Einmal Freiheit bitte, mit Karte bezahlt

24. Februar 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Die Argumente gegen das Bargeld werden alle paar Monate in allen Gazetten ausgebreitet. Die Betonung der stets gleichen Punkte macht die genannten Argumente jedoch nicht stimmiger. Ohne Bargeld gäbe es weniger Terror heißt es. Es gäbe weniger Geldwäsche oder ganz allgemein formuliert mehr Sicherheit. Zudem würde die Wirtschaft endlich wieder laufen. Das alles klingt höflich formuliert naiv.

Kürzlich hatten wir das zweifelhafte und kurze Vergnügen mal wieder in der Süddeutschen zu blättern (zum Glück kostenlos). Es bestätigte sich der Eindruck, dass die Skala der Trostlosigkeit nach oben offen ist und die GMX-Startseite offenbar zum Konvergenzkriterium vieler Tageszeitungen geworden ist. Ein Artikel unter dem Titel „Pro und Contra zum Bargeld“ breitete sich auf einer ganzen Seite aus. Der Artikel ist uns nicht auf Grund der Qualität aufgefallen, sondern weil es interessant ist, welche Themen dem emsigen Leser alle paar Monate präsentiert werden. Es ist mal wieder so weit.

Wir halten nichts von der staatlich verordneten Abschaffung des Bargeldes. Wenn die Bürger es nicht mehr benutzten wollen, wird man es schon merken. Den Eindruck hat man in Deutschland bisher nicht. Das Gegenteil ist der Fall.

cash

Die Argumentation für die Abschaffung des Bargelds stützt sich meist auf die folgenden Argumente.

1. Bargeld helfe vor allem Kriminellen

Das klingt so, als würde in der digitalen Geldwelt alles mit rechten Dingen zugehen, was mitnichten der Fall ist. So hat die digitale Welt viele kriminelle Machenschaften erst ermöglicht. Das spricht nicht gegen die Nutzung der Technologie, man sollte nur nicht so tun, als ginge es um weiß und schwarz.

Das Argument „jedes Jahr werden in Deutschland rund 100 Milliarden Euro gewaschen“ bezieht sich vermutlich wie der im Artikel folgende Hinweis auf den Kauf von Immobilien wohl kaum nur auf das Bargeld. Ein Kauf von Immobilien für ein paar Millionen Euro, der mit Bargeld abgewickelt wird, dürfte eher eine Seltenheit sein. Auch Geldwäsche funktioniert eben viel besser digital. Vor diesem Hintergrund ist es doch interessant, dass mittlerweile, der aktuellen Einreisewelle sei dank, ja so gut wie jeder in Deutschland ein Konto aufmachen kann, wenn er, verinfacht gesagt, irgendein Dokument mit dem Bundesadler vorweisen kann. Glauben Sie nicht? Hier das Rundschreiben der BaFin.

(BaFin) Gemäß § 4 Absatz 4 Nr. 1 GwG ist die Identität des Vertragspartners anhand eines gültigen Dokuments nachzuweisen, welches die Pass- und Ausweispflicht im Inland erfüllt. Diese Verknüpfung zum Ausländerrecht steht einer richtlinienkonformen Umsetzung der Zahlungskontenrichtlinie entgegen, die jeder Person, die einen rechtmäßigen Aufenthalt in der Europäischen Union hat, das Recht auf ein Basiskonto einräumt. Zu diesem Zweck soll nach Auskunft des Bundesministeriums der Finanzen gemeinsam mit dem Zahlungskontengesetz, das die Zahlungskontenrichtlinie in deutsches Recht umsetzt, eine Verordnung in Kraft treten, die auch solche ausländerrechtlichen Dokumente, die ein Bleiberecht rechtfertigen aber keinen Passersatz darstellen, als gleichwertige Dokumente einstuft.

Man darf sich wundern, wie unwichtig plötzlich offenbar die Verhinderung der Geldwäsche ist, deren Bedeutung sonst immer sehr hoch gehängt wird. Das Bleiberecht ersetzt eine eindeutige Identifikation. Bemerkenswert. Für den Normalbürger bleiben natürlich sämtliche Anforderungen so wie sie waren. Der Sicherheit halber, Sie verstehen.

