Edelmetalle – Let’s get ready to rumble

22. Juli 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Es kommt sehr selten vor, dass ich zwei Artikel in einer Woche schreibe. Dieser muss jedoch sein und ich hoffe, dass ich mit meinen Überlegungen unrecht habe…Mir wollte es partout nicht in den Kopf, wie soviel offensichtlicher Rechtsbruch zu bestehenden europäischen und deutschen Verträgen möglich ist.

Grinsend oder zumindest lächelnd werden durch Politiker aller Couleur Verträge einfach gebrochen, weil sich ja „die Grundlagen verändert hätten“.

Das ist nicht nur lächerlich, sondern geradezu gelogen,. Aber darum geht es nicht. Es werden schlichtweg ganz schnell ganz gravierende Fakten geschaffen. Völlig undemokratisch möchte ich hinzufügen. Aber warum das Ganze?

Um den Euro ist es selbstverständlich nie gegangen. Es ging und geht selbstverständlich auch nie wirklich um Griechenland.  Aber wer in den letzten Tagen bei all dem „Lärm“ und den herumfliegenden „Nebelkerzen“ genau hinhörte, konnte Auffälligkeiten entdecken. Man wollte unbedingt eine gemeinsame europäische Haftungsgemeinschaft. Nennen Sie es Eurobonds, nennen Sie es Transferunion, das ist meinem Erachten nach egal und völlig nebensächlich. Eine gemeinsame europäische Haftungsgemeinschaft – darum geht es. Ein gemeinsamer, europäischer Anleihemarkt, der den bisher maßgeblichen Anglo – amerikanischen Anleihemärkten entgegensteht und zukünftiges Kapital anzieht.

Exakt dieses Szenario, dass mit dem gestrigen Eurogipfel eingeleitet wurde, hat GEAP seit etlichen Ausgaben prognostiziert und in der letzten, der 56. Ausgabe nochmals betont. Ich muss zugeben, dass ich bis gestern nicht glauben wollte, dass GEAP recht hat. Ich hielt es nicht für möglich, dass die Politik so dreist vorgeht. So kann man sich irren.

Durch die Schaffung eines gemeinsamen, europäischen Anleihemarktes, werden die Anleihemärkte in Großbritannien, aber vor allem in den USA ihr „Waterloo“ erleben. Macht es jetzt vielleicht mehr Sinn, warum in den letzten Monaten verstärkt gegen Europa „geschossen“ wurde? Durch diese Aktionen floss nochmals reichlich „dummes“ Anlagegeld speziell nach Amerika und trieb die Bondpreise in völlig absurde Höhen. Meiner Ansicht nach wurde hier eine „Mausefalle“ aufgestellt. Warum? Weil die amerikanische Währung eine ganz andere Sprache spricht!

„It’s the US-Dollar, Stupid!“

Etliche Male versuchte der vielbeachtete US-Dollar-Index die wichtige Chartmarke von 76.00 – 76.50 nach oben zu durchbrechen. Jedes Mal prallte der US Dollar an dieser Marke deutlich ab. Die nachfolgende Grafik stammt von Robert Rethfeld vom „Wellenreiter“. Sie sehen hier einen Monatschart des US-Dollar-Index.

Alle letzten drei Kerzen wurden bei Erreichen der 76.50 abverkauft. Ein sehr „eigentümlicher“ Verlauf, wenn man bedenkt, dass zum Kauf amerikanischer Staatsanleihen doch US-Dollars notwendig sind, oder? Während wir hier Angst vor einem erneuten deflationären Schock hatten und teilweise noch haben, ähnlich dem im Jahr 2008, spricht der US$ eine ganz andere Sprache… (Seite 2)

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24 Kommentare auf "Edelmetalle – Let’s get ready to rumble"

  1. bigpuster sagt:

