Erschreckendes Geständnis einer Zentralbankerin

25. Juli 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll. Es gibt so viele Menschen, über die ich lachen kann und so wenig Zeit. Ich kann die nicht alle auslachen. Deshalb muss ich die Personen auswählen, über die ich am meisten lachen kann…

Und das ist heute Janet Yellen. Es gibt viele Grüne, warum ich über die arme Ms. Yellen lachen kann. Aber die Zeit ist begrenzt, und deshalb werde ich die wichtigsten Gründe anführen. Da ich sensibel bin, betone ich hiermit, dass ich nicht ohne Respekt vor der neuen Fed-Vorsitzenden bin. Sie ist mir sympathisch. Ich fühle ihre Schmerzen.

Ja – zu einer Zeit, in der die meisten Frauen ihres Alters den wohlverdienten Ruhestand genießen, Kekse backen und sich auf den Besuch ihrer Enkelkinder vorbereiten, trägt Yellen das Gewicht der gesamten Weltwirtschaft auf ihren weichen Schultern. Aber was so witzig an Yellen ist, ist die Tatsache, dass sie keine Ahnung hat von der Bürde, die sie trägt.

Sie erkennt, dass es „erhöhtes Eingehen von Risiken“ als Ergebnis der expansiven Geldpolitik gibt. Aber diese Risiken können gemanagt werden, glaubt sie, durch alarmbereite und verantwortungsbewusste Volkswirte. Ihr ist nicht aufgefallen, dass die gesamte Finanzwelt nun mit ihr spielt: Trading, wetten, spekulieren darauf, wie weit sie es machen wird, bevor das ganze Ding in die Luft fliegt.

Sie schätzt auch nicht, wie all die Daten, welche sie studiert, so durch ihre Interventionen verzerrt worden sind, dass deren Informationsgehalt nicht mehr gegeben ist – oder schlimmer als das. Andy Haldane, Chef-Volkswirt der Bank of England, sollte mit ihr einmal reden. Er erkannte, dass Zentralbanken das Eingehen von Risiken gefördert haben. Und dass immer noch viele verrückte Dinge vor sich gehen. Zu diesen verrückten Dingen gehört es, dass die Menschen der Regierung von Kenia Geld leihen für 6,875% pro Jahr.

Währenddessen haben die 10jährigen Anleihen Spaniens und Italiens eine Rendite von weniger als 3%. Die Unternehmensschulden erreichen auch Rekordwerte, da Rekordwerte auch für Aktienrückkäufe ausgegeben werden. So möchte z.B. das Unternehmen „Bed, Bath & Beyond Inc. (NASDAQ:BBBY)“ in etwa die Gewinne zweier Geschäftsjahre ausgeben, um die eigenen Aktien zurückzukaufen. Die Aktienrückkäufe sind ein Teil des Grundes, dass der Dow Jones so gestiegen ist. Beim derzeitigen Kursniveau sind die Dividendenrenditen so niedrig, dass ein Investor 50 Jahre braucht, bis er mit den Dividenden seinen Einsatz wieder reinhat.

Und wenn er in Kalifornien oder Baltimore lebt, dann benötigt er nach Steuern 100 Jahre! Ich zeichne diese verrückten Dinge seit Monaten auf. Die entstehen aufgrund eines Überschusses an Liquidität, welcher – wie Geld in der Tasche eines Teenagers – unangemessene Verwendungsmöglichkeiten findet. Die Hauptquelle dieser überschüssigen Liquidität ist die Fed von Yellen. Die Fed bietet zu viel Geld zu günstig an, seit vielen Jahren.

David Stockman, ehemaliger Berater von Ronald Reagan, hat mehr Details:

In den sieben Jahren vor dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 stiegen die gesamten Finanzmarktschulden von 28 auf 53 Billionen Dollar – ein Anstieg von 9,2% pro Jahr. Im Gegensatz dazu lag das nominale Wirtschaftswachstum im selben Zeitraum bei 4,8% pro Jahr und damit um ungefähr die Hälfte des Wachstums der Schulden. Entsprechend ist die gesamte Höhe der Schulden in den USA in diesem Zeitraum von dem 2,7fachen des BIP auf das 3,5fache gestiegen.

Kurz gesagt: Die boomende „Nachfrage“ der Immobilienblase der Greenspan/Bernanke-Jahre wurde von der Zukunft geliehen – und nicht aus der laufenden Produktion finanziert. Aber als die Blase im Jahr 2008 platzte, und die Nachfrage schrumpfte, was tat die Fed? Sie gab weitere Kredite, zu noch niedrigeren Zinsen. Die Kreditblase erschuf eine Periode steigender Liquidität, welche die scharfen Felsen versteckte und sogar die am wenigsten seegängigen Schiffe anhob. Laut dem ehemaligen Weltbank-Volkswirt und Autor Richard Duncan erreichte die überschüssige Liquidität einen Rekordwert von 308 Mrd. Dollar im zweiten Quartal dieses Jahres.

Und wieder einmal hat die Flut die Wracks der letzten Periode exzessiver Kredite weggespült – und jeder Behälter, welcher mit Wasser gefüllt werden kann, ist voll. Yellen, gesegnet sei ihr Herz, sieht sich den Stress Index der St. Louis an. Sie sieht, dass der so niedrig wie nie zuvor notiert. Sie sieht sich die Renditen der Junk Bonds an; offensichtlich machen sich die Investoren keine Sorgen darüber, ob sie ihr Geld zurückerhalten werden.

Sie ist komplett fehlgeleitet. In Bezug auf die Märkte. In Bezug auf die Wirtschaft. In Bezug auf das Leben im Universum. Lucretius wusste es 100 Jahre vor der Geburt von Christus besser. In „De Rerum Natur“ beschrieb er eine Welt, die sehr anders ist als die ruhige, ordentliche und kontrollierbare Welt von Yellen und dem Offenmarkt-Komitee. Er sagte, dass in einer Welt der Atome diese konstant miteinander kollidieren. Ein Chaos, welches Überraschungen und neues Leben produziert.

Yellen stehen einige Überraschungen bevor. (Seite 2)


 

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Ein Kommentar auf "Erschreckendes Geständnis einer Zentralbankerin"

  1. Michael sagt:

    Was soll man da jetzt noch anmerken. Alles Gesagte ist gesagt und geschehen ist nichts. Die J. Y. did you do that? ist das Supergirl
    https://www.youtube.com/watch?v=9uqX2v08GuI

    Ich mache jetzt Feierabend genug gefeiert für heute.

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