2. Bargeld sei unsicher

Angesichts des nicht eben seltenen Diebstahls von Kreditkartendaten und sonstiger digitaler Spielereien wie Phishing und Co. bereiten uns derartige Gefahren wesentlich mehr Sorgen als der Diebstahl von zwanzig Euro, die man in der Hosentasche hat. Gegenüber dem normalen Bankraub hat der digitale natürlich positive Seiten, wie etwa das Ausbleiben der Personengefährdung. Angeblich überwiegen die Risiken des Bargeldeinsatzes denjenigen des digitalen Transfers. Das würden wir gerne einmal bestätigt sehen. Wie wäre es mit der rechtlich bindenden Meldung aller relevanten Fälle von Kartenbetrug und Pin-Diebstahl durch die Banken? Wer mal Stress mit seinen Karten hatte, weiß, wie erpicht manches Institut darauf ist, diesen Vorfall ebenso generös wie leise zu regeln. Die im Artikel genannte Argumentation „gibt es kein Bargeld mehr, gibt es auch kein Problem mehr mit seiner Sicherheit“ ist in seiner Tiefe in etwa auf dem Niveau einer Schularbeit der dritten Klasse. Ohne Wasser kann niemand ertrinken. Da scharrt der Pulitzer Preis sicher schon mit den Hufen.

3. Bargeld sei unpraktisch

Diese Urteil sollte man dem Nutzer überlassen. Wenn der überwiegende Teil der Einkäufe in Deutschland bar abgewickelt wird, dann kann es so schlimm mit der Unbequemlichkeit nicht sein.

(Bundesbank) Zwar verliert das Bargeld gegenüber bargeldlosen Zahlungsformen beständig an Bedeutung, doch zahlten Privatpersonen – 2014 ähnlich wie 2011 und 2008 – 53% ihrer Umsätze mit Banknoten und Münzen. Ausgenommen sind hier regelmäßige Zahlungen wie Mieten. Dies geht aus der dritten Studie der Bundesbank zum „Zahlungsverhalten in Deutschland“ hervor. 

4. Bargeld verstärke die Finanzkrise

Das ist trotz der feinen Auswahl an Argumenten unser Lieblingsblödsinn. Jaja, wenn nicht alle Bürger und Firmen ihre Oktrilliarden in den Geldbörsen oder unter dem Kopfkissen horten würden, dann wären wir mitten in einem Riesenaufschwung. Das ist natürlich Unfug.

(Bundesbank) Danach wird der Großteil der Zahlungen bis 50 Euro bar bezahlt. Der durchschnittliche Geldbeutel einer Privatperson enthält 103 Euro an Banknoten und Münzen.

Als Argument wird herangezogen, die negativen Zinsen würden nicht richtig wirken können, solange es Ausweichmöglichkeiten gibt. Dummerweise bedeutet dies im Unkehrschluss nicht, dass die negativen Zinsen zwingend“funktionieren“ würden, wenn es keine Ausweichmöglichkeiten gäbe. Nun gibt es zum einen immer Ausweichmöglichkeiten, zum anderen ist Geld ja nicht weg, weil es investiert wurde. Das Geld liegt nur woanders. Es ist wie mit der unseligen Debatte um die „Rotation aus Anleihen in Aktien“ oder auch umgekehrt. Eine solche ist technisch nicht möglich. Ebenso wenig ist es möglich, die gesamte globale Asset Allokation zu verändern. Dieser verändert sich durch den Bestand an emittierten Papieren und deren aktuelle Preisen. Zudem darf man anmerken, dass relevante Investitionen von Firmen wie Daimler oder BASF sicherlich nicht von der Existenz von Bargeld abhängen. In Ludwigshafen wird man nicht drei neue Werke bauen und dies aus Barmitteln finanzieren, die man in Truhen auf dem Werksgelände verbuddelt hatte.

