Erde an Bundestag, Erde an Bundestag

23. Januar 2017 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Mensch, auf Twitter ist ja wieder was los. Nein, wir meinen nicht Trump sondern die bizarren Tweets aus der Bundesrepublik. Was man als Bundestagsabgeordnete so alles absondern kann ist bemerkenswert.

Manche Bundestagsabgeordnete versuchen hartnäckig ihren marginalen Bekanntheitsgrad zu steigern. Dafür greift man gerne auch auf Twitter oder Facebook zurück, was für einen US-Präsidenten, hier ist man sich sogleich einig, total unangemessen ist, für einen Bundestagsabgeordneten aber der Weg in den digitalen Olymp.  twpres

Das Ganze wirkt ein bisschen wie „Fressen gegen Fettleibigkeit“ und ist damit schon ein fast fertiges Konzept für die Abendunterhaltung in deutschen Wohnstuben.

So ändern sich die Hobbies. Früher wurde gestrickt. Das ist natürlich nicht diskriminierend gemeint, denn auch einige Herren widmeten sich in den 70ern diesem vernachlässigten produktiven Hobby.  Heute auf dem Telefon gespielt und bastelt sich etwas das man fortan „moderne Kommunikation mittels sozialer Medien im 21. Jahrhundert nennt. Leider helfen die technischen Mittel der Kommunikation den Inhalten ebensowenig weiter wie die bessere Qualität des Fernsehbildes den TV-Inhalten.

peinlich

Die Ansprache wirkt ziemlich debil, das Unternehmen bedankt sich dennoch artig bei der Hinweisgeberin und schließt fortan die genannte Website von der Online-Werbung aus. 

tweets

Auch folgende sorgenvolle Passage darf man auf der Website von Frau Esken lesen:

(Quelle: saskiaesken.de) Populistische Strömungen, gezielte Falschmeldungen/Fake News, die Verbreitung von Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken – Phänomene unserer Zeit, die zunehmend das gesellschaftliche Miteinander beeinflussen. Aber wie damit umgehen? Was können wir alle tun, um die Demokratie und die demokratische Kultur zu stärken?

Tja, da sind in der Tat Ideen gefragt. Man könnte mal in Ruhe nachdenken, bevor man ständig mit dem Begriff „Neonazi“ um sich schmeißt. Man könnte auch dem Breitbart-Gründer Andrew Breitbart einen Besuch abstatten. Der liegt übrigens auf dem jüdischen Friedhof Hillside Memorial Park in Culver City begraben.

Mal sehen wann Frau Esken die Air Berlin auf ihre Geldgeber von der Etihad aus den Vereinigten Arabischen Emiraten anspricht. Geht sicher auch ganz locker via Twitter.

Oder würde das ein falsches Signal senden?

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