Folker Hellmeyer: Das Maß ist voll!

21. Juni 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

„Fassungslos“ ist das Wort, das Folker Hellmeyer in seinem täglichen Forex-Report inzwischen fast täglich benutzt – angesichts der Ereignisse auf der Bühne der Welt – und Finanzpolitik. Die Frage ist, wie lange sich die Leute das noch gefallen lassen…

Allerdings leben wir in einer Zeit, in der Freiheit mit Freizügigkeit verwechselt wird und Freiheit mit Konsum, merkt Hellmeyer in unserem Interview an. Wir sprechen in unserem ersten Teil des Podcasts darüber, auf welchem Gleis der Zug in die Zukunft fährt – und ob er noch stoppbar ist…

Im ersten Teil des Podcasts spreche ich mit mit Folker Hellmeyer geht es vor allem um die Finanzmärkte. Hellmeyer hat neulich vor Notenbankern in Schweden einen Vortrag gehalten hatte. Eine seiner Thesen: Aus den USA könnte Ungemach drohen. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Börsenampeln und die Edelmetalle. Viel Spaß!

Zugeschaltet aus Bremen ist Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Dieser Beitrag wurde vor einigen Tagen auf der Metallwoche gesendet.


Quelle: Metallwoche, unser Portal für Gold, Silber und Finanzmärkte


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9 Kommentare auf "Folker Hellmeyer: Das Maß ist voll!"

  1. Rainer Kienzle sagt:

    Das Maß ist voll, völlig richtig erkannt. Aber der Michel interessiert sich dafür keinen Deut, er interessiert sich viel mehr für seinen Leasingflitzer, sein Leasinghandy Marke
    Spyphone und für sein bis zur Oberkante Unterlippe finanziertes Prestigehäusle in bester Stuttgarter, Freiburger oder Hamburger Wohnlage. Sklaven waren noch niemals begnadete Freidenker und engagierte Revoluzzer, das gilt umso mehr für die heutigen Lohnsklaven in den westlichen Industriestaaten. Medial eingelullt durch den schwarzen Kanal Marke Klaus Kleber und Konsorten. Gleichgeschaltet von demokratiezerstörenden Politkriminellen, die Fremden Herren dienen und Politik betreiben, nicht zum Wohle des deutschen Volks. Bekenndende Lügner und Alkoholiker bekleiden höchste Ämter, den Michel interessiert das im Augenblick noch keinen Deut. Nach dem Fall der Mauer gelangte durch launige Schicksalsmächte auch das Monster von Loch Oss in die Freiheit. An höchster Stelle, in der wichtigsten Wirschaftsnation Europas, verfolgt das Monster seit vielen Jahren einen hinterhältigen Kurs der Demokratur, von vielen Michels leider noch unbemerkt. Erich Honeckers späte Rache an der Bundesrepublik Deutschland? Wenn jedoch der Tag kommt, an dem die Rechnung für diese zutiefst Bürgerfeindliche, euphemistische Politik ausgestellt wird, wenn der Michel erkennt der Kaiser ist nackt und die Lebensersparnisse sind wieder einmal weg, dann darf sich Bitteschön niemand wundern, wenn der Deutsche Michel über Nacht wieder einmal zum teutonischen Schrecken mutiert. Den geschmierten, bestochenen oder bedrohten Drohnen fremder Mächte, würde dann nur übrigbleiben, wie ein Dieb in der Nacht zu fliehen, um ihrer gerechten Strafe zu entgehen.

  2. bluestar sagt:

    Besten Dank für dieses tolle Interview mit Herrn Hellmeyer.
    Sein Denken, Handeln, Mut und Anstand sind vorbildlich. Der Mann ist unbestechlich, schwimmt gegen den verfaulten, dekadenten Strom der staatlichen Propagandalügen.
    Wo werden wir und unsere Kinder mit den herrschenden kriminellen Eliten und der manipulierten, desinteressierten und verblödeten Masse landen ? Verfall, Verarmung, Gewalt, Diktatur oder sogar Krieg ?
    Gern würde ich auf eine positive Wende in Europa hoffen , aber es fehlen mir die glaubhafte Grundlagen.

  3. astroman sagt:

    Schönes Interview und schön zu hören, dass man nicht ganz alleine auf weiter Flur ist, wenn man sich wundert und grämt.

    Ich frage mich allerdings, ob’s früher wirklich anders war oder wir heute nur den amoralischen Machtmorast dank neuer unabhängiger Medien und Internet transparenter präsentiert bekommen.

    Letztlich wird sich die Hoffnung auf die Revolution von unten nach oben in friedlichen Zeiten nicht erfüllen, da die meisten halt keine Freidenker und letztlich Pragmatiker sind. Es ist ja nun alles andere als ein Geheimnis, dass die offizielle EU-Politik auf eine Entwertung der Währung und damit Ersparnisse abzielt. Wenn sich aber schon kein Widerstand regt, wenn dem Bürger konkret eine in Kaufkraft gezielt abgespeckte Rente und private Vorsorge in Aussicht gestellt wird, braucht man sich bzgl. Handelns aufgrund abstrakter Gefahren, die sich durch TTIP oder Überwachungsambitionen ergeben, erst recht keine Hoffnungen zu machen.