Das Argument, das Bargeld sei schuld daran, dass das Experiment der Negativzinsen nicht funktioniere, ist das Eingeständnis eines gescheiterten Ansatzes und die gleichzeitige Suche nach einem Schuldigen. Das bedeutet leider nicht, dass so etwas beim Fachpersonal in Berlin nicht dennoch aufgeschnappt und womöglich geglaubt wird.

Noch mehr Sicherheit? Weg mit dem Auto!

Vielleicht sollte man aber nicht so kleinkariert sein, die Argumente gegen das Bargeld akzeptieren und auf andere Dinge ausweiten. Wie wäre es mit einem Verbot von Automobilen? Für viele Verbrechen werden Automobile genutzt. Zu den bekanntesten Vergehen dieser Art zählen die Entführung oder der Raub, auch der Bankraub. Müssten alle Täter zu Fuß flüchten, könnte die Polizei sie per Pferd viel schneller einfangen. Auch bei der Beseitigung von Beweisen leistet das Auto vor allem Kriminellen gute Dienste. Wieviele Leichen wurden nicht schon im Kofferraum transportiert. Schluss damit! Der Fahrrad-Gepäckträger bietet hier die nötige Transparenz. Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keinen Kofferraum.

Zudem sind Autos teuer und unproduktiv. Anstatt auch im Verhältnis zum Einkommen sehr hohe Summen durch den Kauf eines zunehmend wertverlustigen Autos mittelfristig zu binden könnten die Konsumenten das Geld anderweitig investieren. Schluss mit der Kapitalhorterei im Konsumbereich! Klar, einer muss die Karren zwar produzieren, aber wir wollen an dieser Stelle nicht tiefer bohren als dies bei den üblichen Argumenten gegen das Bargeld der Fall ist. Der Hang zum übermäßigen Konsum von Autos, die einen auch mit 200 PS und fünf Meter Länge nur von A nach B zu bringen vermögen, hemmt Investitionen und verstärkt somit die Finanzkrise. Also weg damit.

Zudem sind Autos unsicher. Natürlich gilt das wie beim Bargeld nicht für die Sache selbst, aber die Zahl der Verletzten, Toten und Staugestressten geht in die Zehntausende – Jahr für Jahr. Schluss damit. Der sofortige Zwang zum Home-Office muss kommen. Neben dem papierlosen Büro (Schlachtruf der 90er) kommt es so schon bald zum autofreien Parkplatz. Weniger Stolperfallen und nicht nur für Kinder schönere Aussichten sind die Folge. Zudem ergibt sich durch den freiwerdenden Platz enormes Potential für Neubauten, natürlich auch für den sozialen Wohnungsbau. Damit ist die Abschaffung des Automobils nicht nur ein Beitrag zu unserer Sicherheit sondern auch unabdingbar für die soziale Gerechtigkeit.

Für die Argumentation gegen das Bargeld gilt der alte Spruch: Dichter Nebel liegt im Tal, nimm den Fuß vom Gaspedal. Sinnvoller wäre es, die Diskussion um finanzielle Sicherheitsrisiken ehrlich zu führen und nicht im Zuge eines paranoiden Kontrollwahns überzureagieren. Ein Bargeldverbot bringt die Menschen keinen Meter voran. Auch die Problematik der Finanzkrise muss auf anderen Baustellen gelöst werden. Mancher Schmerz lässt sich nicht ewig aufschieben. Ansonsten gilt für die Europäer weiterhin der Schlachtruf „Nichts wie weg mit der Kohle!“

 

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18 Kommentare auf "Einmal Freiheit bitte, mit Karte bezahlt"

  1. Insasse sagt:

    „Wie wäre es mit einem Verbot von Automobilen? Für viele Verbrechen werden Automobile genutzt. Zu den bekanntesten Vergehen dieser Art zählen die Entführung oder der Raub, auch der Bankraub.“

