Ein kleines Gyros für Signore Schulz

3. Februar 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Auf den Sieg von Syriza in Griechenland folgte in den Medien der übliche Zahlensturm. Was kostet ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone ist wieder eine der beliebtesten Fragen. Heute fragen dies auch Zeitungsangestellte, die sonst stets den Segen des Euros und der Eurozone preisen. Was nichts kostet, ist halt nichts…

Wie in der Börsenberichterstattung üblich vergisst mancher, dass es sich bei den Problemen der Eurozone nicht um ein Ereignis sondern um einen Prozess handelt. Etwaige akutere Phasen der Krise sind daher nicht mit einem Vulkanausbruch sondern eher mit Karies zu vergleichen. Die Nichtbehandlung führt in keiner Phase zu einer Verbesserung der Situation, sie ist allerdings kurzfristig bequemer und schmerzärmer. Langfristig wird die Lage bei den Schmerzen allerdings deutlich unangenehmer.

Die Ereignisse unmittelbar nach der Wahl in Griechenland zeigen, wie es um die Eurozone und ihr angeschlagenes Gebiss bestellt ist. Der peinliche Versuch der Einflussnahme per Drohgebärden aus Brüssel vor der griechischen Wahl ist gescheitert.

Nun ist es generell keine sonderlich erquickliche Idee, seine Schulden nicht zu bedienen. Schlussendlich reguliert so etwas aber in der Tat die Menge der Menschen, die solche Kredite vergeben. Man könnte auch „der Markt“ sagen, aber das klingt natürlich ganz schön unmenschlich. Das Spektrum der Geldgeber reicht von Politkern, Bankangestellten bis hin zu Anlegern, die ihr Geld in entsprechende Fonds investieren. Leider funktioniert ein solcher Regelungsautomatismus nur dann, wenn sich nicht Menschen mit schlechten Ideen und dem Geld anderer Menschen ans Werk machen.

Welche kruden Äußerungen zu Krediten und Zinsniveaus hat man nicht von manchem Abgeordneten gehört. Sehr beliebt ist das „zu hohe Zinsniveau“, wobei man sich fragen darf, wann so mancher Schreihals sich das letzte Mal die Zinskurve angeschaut haben mag. Es muss Jahre her sein. Den einfachen Sachverhalt, dass vermeintlich solvente Schuldner sich einfacher und günstiger Geld leihen können als solche, die am Rande der Insolvenz dahinvegetieren, lässt sich politisch mit freundlicher Unterstützung von Zentralbanken und Gerichtshöfen rasch aushebeln. Das langfristige Resultat derartiger Versuche ist ebenso bekannt wie die Konsequenzen. Wer dauerhaft zu niedrige Risikoprämien verlangt, der macht mit seinen Anlagen dauerhaft Verluste.

Dieses Prinzip ist genereller Natur. Auch eine Feuerversicherung verlangt eine vom Objektzustand und anderen Risikokennzahlen abhängige Prämie. Ein privater Freund von Fußballwetten wird beim Spiel FC Bayern gegen SC Paderborn die Wahrscheinlichkeit eines Heim- oder Auswärtssieges vermutlich unterschiedlich einschätzen. Bei einer Quote von 1,2 für den Sieg des Außenseiters im Münchener Stadion würde er vermutlich nicht auf dieses Ereignis wetten. Dazu müsste ihn schon eine europäische Institution zwingen…


Letzteres Beispiel darf man natürlich keinesfalls in einer Talkshow vorbringen, denn beim Thema „Schulden“ geht es schließlich um Menschen, nicht um schnöde Fußballwetten. Mit Fakten gewinnt man bekanntlich nur selten eine Wahl, was den Fakten jedoch gleichgültig ist.

