Eskalationsjahr 2017…

2. Januar 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Andreas Hoose

Entspannung geht anders: Nach Überraschungen in 2016 könnte das kommende Jahr so richtig aufdrehen… Während viele Börsenanfänger in diesen Tagen erst noch lernen müssen, dass die so genannten Finanzexperten mit ihren Prognosen für das kommende Jahr genauso um Nebel herumstochern wie die selber, sind manche dieser Experten jetzt wieder erstaunlich zuversichtlich…

So meinte etwa ein Kollege kürzlich, die allgemeine Lage sei doch eigentlich ganz entspannt: Entgegen der allgemeinen Erwartung erweise sich das aktuelle Wirtschafts- und Finanzsystem als erstaunlich robust. Das werde sich auch künftig fortsetzen, etwa indem sich die Staaten bei moderat anziehenden Inflationsraten ganz allmählich entschuldeten. Und in ein paar Jahren sei die Krise dann von ganz alleine ausgestanden.

Leider passt dieses offenbar von vielen Menschen herbeigesehnte Friede-Freude-Eierkuchen-Szenario nicht in das übergeordnete Bild. Einige Beispiele sollen das verdeutlichen:

„Islamistischer Terror“ als Folge einer jahrzehntelangen Politik der Kriegstreiberei, des Vertuschens und Wegsehens erreicht Europa.

Großspekulant und „Menschenfreund“ George Soros, der die durch diese Politik verursachten Flüchtlingsströme maßgeblich steuert und finanziert, warnt plötzlich vor einem Zerfall der Europäischen Union. „Schuld“ daran sei Angela Merkel.

Die italienische Bank Monte dei Paschi wird gesetzeswidrig durch den Einsatz von Steuergeldern „gerettet“.

In Indien läuft ein Sozialexperiment, initiiert durch das weltweit agierende Finanzkartell, zur Beantwortung der Frage, wie eine Währungsreform durchgezogen werden kann, ohne dass es dabei zu einem „existenzbedrohenden“ Bankrun kommt.Wessen Existenz dabei bedroht ist? Dreimal dürfen Sie raten.

Die Liste, der Ereignisse, die zeigen, dass wir es derzeit mitnichten mit einer „entspannten Lage“, sondern ganz im Gegenteil mit historischen Entwicklungen zu tun haben, die weiteren Höhepunkten entgegenstreben, ließe sich beliebig fortsetzen. Deshalb wird auch das kommenden Jahr nicht „entspannt“ sein. Vielmehr ist zu erwarten, dass im Zuge einer Kriseneskalation weitere Pflöcke eingerammt werden, die heute für viele „unvorstellbar“ sind.

Besonders weitreichende Entwicklungen dürften sich dabei erneut auf der politischen Bühne zeigen. Wenn man annimmt, dass der jüngste Trend dort anhalten wird, dann ist nach den Meilensteinen in 2016 mit dem Brexit-Votum, dem Wahlsieg Donald Trumps und dem deutlichen Italien-Referendum im Superwahljahr 2017 folgendes zu erwarten:

In den Niederlanden dürfte im März der stramm rechts orientierte Geert Wilders vor einem deutlichen Wahlsieg stehen.

Bei den in Italien anstehen Neuwahlen könnte die eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo die etablierten Kräfte aufmischen.

Die nächste französische Präsidentin könnte Marine Le Pen heißen und in Deutschland steht den etablierten Parteien bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 ein „überraschendes Erstarken“ der AfD ins Haus. Selbst ein Ergebnis von 20 Prozent plus X für die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ wäre dabei denkbar. Entspannung geht anders…

Doch der eigentliche Trick kommt jetzt:

Sollte die US-Notenbank in einem solchen Umfeld ihrer jüngsten Ankündigung nämlich Taten folgen lassen und die Zinsen stärker anheben, als das heute vorstellbar erscheint, dann hätten wir genau jenes Umfeld, das David Rockefeller schon vor rund zwei Jahrzenten vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen gezeichnet hat:

Einbrechende Anleihe- und Aktienmärkte, ausgelöst durch eine deutliche Straffung der Zinspolitik, könnten dann, rein zufällig oder auch nicht, den „rechten Parteien“ in die Schuhe geschoben werden. Der „überraschende“ Wahlsieg Donald Trumps erscheint da plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Und natürlich hätten „unsere Freunde“ für den Fall einer weltweiten Kriseneskalation gleich eine Lösung in petto. Oder um es mit besagtem David Rockefeller zu sagen:

„Alles was wir brauchen ist eine wirklich schwere Krise, dann werden die Menschen unsere Neue Weltordnung sofort akzeptieren“.

Ob man sich vor solchen Plänen fürchten sollte? Keineswegs. Denn zwischen den Zeilen besagt das Zitat ja auch:

Es liegt nur an uns, ob wir das alles akzeptieren…

Wir wünschen allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches 2017 – und einen guten Start in das Neue Jahr…

© Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief

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