    Äußerst interessanter Beitrag.
    Ich habe mein Papiergold/ silber heute morgen verkauft und bin short gegangen, weil ich hoffe, dass der sichere Hafen erstmal verkauft wird. Laut unserer neuen Regierung in Brüssel brauchen wir den ja jetzt nicht mehr.
    Lieber Michael,
    ich hoffe, dass Sie Unrecht haben. Ich wollte mich eigentlich in ein paar Tagen/ Wochen physisch billiger einkaufen.
    Leider hat mich die Erfahrung gelehrt, dass Ihre Recht/ Unrechtratio sehr ungünstig für mich ist. Verdammt 🙂

  2. samy sagt:

    Merci,
    ich liebe solche Denkspiele und Szenarien. Einfach einmal den Gedanken freien Lauf lassen, beobachten und diese Szenarien dann immer wieder an der Realität messen und verbessern.
    Franck Biancheri ist der Herausgeber des GEAB und als solcher Franzose und politisch gut vernetzt. Hat er durch diese Kontakte bessere Informationen als wir denken?
    Hier noch einmal ein Artikel aus dem Handelsblatt, seiner Zeit wohl um ein Jahr voraus und der Titel spricht für sich.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/bald-beginnt-die-schlacht-um-england/3428240.html

    VG

  3. konnt_ja_keiner_ahnen sagt:

    Der Artikel passt zu dem Bild, das mir vor Augen steht.
    Ich vermute nämlich, dass die EZB diese „stabilisierte“ Situation dazu nutzen wird, den Leitzins weiter zu erhöhen.
    Wir werden dann zwar erleben, dass es von der -als Ausnahme bezeichneten- Griechen-Aktion wiederum die Spanien-Ausnahme und die Portugal-Ausnahme und und und geben wird, ABER die Kapitalströme werden eine recht eindeutige Richtung haben, wie es im Artikel ja auch zu lesen ist.
    Was dann aus Amerika auf uns zukommt, lässt sich bestenfalls erahnen, aber es wird sicher kein Kindergeburtstag.
    Umfeld für die Edelmetalle sollte dementsprechend günstig sein/bleiben/werden, Umfeld für ein friedliches und sorgenfreies Leben umgekehrt proportional…

  4. Waldfee sagt:

    Schließe mich an. Sehr interessante Gedankengänge. Wo ich nicht folgen kann…. warum sollte EU ein Interesse daran haben, Amiland nieder zu machen? Nur um zu testen, ob man sich per Hyperinflation entschulden kann? Das wäre ganz schön fies. Und für mich wohl noch etwas zuweit hergeholt. Ich behalte die Ausführungen aber im Auge 🙂

    Waldfee

    • samy sagt:

      „warum sollte EU ein Interesse daran haben, Amiland nieder zu machen? „
      Haben sie nicht, sie handeln nur im eigenen Interesse und nicht gegen andere.
      Das erinnert mich an einen Witz. Zwei Camper werden von einem wilden Bären überrascht.
      Beide rennen um ihr Leben. Plötzlich setzt sich der Eine hin und zieht flux seine Joggingschuhe an. Der Kollege sieht es und ruft ihm verdutzt zu „Du Narr, damit bist du auch nicht schneller als das verrückte Vieh“. Darauf antwortet der Andere „Sorry mein Freund, aber mit den Schuhen bin ich wenigstens schneller als du“
      Damit will ich sagen, dass das alles der Kampf um das Vertrauen der letzten solventen Gläubigernationen sein könnte!
      Und wer sich am Kapitalmarkt nix mehr leihen kann, den fressen halt die Bären.

  5. retracement sagt:

    Da kann mal sehen wer so alles GEAP liest. Michael, mir ist das alles um zu viele Ecken gedacht. Was ist der Unterschied von USA zu Griechenland?

    Griechenland hat keine Flugzeugträger!

    Der Ami hat genug Potential innerhalb von 24 Stunden die Geldströme in die „richtige“ Richtung zu lenken.

  6. Marcus sagt:

    Ich wäre ja froh, wenn „unsere“ Regierung einen Plan hätte und tatsächlich den USA eines auswischen wollte – cool. Habe mir erstmal Auswanderliteratur bestellt, damit man vorbereitet ist – Plan B.

