Frage der Woche: Das Leserportfolio (2/4) – Edelmetalle

14. Januar 2012 | Kategorie: Frage der Woche, Kommentare, RottMeyer

(von Bankhaus Rott) Die erste Runde ist vorbei, die Leserschaft hat die Allokation der Rohstoffe festgelegt. Im Artikel sehen Sie Ihre gemeinsame Wahl und können in der laufenden Woche über die Aufteilung der Edelmetalle abstimmen…

Mit der Million, die Ihnen das Schicksal in die Hände gespielt hat, war eine Aufgabe verbunden. Die Summe sollte auf vier Anlageklassen aufgeteilt werden. Ihre Stimmen führten zu folgender Allokation im Segment der Rohstoffe (ex Edelmetalle).

Es zeigt sich ein klares Übergewicht der Energie- und Agrarrohstoffe. Die über Jahrzehnte real kaum gestiegenen Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse haben in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen. Die Energieträger zeigen diese Bewegungsfreude nicht nur an der Tankstelle. Mit Abstand auf die beiden genannten Anlageklassen folgen die Industriemetalle. Während Rezessionsrisiken sowohl über Energieträgern und Metallen schweben, spielt vermutlich auch der implizite Nah-Ost-Put beim Öl eine größere Rolle bei der Entscheidungsfindung. Lebendvieh bildet den Schluss der Kette, das mag auch daran liegen, dass diese Anlageklasse vielen Anlegern suspekt ist.

Heute geht es um das Thema Edelmetalle. In diese Kategorie haben wir neben Gold und Silber auch Platin und Palladium eingeordnet. Weitaus weniger verbreitet als die beiden klassischen Anlagemetalle besteht doch eine dauerhafte Nachfrage, so dass auch Münzen in den Metallen geprägt werden.

Die meisten Investoren kennen die Metalle der Platingruppe vor allem aus der Katalysatortechnik. Nur wenige Private Anleger halten wohl nennenswerte Bestände der beiden Metalle in Reinform – des Öfteren versteckt sich aber das eine oder andere Gramm in Schmuckstücken. So mancher Ring hat — neben dem hoffentlich anhaltend hohen ideellen Wert – beim Verkaufspreis in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Sie kennen sicher die Werbung der allgegenwärtigen mehr oder weniger seriösen Goldhöker, die mit „Tageshöchstkursen“ werben, auf was sich diese sich auch immer beziehen mögen.

Seit dem im Jahre 2009 markierten Tiefpunkt hat Palladium deutlich besser abgeschnitten als Platin, das die Hochs aus dem Jahr 2008 nicht wieder erreichen konnte.

Jetzt ist es an Ihnen! Wie beurteilen Sie die einzelnen Edelmetalle und verteilen das zweite Viertel des Geldes auf die Komponenten dieser Assetklasse? Wer bei der ersten Frage nicht teilgenommen hat, sollte sich davon nicht aufhalten lassen!

Wir freuen uns wie immer auf eine lebhafte Diskussion im Kommentarbereich!

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Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.


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3 Kommentare auf "Frage der Woche: Das Leserportfolio (2/4) – Edelmetalle"

  1. gilga sagt:

    Auch wenn wir getrennt nach Edelmetallen und Industriemetallen gefragt wurden… ich würde bspw. Silber gerade auch deshalb kaufen, WEIL es (auch) ein Industriemetall ist.

    Gold und Silber ergänzen sich für mich daher ideal. Platin und Palladium sind sicher auch interessant, wobei ich hier das Problem des (zumindest für mich) schwer zu kalkulierenden Käufer-Marktes gibt. Wer kauft mir sowas ab, genau dann wenn ich es loswerden will!? Die Anzahl der Käufer ist in jedem Fall geringer als bei Gold&Silber.

    • Dreamer sagt:

      Kommt es zu einem Wirtschaftskollaps profitiert Silber in seiner Funktion als Edelmetall. Kommt es hingegen zu einem Boom profitiert es in seiner Funktion als Industriemetall. Welcher der beiden Faktoren stärker gewichtet ist, vermag ich nicht zu sagen.

      Um die 60% der Jahresproduktion von Silber landen in der Industrie, werden also „verbraucht“. Ein Recycling des bei der Produktion verwendeten Silbers ist bei den derzeitigen Spot(t)preisen unwirtschaftlich.

  2. gilga sagt:

    Ja, man spekuliert hier eben an vielen Fronten mit…

    mittelfristig:
    – jahrelange Unterbewertung
    – Nutzung in der Industrie (evtl. weiter steigend z.B. im Photovoltaik-Sektor)
    – Absicherung gegen massive Inflation

    langfristig (Jahrzehnte):
    – Wette auf steigende Energiepreise (bis zur Kernfusion oder sowas meiner Ansicht nach eine sichere Wette); den Energie braucht es egal woher der Kram in Zukunft mal kommt (Minen, Recycling, …)
    – irgendwann gibt es kaum noch (und wenn dann nur teuer) Nachschub aus den Minen

    Was mir besonders gefällt: Ich kann es besitzen ohne das es ein Risiko durch Dritte gibt (zumindest bisher nicht nennenswert) und selbst bei extremen Einbrüchen gilt: Spätestens meine Enkel profitieren mal.

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