Auch eine Sterbetafel macht sich keine Gedanken darüber wer wann und warum ablebt. Sie genügt sich damit, im Mittel richtig zu liegen, eine Diskussion mit diesem ach so herzlosen Stück Papier ist zwecklos. Abgesehen vom kurzen Aufflammen des Unmuts hält sich der so genannte Souverän in Deutschland in gewohnter Manier zurück. Ob es sich noch um Desinteresse oder schon um Resignation handelt lässt sich am besten auf Einzelfallebene entscheiden. Eine allgemeine Beurteilung lässt sich bei von Mises nachlesen, der treffend formulierte:

Die schädlichste Folge des Widerwillens des durchschnittlichen Bürgers, sich ernsthaft mit wirtschaftlichen Problemen zu befassen, ist seine Bereitschaft, Kompromisslösungen zu unterstützen.

An dieser Haltung hat sich auch trotz oder wegen des den Zuschauern seit einigen Jahren aufgezwungenen „Halbzeit Journals“ mit den quälenden Ergüssen der heute journal-Redaktion in der Pause manches Fußballspiels nichts geändert. Immerhin hat das zweite deutsche Staatsfernsehen auf diesem Wege das 0:0:0 erfunden und das normale torlose Unentschieden insgesamt noch etwas schmerzhafter gestaltet.

Die lästige Eigenschaft, Zahlen nicht ganz beiseite zu schieben, will vermutlich „ihr“ Abgeordneter ebenso wenig hören wie ihr Anlageberater (passender: Anlageverkäufer). Auch die einfachsten Sachverhalte sind nicht vermittelbar, wenn sie das Geschäft respektive die Wiederwahl gefährden. So verhält es sich beispielsweise mit dem Mythos der „Rotation“ von einer Assetklasse in die andere. So etwas ist nicht möglich, denn wenn jemand seine Anleihen verkauft und Aktien erwirbt, nimmt irgendwo auf dem Planeten jemand anderes genau die Gegenpositionen ein. Auch das Geld, das an der vielzitierten “Seitenlinie“ auf seinen Einsatz wartet, ist eine hübsche aber blödsinnige Idee. Kauft jemand mit seinem Geld Aktien, hat er nachher mehr Aktien und weniger Geld. Das Geld hat dann jemand anderes, der im Gegenzug weniger Aktien hat. Das Geld wechselt also lediglich die Seitenlinie.

Auch bei einem Schuldenschnitt sollte man nicht dem ersten Presseartikel folgen, der die Frage aufwirft, was „uns“ das alles kostet. Abgesehen davon, dass wir uns sehr ungern von so genannten Journalisten in eine nicht existierende Vereinigungsmenge zwängen lassen, stellt sich die Frage, wo denn bei einem Schuldenschnitt unmittelbar Kosten anfallen. Das Geld ist bekanntlich schon überwiesen worden. Zahlt ein Schuldner seine Kredite nicht vollumfänglich zurück, bekommt der Gläubiger weniger Geld zurück. Zusätzliche Zahlungen stehen nicht an. Man sollte daher lieber fragen, wo eigentlich Verluste anfallen und wer das ganze Geld früher so freimütig und offenbar ohne sinnvolle Prüfung überwiesen? Der freudige Geldgeber mag eine Bank, eine Pensionskasse oder auch eine vollbürokratisierte europäische Finanzmüllhalde sein, egal wo, es entstehen realisierte Verluste. Diese bedingen jedoch nicht notwendigerweise eine Zahlung.

Wenn etwa eine Pensionskasse meint, sie müsse in bestimmte Anlagen investieren und verliert infolgedessen ein paar Millionen, dann muss sie ihre Auszahlungen senken, ihre Beiträge erhöhen oder auf die Reserven zurückgreifen, so sie denn welche hat. Sie kann auch von allem ein bisschen umsetzen. „Uns“ jedoch sollte dieser Verlust erst einmal gar nichts kosten, denn „wir“ hätten im Erfolgsfall auch von den Gewinnen wohl kaum etwas gehabt. So sollte es eigentlich sein, schlicht, einfach und nachvollziehbar.

