Eine Keil-Warnung für Gold!

24. Juli 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Frank Meyer) Wollte ich etwas über Gold schreiben? Nein! Um Himmels Willen. Erstens ist das Thema sowas von out und zweitens ist Gold schon so teuer geworden. Okay, bliebe ja Silber. Aber das kann man in der Not auch nicht essen. Wie dem auch sei, der Tag der Abrechnung kommt näher – spätestens am 30. September. Bitte? 

Ja klar. Die Entscheidung steht doch längst in den Charts. Rechnischerisch irgendwann zwischen dem 29. und 30. September sollte die Entscheidung allerspätestens gefallen sein. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt. Vermutlich wird früher etwas passieren. Keiner weiß, was es sein wird. Vielleicht ein unbedachtes Wort? Ein Unfall? Ein Zinsereignis? Der große Keil ruft nach Auflösung. Das wird eine Keilerei! Herrlich! Nur die Richtung ist noch unklar. Aber es wird Opfer geben. Entweder wird Gold auf die Schlachtbank geführt und das Papiergeld wertet gegenüber ihm auf  – oder umgekehrt…

Deshalb habe ich heute 23 Analysten angerufen und mir 46 Meinungen eingeholt. Die Hälfte der Meinungen ging in Richtung „Runter!“. Die andere Hälfte tendierte in Richtung „Rauf“. Wofür soll man sich entscheiden? Fragen Sie keinen Goldbug. Für ihn steigen die Preise immer, auch wenn sie das nicht tun. Fragen Sie auch keinen Anlageberater. Er sieht nur fallende Preise, denn an Gold und Silber verdient er nichts, wenn er überhaupt schon mal eine Unze in der Hand gehalten hat. Notfalls bietet er schnell sich selbst an Knock-Out-schwellen selbst-zerstörende Zertifikate an oder anderen Anlagekram in Papierform.

Und so bleiben ein paar weitere Tage, an denen die Preise im großen Keil eingeklemmt bleiben, bis sie sich losreißen und eine große Keilerei beginnt. Charts lügen bekanntlich nie. Und schon gar nicht meine eigenen.

P.S. Wissen Sie, was das Lustigste nach der Auflösung des Keils sein wird? Meine 23 befragten Analysten werden sagen: „Wie ich immer schon gesagt habe…“



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