    Hatte heute auch den Finger auf dem Verkaufsknopf, es dann aber doch nicht getan. Konnte und kann mir nicht vorstellen, dass es bei 1.44 USD/EUR bei den EM runter geht. Was sollen den die Amis kaufen, da hat der Michael ja recht.

    Ich bemerke immer, dass anders als früher, es in den morgentlichen NY-Stunden und später immer hoch geht mit GLD/SLV, ist das schon ein Indiz?

    Nochmals Dank an alle hier, das ist die beste Seite zum Thema.

    Marcus

  7. dork sagt:

    Was ist da in Norwegen los? Ausgerechnet im Land einer potentiellen Fluchtwährung (NOK)? Schiebt man das jetzt einer griechischen Terrorgruppe in die Schuhe, weil Norwegen nicht mehr für Griechenland zahlt?
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/eurokrise/Norwegen-stoppt-Zahlungen-an-Griechenland_aid_1000240.html
    Wenn jetzt noch in Australien (AUD) und der Schweiz (CHF) Bomben hochgehen … oder ist das auch zuviel um die Ecke gedacht?

  8. Der Fotograf sagt:

    Danke Michael für diesen exzellenten Kommentar. So weit war ich gedanklich noch gar nicht gekommen. Dass unsere europäischen Spitzenkakophoniker so weitblickend handeln könnten hatte ich noch nicht ins Kalkül gezogen.

    Es halten sich ja hartnäckig die Aussagen, dass die Amis die Stellung des Dollars abgesichert haben indem sie den Saudis mil. Schutz gegen das Versprechen geboten haben Öl nur noch gegen USD zu verkaufen. Somit war der Dollar auch nach dem Ende der Golddeckung abgesichert, weil er nun mit Öl gedeckt war.

    Im Lichte dieses Artikels betrachtet erscheinen unsere jüngsten Rüstungsdeals mit den Saudis und den ebenfalls ölreichen Angolanern in einem völlig neuen Licht.

    Der kleine, französische Napoleon erstürmt die lybischen Ölfelder. Die Deutschen, seit den Ereignissen des letzten Jahrhunderts im stürmen nicht mehr so schwungvoll, flankieren an anderer Stelle mit Rüstungsdeals.

    Auffällig war ja auch der Besuch von Wen Jiabao vor einigen Wochen. Den Nachrichten im DLF habe ich entnommen, dass das kein normaler Staatsbesuch war sondern dass er gleich mit einer ganzen Ministerriege zu Regierungskonsultationen angereist ist. Solche Regierungskonsultationen machen die Chinesen lt. DLF äußerst selten und haben sie in Europa vorher noch nie gemacht.

    Dazu die Rüstungsdeals und die Afrikareise. Nach der Lektüre dieses Artikels fügt sich das alles plötzlich ganz neu zusammen.

    Schaun mer mal. Ich blicke gespannt auf die Zukunft.

    @retracement: Flugzeugträger und Atomraketen hatte die Sowjetunion auch. Aber wenn die ökonomische Basis wegbricht nützt das alles nichts mehr.

    VG

  9. Jochen sagt:

    Die Ausführungen von GEAB finde ich generell sehr gut, ich habe die Prognosen bisher aber immer zu positiv im Sinne Europas gesehen. Den jetzt eingeschlagenen Weg Transferunion in dieser Form habe ich auch nicht erwartet. Es bleibt abzuwarten, wie schnell die Entwicklung jetzt weiterläuft. Im Prinzip kann jetzt durchaus das von GEAB angekündigte Megaereignis im Herbst Realität werden.

    Vielleicht ergibt sich ja auch etwas ‚Chaos‘, wenn wider Erwarten
    in den USA das Schuldenlimit nicht angehoben wird.

    EM verkauft sich übrigens aktuell ‚wie geschnitten Brot‘, Pro Aurum ist fast ausverkauft.

