Folker Hellmeyer: Ein paar Worte zu Gold und Silber

21. Dezember 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Im Vergleich zu der Situation 2008 -2012 ergibt sich im Sektor der Edelmetalle in den letzten Wochen eine deutliche Anomalie. Im Zuge der Krise versagte Gold als antizyklisches Investment. Gold brach mit zunehmender Krise von 1.000 USD auf 680 USD ein…

Gold wurde durch nicht marktkonforme Kräfte mit anderen Risikoaktiva gleichgeschaltet. Von daher war es konsistent, dass Gold mit der 2009 einsetzenden Erholung an Boden gewann. Vom Tiefpunkt 680 USD kam es zu einem Anstieg auf 1.920 USD per September 2011…

Mit zunehmender Defizitkrise in der Eurozone und entsprechend erhöhter Risikoaversion ergab sich im weiteren Verlauf einen Rückgang bis auf das Niveau 1.520 – 1.550 USD. Die Gleichschaltung war ausgeprägt!

In den letzten Wochen wurden mit unüblichen Volumina am Future-Markt in dünnen Märkten (u.a. Übergang USA-Asien) negative Marktentwicklung produziert, die nicht im Einklang mit der physischen Nachfrage stand und steht. Das gilt auchinsbesondere für Silber. Was lässt sich aus dieser Anomalie ableiten?

Die entscheidenden „Kräfte“ am US-Future Markt, drei „Player“ der amerikanisch angelsächsischen Bankenaristokratie, schreiben die Agenda um.

Sollen Edelmetalle nicht länger ein mit Aktien und anderen Risikoaktiva gleichgeschaltetes Anlageinstrument darstellen? Soll die Korrelation gebrochen werden?

Wir nehmen diesen Versuch zur Kenntnis – Fakt ist, dass diese „Intervention“ an den Papiermärkten zu einer Zeit kommt, in der die Fed und BoJ die Geldschleusen weiter aggressiv öffnen und jeder Grund besteht, die Währungen ohne Fehl und Tadel, Gold und Silber, zu erwerben. Handelt es sich hier um finanzielle Repression am Edelmetallmarkt? Fakt ist, dass die Zentralbanken der Schwellenländer das Spiel verstanden haben. Hoffentlich gilt das auch für die Zentralbanken Kontinentaleuropas…

Print Friendly, PDF & Email

 

4 Kommentare auf "Folker Hellmeyer: Ein paar Worte zu Gold und Silber"

  1. stonefights sagt:

    Was soll man tun mit Aussagen der Diskontierung, Manipulation und dergleichen, die auch bewertet werden müssen mit der Frage, wer Aussagen trifft, zudem diese eine hoch iterative Verbreitung innerhalb der letzten Jahre finden.
    Wenn ich nur eines gelernt hätte seit Lehman, dann dies, das der Zeitrahmen der Logik in sich ein Trugschluss im Raum der Realität birgt.
    Insofern lässt sich die Essenz aller Manipulationen auf die Relativitätstheorie herunter brechen, also alles eine Frage von Raum und Zeit.
    Gepaart mit den Erkenntnissen der Quanten-Forschung ergibt dies die Manipulation von Raum und Zeit durch die Erwartung.
    Mit anderen Worten. Ist die Erwartung auf eine Veränderung in einem Raum für eine zu bestimmende Zeit stark, so ergeben sich die Veränderungen aufgrund der Erwartung. Wer also erfolgreich sein möchte in der zeitlichen Zukunft, muss versuchen, die Erwartungen zu manipulieren, nicht den Raum 😉
    „Food for thought“ 😉

  2. stephan sagt:

    Ich möchte stonefights Ausführungen noch um einen zentralen Punkt ergänzen:

    Hätte man schon früher geahnt, dass die rationale Kommerzialisierung international liberalisiert aufgefasst wird, kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass die induktiv endoskopische Typisierung zentralisiert bilateral sicher zunimmt, nur für den Fall, dass das Aktionspotential zentriert gewinnbringend funktioniert.

    Quelle: Bullshit-Generator http://homepageberatung.at/cont/junk/bullshit_generator/index.php

    Ich glaube, damit ist alles zum Thema gesagt. 😉

    • stonefights sagt:

      Lieber stephan,
      vielen Dank für deine „Bullshit“ Ergänzung.
      Deinem Beitrag kann ich entnehmen, dass mein Inhalt wohl nicht verständlich ist. 🙂
      Matthäus 13,13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen;
      Markus 9,19 Er aber antwortete ihm und sprach: O du ungläubiges Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!

      Somit die identische Aussage auf einer einfach verständlichen Ebene:
      metallwoche.de/wahn-und-sinn-mit-boersenreporter-frank-meyer/ ab -21:36 😉

      LG, stonefights

  3. stephan sagt:

    Lieber stonefights,

    ich für meinen Teil bevorzuge die einfach verständliche Ebene. Das Komplizierte hat doch immer auch den Hang zum Nicht- bzw. Missverständlichen. Das wiederum soll natürlich niemanden davon abhalten, sich darin zu versuchen, Kompliziertes verständlich auszudrücken. In Ihren obigen Forumsbeiträgen ist es – jedenfalls für meinen Geschmack – allerdings beim Versuch geblieben. Es gibt also noch Steigerungspotenzial. Die Beiträge des / der Blogbetreiber(s) bieten insoweit regelmäßig eine wertvolle Orientierungshilfe.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.