Edelmetalle – Let’s get ready to rumble

22. Juli 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Es kommt sehr selten vor, dass ich zwei Artikel in einer Woche schreibe. Dieser muss jedoch sein und ich hoffe, dass ich mit meinen Überlegungen unrecht habe…Mir wollte es partout nicht in den Kopf, wie soviel offensichtlicher Rechtsbruch zu bestehenden europäischen und deutschen Verträgen möglich ist.

Grinsend oder zumindest lächelnd werden durch Politiker aller Couleur Verträge einfach gebrochen, weil sich ja „die Grundlagen verändert hätten“.

Das ist nicht nur lächerlich, sondern geradezu gelogen,. Aber darum geht es nicht. Es werden schlichtweg ganz schnell ganz gravierende Fakten geschaffen. Völlig undemokratisch möchte ich hinzufügen. Aber warum das Ganze?

Um den Euro ist es selbstverständlich nie gegangen. Es ging und geht selbstverständlich auch nie wirklich um Griechenland.  Aber wer in den letzten Tagen bei all dem „Lärm“ und den herumfliegenden „Nebelkerzen“ genau hinhörte, konnte Auffälligkeiten entdecken. Man wollte unbedingt eine gemeinsame europäische Haftungsgemeinschaft. Nennen Sie es Eurobonds, nennen Sie es Transferunion, das ist meinem Erachten nach egal und völlig nebensächlich. Eine gemeinsame europäische Haftungsgemeinschaft – darum geht es. Ein gemeinsamer, europäischer Anleihemarkt, der den bisher maßgeblichen Anglo – amerikanischen Anleihemärkten entgegensteht und zukünftiges Kapital anzieht.

Exakt dieses Szenario, dass mit dem gestrigen Eurogipfel eingeleitet wurde, hat GEAP seit etlichen Ausgaben prognostiziert und in der letzten, der 56. Ausgabe nochmals betont. Ich muss zugeben, dass ich bis gestern nicht glauben wollte, dass GEAP recht hat. Ich hielt es nicht für möglich, dass die Politik so dreist vorgeht. So kann man sich irren.

Durch die Schaffung eines gemeinsamen, europäischen Anleihemarktes, werden die Anleihemärkte in Großbritannien, aber vor allem in den USA ihr „Waterloo“ erleben. Macht es jetzt vielleicht mehr Sinn, warum in den letzten Monaten verstärkt gegen Europa „geschossen“ wurde? Durch diese Aktionen floss nochmals reichlich „dummes“ Anlagegeld speziell nach Amerika und trieb die Bondpreise in völlig absurde Höhen. Meiner Ansicht nach wurde hier eine „Mausefalle“ aufgestellt. Warum? Weil die amerikanische Währung eine ganz andere Sprache spricht!

„It’s the US-Dollar, Stupid!“

Etliche Male versuchte der vielbeachtete US-Dollar-Index die wichtige Chartmarke von 76.00 – 76.50 nach oben zu durchbrechen. Jedes Mal prallte der US Dollar an dieser Marke deutlich ab. Die nachfolgende Grafik stammt von Robert Rethfeld vom „Wellenreiter“. Sie sehen hier einen Monatschart des US-Dollar-Index.

Alle letzten drei Kerzen wurden bei Erreichen der 76.50 abverkauft. Ein sehr „eigentümlicher“ Verlauf, wenn man bedenkt, dass zum Kauf amerikanischer Staatsanleihen doch US-Dollars notwendig sind, oder? Während wir hier Angst vor einem erneuten deflationären Schock hatten und teilweise noch haben, ähnlich dem im Jahr 2008, spricht der US$ eine ganz andere Sprache… (Seite 2)

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