  10. bigpuster sagt:

    Naja, wir waren schon bei 1.60$.Goldkurs 1000$.
    Je mehr ich diesen Beitrag lese, desto weniger verstehe ich ihn.
    Das die Staaten mit Dollarüberschüssen bei einem weiter sinkenden Dollarkurs die Nerven verlieren und weniger amerikanische Staatsanleihen kaufen, ist nachvollziehbar. Euro wird nachgefragt,weil nun die Anleihen interessant sind und daher zeigt der Euro Stärke ggü $ ( ich muss Dollar in Euro umtauschen um die Staatsanleihen zu kaufen). Sie werden weiterhin Aktien kaufen,Unternehmensanleihen, Rohstoffe und da es so viele Dollar gibt auch den nun sicheren Hafen der PIIGS Staaten, die durch Deutschland/Frankreich gesichert sind ansteuern.
    Resultat : Alles steigt im Kurs. Die europäischen Staatsanleihen werden sogar mit Aufschlag/niedrige Rendite genommen, weil der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt.

    Sollten die amerikanischen Staatsanleihen stark im Wert fallen na super. Kaufen die USA gerne zurück. 300 Milliarden bekommen und 200 Milliarden zurückgezahlt. Super Geschäft…who cares.Die neuen Anleihen kauft die FED zu Niedrigstzinsen. Da weiterhin künstliche Nachfrage besteht,kein Problem. Hätten die USA nicht sogar ein Interesse an dem Szenario verfallender Staatsanleihen?! Deswegen Tamtam wegen Schuldenobergrenze?

    Warum nun sollen die Zinsen steigen? Europa saugt Geld von alleine an und die USA kaufen Ihre Anleihen selbst…und nun?

    Gold und zum Teil Silber wird doch eigentlich nur als sicherer Hafen gekauft. Es ist u.a. aus den Anleihen in Gold geflossen, weil Bedenken an den Anleihen gekommen sind. Nun sollte das Geld aufgrund einer heilen Eiapopeia-Welt wieder zurückfließen, oder? Sollten die USA jetzt nicht komplett durchdrehen dürfte doch der Kaufdruck abnehmen? Erst wenn offensichtlich wird, dass mit immer mehr Schulden kein Problem gelöst wird, dürfte es für Gold wieder spannend werden.Soweit sind wir doch aber noch lange nicht, dass Hinz und Kunz sich Sorgen wegen der Währungen machen…

    Bitte um Verständnishilfe

  11. bigpuster sagt:

    Achso….es gibt ja Gerüchte, dass große Banken riesige Lagerhallen mit Rohstoffen aufkaufen…ist da was dran?
    und wenn ja mal um die Ecke gedacht, geht es vielleicht nicht unbedingt um eine Marktmanipulation durch Steuern dr Mengen, sondern um Besitz von Rohstoffen als Tausch gegen bald wertloses Geld?

  12. bigpuster sagt:

    Oder meint Michael, dass es genau so geplant ist.Fallende Anleihekurse amerikanischer Staatsanleihen, die dann mit der Ausgabe von neuen Staatsanleihen(die die FED kauft) aufgekauft werden und sich Amerika so entschuldet….? Kurzfristig SOLL das Geld nach Europa fließen und denDollar schwächen? Genial!!!! Bitte um Aufklärung

  13. bigpuster sagt:

    Hab den GEAP Artikel gelesen. Die Prognose ist ja anders als meine Interpretation von Michaels Beitrag…oder ?
    Ichverstehe Michaels letzten Absatz so, dass er vermutet, dass die USA einen schwachen US-Dollar planen. Damit werden zwar alle Rohstoffe in $ steigen,aber nicht zwangsläufig in gleichem Maß in anderen Währungen.

    In dem Szenario : Zinsen bleiben niedrig, explodierende Rohstoffpreise in $, $ wertet massiv gegen andere Währungen ab, einbrechen der Notierungen für US Staatsanleihen, USA entschulden sich so gegenüber dem Ausland, einige Banken wird es erwischen und damit beschleunigter Anstieg Gold/ Silber? ???

