Ein Crash-Kurs zu Geld

25. Dezember 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Heute will ich all diese Neuigkeiten vom Aktienmarkt ignorieren. Stattdessen werde ich ihnen einen Schnellkurs zum Thema Geld liefern. Ich werde darüber schreiben, was ich über dieses Thema weiß.oder zu wissen glaube…

Geld hat seine digitalen Aspekte. Auf der einen Seite sind es reine Zahlen genauso langweilig und berechenbar wie schriftliche Division. Es hat aber auch seine hinterhältige Seiteeine Schattenseite, so nuanciert und subtil, wie die Menschheit selber. Wenige Themen, ausgenommen vielleicht Religion und Politik, sind so voll von infantilem Mumpitz und eigennützigem Geschwätz. Aber weder Religion, noch Politik bringen so eindeutige Gewinner hervor. Wenn es um Wohlstand geht, schaut man nach dem, der das meiste Geld hat!

Worüber ich berichte

Ich möchte nun das Thema Geld im breitest möglichen Sinn betrachten. Was ist es? Woher kommt es? Woher bekommt man es, wenn man mehr davon möchte? Des Weiteren möchte ich mich auch mit dem Folgenden beschäftigen: Der Makro-Kontext – in was für einer Art Finanzwelt leben wir heute? Wie kam es dazu und wohin wird das führen? Aktien-Geldanlage – was wissen wir wirklich über Investitionen am Aktienmarkt? Gibt es bewährte Techniken, wie man sicher Gewinne über dem Durchschnitt erzielt? Oder ist man besser dran, wenn man an den Indizes festhält?

Ich habe darüber bereits in früheren Ausgaben berichtet. Doch ich möchte dieses Thema wieder aufgreifen, um sicher zu gehen, ob ich richtig liege. Außerdem möchte ich ebenfalls die erfolgreichsten Aktienanleger dieses Geschäftes verstellen. Investitionen fürs Einkommen – nicht jeder möchte primär Kursgewinne. Manche sind primär an regelmäßigem Einkommen (Dividenden) interessiert. Wie bringt man sein Kapital dazu, für einen zu arbeiten?

Eine Fünf-Minuten Anleihenkontrolle – ich berichte a) wie viel Sie brauchen, b) wie man sie bekommt, und c) wie man sicherstellt, dass es nicht fort ist, bevor Sie es sind. Optionen, Trading und andere Tricks – wie spekuliert man zum Spaß und für Profit? Und alles was mir einfällt, dass Ihnen nützlich sein könnte

Geld = Wohlstand?

Beginnen wir beim Geld.Wir wissen alle, was Geld ist, oder nicht?

Nun, eigentlich weiß das gar keiner so genau. Ist es etwas reales, etwas unreales, etwas greifbares, etwas Ätherisches? Repräsentiert Geld Wohlstand? Oder ist es Wohlstand? Und Sie? Was erwarten Sie wirklich von Geld? Möchten Sie wirklich das Geld oder die Dinge, die man mit Geld kaufen kann? Wie viel brauchen Sie wirklich? Ist es besser weniger oder mehr zu haben? Manche Leser mögen diese Fragen unnötig finden. Aber wenn man wirklich das Maß von etwas herausfinden möchte, muss man es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Es ist, wie eine Frau kennen zu lernen. Man kann sich nicht nur auf ein paar Partys treffen. Man muss bei ihr sein, am Morgen und am Abend, in guten und in schlechten Zeiten.

Es ist notwendig, dass man sieht, wie sie sich unter Druck aufrecht hält. Und das ist auch die Schlüsselfrage für Ihr Geld – wie verhält es sich unter Druck? Vor der ersten Zivilisation gab es kein Geld. Damals gab es keine Notwendigkeit dafür. wofür konnte man es in dieser unzivilisierten Welt denn auch verwenden?

Geld kam auf, als eine praktische Möglichkeit des Austausches und um den eigenen Wohlstand „haltbar“ zu machen. Es war ausschlaggebend für die Entwicklung der modernen Wirtschaftsmärkte. Mehr dazu in meiner nächsten Ausgabe… (Seite 2)



 

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6 Kommentare auf "Ein Crash-Kurs zu Geld"

  1. Argonautiker sagt:

    Auch wenn noch Fortsetzungen ausstehen, komme ich um einen Kommentar schon jetzt nicht umhin.

    Geld und Handel ist sicherlich nicht das Problem. Das Problem ist, dass Menschen diesen Bereichen eine Wichtigkeit zubemessen haben, die vollkommen am Leben vorbei gehen.