Natürlich darf man davon ausgehen, dass die Lasten ganz und gar „sozialverträglich“ umverteilt werden. Kosten in Form von staatlichen Stützungen entstehen daher für die meisten von „uns“ nicht durch den Schuldenschnitt sondern durch die unselige Kombination der Verbreitung des Prinzips Hoffnung bei vielen institutionellen Anlegern und den üblichen politischen Verrücktheiten. Immerhin kann bei letzterem Punkt niemand sagen, er habe das nicht kommen sehen. Auf den Punkt gebracht gibt es in Finanz-Europa derzeit folglich zwei Strategien: Entweder man verhält sich bei der Geldanlage und Kreditvergabe professionell oder man stellt sich vorher, währenddessen und nachher dumm. Die Vergütung ist in beiden Fällen gleich.



 

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16 Kommentare auf "Ein kleines Gyros für Signore Schulz"

  1. Hugo sagt:

    Frage: Legt hier eigentlich irgendwer in das „Teufelszeug“ Aktien an oder gehts hier nur um die ganzen Untergangszenarien und die, die seit mehreren Tausend Punkten nur zugucken bzw. mit ihren Crashprognosen daneben liegen?

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo Hugo,

      das ist wie fast alle im Leben eine Frage der Perspektive. Diese ist leider beim Thema Geldanlage oft sehr eingeschränkt, was sich vor allem beim Thema Aktien immer wieder zeigt.

      Von Crash-Prophezeiungen ebenso wenig wie von Scheuklappenträgern auf der anderen Seite. Wer nur auf den DAX schaut hat derzeit wenig Schmerzen, wer sich andere Indizes anschaut, sieht das sicher anders. Ein paar Beispiele: Der griechische ASE ist auf dem Niveau von vor 24 Jahren, vom Allzeithoch hat man sich rund 85% entfernt. Der italienische Index befindet sich auf dem Stand von 1998 und im Falle Portugals laviert man gut 50% unter dem Stand von 1998 (75% unter dem AZH) herum. All diese Zahlen sind inklusive Dividenden und vor Steuern. Andererseits gibt es Indizes die sich um ein Vielfaches gesteigert haben.
      Von daher zeigen die Aussage „Aktien sind schlecht“ oder „Aktien sind gut“ eine bestenfalls Börse-Online taugliche Ignoranz. Es gibt keine schlechten oder guten Assetklassen. Es gibt nur gute oder schlechte Einkaufspreise. Wie jemand diese beurteilt ist jedem selbst überlassen.

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

    • Michael sagt:

      Ihre mehrere Tausend Punkte mit Bezug vermutlich auf den DAX nehmen sich im DAXK dann doch etwas häschenhafter aus. Wenn sie mal in bezüglich eines Indexes die Seitenbänder eines Bollinger Bands aufspreizen beginnen, dann gibt es auf höherem Niveau 2 Alternativen
      a) Die Werte im Index korrigieren unter das Mittel ein schönes Stückchen und ziehen das untere Band mit nach oben
      b) oder der ‚Index‘ läuft in der Mitte grad rüber und schmiert dann ab

      Wenn der DAXK im Mittel wäre, dann wäre weniger Vorsicht geboten.

      Die Bandbreite kann man selten einstellen, damit für Kauf und Verkausignalgenerierung nicht wirklich geeignet, vorzugsweise sollte man sich auf einen Wert beziehen.

      Wohl aber sagen die Bollinger Bänder einiges aus über die Bewertungsniveaus.

      Diese Methodik ist nicht zwingend gut dafür Kauf- oder Verkaufssignale zu finden. Spannend sind die BB wenn sich die Bänder gegen den Mittelwert zusammenziehen und dann kommt es drauf an, bricht der Kurs nach oben oder unten aus.

      Wohl aber ist die Volatilität repräsentiert und das Bewertungsniveau. Kommt der Kurs an einem der Bänder an kommt zeitnah oder nicht so zeitfern die Gegenbewegung. Verkaufzeitpunkte zu bestimmen kann man durchaus.

      Zumal in des U.S. diese Methode in Teilen der Anlegerschaft beliebter wird spielt sie eine Rolle.

      Das Problem ist selten, dass teuer gekauft wird, das Problem ist dass zulange gewartet wird. Wenn das untere Band steil abfällt, dann muss der Wert tief runter noch steiler, dass überhaupt eine Chance hat das untere Band zu durchbrechen, damit mal eine Gegenbewgung startet. Das kann sich ziehen. Genau das ist Prozess der die Anleger in den Werten hält.