    Oh weh! Ich höre schon den Ex-Wirtschaftsminister und nunmehrigen Chef-Lobbyisten der deutschen Automobilindustrie, Herrn Wissmann, gewohnt lispelnd Zeter und Mordio schreien: „Bei einem Automobilverbot würden die Kriminellen eben auf die Bahn ausweichen. Koffer sind dort das Standardgepäck, womit Koffern voller Geld erst recht beste Tarnung zu Teil würde. Und selbst die Mitnahme einer Leiche, falle insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr, wo sich viele Reisende noch im totenähnlichen Tiefschlaf befinden, gar nicht weiter auf. Ein Verbot von Automobilen nütze in Sachen Kriminalitätsbekämpfung also gar nichts. Im Gegenteil…“ 😉

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo Insasse,

      in der Tat! Daher kann das Verbot von Automobilen nur ein erster Schritt auf einem Weg zu einem ganzen Bündel von Maßnahmen sein.

      Herrlich 🙂

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

      • Insasse sagt:

        Hallo Bankhaus Rott,

        Sie haben vollkommen Recht. Herr Wissmann erreicht zwar sein Ziel nicht. Auf seinen Einwand hin wird aber auch ein Bahnfahrverbot beschlossen. Es folgen nach entsprechenden Einwendungen der jeweiligen Lobbyverbände Kreuzfahrtschiffe, Fahrräder und…ja…auch Interkontinentalraketen. 😉 Das globale und überregionale Wirtschaftsleben bricht daraufhin komplett zusammen, überregionale Währungen infolge auch. Die Menschen rücken dafür wieder näher zueinander. Das lokale Umfeld zählt wieder und jetzt kommts: auch und deswegen lokale Währungen. Damit hat sich ein zentralistisch verordnetes Bargeldverbot ebenso erledigt, wie Negativzinsen. Mit dem internationalen Sozialismus für Politiker und deren Klüngelfreunde in der Groß- und Finanzindustrie ist es dann erst einmal vorbei.

        Wenn es so kommt und ich gehe auch ohne Automobil-, Bahnverbot etc. davon aus, dass es so (ähnlich) kommt, wird es für die oben genannten Gruppen jedenfalls nicht heißen: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

        Schöne Grüße aus der Anstalt vom Insassen

  2. Skyjumper sagt:

    „Wir halten nichts von der staatlich verordneten Abschaffung des Bargeldes. Wenn die Bürger es nicht mehr benutzten wollen, wird man es schon merken. Den Eindruck hat man in Deutschland bisher nicht.“

    Ich finde damit könnte bereits alles erforderliche gesagt sein. Es gibt heute erfreulicherweise die Möglichkeiten entweder bar, oder digital zu bezahlen. Wer nun, aus welchen Gründen auch immer, sei es grundsätzlich oder anlassbezogen, eine der beiden Variante bevorzugt, der möge diese nach eigenen Gusto nutzen.

    Faktisch allerdings landen wir auch bei diesen Thema, wie bei so vielen anderen Themen, bei einen der typischen Gutmenschenprobleme. Denen reicht es grundsätzlich nicht wenn sie selbst sich so verhalten können wie sie möchten. Nein, sie müssen auch alle anderen mit eben jener Methode zwangsbeglücken die sie für sich als die einzig vernünftige auserkoren haben.

    Helmvorschrift, Tempolimits, Veggiedays, Wärmedämmung, Bargeldverbote: Die Liste ist endlos und zeigt mir nur eines: Die Tendenz zum Faschismus (im wortwörtlichen Sinne) wie er sich gerade bei Parteien fast jeder Coleur immer mehr ausbreitet. Der Weg in den Ameisenstaat wird unerbittlich weiter gegangen. Wer nicht mit will, oder das Tempo nicht hält, bekommt die Peitsche. Natürlich nur zum eigenen Besten 🙂

    • Lickneeson sagt:

      @skyjumper

      „Faktisch allerdings landen wir auch bei diesen Thema, wie bei so vielen anderen Themen, bei einen der typischen Gutmenschenprobleme. Denen reicht es grundsätzlich nicht wenn sie selbst sich so verhalten können wie sie möchten. Nein, sie müssen auch alle anderen mit eben jener Methode zwangsbeglücken die sie für sich als die einzig vernünftige auserkoren haben. “

      Immer wieder schön zu sehen, das man mit solchen Gedanken (noch) nicht allein ist in diesem Land.Sehr treffend formuliert.

