Statt Spritze jetzt Gewehr. V.d. Leyen befehligt das Heer

14. Dezember 2013 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Habemus GroKo! Jauchzet Frohlocket! Das Christkind kommt diesmal nicht über die Tür herein geregnet, sondern über die Presse. Wir kriegen eine Verteidigungsministerin. Und dabei schreiben wir den 14. des Monats – und nicht den 1.4. Kein kleiner Unterschied….

Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage,

rühmet, was heute der Höchste getan!

Lasset das Zagen, verbannet die Klage,

Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!

Dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören,

Laßt uns den Namen des Herrschers verehren!

Das Weihnachtsoratorium bietet großen Trost in diesen Tagen…

Die Würfel sind gefallen. Das lustige Job-Karusell in der Politik dreht sich weiter. Wer raus fliegt, landet in der Wirtschaft – oder umgekehrt. Nein, ich wollte heute gar nichts schreiben. Ich sollte jetzt besser Holz hacken gehen, aber bevor ich anderweitig Schaden anrichte.

Doch ein paar Gedanken an diesem denkwürdigen Tag in diesem denkwürdigen Land müssen sein, wo zwei feiern, der SuperSiggi bzw. SiggiPop und der Wahnsinn. Prost!

Ursula von der Leyen wird Verteidigungsministerin. Vielleicht wird es die Fehlbesetzung des Jahres oder ein Schleudersitz? Wir leben in Zeiten, in denen entweder Qualifikation keine Rolle mehr spielt bzw. der offiziell beklagte Fachkräftemangel sich bis die die Politik vorgearbeitet hat.

Normalerweise sollte doch jemand wissen, womit er/sie es zu tun hat. Das tut nichts zur Sache, aber ein Hoch auf die Frauenquote. Ruhe im Glied! Jeder kann alles. Das zeichnet dieses Land aus. Soziales, Landwirtschaft, Verteidigung, Gesundheit oder Verkehr. Das muss uns mal einer nachmachen.

Dafür geht der Pofalla. Der arme Urban Priol. An wem wird er sich künftig abarbeiten können? Ich habe da schon eine Idee. An allen.

Herrmann Gröhe wird Gesundheitsminister, rief ich meiner Mutter gerade in der Küche zu. „Wer ist das?“ war ihre Gegenfrage. Gute Frage! Na der Wegstabenverbuchser, meinte ich, der Meister des gedrechselten Wortes. „Keine Ahnung!“ rief es zurück. Mutti, Du bist nicht allein.

Das Kabinett heißt künftig mit Vornamen „Grusel“. Danke Danke Danke! Ich bin voller Überfreude. Ja, so nennt man die Steigerungsform von Euphorie. Danke SPD-Mitglieder. Heute am 14.12. wird die GroKo wahr – GroKo – das Wort des Jahres. Die Schlitzmaschinen haben Sigmar Gabriel zum Sieg geschlitzt und die SPD an die Macht. Gabriel wird Super-Minister. Super! „SuGroKo“ Seltsam, bei GroKo denke ich immer an Großes Kotzen. Vielleicht werden wir das auch in den kommenden Jahren.


 

10 Kommentare auf "Statt Spritze jetzt Gewehr. V.d. Leyen befehligt das Heer"

  1. Matze sagt:

    Das heisst nicht GroKo. Die Einheitsregierung der nationalen Front heisst GröKaZ. Hurra!

  2. stephan sagt:

    Vielen Dank für diesen super Artikel!

    Die Beliebigkeit der Vergabe der Ministerposten, hinsichtlich derer Eines ganz gewiss keine Rolle spielt, nämlich Qualifikation (!), ist zwar nichts wirklich Neues, trotzdem immer wieder erstaunlich.

    Die schlichteste Überlegung dazu ist die Vergabe nach Machtverhältnissen. Man wird aber auch irgendwie den Verdacht nicht los, dass diese jederzeit austauschbaren Politclowns nur die Marionetten von unbekannten, wirklich mächtigen Strippenziehern sind, die im Hintergrund das Große und Ganze lenken. Aber das ist bis zum Beweis des Gegenteils wohl nur eine Verschwörungstheorie.

