Erster Goldproduzent zahlt Dividenden in Gold und Silber

13. März 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Frank Meyer) Dividenden bei Minenunternehmen sind derzeit nur etwas höher als die Renditen auf die ach so sicheren Bundesanleihen. Und wenn sie einen Teil ihrer Gewinne Gewinne ausschütten, bekommt man einen bestimmten Betrag überwiesen, wovon sich das Finanzamt etwas davon einbehält. Der erste Goldproduzent zahlt künftig seine Dividenden in Gold und Silber…

Erstaunlich! Die Meldung kam nur am Rande vor und ist wahrscheinlich auch unter gegangen. Soweit in Erfahrung zu bringen ist, handelt es sich bei Gold Resource, einem Produzenten aus Mexiko,  und um das erste Unternehmen, das Dividenden wahlweise in Gold oder Silber bezahlt. Mit einem Börsenwert von rund einer Milliarde US-Dollar ist es kein winziger Erzschürfer mehr, was aber auch an dieser Stelle nicht sonderlich wichtig ist. Wichtiger ist dagegen die Dividendenpolitik…

Gold Resource zahlt seit fast zwei Jahren monatlich eine kleine Dividende, insgesamt 41 Millionen US-Dollar in den letzten 20 Monaten. 2010 kehrte das Unternehmen 18 US-Cents aus, im letzten Jahr insgesamt einen halben US-Dollar. Monatlich sollen jetzt 5 US-Cents ausgekehrt werden. Noch nicht viel, aber die Art und Weise der Ausschüttung ist so, als würde Volkswagen Dividenden in VW-Polos ausschütten.

Dividendenrenditen verschiedener Goldproduzenten

Aktionäre haben ab April 2012 das Wahlrecht zwischen baren Dividenden oder physischem Metall in Gold und/oder Silber. Dividenden werden so in Gold bzw. Silberunzen umgewandelt, die aus dem Münzbestand von Gold Resource entnommen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Aktionären mit einer monatlichen Dividende im Gegenwert von unter einer Unze Silber oder Gold können diese ansammeln, bis es für eine Unze reicht. Die Abrechnung übernimmt Gold Bullion International.

Goldproduzenten sind im eigentlichen Sinne Geldproduzenten. Verwunderlich wäre, wenn dem Beispiel nicht andere Unternehmen nachziehen werden. Erstaunlich! würde Mister Spock sagen. Oder sagte er fas-zi-nie-rend? Weitere Informationen zum Unternehmen gibt es auf www.goldresourcecorp.com
Die Märkte im Blick und im Griff… auf www.metallwoche.de

 

7 Kommentare auf "Erster Goldproduzent zahlt Dividenden in Gold und Silber"

  1. samy sagt:

    Marc Faber:

    „… Ich habe Gold. Und es ist die größte Position meines Lebens. Die Möglichkeit, dass der Goldpreis sinken könnte, macht mich nicht verrückt. Jeder Bullenmarkt hat seine Korrekturen. “

    aus:
    „http://www.goldseiten.de/artikel/131011–Von-der-Gold-Bubble-weit-entfernt-Teil-I.html?seite=2“

    VG

  2. […] Rott & Meyer: Erster Goldproduzent zahlt Dividenden in Gold und Silber […]

  3. pat sagt:

    Muss das Gold dann ebenfalls Versteuert werden? Und wenn ja wie? In Gold? In Geld? Welcher Wechselkurs wird zugrunde gelegt?

    Ich vermute mal darauf ist der deutsche Fiskus noch nicht vorbereitet.

  4. TomByron sagt:

    Die Frage ist: Versenden sie die Dividende physikalisch nach Europa? In den FAQs steht nichts…

  5. crunchy sagt:

    Back to the roots!
    Endlich wieder mal ´ne Realdividende. …Würde ich mir wünschen.
    Doch vermutlich ist es nur ein Marktinggag. Nicht, dass die Gold oder Silber auszahlen. Das würde ich bei dem Autor nie anzweifeln. Doch sind die Minen, wie ich mittlerweile verstanden habe, noch nicht bereit, echte Ausschüttungen vorzunehmen. Der Hintergrund ist, dass Unternehmen aller Branchen ihre Zyklen haben, sofern sie diese überleben. Wenn die ersten, zarten Pflänzchen (Green Shoots) für eine Branche wachsen, werden die Überlebenden, die auch auf dem letzten Loch pfeifen, erstmal dafür sorgen, dass das Wichtigste instandgesetzt wird. Analysten sind negativ. Es folgt die Anpassung des Geschäftsmodells an die neuen Gegebenheiten. Analysten bleiben negativ. Das Unternehmen versucht interne (versteckte) Stärke aufzubauen. Beispielsweise kauft es die teuersten, aber effizientesten Maschinen.
    Der Anlalyst schläft weiter, wundert sich vielleicht über den Leichtsinn. Usw.usw. Bis dann auf einmal das erstarkte Unternehmen einen verschlafenen Konkurrenten übernehmen will. Der Analyst stuft das Unternehmen herunter. Die Übernahme zahlt sich durch Synergien aus.
    Der Analyst staunt, ändert sein Votum aber nicht: Ein blinder Vogel fängt auch mal einen Wurm. Diese Schnapsdrossel! Wie läuft das nun bei den Minen, die doch bloody fucking cheap sind? Genauso.
    Ihr Trick ist einfach und genial: Es werden bei steigenden Preisen zunächst die kostenintensivsten Lagerstätten, die mit den niedrigsten Gehalten abgebaut. Die Finanzierungsreserven, die man damit aufbaut, können dann für die Übernahme, beispielsweise eines Konkurrenten dienen, der sein Erz als Realdividende ausschüttet. Bei Licht besehen, würde ich so einem aber nicht auf den Leim gehen.
    Da ich im letzten Jahr schon einmal, bloody fucking lured, zu früh
    bei Minen eingestiegen bin, hatte ich mal nachgedacht… . Wo stehen wir heute? Nun, das muss jeder für sich selbst rausfinden, indem er die Berichte verschlingt. Dennoch habe ich einen Tenbagger:
    NovaGold.
    Tenbagger, ist natürlich ein bescheidenes Understatement.
    Bei GoldResource sollte man gaaaanz genau hinschauen.

  6. Avantgarde sagt:

    Goldproduzenten sind im eigentlichen Sinne Geldproduzenten. Verwunderlich wäre, wenn dem Beispiel nicht andere Unternehmen nachziehen werden. Erstaunlich! würde Mister Spock sagen. Oder sagte er fas-zi-nie-rend?

    Etwas weniger fas-zi-nie-rend ist dagegen der Kursverlauf – wie bei so vielen auch sehr prominenten wie Barrick etc.
    Von über 23 Dollar fiel die Goldresourcecorp auf aktuell 3,38 Dollar.
    Auch Goldminen können sich durchaus in Tretminen verpuppen.

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