Frage der Woche: Das Leserportfolio (1/4) – Rohstoffe

8. Januar 2012 | Kategorie: Frage der Woche, Kommentare, RottMeyer

(von Bankhaus Rott) Nehmen wir einmal an, das (finanzielle) Schicksal meint es gut mit Ihnen und Sie erhalten ein Geschenk von 1 Million Euro. Die einzige Bedingung, die Ihnen auferlegt wird, ist die gleichmäßige Aufteilung des Betrages auf vier Assetklassen. Am Ende des Jahres dürften sie den dann vorhandenen Betrag behalten. Wie teilen Sie das Geld auf?

Diese Frage, wo das Geld am besten aufgehoben ist, beschäftigt die Menschen nicht nur in Krisenzeiten. Die wichtigste Basisentscheidung ist die Asset Allokation, die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Sektoren und genau diese soll die versammelte Leserschaft nun gemeinsam zusammenstellen. Wir beschränken uns im Rahmen der kommenden Umfragen auf ein reines Anlageportfolio ohne Betongold und tote Assetklassen wie „offene“ Immobilienfonds oder Gebührenkühe des Zertifikatemarkts.

In den folgenden vier Wochen drehen sich die Fragen der Woche um dieses Thema. Jeden Montag wird nach einer der folgenden Assetklassen gefragt.

  1. Rohstoffe (ex Edelmetalle)
  2. Aktien
  3. Edelmetalle
  4. Anleihen

Die Leserschaft kann nun die einzelnen Subsektoren der Assetklasse auswählen, also bei Edelmetallen etwa Gold ja, Silber ja, Platin nein. Wählt man jedes einzelne Asset aus, so ergibt sich eine Gleichverteilung. Lässt man einzelne Anlagen aus, so ergibt sich die Verteilung aus den gewählten Assets. Die folgende Grafik soll dies kurz verdeutlichen.

Wer eine Assetklasse nicht will, der teilt der Fee damit mit, dass sie diese Viertelmillion behalten kann – keine attraktive Wahl. Im Regierungssprech würde das Ganze wohl als eine Art grundloses Bedingungsinvestment bezeichnet (natürlich EU-konform und ohne Riesterzulage). Am Ende erhalten wir ein Portfolio, das mit jeweils 25% in den vier genannten Assetklassen investiert ist und die einzelnen Assets anhand Ihrer Abstimmungen zusammenstellt.

Aus dem Ergebnis der vier Umfragen ergibt sich dann die Asset Allokation des Leserportfolios. Am Ende eines jeden Monats werfen wir dann einen Blick auf die Entwicklung der einzelnen Sektoren und schauen auf den Gesamtertrag. Wir sind gespannt, wie sich unsere Leserschaft im vermutlich spannenden Jahr 2012 schlägt!

In dieser Woche sind die Rohstoffe abseits der Edelmetalle an der Reihe. Die Aufteilung in Subsektoren folgt der Methodik des GSCI Commodities Index. Die Aufteilung des S&P GSCI ist sehr energielastig. Rund 69,5% sind in diesem Sektor investiert. Darauf folgt der Agrarsektor mit 15% und die Industriemetalle mit 7%. Diese Allokation sollte Sie nicht davon abhalten, bei der Abstimmung nur auf Ihre eigene Meinung zu hören!

Jetzt zu Teil 1:

Wie immer freuen wir uns auf das „wieso, weshalb, warum“ und eine rege Diskussion im Kommentarbereich!

[poll id=“43″]

Die bereits abgeschlossenen Umfragen beim Bankhaus Rott & Meyer können Sie im Archiv einsehen.


 

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte: , , , , ,

4 Kommentare auf "Frage der Woche: Das Leserportfolio (1/4) – Rohstoffe"

  1. holger sagt:

    Moin…

    ganz klar, die erste ¼ Million würde ich in Energie und/oder Industriemetalle stopfen. Nur wüsste ich was anderes, was ich mit 250k Ocken anstellen würde. Ist ja nix. Ist ja klein Geld… Peanuts im Feinstaubbereich so zu sagen. Mit 250k kann ich ja gerade mal ein kleines Wasserkraftwerk mit ca. 20 kW Abgabeleistung bauen. Lieber Ponzi… kann ich nicht gleich die Million verbraten? Menno… so ne Million ist nix für einen, der in Investgütern arbeitet. Das sind untergeordnete Zahlen. Ab 5 Millionen geht’s doch erst los. Dann machts rechnen Spaß.

    Wieviel wollen wir denn machen? 10/15/20 % kommt darauf an, wie ich den ROI lege und natürlich wie ich einkaufen gehe.

    Nehmen wir an, ich hätte die 250k und wäre ein Habicht 😀 dann würde ich 125k in ein junges, dynamisches Unternehmen stecken, mit der Möglichkeit des Totalverlustes. Die anderen 125k momentan ins Kupfer stecken. Weil ohne das Zeugs kein Stromverbrauch. Mit Agrar brauch mir keiner kommen. Wohn auf dem Dorf. Voll die Überproduktion. Keine Marge vorhanden. Und von Monsanto kaufe ich keine Aktien. Obwohl da gibt’s ja „Western Potash“ in Canada. Netter Kerl. Hängt auch immer auf der EM in München rum 😀

    Also ich hätte gern die Million sofort in Bar und in kleinen Scheinen.

  2. DukeNukem sagt:

    Ich bin ja auch kein Freund von Immobilien, aber bei ner Mio. würd ich mir dann schon ne kleine Eigentumswohnung anschaffen 😉

  3. Dreamer sagt:

    Bei der Wahl zwischen den 4 gegebenen Möglichkeiten im Rohstoffsektor würde ich am ehesten auf Agrarrohstoffe setzen. Lebendvieh habe ich außen vorgelassen, weil ich mich damit nicht besonders gut auskenne.

    Meiner Ansicht nach haben wir noch lange nicht den Tiefpunkt der Rezession gesehen. Entsprechend negativ ist meine Erwartungshaltung bezüglich der künftigen Nachfrage nach Industriemetallen und Energierohstoffen.

    Frage an Herrn BankRott: Was wäre Ihre Wahl?

  4. Lickneeson sagt:

    25% Agrar/25% Vieh/50 % Erdgas oder alternativ 100 % Kupfer physisch kaufen und schön ein paar Jahre abhängen lassen.Irgendwann klingelt dann Herr Wong oder Familie Wan Tan und will kaufen…

    PS:Wahlweise nehme ich die Mio. auch in bar, da spart man sich das Marktrauschen und kann gleich dauerhaft auswandern.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.