    • bluestar sagt:

      Also wenn das nicht ein Fortschritt für Deutschland und die gesamte Welt ist. Eine Frau als Verteidigungsministerin finde ich super und ich möchte die Ursula schon heute für den Friedensnobelpreis vorschlagen. Als Vorschuss sozusagen, wie bei Obama.
      Wenn das nichts wird, dann wenigstens einen Preis für allgemeine Verbreitung fröhlicher Unterhaltung und Clownerie.
      Die lustige Vergabe der Futterplätze an den Fleischtöpfen ist nunmehr leider schon vorbei. Aber keine Angst es bleibt auf jeden Fall unterhaltsam.

  3. randy sagt:

    Treffender hätte man es wieder nicht beschreiben können… Vielen Dank für diesen schönen, wenn auch irgendwie traurigen, Artikel.
    Das große Politikkasperl-Theater geht also weiter….

  4. ACHIM sagt:

    Hallo Frank, einige besserwisserische Anmerkungen von mir:
    Es heißt nicht GroKo sondern GröKo(t)Z (Größte Koalition aller Zeiten, in Anlehnung an den Größten Feldherrn aller Zeiten (GröFaZ.
    GröKo(t)Z wir dem Namen umgehend gerecht, gebiert sie doch allen Regeln des Genderismus folgend eine GröFaZIn.
    Nebenbei ein schlauer Zug von Mutti die Uschi auf den Schleudersitz zu platzieren!
    Gelernt ist eben gelernt
    Es lebe die Diversity …
    und Oma Margot freut sich tierisch!

  5. EuroTanic sagt:

    In einer arbeitsteiligen Welt spezialisieren sich die Menschen auf eine Tätigkeit. Sie können immer weiger, aber davon immer mehr. Frau Leyenhaft hat dies – in Politiker typischer Manier, optimiert. Sie kann alles, aber davon Nichts wirklich.

  6. bluestar sagt:

    @EuroTanic
    Sie muss ja auch nichts für solche Jobs können. Dafür gibt es doch die Experten und Lobbyisten, die sagen wo es lang zu gehen hat und die Gesetzestexte zum Durchwinken im Parlament schreiben.
    Die Politclowns haben nur eine Funktion: Dem Volk glaubhaft zu verkaufen dass sie in
    einer Demokratie leben und die wahren Machtverhältnisse zu verschleiern.
    Diesen Job machen sie offensichtlich ausgezeichnet.

  7. cubus53 sagt:

    Man muss doch nur in die Geschichte blicken, um den Mechanismus der Macht zu verstehen. Der Machthabende umgibt sich vorzugsweise mit Jasagern ohne Rückgrat, um die eigene Macht zu bestätigen und zu erhalten. Politiker mit konträrer Meinung werden in diktatorischen Ländern hingerichtet, in demokratischen Ländern entlassen. In beiden Fällen bleibt ein Politkader aus austauschbaren Marionetten übrig.

  8. JayJay sagt:

    Der ehemalige und schon verstorbene, große Führer der SED Erich Honecker, hat sicherlich (wo immer er auch ist, sicherlich Hölle) die Sektkorken mit seinen Getreuen knallen lasse. Er hatte doch Recht.
    —Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs, noch Esel auf.—-

    Hurra und Freundschaft, Gneossen 😉

  9. Lickneeson sagt:

    Weiss nicht, ich verstehe die „Aufregung“ irgendwie nicht.In diesem Schüttelkabinett sind doch ebenso austauschbare Puppen wie in allen anderen. Der Glaube, damals bei Schmidt, Brandt und Co wären noch „echte Charakterköpfe“ an der Macht gewesen ist ebenso absurd wie die meisten Glaubensrichtungen.

    Viel wichtiger finde ich die DDR-würdige Verfilzung im politischen und wirtschaftlichen Überbau der Republik. Da werden Gelder, Stimmen und Geschenke herumgereicht, das einem schlecht werden könnte. Aber bei Wulf/Groenewold den mahnenden Finger heben…tsss.

    Solange unsere politischen Trauergestalten sich ihre Hintern in diversen Aufsichtsräten breitsitzen und auf unsere Kosten die Bildschirme und Gazetten mit ihrer Phrasenmäherei verunreinigen ist es mir völlig egal, welcher Clown gerade Ausgang hat.

    Die Probleme werden in 4 Jahren genauso vorhanden sein wie heute. Insofern kann man sich auch „Cheech&Chong – Noch mehr Rauch um Überhauptnix“ in der Endlosschleife ansehen.

    4 Jahre Totensonntag!

    MfG

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