      Jetzt haben sich im DAXK die Bänder gespreizt. Andere Märkte bieten auch Alternativen an, wie Bankhaus Rott angemerkt hat. Wir haben es ja schon in naher Vergangenheit gesehen, sobald ruhe einkehrt wird der DAX auf einmal unspannender. Wenn diese Zeitpunkt des unspannend werden grad unterm Mittel ist, dann ist besser man ist nicht drinnen. Auf 5 Jahre ist das unter Band auf 4400 aufgespreizt. Auf 10 Jahre ziehen sich die Bänder zusammen, auf das schaut im Moment kaum jemand. Es kann jederzeit mal ein halbes Jahr runtergehen und selbst nur um 20%. Klarerweise muss man die Einzelwerte auch anschauen. Der DAX ist im Moment eine Art Saf(v)e Haven …

      Großmutter lässt grüßen, aber die ist bei Lausbuben nicht recht beliebt, die wird schnell ausgestaubt… und das passiert nicht durch steigende Kurse.

      Nur realisierte Gewinne sind Gewinne. Das ist der Punkt. Wenn die Volatilität höher wird und die Kurse raufgingen kann man mal ruhig realisieren.

      • Michael sagt:

        Würde trotzdem vermuten, dass für eine Standortbestimmung eher die Gewinnchancen in USD das Maß sind, damit bietet sich an DAX und DAXK in Dollar anzusehen und die Standortbestimmung mittels BB in dem Umfeld vorzunehmen. Ist wirklich nur für den ganz groben Überblick.

        Nicht dass man in EURO sich in Sicherheit wiegt und in USD bereits in den Bärenmarkt eintreten oder so die Zehen mal ins kalte Wasser eintaucht.

  2. Sandra sagt:

    Jede Handlung hat seinen Preis.

    Die Definitionen liegen nicht im Geld allein. Z.B. Hat ein Vater, der zuviel arbeitet und daher sein Kind nicht sieht oder keine Kraftreserven für die Beziehung aufbringen kann, einen Preis dafür zu zahlen. Leider nicht nur er, da die Kosten auch auf das Kind und die Mutter verlagert werden. Eine bewußte Preiskalkulation setzt die Abwägung der Interessen voraus. Für den einen kann es den Preis für das Mehr an Geld iVm Zukunftssicherung wert sein, für den anderen nicht. Risiken bestehen immer. Entweder man betreibt bewußtes Riosikomangement oder nicht. Die Folgen bestehen trotzdem. Die eigens ausgelöste Kostenstruktur ist besser spät als nie anzuerkennen, die Höhe des Preises, den andere zum Ausgleich zahlen.

    Was ist der Preis, den man gewinnt oder den man zahlen muß?
    Was sind die Kosten, die man dafür bereit sein muß aufzuwenden oder zwangsläufig zahlen?
    Welcher Preis und welche Kosten können mit Geld (ein mögliches Werkzeug) ausgeglichen werden, welche durch andere.

    Die Frage der Definitionen und Relationen wäre sehr sinnvoll für Menschen die sich im Irrglauben befinden, einen Preiskalkulation wäre Finanzwirtschaft. Wenn die reale Vergütung passen soll, macht man sich die Mühe oder wundert sich, da es ja z.B. sein kann, da trotz all der Mühe und des angehäuften Geldes die Frau dann weg ist und Scheidung einen Großteil in nicht immer ungerechter Weise verteilt.

    Daher mache ich meine eigenen Definitionen, Preiskalkulationen, Riskoberechnungen und Folgeabschätzungen auf der Grundlage von Beziehungen. Für den neutralen Blick nimmt man zwischendurch das Geld einmal ganz raus und läßt es auf sich wirken. Macht man dies, eröffnet sich manchmal ein anderes Bild. Das kostet nichts, durch Geld nicht bezahlbar. Es ist ein Geschenk, das man als wertvoll betrachten und verwenden kann oder nicht.

