Eine Axtlänge Abstand reicht nicht!

20. Juli 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

„Da wohnt man schon am A…. der Welt“ und dann das!“ hieß es auf Twitter, als bei Würzburg ein junger Afghane mit der Aussicht auf eine Bäckerlehre mit einer Axt auf wildfremde Leute in einem Regionalzug losging. Was ist bloß los in dieser Welt?

„Breaking News“ haben inzwischen wohl doch nur etwas Gefahr oder mit Brechen zu tun – vor allem in den letzten Tagen. Kaum ein Tag vergeht ohne diese Warnmeldungen auf dem Telefon. Was kommt als Nächstes? Wo passiert es? Auch bei uns?

War früher alles besser? Unsinn! Vielleicht war früher vieles einfacher und übersichtlicher, so ohne Internet. Aber mit dem Ratschlag in der Tasche, eine Armlänge Abstand zu halten, war man doch bislang gut bedient. Oder?

Die Politik scheint weiterhin überfordert zu sein mit ihrer selbst initiierten Willkommenskultur. Seitdem ist viel passiert, ohne dass sich an ihrer offenkundigen Ohnmacht nichts geändert hat. Und wer weiß schon, über was NICHT so intensiv berichtet wurde wie über Köln, Paris, Nizza und Würzburg. Dass die Leute verunsichert sind, liegt irgendwie auf der Hand.

Warum kommt die Politik eigentlich nicht auf die Idee, das Unangenehme aufzusparen? Man könnte ein Jahr des Glücks 2016/17 ausrufen mit Katzenvideos im Fernsehen und putzigen Hundewelpen. Im Bankensektor und an den Finanzmärkten funktioniert das doch auch. Per Befehl sind ab jetzt alle nur noch happy. Wer sich frühmorgens seinen zweiten Doppelkorn in den Kopf gestellt hat, wird geächtet. Kurzum: Man sollte doch das aussparen, was die Leute verunsichern könnte, vor allem den zweiten Teil aller Antworten. Dann verschwinden diese hässlichen Breaking News und alle schlechten Gefühle von ganz allein.

Im Grunde sind doch die Medien daran schuld, wenn sich Mancher hierzulande nicht mehr so wohlfühlt. Der Erdogan in der Türkei schaltet doch auch das Internet ab. Und die Chinesen… Findet dort etwas nicht statt oder auf dem Bildschirm oder in der Presse, bleibt es eine nie beweisbare und strafbare Verschwörungstheorie. So aber…

Hat die „Willkommenskultur“ einen Rückschlag erlitten? Wer hat sich das eigentlich ausgedacht, fragt mancher. Natürlich haben Politiker immer passende Rezepte und gute Ratschläge. Sie müssen zudem schnell reagieren, ohne auch nur darüber nachgedacht zu haben. Manche Twitter-Meldung wie die von Frau Künast lassen den Eindruck dringend aufkommen. Sie hätte den Angreifer wahrscheinlich weggestreichelt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann rief die Bevölkerung in einer Pressekonferenz dazu auf, lieber einmal zu viel als zu wenig die Sicherheitsbehörden zu alarmieren, wenn Menschen verdächtige Veränderungen in ihrem Umfeld bemerkten.

Hallo? Da wäre ich schon den ganzen Tag lang am Telefonieren mit der Polizei! Was glaubt Herrmann, wer mir täglich so alles über den Weg läuft, der verdächtig ist – von denen man stark annehmen muss, sie hätten etwas an ihrer Psyche oder einen an der Waffel? Denken Sie doch mal an die Horden von Pokemon-Jägern. Wenn das jeder machen würde, bei seltsamen Anzeichen da anzurufen? Keine Sorge! Die Polizeidienststellen im Land seien sensibilisiert, sagte er. Wobei, bei der Besetzung der Dienststellen ist das schon mehr als erstaunlich!

Kleiner Tipp: Wenn jemand in Ihre Wohnung eingebrochen ist oder es zu einem Unfall kam und Sie dann die Polizei brauchen, sagen Sie am Telefon, ihr Gegenüber schaut so komisch. Dann kommen sie bestimmt! Das ist ja heute nicht mehr selbstverständlich! Und wenn die Freunde und Helfer schon mal da sind…

Ich hätte ja am Montagabend fast selbst dort angerufen. Nicht weil mein nicht vorhandener Hund so komisch schaute.. Ich hätte die Beamten vor mir selbst gewarnt, denn meine erste Reaktion auf das Geschehen war: „Ach Du Schei….!“ und „Sowas kommt von sowas!“ Letzteres sollte man nicht laut sagen, impliziert es doch, dass man sich politisch nicht korrekt geäußert hat. Allerdings, (Pssst…!) wenn man Millionen Leute ins Land lässt, einen großen Teil davon unkontrolliert und nicht registriert, muss sich doch nicht wundern, wenn es in vielen Bereichen zu „statistischen Abweichungen“ in der Kriminalität kommt bzw. irgendwelche Spinner und Kriminelle dabei sind.