  14. Zukunft sagt:

    1.Die EU ist aus meiner Sicht nur zur retten, wenn ein Aktiva – Austausch zwischen Russland und der EU erfolgt.
    Ist verstärkt in der Anbahnung. (RWE, EnBW, Franzosen und mehr)
    Energiesicherheit ist für jede Alarmanalage bedeutsam.
    Glonass wird folgen.
    Die Schweizer sind schon sehr weit.

    2.Die Chinesen mit ihren US-Dollars sichern in der EU den Bonds-Aufkauf – im Artikel völlig richtig!
    Findet zurzeit auch statt.
    Hafen in Griechenland, Flughafen in Ungarn, demnächst einer Deutschland( Hoch-Tief).
    Beides sichert Absatzmärkte für die EU in Russland und in China.

    Die anglo-Amerikaner sind zur Zeit die größten Störfaktoren für die EU, Russland und China.

    Man kann es als vorgelagerte chinesisch-russische Treuhand bezeichnen, aber ohne diesen präventivem Agreement ist der EU-Untergang mit dem anglo-amerikanischen Lügen-Dollar gewiss.
    Nur der Lügen-Dollar hat für eine gewisse Zeit dem Westen Vorteile gebracht.
    Der Putin wird’s aufarbeiten.
    Mit Gewissheit.

  15. Fnord23 sagt:

    Schöne Gedankenspiele. Ich liebe das.
    Bei all dem sollten wir auch nicht die Vergangenheit vergessen, die europäische und besonders die deutsche.

    Die Angie sagte ja mal bei Illner? in einem TV Interview:
    “ …aber ich bin doch gerade dabei die Welt zu verändern oder ich versuche es zumindest. “

    So nach dem Motto: „Warum sieht das denn keiner? “
    Sie klang dabei ziemlich hilflos, weil man sie nicht versteht.

    Auf alle Fälle rührt Deutschland mit einem ganz großen Löffel im Topf.

    Geht es hier um altes Kapital- um die alte Elite aus Europa- gegen neues Kapital aus Amerika?
    Rockefeller hatte doch seine Kohle zuerst auch nur von der Rothschildbank, oder? Wollten und hatten die Jungs zu viel Macht und bekommen jetzt was auf die Öllampe?

    Egal wie, da ganz oben tobt ein Kampf um die Vormacht in den nächsten Jahrzehnten auf diesem Planeten. Die Eliten sind genauso Menschen wie wir. Da laufen die gleichen Spielchen um Macht und Neid.

    Völker, Währungen, Rohstoffe, Volkswirtschaften werden nur benutzt um Macht zu sichern. Das Machtgefüge verschiebt sich. Deutschland ist zu klein, um Weltmacht zu sein, aber einflussreich.

    Unsere neuen Freunde RUS und CH dürfen da ran. Und Deutschland agiert im Hintergrund.

    Das alles als spannend zu bezeichnen, ist leicht unter trieben.

    Zu EM: Die Elli von der Ecke spricht über Gold. Kauft aber noch nicht- kommt wohl erst noch. Silber ist kein Thema.

    Mal ganz persönlich um die Ecke gedacht:-)

    VG aus Sachsen

  16. bigpuster sagt:

    Gerade im Radio. Obama schließt Zahlungsunfähigkeit der USA nicht aus….
    Gibt es noch Meinungen zu der von mir skizierten Interpretation des Artikels?

  17. Andre0815 sagt:

    Ich denke, dass das europäische ESM-Paket eng mit den USA abgestimmt ist. Laut Medienberichten stand Merkel bis zuletzt in Telefonkontakt mit Obama – und wird vermutlich nichts gegen den Willen der USA vereinbart haben. Was die USA anstreben und ob Merkel und Schäuble tatsächlich nur die obersten Lobbyisten der Banken sind – ich weiß es nicht. Es ist jedoch zu befürchten, dass diese letzte Vereinbarung den Amerikanern zum Vorteil gereicht.

