Eine monströse Abweichung

12. Mai 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Die Spannungen in der Ukraine sollen Aktienkurse und Goldpreis treiben. Vielleicht ist das so. Aber warum sollte die Politik der Ukraine Procter & Gamble oder Nestle oder Boeing weniger wertvoll machen? Warum sollten die Aktionäre von RJ Reynolds sich darum kümmern, wer die Steppe schlecht regiert?

Aber viele Investoren sind nur Spieler… sie wetten darauf, ob der Aktienkurs steigen oder fallen wird, basierend auf den Nachrichten. Und die großen Finanzfirmen haben ihre eigenen Spieler – viele von denen sind sehr clever. Einige von denen bekommen die Nachrichten… dann haben sie Hochgeschwindigkeits-Computerprogramme, welche voraussehen, wie die Spieler reagieren werden, und sie schicken ihre Trades den Bruchteil einer Sekunde früher als jeder andere heraus.

Sie sollten dem fernbleiben.

Den Nachrichten und dem Spielen. Bis auf den Unterhaltungsfaktor sind beide Zeitverschwendung.

R > G

Thomas Piketty gehört zu der Sorte Mann, welchen die Geschichte leicht vergessen könnte. Er ist ein französischer Akademiker… und vielleicht der glücklichste Ökonom der Welt. Er hat ein Buch geschrieben, welches wahrscheinlich nicht wert ist, gelesen zu werden… ein Buch mit keiner berichteten Ansicht außer der, dass das Akkumulieren von Kapital ein vernünftiger Weg ist, reich zu werden.

Das weiß ich nur vom Hörensagen. In der Zwischenzeit wende ich mich an Simone Wapler in Paris, für ein Inverwiew: „Piketty hält an den alten marxistischen Klischees fest. Und der Erfolg seines Buches basiert auf einer dummen kleinen Gleichung.

Das lässt einen wissen aussehen, wenn man darüber bei Dinner Parties redet. Es sagt einem, dass es für das Wirtschaftswachstum schlecht ist, wenn die Rendite für Rentiers größer ist als das Wirtschaftswachstum. Wir müssen Geld nehmen von den Rentiers, um die Welt zu einem schöneren und glücklicheren Ort zu machen. Natürlich ist G nicht klar definiert… und auch nicht das „Kapital“… welches heutzutage größtenteils Schulden sind.“

Aber ich sage das nur, weil ich neidisch bin. Ich will auch eine idiotische Gleichung präsentieren und damit reich werden!“ Das ist das, was man erwartet:

Ein Blick im 21. Jahrhundert auf den imaginären Kampf zwischen reichen Kapitalisten und der Arbeiterklasse. Pikettys Buch hat soviel Interesse bei Ökonomen und Politikern gefunden, dass es bei Amazon temporär ausverkauft war. Was ist falsch mit den Romanciers… den politischen Lügnern? Wie konnten sie es zulassen, dass ein kaum lesbarer Ökonom, dessen Muttersprache noch nicht einmal Englisch ist, beim englischsprachigen Amazon vor ihnen liegt?

Wie die Reichen reicher werden… Ja, auch ich bin neidisch. Das Buch bringt wenig Neues. Er missversteht die wichtigste Lektion der Ökonomie, so wie ich das sehe. Meine Bücher hingegen (eins davon von meinem geschätzten Kollegen Michael Vaupel übersetzt) werden kaum beachtet. (Anm. d.R…. Nein, lieber Bill Bonner, nicht von uns hier!)

Ich berufe mich nur auf Presseberichte. Aber keiner erwähnt Bemühungen des Buches, zu erklären, wie die Reichen zunächst überhaupt so reich geworden sind. Vielleicht waren dieselben Ökonomen und Politiker daran beteiligt? Oberflächlich gesehen scheint R > G absurd. Wenn R hoch ist, bedeutet das, dass die Investments gute sind. Das sie mehr Reichtum bringen, als sie kosten.

Je höher R, desto mehr Reichtum wird produziert. Wenn R hoch ist, werden die Menschen auch ermutigt, mehr Geld zu sparen und es in neuere Technologien und produktiveren Output zu investieren.

Je mehr Leute sparen und investieren (motiviert von einem hohen R), desto notwendigerweise niedriger wird R. Die ersten Investments bringen hohe Renditen. Das lockt weitere Investoren an, und die Renditen sinken. Pikettys Problem löst sich selbst. Wenn man es lässt… (Seite 2)


 

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