      MfG

  3. M. Kuster sagt:

    Was ich in diesem Zusammenhang noch fast nie thematisiert fand sind die Transaktionskosten.
    Der Tausch von Bargeld gegen Ware oder die Übergabe per se erzeugt keine Transaktionskosten, höchstens Bezug, Wechsel und Transport. Bei einer bargeldlosen Transaktion ist immer mindestens ein wenn nicht mehrere Dienstleister beteiligt. Diese haben einerseits Kosten für die Infrastruktur, zum anderen werden die auch gewinnbringend arbeiten wollen. Den Dienstleister wird man sich vielleicht noch knapp aussuchen können, siehe z.B. konkurrierende Micropayment- Systeme für Handys.
    Um die Gebühren für jede Transaktion wird man nicht herumkommen, und bezahlen wird die in jedem Fall der Zwangsnutzer. Und hier entsteht bereits wieder ein Oligopol vor dem es kein Entrinnen gibt.

  4. Lickneeson sagt:

    Das Thema „Bargeld, Geldwäsche etc.“ ist ungefähr so „heiss“ wie die gelegentlich stattfindenden
    FED -Treffen incl. nebulöser Kausalketten. Ohren zu, Augen auf und über Wesentliches nachdenken.

    Wenn sich die „politische Elite “ mit einem Thema so sehr beschäftigt ist es entweder völlig sinnfrei, oder schon längst erledigt.

    „Dichter Nebel liegt im Tal, nimm den Fuß vom Gaspedal.“ Super, den kannte ich noch nicht.
    Siebter Sinn? oder Hans Werner SInn?

    MfG

  5. bluestar sagt:

    Sich mit den „Begründungen“ der Einpeitscher einer Bargeldabschaffung sachlich auseinanderzusetzen und als Lügen zu enttarnen ist sehr ehrenwert.
    Die Argumente für die Bargeldabschaffung sind natürlich naiv, aber genau abgestimmt und richtig für die Gehirne der Volksmassen. Ständig und über einen längeren Zeitraum wiederholt, ist es nur eine Frage der Zeit bis die Lüge als glaubhaft vom ahnungslosen Unterbewusstsein abgespeichert wird.
    @Insasse
    Den Vergleich mit Automobilen finde ich sehr schön, zumal es ja noch dazu jährlich tausende
    Todesopfer durch Unfälle gibt. Die werden natürlich für den Preis der mobilen Freiheit in Kauf genommen. Wie war das noch einmal mit der Terrorbedrohung und Abgabe der bürgerlichen Freiheiten ?
    Freiheit als Autofahrer und Konsument sind extrem wichtig in diesem Regime und müssen unbedingt geschützt werden. Westliche Werte sozusagen.

  6. Alexander sagt:

    ich find das ne super Idee, das Bargeld abzuschaffen. Und einen Tag später ne Steuerreform. ALLE Steuer die es bisher gibt und eine Geldtransfer-Steuer einführen. Booyakasha…

  7. Audrey Vallier sagt:

    Nun ein SUV-Verbot würde zur Terrorismusbekämpfung in jedem Fall Sinn machen, da der IS ja immer mit SUVs und Pickups angreift, da fällt mir dann das Pickup-Verbot auch noch ein. Wo aber ein Bargeldverbot tatsächlich was bringen könnte ist bei den Schmiergeldern für unsere Politiker. Statt einem Umschlag ein Überweisungsbeleg von der Lobby? Wär schon irgendwie fast Slapstick. Übrigens arbeiten die Terroristenunterstützer von der arabischen Halbinsel nur noch per Überweisung, will man den letzten Berichten über die Erkenntnisse des NSA glauben, weil es halt schwierig ist das Geld weltweit rumzufahren. Da reicht der Terrororganisation dann auch die Kreditkarte zur Bezahlung von Waffen und SUVs. Wenn der IS sein Öl verkauft, dann wird er kaum so dumm sein es sich in Bar bezahlen zu lassen, oder glaubt ihr, dass die Jungs mit den Geldkoffern unterwegs sind…. So nach dem Motto :“ Die Russen haben 55 Zivilisten totgebombt und 20 Geldkoffer sind dabei verbrannt…“ Könnte ganz produktiv für die IS-Gegner sein, aber so dumm ist nicht einmal der IS. Die haben ihr Konto mit Geldbewegungen in der Schweiz oder den Cayman-Islands und darüber wissen alle wichtigen Geheimdienste bescheid. Warum sie die Konten nicht konfiszieren? Das sollte die EU zuerst fragen, bevor sie dem braven Volk verbietet mit Bargeld zu bezahlen…