    • Sandra sagt:

      Ein Zusatz:
      ich versuche so viele Beziehungen, wie irgend möglich einzubeziehen. Dies umfasst daher sämtliche direkte und indirekte Beziehungen zu Subjekten (z.B. Mensch, Tier … ), Objekten (Stadt, Land, Technik …), Attributen (Qualität, Quantität, Zeit …) zur Justierung von zu tun, wie ich es im besten Eigeninteresse und dem der Gesamtheit an Beziehungen tun würde und möchte (gewinnorientierte Verhaltensanpassung auf Basis der Gegenseitigkeit, die ich bestimme).

      • André sagt:

        Hallo Sandra,

        das ist ein spannendes Konzept, auch Nebenfaktoren einzubeziehen und das Monetäre erst mal außen vor zu lassen. Ich würde es gerne mal anwenden.
        Gibt es dafür einen Begriff, der sich googeln läßt, um mrehr Informationen zu bekommen?

        Gruß, André

    • Sandra sagt:

      Herrschen und dämlich gehören immer zusammen.
      Dies ist Basis für Parteien jeglicher Art. Damit handeln Parteien im Grunde nie im Interesse der Mitglieder, da sie im Kern nur die bestehenden ‚ausgerufenen‘ Interessen als Grundlage bedienen. Sicher gibt es den ein oder anderen, der es anders machen möchte. Von der Masse werden diese jedoch als unbequem empfunden. Kein Wahlzuspruch. Daher hat es noch nie eine Partei auf Grundlage dieser Systematik geschafft, es anders zu machen. Den besten Willen vorausgesetzt, ist dies auf diesem Weg nicht möglich und vorab unbesehen der Güte des Konzeptes zum Scheitern verurteilt.

  3. Avantgarde sagt:

    Die Syriza macht es bisher genau richtig – versucht nun das Mögliche für das Land herauszuholen.
    Wenn ich Tsipras wäre würde ich noch ein wenig mit den Russen verhandeln, denn wenn die NATO nun schon in Polen und der Ukraine steht dann vermute ich mal, daß die Drohung einer eventuellen Flottenbasis der Russen auf einer griechischen Insel möglicherweise doch Wirkung zeigen könnte…… 🙂

    Letztlich wird das auf eine Umschuldung für die nächsten 100 Jahre zu 0,01% oder so hinauslaufen.
    GR liegt bereits am Boden und es könnte für die anderen EU-Staaten noch ein viel böseres Erwachen geben falls eine noch sehr viel radikalere Partei an die Macht kommt oder das Land im Chaos versinkt – dann sind die Kredite garantiert verloren.

    Nun ist zwar GR rein oekonomisch und vom Kreditvolumen für die EU nicht so sehr wichtig – aber es könnte durchaus eine Signalwirkung für andere kriselnde EU-Staaten haben – wenn auch dort die Menschen genügend durch die Austeritätspolitik gedemütigt wurden.

    Die Kredite ausfallen zu lassen wäre wirklich keine gute Idee – wie schon im Aritkel angemerkt ist das Geld ja bereits ausgegeben worden – da müssten die anderen EU-Staaten dann tatsächlich einspringen. Denn Kreditausfälle mögen die Märkte wie wir seit Lehmann wissen ja nicht so besonders gerne.

  4. Sandra sagt:

    Im übrigen kotzt mich diese Massenkonditionierung: wer am lautestes schreit, kriegt was – einfach nur an.

  5. bluestar sagt:

    Exzellenter Artikel vom besten Bankhaus !!!
    Absolute Sachkompetenz leicht, locker und sarkastisch verpackt- Klasse.
    Immer wieder eine Genuss für mich diese Beiträge zu lesen, herzlichen Dank.
    Ich habe mich über den Wechsel in GR gefreut, frischer Wind und neue Gesichter.
    Peinlich die Reaktionen der EU-Bonzen, welche die ganze Misere selbst verursacht haben.
    Natürlich ist Griechenland pleite, und das die sogenannten Märkte eine Umschuldung auf 100 Jahre oder länger wohl nicht als faktischen Zahlungsausfall betrachten werden ist der Beleg dafür dass es Märkte gar nicht mehr gibt. Schade was aus diesem Europa geworden ist.
    Die nachfolgenden Generationen werden uns verfluchen.