    Gruß,
    Andre

  18. Frank2 sagt:

    Wie Michael bin auch ich entsetzt über diese offen ausgelebten Rechtsbrüche. Ich sehe die Demokratie völlig vor die Hunde gehen und uns in eine Diktatur schlittern. Mein alter Geschichtslehrer hat mir immer eingeimpft solche Zeichen zu erkennen – ich erkenne sie, doch wie hält man den Wahnsinn auf?
    Ich bewundere Michael schon um diese Gedankengänge, mir kommen die nicht. Nachdem ich wirklich jede politische Entscheidung für falsch halte, kann ich mir einen großen Überplan nicht vorstellen.
    Ich les grad den Titel des Daf Interviews mit Dirk Müller „Nichts wird gut, gar nichts“ – das ist leider genau meine Sicht…

  19. VickyColle sagt:

    Hallo Michael,

    ich habe auch keine Glaskugel, aber für mich passt es wunderbar alles ins Bild.
    Ich verwende gerne das Zitat (Urheber fällt mir im Moment nicht ein: „Demokratie ist Diktatur auf Zeit“) und genau diese Situation sehen wir in der Praxis.

    Alleine die Entwicklung an den Märkten betrachtet, fabuliere ich:
    Die Wellen sehen einen Retest der 1,50 bei EURUSD, bevor er dann endgültig bis zur 1,15 abtaucht. (Zeitfenster passt auf Sicht von 2-3 Monaten)

    John Taylor (FXconceps) positioniert sich zu einer Rally des Gold (1900), Aussie und Loonie. (Bevor es zu einem kurzfristigen, heftigen abtauchen kommt.) Zeithorizont auch hier wieder 3-4 Monate, analog dazu EURUSD, bevor man dort Spanien/Italien oder gar Frankreich aufs Tablett holt.

    Eine kurzfristige Einigung in Washington wird es wohl geben, aber nur auf kurze Zeit, die Rep. werden sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, somit wird der Druck auf den USD anhalten, die USA aber nicht gleich zahlungsunfähig werden lassen.

    Im Spätherbst kommt dann irgendeine „Bombe“ aus NY/D.C., welche dem USD starken Auftrieb geben wird und selbst wenn es nur der Funken einer Aussicht auf Zinserhöhungen in 2012 durch das FED ist.
    Oder aber Boehner (und Ron Paul und Gefolge) lassen eine Kuh fliegen.

    Ich teile allerdings auch Franks Einschätzung das soviel strategisches denken er den Euro-Hühnern nicht zutraut.
    Vielleicht haben wir allerdings auch ganz andere Strategen am Werk, die gerade an einer Kontinentalverschiebung arbeiten – und das „niemand“ über das völlig bankrotte UK spricht und schreibt, was zugegebenermaßen dem aufmerksamen Beobachter ja nicht entgangen ist.

    Viele Grüsse
    Vicky

  20. crunchy sagt:

    It´s a bloody fucking cashmachine! (Es wird einfach nur Geld verdient)

    Nachdem die (ich nenn sie mal) Rockefuckers Amerika ausbluten liessen, haben sie sich ein neues Spiel(Kriegs)feld gesucht.
    Und es ist so einfach: Such dir einen Dummen (Griechen?), bring ihn in eine ausweglose Situation und du hast eine MöchtegernWährungsunion (Steuerzahler!) im Sack. So knackst du auch über Politikers Vorlieben (Französich?) den standhaften Deutschen. Nun, darauf dürfen sich die Russen schon freuen:
    What comes next: (Ihr seid die Nächsten!):
    Europa verarmt, d.h. Rockefuckers hoch 3 vermögend, seid ihr,kaum aus der Krise, schon wieder am Boden.
    Doch nun wird´s spannend: Den Chinesen werded ihr so schnell keinen weiteren Opiumkrieg aufzwingen können!
    Die haben zuletzt sogar den Dollarkrieg gewonnen! Ich hoffe so alt zu werden, dass ich mit einem Lächeln einschlafen kann.

