Ein paar Eier zerschlagen

21. März 2013 | Kategorie: Gäste, Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner – Normalerweise argumentieren die zentralen Planer so: Die Leute müssen zwar Opfer erbringen, aber am Ende wird alles gut sein. „Man kann kein Omelette machen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen“, sagte Lenin. Die Leute machen das, sie zerschlagen ein paar Eier (besonders dann, wenn diese jemand anderem gehören) für eine Zeit lang…

Letztlich ist das Problem das Omelette – denn es kommt nie auf den Tisch. Und das Essen, was am Ende auf den Tisch kommt, ist Ekel erregend.

Kein „Arbeiterparadies“ ist bis jetzt eingetreten. Der „Krieg gegen die Drogen“ (oder gegen Armut…oder Verbrechen…oder Terror…oder Krebs) endet in einer Niederlage, nicht mit einem Sieg. Die Arbeitslosigkeit fällt nicht. Oder wenn eines dieser großen Programme „Erfolg hat“, dann nur zu so hohen Kosten, die in keinem Verhältnis mehr zum positiven Ergebnis stehen.

Warum scheitern diese Pläne? Die einfache Antwort ist diese: Sie scheitern, weil es nicht die Art und Weise ist, wie die Welt funktioniert.

Das Leben auf der Erde ist nicht so rational, dass es so einfachen, funktionierenden Interventionen naiver sozialer Ingenieure führt. Brücken werden designt. Und auch Häuser. Und Teilchenbeschleuniger. Aber keine Volkswirtschaften. Und auch keine Sprachen. Gebräuche. Märkte. Liebe. Heiraten. Kinder. Oder etwas anderes der wirklich wichtigen Dinge im Leben.

Ich möchte meinen Standpunkt aber auch nicht überbewerten. Es stimmt auch, dass die Menschen eine bestimmte Form der Zukunft designen und erreichen können. Wenn sich z.B. die Planer des Pentagon dazu entschließen würden, dass ein Atomkrieg eine gute Sache wäre, dann könnten sie das erreichen. Die Auswirkungen wären riesig. Und riesig effektiv.

Aber dieses extreme Beispiel offenbart die einzige Art einer alternativen Zukunft, welche die zentralen Planer liefern können, indem sie nämlich das evolutionäre zivilisierte Leben pulverisieren.

Es ist eine Zukunft, die praktisch niemand will, weil es bedeuten würde, dass die privaten Pläne der meisten Menschen der Welt zerrissen würden – für Hochzeiten, Geschäfte, Babys, Taufen, Jagdreisen, einkaufen, investieren und alle andere Aktivitäten eines normalen Lebens.

Wenn man diese privaten Pläne stoppt, bedeutet dies, dass man das „trial and error“-Prinzip aufgibt, von dem die zivilisierte Zukunft abhängt.

Nicht alle zentralen Planungen verursachen Kalamitäten diesen Maßstabs. Aber alle diese Maßnahmen sind abstoßender, je effektiver sie sind. Je mehr die Planer ihre Ziele erreichen, desto mehr kommen diese Ziele mit den privaten Zielen in Konflikt…und desto mehr kommen sie mit dem Fortschritt der Menschheit in Konflikt.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Ein paar Eier zerschlagen (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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Ein Kommentar auf "Ein paar Eier zerschlagen"

  1. FDominicus sagt:

    In der Tat, wenn es um Zerstörung geht klappt Zentralplanung „blendend“ oder „bombig“. Man schau sich ja mal an was die EZB uns gerade mitteilt:
    „Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen „sozialverträglich“ ausgestaltet würden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehörten auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.“

    von:http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/angst-vor-bankrun-ezb-ruestet-sich-gegen-kapitalflucht-aus-zypern-a-890303.html

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