriges Jahr auch so was mal nebenbei fallen lassen. Wer hat darauf eine Antwort?

      Auf alle Fälle ist es fürs System besser, die Masse glaubt an eine schleichende Geldentwertung. Denn das ist man ja gewohnt. Das ist normal und nicht schlimm. Lach…..
      Wenn die Masse, bzw. die, die noch Vermögen im Sinne von Vermögen haben, an ein sich verstärkendes inflationäres Umfeld glauben, dann ist das auch noch nicht so Besorgnis erregend. Was macht der normale Mensch da? Die einen kaufen noch schnell was und die Anderen lassen das Geld auf der Bank für sich „arbeiten“. Im Glauben, man könnte durch Guthabenzinsen der Geldentwertung durch Inflation ein Schnippchen schlagen. In beiden Fällen bleibt das Geld der Leute im System.

      Nur wenn die Leute die Kohle von Versicherungen und Banken abziehen und im Keller vergraben gibts ein Problem. Darum wird das böse Wort: Deflation zur „vocabuli non crata“ erklärt.
      (Gibst das überhaupt? Bin kein Lateiner. Hatte Russisch)

      VG aus Sachsen

  7. freiestimme sagt:

    Hallo, der Berliner, ich höre seit paar Monaten die Metallwoche und lese die anderen interessanten Kommentare. Denn die Massenorgane wie Spiegelonline machen mir keinen Spass mehr oder ich bekomme Bachweh-) Die ganze Kriegspropaganga von Spiegelonline vorallem, aber auch den anderen Medien erinnert mich zu sehr an Karl Eduard von Schnitzer, der auch in den DDR Medien hetzen durfte wie er wollte, alles im Sinne eines Systems.
    Ja, ich stehe auch neuerdings auf Silber-) fühlt sich gut an in den Händen-) Aber im Ernst, dass es einen Schnitt in Sachen Papiergeld geben wird, davon bin auch überzeugt. Wie es die Globalisten und ihre Marionetten dann anstellen weiß ich nicht, leider, wäre schön wenn meine Glaskugel die Antwort geben würde. Was mich wundert, da das Wissen über unser Geldwesen, gerade in Zeiten des Internet zum Greifen ist, versteht es anscheinend die breite Masse nicht, noch schlimmer, sie macht sich darüber noch nicht mal ernsthaft richtige Gedanken darüber. So stelle ich das in Gesprächen mit Freunden fest. Da spielt die erworbene Bildung und Intelekt keine Rolle. Erschreckend für mich, wenn ich auf EM zu sprechen komme und mal versuche eine Meinung von meiner Gegenseite zu bekommen. Die Antworten sind genau die, die auch der „Düsseldorfer“ immer wieder erwähnt. Die breite Masse schläft und übernimmt die Schlagzeilen von Bild, Spiegel oder Tagesschau und den „Experten“, die uns die Welt erklären wollen. Kein kritisches Hinterfragen spüre bei den Menschen. Es kommt mir wirklich wie in der Matrix vor. Der Film hätte doch eigentlich einen dazu bringen müssen sein Gehirn in Wallung zu bringen. Aber ne, dann höre ich nur, das ist doch alles Science Fiction. Die Manipualtion durch das System hat es wirklich schon sehr weit gebracht. Aber zurück zum Thema. Das einem vom Papiergeld nach den Einkäufen für die Lebensmittel am Ende des Monats immer weniger in der Hose bleiben ist nicht zu übersehen. Letzlich ist die fortschreitende Inflation nichts anderes als Enteignung in kleinen Schritten, die großen Schritte werden vermutlich (sicher) noch kommen. Spätestens wenn viele merken werden, dass ihr Erspartes immer weniger wert ist, oder bei Dingen wie Rister und co., es nur einen Gewinner gibt, das sind die Banken und Versicherungen. Von Altersarmut, bei vielen, die heute Löhne bekommen, wofür man sich schämen müsste, erst gar nicht zu reden.
    Nagut, wurde etwas länger, dafür war es mein erster Beitrag hier-) da lag einem viel auf der Zunge-)

    P.S. Zusatz, die ganze Berichterstattung über den Euro, könnte man auch so zusammen fassen in meinen Augen „Wollt ihr den totalen Euro“ Ja, ihr bekommt ihn. Ein monetärer Krieg gegen die Völker, Panzer waren gestern!

    Also viele Grüße aus Berlin

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