Frage der Woche: Griechen in der Börse?

6. Februar 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Erinnern Sie sich noch an den Mai vergangenen Jahres? Damals war die Staatspleite Griechenlands noch eine ganze Weile entfernt und einige Skurrilitäten gehörten noch zur Zukunftsmusik. Seinerzeit hatten wir gefragt, welche nationalen Stempel die Scheine in Ihren Portemonnaies trugen. Es fanden sich damals mehrheitlich deutsche Scheine – hat sich daran etwas geändert?

Von den auf den Geldscheinen vermerkten Kennungen der nationalen Notenbanken der Europäischen Währungsunion haben Sie vermutlich auch dann bereits gehört, wenn Sie an der damaligen Umfrage nicht teilgenommen haben.

Falls das nicht der Fall sein sollte, hilft folgendes Bild. Das Merkmal, der entsprechende Buchstabe der nationalen Zentralbank, befindet sich auf jedem Schein und ist einfach zu finden.

Die Kennung der Bundesbank ist der Buchstabe X, ein Y steht für Griechenland.

Die Debatte um die technische Seite des Austritts Griechenlands aus der Währungsunion hat dieses Thema wieder in den Fokus (wohl aber nicht in den Focus) gerückt. Bei einem Austritt dreht sich auf der Anleihenseite alles darum, welcher Jurisdiktion die Papiere zuzuordnen sind. Bei griechischen Staatspapieren ist dies zu weiten Teilen griechisches Recht. Selbiges kann das griechische Parlament beeinflussen, was für eine Umschreibung der Anleihen auf die Nachfolgewährung vonnöten wäre.


Bei den Geldscheinen wäre die einfachste Methode, die alten Euroscheine zu stempeln. Auf den Noten fände sich damit ein Vermerk und schnell und einfach wären sie mehr oder weniger wert als vorher. Das geht mit dem vielzitierten Federstrich. Fraglich ist, ob dies für alle Scheine gilt. Wenn dies nicht der Fall wäre, würden diese ihren alten Status als „Euro“ behalten. Eine spanndende Frage, die vielleicht bald beantwortet wird.

Das alte Ergebnis der Umfrage können Sie hier einsehen!

In dieser Woche wollen wir nun schauen, wie die Verteilung der Kennungen derzeit aussieht!

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Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.

Wir freuen uns wie immer auf eine lebhafte Diskussion im Kommentarbereich!

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5 Kommentare auf "Frage der Woche: Griechen in der Börse?"

  1. Hans Zahm sagt:

    Ich vertraue mein Geld schon länger nicht mehr den Banken an. Konten werde regelmäßig geplündert und das Geld sortiert. Für eine größere Anschaffung an Produktionsmitteln bin ich das Geld der „Südstaaten“ los geworden. Was mir auffällt ist der wachsende Anteil „italienischer“ Geldscheine.
    Habe kürzlich 24St 500 Euro-Scheine von der Bank geholt. Ich hatte bislang schon festgestellt, dass der Anteil „deutscher“ Scheine umso höher ist, je höher der Nennwert der Geldscheine.
    Aber diese 24 Scheine (eindeutig gebrauchte) waren ALLE mit deutscher Kennung, das kann kein Zufall sein – ich frage ich mich: Wer hat die sortiert und warum?

  2. purity sagt:

    Die großen Scheine werden vielleicht nicht so oft die Grenzen überschreiten? Im Urlaub bekommen Sie ja nicht 500 Euro als Wechselgeld zurück. Und wenn Sie in den Urlaub fahren, nehmen Sie wohl auch keine 500er mit. Da wird man komisch angeschaut und viele können nicht wechseln.
    Ich hoffe Sie vergraben ihr Geld bei sich geschickt 😉 letzte Woche wollte bei uns einer (oder zwei) einbrechen, da ist es ganz gut, wenn man seine Schulden auf der Bank hat 😉 sonst fehlt am Ende noch etwas.

  3. GuldenerMistkaefer sagt:

    So ganz kann ich dieser Panik mit den Geldscheinen nicht folgen.
    Gut, von meinen dzt. 110 EUR Bargeld sind
    70 EUR Italien
    40 EUR Deutschland
    0 EUR Österreich (komisch!), für mich als Ösi

    Aber, was ich sagen wollte, das sind weniger als 0,25 % des Geldes das ich auf Taggeldkonten habe – von Aktien ganz zu schweigen.

    Ist wohl ein Symptom der German-Angst.

  4. Hans Zahm sagt:

    Ist doch keine Panik, sind nur Wahrscheinlichkeiten die man berücksichtigen kann, mir ist es lieber bar und in X N P L oder R.

    Bargeld, weil die Banken sich gegenseitig nicht trauen, warum sollte ich ihnen trauen? Wahrscheinlich ist die Bank viel reicher als ich… aber wissen tue ich das nicht!;-)
    Außerdem nervt mich kein Bankverkäufer mehr mit Anrufen und tollen Produktangeboten.

    Viel Giralgeld verlässt die Südländer aber auch schon Frankreich… der TargetII-Saldo der Bundesbank belegt dies. Zusätzlich ist sicher auch einiges Bargeld auf der Flucht.

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