Eine „exzellente“ Wahl für den nächsten Fed-Vorsitzenden

14. August 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner  Die Märkte verhalten sich wie typisch im Sommer derzeit. Ein bisschen hoch, ein bisschen runter…in keiner Eile, irgendwohin zu gehen. Aber ich nutze diese faulen Tage des Sommers, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Warum falsch bescheiden sein? Dies ist nicht etwas, welches Unbescheidenheit rechtfertigt…

Während andere am Strand liegen, rase ich, um Dinge herauszufinden… Dinge, welche Aristoteles verpasste… Dinge, welche Nietzsche verblüfften.

Was ist wirklich die Eigenschaft von Zivilisationen, und warum „brechen die zusammen“, von Zeit zu Zeit? Was ist die Rolle des Geldes in den Beziehungen zwischen Menschen und Völkern… und zwischen einer Person und ihrer Regierung? Warum tun kluge Menschen dumme Dinge, wenn jeder Idiot sagen könnte, dass sie einen Fehler machen?

Sind diese Fragen zu abstrakt? Wollen Sie nur wissen, ob die Aktienkurse steigen… oder fallen? Ich werde auch darauf kommen…und auf eine sehr wichtige Ankündigung.

Ben Bernanke wird die Fed am Jahresende verlassen. Die führenden Kandidaten für seine Nachfolge sind gewillt, seine Politik fortzuführen, welche daraus besteht, soviel Kredit bereitzustellen, dass man darin ertrinken kann.

Die Leute denken das, was sie denken müssen, wenn sie dies denken müssen. Wenn es in die Endphase einer finanziellen Katastrophe geht, dann benötigen sie den Glauben, dass sie keine Wahl haben, und dies genauso durchführen müssen. Zweifel machen verzweifeltem Glauben Platz. Nachdenken wird zurückgestellt, zugunsten von Aktion.

Alle offiziellen Kandidaten für Bernankes Job – Yellen, Summers und Kohn – haben diesen Glauben.

Natürlich könnten sie keine Kandidaten sein, wenn sie angezweifelt hätten, dass Zentralplanung und Preiskontrollen funktionieren können. Schließlich bewerben sie sich darum, die gesamte US-Wirtschaft zu lenken, indem sie deren wichtigsten Preis kontrollieren: Den Preis für Kredite.

Der schlimmste Kandidat ist Larry Summers. Deshalb wird er wahrscheinlich den Posten bekommen. Er wird oft beschrieben als „brillant“, weshalb ich dieses Wort in Frage stelle. Vielleicht bedeutet es etwas anderes.

Vielleicht bedeutet „brillant“ in Wahrheit „nicht besonders intelligent“, was Larry Summers besser beschreiben würde. Er ist der Tom Friedman der Finanzwelt – immer selbstbewusst, immer mit einer Antwort für jedes Problem…und immer von bestenfalls mäßigem Intellekt.

Das wirkliche Problem mit Summers ist, dass ihm das Maß fehlt. Er ist so sicher, dass er weiß, was vor sich geht, dass er keinen Raum für Fehleinschätzungen lässt. Jedes Problem hat eine Lösung, so denkt er. Und er hat die Lösung! (Seite 2)

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