  8. Damokles sagt:

    Die Weltenherrscher möchten das Bargeld abschaffen. Was könnten die wirklichen Vorteile für sie sein. Was ist Geld überhaupt? Was ist Wert? Ein Wert ist eine gesellschaftliche Übereinkunft über den Wert eines Gutes oder einer Ware. Lebewesen haben nur dann einen Wert, wenn sie eine Ware sind!!! Bestimmte wertgeschätzte Güter, Muscheln, Edelsteine, Perlen, Gold, Silber, hat der Mensch dann im Laufe der Geschichte zu Geld erklärt, um damit zu handeln. Dann hat man Papiergeld mit Gold, das auf einer Bank liegen mußte, gedeckt. Geld ist folglich eine Wertübereinkunft über eben dieses Geld und in der Hand eines folgsamen Staatsbürgers oder eines Herrschers genauso viel wert, wie in der Hand eines Revolutionärs, eines Feindes oder eines Verbrechers! In diesem Sinne besitzt Geld Freiheit, obwohl man auch so schon viel Macht mit ihm ausüben kann, indem man die finanziellen Kreisläufe in Wirtschaft und Handel manipuliert. Was könnte nun der Vorteil für die Herrschenden sein, wenn sie das Bargeld abschaffen? Ist bargeldloses Geld überhaupt noch Geld? Ist es nicht vielmehr so etwas wie trockenes Wasser oder gewichtslose Erde? Wodurch könnte bargeldloses Geld gedeckt sein? Bargeldloses Geld ist leicht manipulierbar. Wie schnell kann man eine Null anhängen oder Schulden verschwinden lassen, insbesondere, wenn man sowieso niemanden in den Banktresor schauen läßt.
    Bargeldloses Geld läßt sich allerdings decken. Mit Botmäßigkeit nämlich!!! Wer sich der Macht eines Regimes beugt, hat Geld, wer sich nicht beugt, hat keins! Wenn Fiffi bei Fuß geht, ist der Napf voll, aber wenn er es nicht tut, ist er leer. Botmäßigkeit aber ist ein Verhalten, kein Wert. Es würde so eine absolute Macht entstehen, für den Preis der totalen Entwertung des Lebens!!!

  9. Bobo sagt:

    Das Bargeldverbot greift einfach zu kurz. Das Geld muß komplett verboten werden. Wer nichts zu verbergen hat ist sicherlich auch mit Tauschwirtschaft einverstanden.

  10. Avantgarde sagt:

    Letztlich bei Anne Will wieder eine Aufregersendung wegen dem pösen Bargeld – und selbstverständlich muß das Bargeld zu unserer eigenen Sicherheit weg.
    Dort darf das Wort Obergrenze dann auch ausgesprochen werden – ist ja nur für einen guten Zweck…..
    https://daserste.ndr.de/annewill/Erst-begrenzen-spaeter-gar-abschaffen-Nimmt-uns-der-Staat-das-Bargeld-weg,annewill4514.html

    Es ist in der Tat eine Leistung wenn man das bis zum Schluß anschauen kann.
    Negativzinsen wurden selbstverständlich N-I-C-H-T thematisiert – auch nicht von den angeblichen Bargeldbefürwortern in der Runde.
    Eine Farce.