    Das Leben ist das, was aus Materie, Wesen erschafft. Geld und Handel, ist das Verschieben von Materie. Wer steht höher? Wer sollte also wem dienen? Das Problem was wir haben, ist, dass Herr und Diener, Ross und Reiter, sich vertauscht haben. Das Leben könnte ohne Geld und Handel leben, schlechter, aber es würde trotzdem immer noch tun können, was es tut. Geld und Handel würde es ohne Leben jedoch nicht geben.

    Dient Geld und Handel dem Leben, ist alles gut. Soll das Leben hingegen der Gelderzeugung und dem Handel dienen, ist das Ende absehbar, weil der Diener sich zum Herrn aufschwingen will. Leben wir also in einer Zeit, in der das Leben dazu benutzt wird, um Geld und Handel zu dienen, ist das Ende nur eine Frage der Zeit.

    Die Regenten sind keine Diener des Volkes mehr, sie sind es nur noch zum Schein.
    Der Amtsschimmel reitet das Volk, anstatt umgekehrt.
    Die Industrie bestimmt die Arbeitsplätze, anstatt dem Menschen Raum für seine Verwirklichung zu geben.
    Man könnte diese Liste noch munter weiterspinnen, aus der hervorgeht, dass sich Herr und Diener vertauscht haben.

    Handel hatte in seinem Ursprung denn Sinn einer Art Osmose. Warenaustausch zu beider Seiten Gunsten. Geld und Handel haben sich also von ihrem Ursprung, dem Leben zu dienen, entfernt, und dienen nur noch sich selbst.

    Wenn ich mir z.B. neue aufstrebende Handelsgesetze, wie TTIP, CETA, etc. etc., mit ihren aberwitzigen Verträgen anschaue, die aus zigtausenden von Seiten bestehen, dann möchte ich dem mal ein einziges Geld und Handelsgesetz entgegensetzen, welches meines Erachtens, dem Leben wesentlich dienlicher wäre.

    Geld und Handel sollte beiden Handelspartnern zu ähnlichen Anteilen Vorteile bringen, anderseits ist jeglicher Handel auch nachträglich anfechtbar, weil er dem Ur Prinzip des Handels widerspricht, dem Leben zu dienen.

    Weihnachtliche Grüße aus Bremen

      • Frank Meyer sagt:

        Jetzt musste ich erst mal übersetzen 🙂

        bullseye – Volltreffer
        bullseye Hydrocotyle ranunculoides – Großer Wassernabel (botanisch)
        bullseye indicator – Ochsenauge [runder Blinker am Lenkerende eines Motorrades]
        bullseye jawfish [Opistognathus scops] Bullaugen-Kieferfisch
        bullseye level [spv. bull’s eye level] Dosenlibelle [Wasserwaage]
        bullseye pane – Butzenscheibe
        bullseye puffer [Sphoeroides annulatus] Ring-Kugelfisch
        to hit the bullseye – ins Schwarze treffen

        • Argonautiker sagt:

          Ist ja wie Weihnachten, :-))
          Kann ich mir jetzt was aussuchen?

          Ich hätte dann gerne ein Pfund Dosenlibelle.
          Und dann noch 300gr Kugelfisch, falls Herr Schäuble zu Besuch kommt.

          Schöne Grüße

  2. Argonautiker sagt:

    Cyrano de Bergerac, ja der berühmte Fechter aus dem frühen 17.Jhd., mit der allzuoft beschriebenen, weltgewandten großen Nase, schrieb einst ein Büchlein. Die Reise zum Mond.

    Eine phantastische kleine Geschichte, von einer Reise zum Mond, und welch absonderlichen Verhaltensweisen er bei den dort Wohnenden antraf. Als Dichter konnte er natürlich nicht umhin, ihnen auch eine andere Währung anzudichten. Und was soll man sagen, natürlich galt dort als anerkannteste Währung, das Gedicht.

    Verrückt?

    Nun, nicht verrückter als anderweitig bedrucktes Papier.

    Was ist bloß aus unsrer Welt geworden. Einst mit Fülle und Verrücktheit gesegnet, ist sie nun zu einem Hort aus immer gleichem wohlfeilem Funktionieren geworden.

    Schönen Gruß

    • samy sagt:

      Tja, dort waren Limerick’s wohl so was wie Kleingeld …

      Stelle ich mir gerade vor. Vor’m Kippenautomat, schmacht auf eine Fluppe und es fällt und fällt einem kein Limerick mehr ein … und weit und breit niemand, der Schillers Glocke klein machen kann.

      😉

      VG

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