Besser, man lernt mit den von Politikern eingebrockten Dingen zu leben und die Klappe zu halten. Irgendwie hatten wir das schon mal. Sonst wird man für verrückt gehalten und vorsichtshalber der Polizei gemeldet. Nach jeder TV-Debatte müssten doch die Telefone in den Polizeistationen klingeln.

Die Frage ist, bleibt diese Tat in Würzburg ein Einzelfall eines Spinners, der sich binnen zweier Tage selbst radikalisiert hat und wenn ja, wie geht das? Oder kommt da noch mehr? Wir wissen es nicht und hoffen das Beste. Wobei das Beste wahrscheinlich längst hinter uns liegt.

Herrmann meint, man müsse grundsätzlich davon ausgehen, dass im Prinzip jeden Tag an jedem Ort und mehr oder minder weltweit solche Taten verübt werden können. Wir sind davor nicht sicher. Er habe aber Verständnis für wachsende Ängste in der Bevölkerung. Das beruhigt doch. Oder nicht?

„Die Bedrohung ist da.“ sagte er. Die Aufgabe der Sicherheitskräfte sei es, ein „Höchstmaß an Sicherheit“ zu gewährleisten. Nun, war das bisher nicht so? Was heißt das? Oder ist das nur Politiker-Sprech?

Man weiß gar nicht mehr, was man sagen soll. Tote in Nizza, ein Putsch in der Türkei, ein Axtschläger in Würzburg. Frau Kraft aus NRW ist froh, dass die Grenzen einigermaßen geschlossen sind. Und was lesen wir noch? Führungskräfte der deutschen Wirtschaft machen sich derzeit Sorgen, dass die Zahl der Flüchtlinge wieder steigen könnte. Moment mal!

Im letzten Jahr hieß es noch, es kämen Facharbeiter, Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte und andere gut Ausgebildete, um unser Fachkräfteproblem zu lösen, das es vielleicht gar nicht in der Form gibt. So freute sich Daimler-Chef Dieter Zetsche eine Beule in seinen Mercedes über den Zustrom an Fachpersonal. Nur eingestellt hat Daimler keinen einzigen Flüchtling. Die restlichen DAX-Konzerne kommen auf 58 Flüchtlinge. Mir stinkt die Heuchelei, mit der man täglich eingesalbt wird.

Begnügen wir uns für heute mit der Botschaft, dass die Welt aus den Fugen sei. Seit fast acht Jahren versuchen wir diese These anhand der Finanzmärkte nachzuweisen. Doch der Ärger, so unsere andere These, wird nicht aus der Finanzwelt kommen, nicht vom DAX, sondern aus einer ganz anderen Ecke. Und was tun die Leute? Sie spielen Pokémon Go. Auch eine Lösung!

 

9 Kommentare auf "Eine Axtlänge Abstand reicht nicht!"

  1. Frank Frei sagt:

    Diese Attentäter sind nicht „normal“. Klar, niemand mit einem „noch normalem“ Verstand würde freiwillig auf unbekannte Menschen mit einer Axt hauen, oder wie bei sogenannten Schulamokläufen mit Waffen um sich ballern. Dabei ist es meiner Meinung nach egal, ob die TaterInnen jung-alt, dick-dünn, schwarz-weiss, deutsch-amerikanisch-oder-afghanisch oder christlichmuslimischjüdischbuddhistisch … sind. Sie eint eines. Sie sind neben der Spur im Sinne von „verrückt“. Und viele sind dahingehend auch vorher auffällig oder gar diagnostiziert worden und viele nehmen Psychopharmaka. Aber in die Mainstreampresse schaffen es von diesen Eigenschaften/den Ursachen oft nur die Computerspielerballerei, oder die Art des vermeintlichen „Glaubens“. Von Psychopharmaka schreibt niemand etwas. Forscht niemand.
    Ist das „normal“?