  11. Bernie sagt:

    Das Bargeld wird in jedem Fall abgeschafft oder zumindest sehr stark eingeschränkt werden.
    Allein darüber zu diskutieren und Vor- wie Nachteile aufzuzählen ist freiheitsvernichtend.
    Die Menschen müssten sich erheben, doch die Masse schweigt tapfer – ähem lieber.
    Ziel ist letztlich die totale Kontrolle (in letzter Ausbaustufe als implantierter Chip) und völlige Freiheit – Freiheit der Oberen, jederzeit jede Massnahme ergreifen zu können – gegen jeden einzelnen und gegen die Masse. Also immer schön weiter getreu dem Motto: Schweigen ist Gold – letzteres war dann auch mal…

  12. MHHamburg sagt:

    Zwei Schritte weiter …….

    Frage:
    Ist ein Bargeldverbot eventuell sogar förderlich? Ich knann mir gut vorstellen, wie allerorts nach und nach regionale Währungen entstehen (eventuell mit EM teilgedeckt), die dann sehr viel schwieriger „von oben“ kontrolliert und manipuliert werden können.

    • Skyjumper sagt:

      Ein schöner Gedanke. Und temporär und mit begrenzter Wirkung sogar denkbar. Aber sowie ein geringer Effekt eintreten sollte würde diesem Regio-Geld wohl das gleiche Schicksal passieren wie noch jeder Regionalwährung – sie würde verboten.

      Regio-Währungen sind übrigens sowieso nur (stillschweigend) geduldet solange sie wenigstens den Anschein eines Tauschrings erfüllen. Bei einer Deckung mit Edelmetall dürfen Sie wohl getrost von einem sofortigen Verbot ausgehen. Und wie viele Menschen wären wohl tatsächlich bereit den Schritt in die Illegalität zu gehen?

      Mal abgesehen davon, dass Ihr Gehalt (schon aus Finanzamtsgründen) sicherlich nicht in der Regiowährung ausgezahlt würde. Und ohne Bargeld – wie treten Sie überhaupt ein in diesen elitären Regiokreislauf? Wie kommen Sie wieder raus um z.B. Verbindlichkeiten zu begleichen die Sie nicht in der Regiowährung begleichen können? Der Teufel ist ein Eichhörnchen und steckt im Detail.

  13. Christian sagt:

    Die Abschaffung von Bargeld wäre sehr unpraktisch und sinnfrei. Man müsste dann tatsächlich alles elektronisch bezahlen, auch die Tageszeitung am Kiosk, oder die Currywurst an einer Würstchenbude.
    Hat nicht vor ein paar Tagen ein ehemaliger Verfassungsrichter den Verfassungswidrigkeit einer Bargeldeinschränkung festgestellt?
    Gruß
    Christian

  14. heyjay sagt:

    Mir wird mulmig, wenn ich sehe, wie alle (!) düsteren Prognosen, die teils als „Verschwörungstheorie“ abgetan werden, in bester Salamitaktik verwirklicht werden. Das Schlimmste jedoch ist, wir können nichts daran ändern. Denn wer sind wir schon? Ein paar verrückte Goldbugs oder Freiheitsapostel, wohingegen die Mehrheit sich stillschweigend (und nichtsahnend!) zur Schlachtbank begibt.

    Ich frage mich auch öfter wer sich diese ganzen Perversitäten, die in Gesetzesform gegossen werden, und das synchron in der gesamten westlichen Hemisphäre, eigentlich ausdenkt? Sind das irgendwelche „Thinktanks“? Denn ehrlich gesagt traue ich das unseren Politdarstellern, wie dem dicken Erzengel geistig gar nicht zu. Wissen die, was sie da tun?

    Meiner Ansicht nach wird es nicht mehr lang dauern, bis sich die EU, das Friedensprojekt, auflöst. Leider wird dies nicht lautlos geschehen und die Maßnahmen, die in Zypern und Griechenland auf Praktikabilität getestet wurden, wie die o.g. Kapitalverkehrskontrollen sowie Enteignungen werden uns alle massiv treffen. Goldige Zeiten also?

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