Frage der Woche: Dow und Gold!

12. September 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bankhaus Rott

Das Verhältnis der Kurse von Dow Jones Industrial Average und Gold ist ein beliebter Langfristchart. Sehr deutlich lässt sich am Verhältnis der beiden Verläufe ablesen, ob Aktien oder Gold en vogue sind. Alles hat seine Zeit, seit dem Jahr 2000 ist Gold am Zug. Aber bis wohin geht die Reise?

Der folgende Chart zeigt das Dow/Gold Ratio seit 1920. Die meisten Leser wissen, es gab Perioden, in denen die Dollarpreise für Gold festgelegt wurden. Auch ein Goldverbot mit drastischen Strafen im Falle eines Gesetzesbruchs gab es im „Land of the Free“. Vielfach wird daher, wie beim Verhältnis von Gold und Silber auch, argumentiert, diese Perioden sollten aus den Charts gestrichen werden. Die Gegenseite sagt, wenn die eine Variable zur Konstanten geworden ist, muss sich halt die andere mehr bewegen. Sei es wie es ist, wir überlassen es den Leserinnen und Lesern nach Belieben zur Schere zu greifen oder auch nicht.

Wir haben eine semi-logarithmische Skalierung für den Chart gewählt. Bei großen Bewegungen, wie sie sich in langen Zyklen zeigen, ist diese Darstellung unserer Meinung nach die sinnvollere Variante. Der Chart zeigt, wie stark sich das Gold seit der Jahrtausendwende im Vergleich zu den Aktien geschlagen hat. Geht man von einer Bewegung wie in der Vergangenheit aus, die bis in die Region zwischen 1 und 2  führte, so ist erst wenig mehr als die Hälfte des Trends vorbei.

Auch ein Wert von 1 wird oft als Ziel genannt. Wird diese Marke erreicht, haben beide Quotienten den gleichen Kurs. Die Linien, die der folgende Chart zeigt, würden sich also berühren.

In der Vergangenheit vermieden die Kurse das Zusammentreffen mal mehr und mal weniger knapp. Was meinen Sie? Wird es auch am Ende der aktuellen Trends so sein, oder werden sich die Linien berühren oder gar weit kreuzen und das Dow/Gold Ratio unter den Wert von eins sinken?

Für Diskussionen, das wieso, weshalb, warum und wann, steht wie gewohnt der Kommentarbereich erwartungsfroh bereit!

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Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.

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3 Kommentare auf "Frage der Woche: Dow und Gold!"

  1. VickyColle sagt:

    Zwischen 7.501 und 10.000 war mein Voting.
    Genau erklären warum kann ich dies allerdings nicht.
    War eher Bauchgefühl und schließt die Möglichkeit einer Hyperinflation aus, denn dann gelten andere Nominale.

    Vielleicht deswegen weil ich nicht denke, das (sie) den Stecker ziehen und massiv Liquidität aus den Märkten abziehen werden, was nominal alles nach unten reißen würde (so auch Gold).

  2. Rainer sagt:

    Schwierig zu beantworten. Am ehesten sagt Gold dem Dow zwischen 5000 und 9000 kurz hallo und startet dann durch. Irgendwann wollen ja alle Papiertiger mal ihr Metall abholen, nach dem Dow fragt dann für eine gewisse Zeit sicher keiner mehr.

    Aber eine Frage an alle: Obwohl 2 Grossbanken ein downgrade erhalten haben und eine dritte bald den Lehman macht steigt der Dax wieder um rund 4% während Gold seit Tagen 1 Schritt nach oben und 2 nach unten macht. Was stckt dahinter?

    Könnte es sein, dass während der Goldbulle so viel wie möglich Reiter abschütteln will, gleichzeitig der Dax Bär versucht, so viel wie möglich mit nach unten zu reissen?

  3. Ludwig von Mises sagt:

    Frage an Fank Meyer und an den „Düsseldorfer“:

    Stimmt es, daß das GAP vom 06./07.August, welches bei 1.660,- bis 1.680,– US$ lag, erst geschlossen werden muß, d.h. der Goldpreis muß erst wieder bis mindestens 1.660,– US$ zurückfallen und damit das GAP schließen, bevor er dann erst die 2.000er Marke knacken kann.

    Ich glaube das mal in einem der Interviews der Metallwoche mitgekriegt zu haben. Liege ich da richtig?

    Somit stünde ja dann nochmals eine (wohl die letzte) günstige Nachkaufgelegenheit vor der Tür.

    Vielen Dank und viele Grüße
    von Ludwig

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