  2. Insasse sagt:

    „Herrmann meint, man müsse grundsätzlich davon ausgehen, dass im Prinzip jeden Tag an jedem Ort und mehr oder minder weltweit solche Taten verübt werden können.“

    Als anerkanntem Verschwörungstheoretiker, bleibt mir als Insasse nur festzustellen: Mit dem grenzenlosen Import von Millionen von „Flüchtlingen“, die aus ganz anderen, unbestreitbar nicht besseren Verhältnissen stammen, wie sie in D bis vor einiger Zeit noch geherrscht haben, sind wir wieder einen großen Schritt in Richtung „Eine-Welt“ gegangen. Und internationale Angleichung ist das erklärte Ziel der sozialistischen Internationale, in D also aller sozialistischen Blockparteien, die sich in der Volkskammer 2.0, …ähm… im Bundestag um „Mutti“ Merkel versammelt haben. Da in großen Teilen der Welt, insbesondere aber in denen, wo die „Menschen, die uns geschenkt werden“ (O-Ton Göring-Eckardt) herkommen, wesentlich schlechtere Verhältnisse herrschen, darf es nicht verwundern, wenn es zu einer Angleichung mit starker Negativtendenz kommt. Aber Hauptsache Gleichheit wird hergestellt, wie auch immer. Gut, etwas anderes kann man bei dem (von wem auch immer) gewählten „Führungspersonal“, das schon lange nicht mehr mittlerer Art und Güte entspricht (sehr bedenkliche Abweichung nach unten), auch nicht erwarten. Hier ein besonderes Exemplar der kriminellen Hochstapler, die uns in eine entspannte und glückliche Eine-Welt-Zukunft zu führen gedenken: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/petra-hinz-spd-politikerin-hat-lebenslauf-in-teilen-erfunden-a-1103787.html

    Fazit: Es bleibt spannend…
    Ratschlag: Passen Sie auf sich auf! (das „Höchstmaß an Sicherheit“, dass Leute wie Herrmann propagieren, ist in Wirklichkeit nicht mal ein Mindestmaß)

  3. FDominicus sagt:

    „Begnügen wir uns für heute mit der Botschaft, dass die Welt aus den Fugen sei. Seit fast acht Jahren versuchen wir diese These anhand der Finanzmärkte nachzuweisen.“

    Dann ist Ihr blog so alt wie auch meins und tja ich habe mich „nicht nur“ auf die Finanzmärkte bezogen sondern auf Märkte, und den diversen Gewaltmonopolilsten, die interessanterweise nicht mal mehr Ihrer eigentlichen Aufgaben Herr werden. Aber da macht nichts, wenn wir alle Äxte verbieten kann uns doch nichts mehr passieren…

  4. cubus53 sagt:

    Habe mir überlegt, meinen Personalausweis gegen einen Koran zu tauschen und im Falle eines Angriffs wie bei Würzburg vorzuzeigen. Befürchte aber, dass diese Mörder nicht intelligent genug sind, den Koran als solchen zu erkennen.

    Die mangelnde Intelligenz zeigt sich auch im Tathergang. Der IS droht Deutschland und greift dann Menschen aus Hongkong an. Liegt Hongkong im Westen?

    Wie sollen wir solche Menschen in unsere Gesellschaft integrieren? Menschen, die andere aufgrund der Religion oder der Sexualität töten wollen? Das Mittelater haben wir bereits hinter uns gelassen.

    Unsere Eliten stellen sich das wohl so vor. Man schiebt einen Islamisten durch eine Deutsche Integrationsfabrik, und am Ende kommt ein VW Passat heraus (Zitat Akif Pirinçci).

  5. Argonautiker sagt:

    Nein. Nein. Nein, und nochmals NEIN, Herr Meyer, da bin ich ganz und gar nicht ihrer Meinung. Jetzt, wo der Terror Markt so schön blüht, sollte man auf den Zug aufspringen. Keine Katzenvideos, und Hundewelpenknutschis, zum Erholen, sondern Terror. Terror hier und Terror da, notfalls auch mal mit drei oder vier „R“, das klinngt gefährlicher. Oder Terrrror auf Kredit, also Meldungen herausbringen, die noch gar nicht eingetreten sind.

    Das stimuliert den Markt, und vielleicht greift dann auch mal ein Unbedarfter so ganz spontan zur Axt. Stimuli durch Kredit klappt im Finanzwesen ja auch. So könnte man dem boomenden Terrormarkt noch den letzten Kick verleihen. Ich meine sonst hat die ganze Investition in die Flüchtlinge doch nix, aber auch gar nix gebracht, und verpufft einfach so ungenutzt. Da müssen wir jetzt schon am Ball bleiben. Also eskalieren muß es jetzt schon, immerhin sind nun alle, auf die es ankommt, ins Waffengeschäft gewechselt, da kann man nicht einfach mal eben so, Katzenvideos,…, oder so, das geht ja wohl gar nicht.