  21. stonefights sagt:

    Wer weiss, vielleicht werden die Enkel der Kindes Kinder unsere letzen 70 Jahre in folgenden Zeilen lesen.
    Der Versuch, Historie in Geschichte zu abstrahieren.

    „Stell dir vor, es wäre KRIEG, und keiner merkts‘.“

    Wer seine Zukunft verstehen will, muss ihre Vergangenheit kennen.
    Nach vielen Einzelversuchen in der Menschheitsgeschichte, DIE MACHT zu ERLANGEN,
    begannen neuartige „Testreihen“ ungeahnter Dimension im 20. Jahrhundert.
    Nach einer missglückten „1.Testreihe“, in einem KRIEG – noch mit „Mann gegen Mann“,
    heuern führende Imperialisten einen Aufstreber mit markantem Oberlippen-Bart aus dem Habsburgischen Erblande an,
    um für die alten Kolonialmächte die Vorbereitungen zu einer „2.Testreihe“,
    anfangs auch noch mit „Mann gegen Mann“, durchzuführen.
    Zum Ende hin entschliessen sich Imperialisten zu neuartigen Feldversuchen,
    mit ersten nuklearen Stoffen.
    Die messbaren Folgen für die asiatischen Probanden sind verheerend, aber entscheidend.
    Es beginnt ein neues Zeitalter mit nuklearen Depressiva, parallel auch im Alltäglichen
    bis in die Anfänge des 21.Jahrhunderts unbekümmert konsummiert.
    International Aggierende gelangen an das know-how solcher Produkte, was zum Atomaren Wettrüsten führen sollte.
    Die Beziehung der noch in der „2.Testreihe“ gemeinsam Aggierenden verschlechtert sich, ein
    Kalter Krieg beginnt.
    Jedem der damaligen Führungsmächte wird klar, die Auswirkungen bei gegenseitigen weiteren Feldversuchen
    mit derartigen Produkten wären endgültig, synonym ausgedrückt, das gemeinsame Ende dieser Welt
    anerkannt.
    Es müsste noch andere Möglichkeiten geben, die Machtverhältnisse zu manifestieren.
    Parallel entscheiden sich im Juli 1944 vermeindlich neue Führer für die Fortführung alt bekannter
    Produktreihen zur Erlangung der globalen Macht.
    Die „3.Testreihe“ hätte wohl letztendlich die gleichen Ziele, jedoch weit ressourcenschonender und weniger offensichtlich
    als die vorhergehenden Versuchsreihen.
    Die ursprünglich auf Cellulose aufbauenden Materialien feierten bis in die Anfänge der
    80er Jahre des 20. Jahrhunderts eine unwiderbringliche Erfolgsgeschichte mit stetigem Wachstum.
    Der Plan ging auf, die Produkte werden in der ganzen Welt LEITEND, sozusagen per Baukasten-Prinzip in der Nutzung weiterer,
    ähnlicher monitärer Produkte eingesetzt.
    1973 manifestieren die damaligen Marktführer den entscheidenden Wendepunkt.
    Das mit den ursprünglichen Methoden planbare exponentielle Wachstum wäre nicht mehr zu gewährleisten.
    Die Entscheidung fällt für eine neue Zusammensetzung. Ein ursprünglich GOLDig anmutendes
    Versprechen wird aus den Bauplänen gestrichen.
    Die Nutzer würden wohl Auswirkungen erst biblische Jahre später bemerken, Langzeitfolgen der Produkte wurden
    aber wie immer als unbegründet abgetan.
    Wie das Volk Mose 40 Jahre nur scheinbar durch die Wüste „irrte“, um ein paar Kilometer der Geschichte zu bewältigen,
    so wurde auch hier das geplante END-ZIEL erreicht…
    Parallel zur Änderungen innerhalb der Produkt-Beschaffenheit wird die Akzeptanz immer stärker mit Massnahmen
    der „1. und 2.Testreihe“ flankiert.
    Virtuelle Produkte sind auf dem Vormarsch.
    Im beginnenden Zeitalter elektronischer Realitäten von AN und AUS gibt es nicht nur Nullen in künstlichen Intelligenzen.
    Der weit grösste Teil der Welt glaubt bis zum Schluss an die Liquidierbarkeit von sogenanntem Buchgeld.
    Von den Meisten des 21.Jahrhunderts werden Produktbezeichnungen eher einer Automarke zugeordnet.
    Innerhalb eines jeden Produkt-Zyklusses stehen besondere Marketing-Massnahmen.
    Einheiten ehemals rivalisierender Völker werden erzwungen während der Sättigungsphase.
    Mit Flash-Rabatten und BIP-Bundles werden ausdienenden Produkte auf den Markt gebracht.
    Ganze Völker werden innerhalb der folgenden Degenerations-Phase einer Art Somatic Experiencing ausgesetzt.
    Angelsächsische Benchmark-Institute bewähren sich als neuzeitliche Gaukler innerhalb der End-Phase.
    Die offizielle Bezeichnung dieses letzten Zykluses ist Ironie pur, „End-of-Life-Phase“.
    Die Meisten haben geglaubt, Viele hatten gehofft, eine Mehrheit kannte ihre Vergangenheit,
    aber nicht jeder konnte seine Zukunft verstehen.

