Erfolge 2016: Wahlsieger verliert 5%

14. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

Bankhaus Rott

Deutschland, Du Land der Innovationen. Waren es früher Maschinen für die man sich feierte, so ist es heute die Kreativität. Anders ist es nicht zu erklären, wenn Sigmar Gabriel und die Reste seiner Partei als Sieger einer Wahl gefeiert werden, bei der sie von 35% auf 30% geschrumpft sind.

Alle Tiere lieben sich, nur das Oppossum Diederich, das finden alle widerlich. So lautete einst ein Reim aus Brösels Werner Comics.

An Unterhaltung für noch viel jüngere Menschen erinnert stets die Wahlberichterstattung des Staatsrundfunks. Bei allem Hang zur Visualisierung und dem Dauerabsondern inhaltsloser Kleinstnachrichten über aufgebohrte Chatplattformen, die man warum auch immer „Soziale Medien“ nennt blieb leider die Demokratie auf der Strecke. Das ist wenig überraschend, ist doch in der Parallelwelt der Printmedien die Form des Berichts in seiner reinen Form ebenfalls vor geraumer Zeit verstorben.

Sie kennen das. Im Gefühl immer für die Mehrheit zu sprechen, weil man diese für zu blöd hält, hat schon so manche 5% Partei Wirres von sich gegeben. Man glänzt vor lauter Inkonsistenz. Während man mit wichtiger Mine Sätze wie „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ vor sich herträgt und gegen vermeintliche Hetze wettert, erklärt man gerne alle Teilnehmer von Demonstrationen Andersdenkender zu Nazis.

Die Presse macht dabei munter mit, was man möglicherweise mit einer gut zu erkennenden Nähe manches Presseerzeugnisses zu bestimmten Parteien erklären könnte, was wir natürlich niemals tun würden. Erinnern Sie sich noch an die zahlreichen PEGIDA Demonstrationen und deren Ableger in zahlreichen deutschen Städten? Erinnern Sie sich noch an die Berichterstattung? Fein, dann sollten man einen Blick auf die Kommentierung einer anderen Demo in Berlin werfen.

(dpa 5.9.2016) Mehrere Tausend Menschen haben sich in Berlin an der Demonstration gegen Rassismus und die AfD am Samstag beteiligt. Dazu hatte ein breites Bündnis aus verschiedenen Initiativen, Organisationen und Parteien aufgerufen. Das linke Bündnis Blockupy hatte ein Aktionswochenende angekündigt. Bei kapitalismuskritischen Aktionen gab es kleinere Zusammenstöße mit der Polizei. Ein kleiner Teil der Demonstranten war gewaltbereit. In der Umgebung des Potsdamer Platzes warfen sie Steine auf Polizisten, zündeten Böller und Leuchtfeuer, wie die Polizei mitteilte. 52 Randalierer wurden von der Polizei festgenommen. Die Polizei war mit 1200 Beamten im Einsatz, drei wurden verletzt.

Eine kleiner Teil Gewaltbereiter sorgte für kleinere Zusammenstöße, bei denen eben auch mal ein paar Steine auf Menschen geworfen wurde. Man kann sich des Eindrucks nicht erwecken, der Verfasser der oben stehenden Zeilen hat nach dem Schreiben gesagt „halb so wild, ist ja für einen guten Zweck“.

Wer entscheidet, was ein guter Zweck ist und wie dieser vermeintlich gute Zweck es rechtfertigt, Steine auf Menschen zu werfen, weil diese eine Uniform tragen, ist nicht nachzuvollziehen. Mittlerweile irrlichtern jedoch viele „Bewegungen“ durch die Republik und suchen dabei offensichtlich nach dem Grund ihrer Existenz.

Wer zufällig das Debakel und die erschreckenden Gewaltausbrüche während der „Blockupy“ Demonstration in Frankfurt 2014 miterlebt hat, den wundert ohnehin nur noch wenig. Offenbar haben einige Gruppen mit der Inkonsistenz von Aussagen wie „Steine schmeißen gegen Gewalt“ kein Problem mehr. Vielleicht wäre ein bisschen mehr Frontalunterricht zu wesentlichen Themen in der Schule keine ganz so üble Idee.

Nun, so richtig wundern kann das alles nicht mehr. Schließlich leben wir in einer Republik, in der mancher mit Hilfe von Grillanzündern die Autos von anderen abfackelt und dabei denkt, er wäre eine Mischung aus Robin Hood und Graf Stauffenberg.

Angesichts des kaum durch Nachfrage zu rechtfertigenden Aufwands, den die Sendeanstalten so treiben, ist es nur allzu verständlich, dass man vor Jahren de facto die Fernsehsteuer einführte. Man zahlt für das was man nicht nutzt, jeder der einen Blick auf seine Gehaltsabrechnung wirft, kennt es ohnehin nicht anders.

Eines ist gewiss. Während manche Partei sich noch damit abfinden muss, keinen warmen Sitz mehr zu haben, werden bei noch ein zwei weiteren Erfolgen der AfD auch manche Schreiber auf mehr Objektivität umschwenken.

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