    Wo bleibt ihr Sinn für Dividenden? Nein da müssen wir nun durch. Man sollte sich überlegen ob man an Bahnhöfen nicht kleine Einmannunternehmen subventioniert, die Äxte und Messer anbieten, es könnte ja sein, daß der Eine oder Andere Eingeschleuste was vergessen hat. Man kennt das ja, da geht man los, will Ungläubige schlachten gehen, ist sich 100% gewiß, das man der Herd abgedreht hat, aber hat die Axt vergessen. Einwegmaterial würde sich anbieten. Später könnte man auch Supermärkte oder Drückerkolonnen mit einbeziehen.

    Daß dieser Terrorist nun eine Bäckerlehre machen wollte stört natürlich das allgemeine Weltbild aus Extremste, denn eigentlich war ja immer der Gärtner der Mörder. Aber Terroristen sind auch keine einfachen Mörder, sondern eben Terroristen. Also das mit der Bäckerlehre, das stört, das muß raus aus der Meldung. Raus. Raus. Raus.

    Ich bin zwar kein Börsenfachmann, aber ein Geheimtip von mir, ich bin mir ziemlich Gewiß, die Zukunft liegt nicht im Gold oder Silber. Alles Blablabla. Waffen werden boomen. Silber geht nur bei einem Vampir Überangebot. Blutsauger haben wir zwar, und die saugen viel, aber das sind Wenige. Nein, wir sind sooo knapp davor, daß der Waffenmarkt explodieren wird. Ich sag es Ihnen. Waffen und Bohnen. Bohnen gehen immer zu Kriegszeiten. Zum Essen und Feinde wegfurtzen und notfalls für die Zwille.

    Beste Grüße aus 35° im Schatten

    Vielleicht hätte ich doch etwas früher aus der Sonne gehen sollen.

    Eine letzte Frage. Wie war das mit Frau Künast gemeint? Meinen Sie der Angreifer wartet bis sie zu streicheln anfängt. Mein lieber Scholli, Sie verstehen ja wohl gar nichts von emanzipierten Frauen.

  6. Hermann sagt:

    1.) „Blühende Landschaften!“
    2.)“ Die Rente ist sicher!“ (Welcher Monat war das noch mal, als 5% Rentenerhöhung mit der Diskussion „Rente mit 70“ zusammenfielen? In Zeiten wo Jauch & Co. KG mehrere Millionen öffentlich-rechtlich gesponsert erhalten, muss das doch Polit-Rassismus sein, in der Politiker als Meister-Komödianten nur wenige Hundert Tausende beziehen! Egal ob sie die Hochschulreife besitzen oder nicht. Wo bleibt die indoktrinierte Opposition? Politiker, auf zum Arbeitskampf!)
    3.) „Wir schaffen das!“

    Merke(l)n Sie die Lüge nicht?

    Irgendwann wird die RUNDE Bombe auch ins Merkel’sche routenförmige Eckige treffen. Die Union dürfte den Knall selbst dann nicht wahrnehmen, wenn ihr die Bombe direkt vorm Gesicht explodiert.

    Der Status-Quo ist selbst für diesen Banker nicht mehr hinnehmbar. Die Briten waren mal wieder schlauer. Aber wie soll man ein Volk, das mit Selbsthass und US/NATO-Abhängigkeit erzogen wird, auch zu nachhaltigen und rationalen Entscheidungen bewegen? Stichwort Karthago: Brennt es lieber heute nieder. Der Schmerz sollte nicht verlängert werden.

  7. Avantgarde sagt:

    Wenigstens muss sich Frau Künast keine Sorgen um die Täter von München machen – die sind ja schadlos entkommen…
    🙁
    Bei mindestens einer viertel Million Menschen, die ohne Registrierung nach D masseneingewandert und untergetaucht sind könnte es ohnehin schwierig werden mögliche Täter zu finden.

    Daimler-Chef Dieter Zetsche hat lt FAZ wörtlich gesagt, daß die Flüchtlinge die Grundlage eines neuen Wirtschaftswunders bilden könnten.
    Was soll man dazu dann noch sagen.
    50 der sog. Fachkrafte wurden übrigens von der Dt. Post eingestellt.

    • Argonautiker sagt:

      Na wenn hier erstmal alles zusammengebombt sein wird, muß man es wieder aufbauen. In sofern stimmt es dann ja wieder, daß die Flüchtlinge der Grundlage für ein neues Wirtschaftswunder sein könnten. 🙂

  8. Avantgarde sagt:

    Nun haben wir den ersten Selbstmordattentäter in Ansbach mit Rucksackbombe.
    Ein abgelehnter syrischer „Flüchtling“
    Wie durch ein Wunder bisher keine Toten aber Schwerverletzte.

    Aber auch hier darf der Hinweis in der Presse nicht fehlen, daß der Täter unter depressiven Episoden glitten habe.
    Sag bloß….

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