    Könnte alles ganz einfach sein: Einfach mal das Kreuz woanders machen und seinem Abgeordneten schreiben: So, Stimme weg, weil… Wenn das wenigsten einmal jeder Zehnte täte – hui – wie schnell wären die Politiker wieder ganz nah am Puls des Wählerwillens. Aber so sind die Wahlergebnisse schon fast konstant dank vieler Stammwähler, ein bisschen kann man mit guten Kampagnen und Rhetorik auch noch drehen und in der Praxis geht man als Politiker halt mit wichtigen Leuten aus Wirtschaft und Finanzwesen essen und da ergibt sich die Richtung des politischen Handelns von ganz alleine. Ist eigentlich ganz menschlich und systemimmanent.

    Mit einer Demokratie bekommt man die Macht vom Volke und wenn das Volk ohnmächtig oder desinteressiert ist, kann und wird die Regierung entkoppelt von diesem regieren.

    Wie ein ehemaliger Kollege schon sagte: „Wer nichts tut, hat lediglich Anrecht auf sein Schicksal.“ Ich weiß jedenfalls, dass ich mir später kein Geheule anhören werde und nur kurz nachfrage „Hast Du damals mal Deinen Abgeordneten geschrieben und was anderes gewählt? Ne? Dann hast Du jetzt auch kein Recht zu jammern.“

    • bluestar sagt:

      @Astronom
      „Ich frage mich allerdings, ob’s früher wirklich anders war oder wir heute nur den amoralischen Machtmorast dank neuer unabhängiger Medien und Internet transparenter präsentiert bekommen.“
      Die Dummheit der Masse war immer konstant, die Rahmenbedingungen waren aber aufgrund geringerer Machtkonzentration bei den globale Multis und der Finanzindustrie andere. Heute werden alle Lebensbereiche durch sie beherrscht.Deshalb gibt es zwar noch Pressefreiheit in Deutschland, aber keine freie Presse mehr. Mit der Liquidierung des bürgerlichen Mittelstandes durch die Multis wurden Pluralismus, Freiheitsdrang, Unabhängigkeit und Eigenverantwortung beseitigt.
      Beschämend ist das Verhalten der Masse, vor allem in Ostdeutschland. Sind 1989 für freie Wahlen die Menschen auf die Straße gegangen, liegt die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen heute unter 50%. Oder ging es damals eher um Bananen als Freiheit ? Ich tippe auf Bananen, Reisen, volle Regale, Schnäppchenkaufe.

  4. Daggi sagt:

    Die Wirtschaft und die Politik in der EU wird sich den geopolitischen Vorgaben anpassen müssen. Eine Souveränität Europas und insbesondere Deutschlands sehe ich nicht. Die Demokratie ist eine nette Idee, bleibt aber für uns bis auf weiteres eine Illusion. Entscheidend wird sein, wie die Großmacht USA/GB/Israel mit der sich abzeichnenden Machtverschiebung in Richtung Asien und dem damit drohenden Bedeutungsverlust umgehen will.

    Werden die aus dem Hintergrund heraus herrschenden Oligarchen bereit sein, die jetzige, weltweite Dominanz freiwillig aufzugeben ? Wohl kaum! Wird man versuchen, die Dominanz militärisch durchzusetzen ? Man wird es versuchen! Das läuft ja bereits. Bevor es aber zum totalen Armageddon kommt, wird man sich dann hoffentlich mit der Dominanz in einem Teil der Welt begnügen. Das hieße Nordamerika, Australien, die EU, Israel, Japan, Südkorea, Taiwan, Saudi-Arabien, Irak, Lybien, Afghanistan … bleiben, wie bisher, mehr oder weniger offensichtlich unter Kontrolle des Imperiums. Die Wirtschaft und der Wille der Bevölkerung dürfte in dieser Phase der geopolitischen Neustrukturierung zweitrangig sein.

  5. Gerhard Berger sagt:

    Dieser Analyse ist nichts hinzuzufügen.

    Es ist so. Period.

    Verkohlt, geschrödert und ausgemerkelt.

    Deutschland Status quo ante.

  6. Michael sagt:

    Die normative Kraft des Faktischen ist der Schlüssel. Bürger sollten schlicht andere Wahrheiten schaffen sonst schaffen andere ‚Wahrheiten‘ und das in jeder Beziehung.

  7. Adept sagt:

    in einer Sache widerspreche ich: mit diesem politischen Personal läßt sich kein Staat machen.
    Für mich sind diese Charakterlosen das wirkliche Verderben.
    Der Zug für eine erfolgreiche Strategieänderung muß und wird von den Völkern selber übernommen werden. Mit dem Ende der wirtschaftlichen Schlemmerei wacht Europa wieder auf.
    Und dieses Ende ist bereits angebrochen, man hat es übertrieben und nur mit diktatorischen Maßnahmen kann man das System Europa noch am Leben erhalten.
    Jeder, der mit wachen Sinnen die Steigerung des politischen Wahnsinns beobachtet, weiß das auch.

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