  6. Sandra sagt:

    Ach du Sch … ich kenne nun das Problem.

    Ihr kennt euer Echo nicht, ihr könnt es weder sehen, einbeziehen noch wisst ihr um die Tragweite individuell und kollektiv. Ihr spart euch die Mühe der Rechenleistung und benutzt es lediglich als Indikator, um letztlich zu wissen, ob eine Handlung wirtschaftlich war oder nicht. Ihr lasst euch aus vermeintlichen Effizienzgründen damit bewußt überraschen, ihr steuert und lenkt es nicht.
    Seid ihr denn alle Irre, von allen guten Geistern verlassen? Oh wie sehr wünschte ich, es wäre nicht wahr. Doch ist es so, stimmts?

    Hallo Welt. Ist da noch jemand? Ist dort noch irgendwer? Ich kann es einfach nicht glauben, es ist nicht zu fassen. Das ist der Grund, der Grund, weshalb die Welt so ist ,wie sie ist. Es muß die Hölle der Verdammten sein, die nie um ihr Echo wissen, wußten und wissen wollten.

    Ich bin hier echt im falschen Film. Womit habe ich das verdient, mit eurem Echo leben zu müssen, diesem ausgesetzt zu sein. Es ist nicht meins und doch haben alle, wie ich darunter zu leiden. Man sollte euch das Recht, überhaupt ein Echo zu haben, absprechen – anfangen tut ihr eh nichts damit, ihr erkundet es nicht, seht es nicht, wozu also habt ihr es überhaupt – wenn ihr es nicht benutzt? Nutzloses Zeugs kann ja weg.

  7. Sandra sagt:

    Im übrigen gilt:
    Ein gemachtes Image ist nicht das echte Echo, es kann dieses lediglich verdecken und zu Fehlannahmen führen.

  8. Michael sagt:

    Schätze der Mythos der Rotation bezieht sich eher auf das frische Geld und dessen Verwendung. Das Geld wird gedruckt für Käufe in den Assets. Genauso wie Market Share und Overall Market Share sich von gestern auf heute von Overall auf nur Markete Share im Berichtszeitraum sprich das letzte Quartal hat gewandelt und nicht den gesamten Marktanteil meint, wenn bspw. im Smartphone Markt von Marktanteilen wird gesprochen in Kommentaren zu börsenotierten Werten.

    Sie haben vermutlich Recht. Die Betrachtung ist stark fokusiert auf die nahe Zukunft. Genau deswegen sollte man bei Bewertungen die eine längerfristige Zukunft (alle Gewinne abgezinst im Preis für Aktien) auch konsistent handhaben, das passiert eigentlich nicht. Man betreibt je nach belieben eine Rosienenpickerei. Analysen von Aktien werden immer offener gehalten und freier interpretierbar. Für den biederen Investor – nichtssagend.

    Wenn sie in einem IT Betrieb hohe Aktivität haben kann man den zwar gekonnt managen, aber den Grund für die große Hektik sucht selten jemand. Bis mal die Mühle steht. Dann kommt des drauf an wann. Wenn Befindlichkeiten in den Vordergrund treten, dann droht die Korrektur. Aber eines ist sicher, sie kommt im zum ungünstigsten Zeitpunkt, denn der ist jederzeit.

  9. Sandra sagt:

    Zitat: I cannot give you the formula for success but I can give you the formula for failure which is try to please everyone.

    Die Beweisführung, das die Art und Weise von Entscheidungsprozessen auf Basis von Kompromissen zum weiteren Fehler führt, ist abgeschlossen.
    w.z.b.w.

    • Sandra sagt:

      Meine Entscheidung
      Das Ignorieren von ausgelebten Minderwertigkeitskomplexen ist nicht nur eine gute Idee, sondern kann sich durchaus als weise Entscheidung mit Erziehungswert für Menschen, die dies haben, herausstellen.

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