Egon Wolfgang Kreutzer: Wo bleibt die Revolution?

5. Dezember 2014 | Kategorie: Auf die Ohren, RottMeyer

von Frank Meyer

Was löst Revolutionen aus? Wann läuft das Fass über? Geschichtlich gesehen gibt es viele Parallelen, nämlich dann, wenn das Zusammenwirken von Politik, Gesellschaft und Kapital in Schieflage geraten ist. Aber auch, wenn ein Staatengebilde von außen einer Destabilisierung ausgesetzt ist…

Im neuen Buch von Egon Wolfgang Kreutzer stellt er die Frage: „Wo bleibt die Revolution?“ Ich habe mich mit ihm über die Grundlagen von Revolutionen im aktuellen Kontext der Zeit unterhalten…

Zugeschaltet ist uns Buchautor Egon Wolfgang Kreutzer…

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Eine gestörte Balance zwischen poltischem System, Wirtschaft und Kapital sowie der Bevölkerung mündet zwangsläufig in einer revolutionären Situation. Wie weit sind wir auf diesem Weg schon fortgeschritten, welche Kräfte werden moblilsiert und wo liegt die Sollbruchstelle der Macht, diesen Fragen geht Egon W. Kreutzer in seinem jüngsten Werk nach und gibt eine verblüffende Antwort: Die Revolution hat schon begonnen – und wird schnell an Kraft gewinnen. Wo und wie – das sind die Antworten, die der Autor in diesem Buch gibt.

Themen der Sendung

Die schweigende Mehrheit…
Staat – Gesellschaft – Kapital im Ungleichgewicht
Das Ende der Romantik
Schuften für die Katz: Exporte und Geldabflüsse: Tauschen in Forderungen
Falsch geschlossene Verträge
Sollbruchstellen
Im Kleinen geht es oft besser… Globalisierung als Irrweg?
Markt, Monopole und Oligopole
Was löst Revolutionen aus? Ebbe im Portemonnaie?
Kräfte jenseits der Hartz4-Empfänger
Können Wahlen etwas ändern?
Nichtwähler: Stimmen potentieller Revoluzzer?
Destabilisierung von außen…
Den Leuten Geld geben um sie ruhig zu halten?



 

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3 Kommentare auf "Egon Wolfgang Kreutzer: Wo bleibt die Revolution?"

  1. Renate Vogt sagt:

    Sehr geehrte Herrn,
    für mich eine sehr gute Fragestellung und eine schöne Unterhaltung.
    Was mir nicht gefallen hat war die Trennschärfe der Begriffe.
    Der Unterschied zwischen Staats-, Finanz- und Kapitalebene wurde nicht getroffen.
    Meiner Vorstellung nach muß man trennen;
    Staatsebene- Fiskalsektor
    Finanzebene- Finanzsektor
    Produzierende Ebene- Kapitalsektor
    Alle drei Ebenen sind verflochten wobei die Finanzebene der Kopf ist.
    Grüße Renate

  2. Habnix sagt:

    Wenn Brot und Spiele für Staatsbedienstete beendet sind und sie ein besseres Angebot in Aussicht gestellt bekommen?

  3. bluestar sagt:

    Sehr interessantes Interview, vielen Dank.
    Die Revolution mit wesentlichen Veränderungen der Machtverhältnisse im Westen wird wohl vorerst ausbleiben. Zu stabil sitzen die Herrschenden 0,1% im Sattel um auch nur ansatzweise dies zuzulassen. Schließlich verfügen sie über ungeheuerliche ökonomische Macht und damit über ein Heer von korrumpierten und prostituierten Politikern, Experten, Wissenschaftlern, Journalisten, Juristen, Agenturen, Stiftungen usw. um ihre Interessen durchzusetzen. Und das wichtigste: Sie beherrschen die Medienkonzerne und damit die öffentliche Meinung. Da man die Meinung der Menschen über Kampagnen, Manipulation und Propaganda bewusst steuert kann, werden Willensbildung und politische Entscheidungen entsprechend beeinflusst. Deshalb darf die Masse dann auch von Zeit zu Zeit irgend etwas wählen. Sollte das dann doch einmal Überraschungen bringen, gibt es entsprechende Nachhilfe in Form von Drohungen, Destabilisierung oder Putsch.
    Schließlich besitzt man ja auch neben dem Medienmonopol auch noch das Gewaltmonopol.
    Wahlen dienen aber auch als Barometer zur Stimmung der Masse und man kann danach entsprechend gegensteuern oder neue Kampagnen für die Masse inszenieren. Manchmal gibt es auch nützliche Aktionen wie Operation Northwood, 9/11 oder MH 17.
    Skrupellos,gewaltbereit, parasitär bis kriminell, machtbewusst, gebildet, bestens vernetzt und organisiert, clever, geschickt und verdeckt agierend. Wer sich ernsthaft in den Weg stellt oder Interessen gefährdet wird platt gemacht, psychologisch und auch physisch. Beispiele gibt es unendliche allein in den letzten paar Jahren. Oft beginnt der Abschuss über die Medien.
    Und die ahnungslose Masse ? Unorganisiert, manipulierbar, korrumpiert, gespalten, träge und obrigkeitshörig.
    Also ich glaube höchstens an blutig niedergeschlagene Revolten und kleine Reformen.
    Und ich hoffe sehr, dass alles friedlich bleibt.

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