    „Stell dir vor, es wäre KRIEG, und keiner merkts‘.“

  22. crunchy sagt:

    Dank der Wissen-schaft! (stone-fights)
    Der Man-on-the-Street, muss erst mal verstehen, bevor er läuft.
    Doch Wissen und Denken, selten in dieser Paarung, ist das Lebenselixier.
    Prost!

  23. auroria sagt:

    Ich finde das traurig. Europa und die USA sind in einer änlichen Lage und haben im Grunde die gleichen Interessen: Sich gegen die aufstrebenden Schwellenländer halbwegs zu behaupten, Rohstoffe sichern, etc..

    Aber anstatt gemeinsam vorzugehen und z.b. zu vereinbaren nicht mehr so viel know how nach China zu transferieren, Strafzölle auf Produkte mit Kinderarbeit, Umweltzerstörung, etc. zu erheben, oder zur Not auch China gezielt zu Fall zu bringen (ein paar Jahre dort nix kaufen und alles Geld dort abziehen, usw.), statdessen bekämpft man sich lieber gegenseitig.

    Gemeinsam, mit ein paar anderen „westlichen“ Verbündeten wie Japan, Südkorea, Taiwan und Kannada könnte man militärisch und Weltpolitisch alles durchsetzen.
    Sogar die amerikanische Industrie ließe sich in Kurzer Zeit wieder aufbauen, Maschienen und know how liefert Deutschland, Arbeiter wären gerade mehr als genug Frei und im Gegenzug liefern die Amis halt IT.

    Ich glaube die wahren Strategen sitzen in China.
    Sie spielen Europa und USA gegeneinander aus. Lassen die USA untergehen (erst massig Staatsanleihen kaufen, dass man sich dort dran gewöhnt und davon abhängig ist, dann auf ein mal nix mehr kaufen, womit die sofort ein riesen Problem haben. Nebenbei haben sie mit Billigprodukten die US-Industrie zerstört.).
    Und „retten“ dann Europa und treiben so noch mehr Keile dazwischen.

    Fragt sich denn keiner, was die Chinesen davon haben wenn sie Europa helfen?
    Sie brauchen noch für einige (~ 15-20?) Jahre einen (nicht bankrotten) Absatzmarkt und gewinnen mit ihrer „Hilfe“ gewinnen bei uns noch mehr Einfluss.

    Aber sobald die Chinesen mal auf eigenen Beinen stehen, sind wir nur noch ein Konkurent um Rohstoffe und beim Export für sie.
    Sie werden uns fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, ihren Einfluss nutzen um uns zu schaden und wenn wir begreifen was passiert ist, wird das Verhältniss zu den USA (Chinas 1. Opfer) auch noch völlig zerrüttet sein.

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