Dystichos eptochevsamen! Leider sind wir bankrott

5. Juni 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Volker Schnabel) „Wir haben diejenigen gewählt, die ihr Geld im Ausland gebunkert haben und die Steuerflucht nicht nur zulassen, sondern noch fördern. Dafür sind wir selbstverständlich verantwortlich [….]. Aber wir haben auch die Verantwortung, genau das jetzt zu ändern.“…

Wer aber so wie der Vorsitzende des griechischen Linksbündnisses (Syriza) Tsipras spricht und dazu auch noch das Eingeständnis („Dystichos eptochevsamen!“ – „Leider sind wir bankrott!“) des einstigen Premiers Trikoupis aus dem Jahr 1893 wiederholen möchte, gilt für die EU-Politiker und deren Systempresse als radikal und darf natürlich auf keinen Fall als Sieger der für den 17.06.2012 angesetzten Wiederholungswahl in Griechenland hervorgehen…

Dann doch schon lieber weiter mit den „gewendeten“ Partnern von einst – den beiden „blutsaugenden“ (Guy Verhofstadt) Parteien (Pasok und Nea Dimokratia), die über 30 Jahre und laut EU-Kommission insgesamt über 380 Mrd. Euro an internationalen Hilfen benötigten, um Griechenland auf den Status eines … Entwicklungslandes zu führen!

Auch wenn nun Herr Juncker droht, Griechenland weiter in der Eurozone halten zu wollen, erinnern seine Worte angesichts des Troika-Versagens nach Plan eher doch nur an seine Aussage von vor fast genau einem Jahr:

„Wenn es ernst wird, muss man lügen!“

Zwar versuchen die von der Finanzindustrie dirigierten Politiker seit dem Ausbrechen der Eurozonen-Krise „die Realität zu ignorieren“, doch „man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren“ (Ayn Rand, US-Autorin). So wird sich beispielsweise durch den „Rückfall“ der Eurozone in die Rezession als kausale Folge „alternativloser“ (Fehl-)Entscheidungen der Politik das ungelöste Problem der Rekordarbeitslosigkeit weiter verschärfen, welches – insbesondere durch die Fundamentierung einer verlorenen Generation – dann zwangsläufig zu sozialen Unruhen und politischen Konflikten führen muss!

Gleiches sieht auch Dr. Konrad, geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen in München:

„Mit der Rettung des Euro steht Europa vor dem Scheitern, weil man den Euro um jeden Preis retten will – und wenn der Preis Europa ist!“

Selbst der Ex-EZB-Chefvolkswirt Stark warnt:

„Es wird jedenfalls immer offensichtlicher werden, dass die Weichen schon im Frühjahr 2010 völlig falsch gestellt wurden, als man ein IWF-EU-Programm mit einem Mitglied der Währungsunion vereinbarte und die EZB begonnen hat, Staatsanleihen zu kaufen. Seither hat jeder weitere Schritt zu einer nur noch teureren Lösung geführt. […] und es war ein Fehler, den Rettungsmechanismus EFSF zu schaffen und damit anderen Ländern zu signalisieren, auch ihnen könne geholfen werden. Damit hat man den Maastricht Vertrag beerdigt – die Rechtsgrundlage der Währungsunion!“

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen, außer, dass der Fehler bereits 2008 begangen wurde, als die Politik glaubte, einen überschuldeten Bankensektor auch noch nach dessen „Spielregeln“ durch Änderungen des Bilanzrechts, Einrichtung staatlicher „Bad Banks“ oder durch Überreichung von Geldgeschenken in Billionenhöhe „retten“ zu müssen.
Dem aber nicht genug: Immer mehr nationale Notenbanken, vorneweg die griechische, gewähren ihren heimischen (Pleite-)Banken Notfallkredite (Emergency Liquidity Assistance, kurz ELA), was nichts Geringes bedeutet, als das man sich nun dort – ohne EZB – die Euros selbst druckt! (Seite 2)

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13 Kommentare auf "Dystichos eptochevsamen! Leider sind wir bankrott"

  1. vegaman sagt:

    ja, möglicherweise wird China die nächste Nummer 1 werden, möglicherweise aber auch nicht (von Zerohedge):

    Putting some housing things into perspective. From the (less than credible) NAR: „Total housing inventory at the end of April rose 9.5 percent to 2.54 million existing homes available for sale“… And on the other side of the world: „The Beijing Public Security Bureau Population Administration Department said yesterday that vacant houses are 3.812 million.“

    Bei diesen Zahlen (nur für EINE Stadt !!) wird man sehr schnell die chinesischen Devisenreserven schmelzen sehen, nachdem ja dort die Immobilienblase bereits geplatzt ist.

    Grüße

    vegaman

  2. stephan sagt:

    Grunderkenntnis jeder Einzelbetrachtung und so auch dieser Kolumne ist, dass die derzeitige Politik „den Markt“ be- und verhindert, wo es aus ihrer aktionistischen Sicht zur Erreichung ihrer politischen Ziele gerade erforderlich ist. Per Subvention (in welchen Wortungetümen sie auch immer daher kommt: Abwrackprämie, EFSF, ESM, LTRO etc. etc.) greift sie in immer mehr Bereiche zur vermeintlichen Rettung von durch sie selbst für „systemrelevant“ eingestufte Unternehmen und Staaten ein und richtet dabei immer größeren volkswirtschaftlichen Schaden an. Die einer (sozialen) Marktwirtschaft regelmäßig (!) innewohnende Selbstbereinigung von ökonomischen Fehlentwicklungen bleibt so aus. Der folgerichtige Zusammenbruch, der auf diese Weise eingerichteten quasi-sozialistischen Planwirtschaft, ist dann nur noch eine Frage der Zeit, denn „der Markt“ lässt sich nicht ewig unterdrücken. Umfang und Intensität der bis dahin weiterhin latent anstehenden und letztlich nicht zu verhindernden Selbstbereinigung erhöht sich auf diese Weise immer weiter. Umso mehr Menschen werden letztlich von dieser unvermeidlichen Bereinigung negativ betroffen sein, mit Folgen, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Bis dahin macht die Politik weiter das Einzige, was sie kann: weiterhin „den Markt“ manipulieren.

    • John Doe sagt:

      Guten Morgen stephan,

      Ihr „Markt“ ist ein seltsames Wesen.

      Sie müssen ihm sagen, dass er maipuliert wird. Er ist anscheinend nicht in der Lage dazu diese für ihn schädliche Manipulation zu bemerken.

      Haben Sie ihm diese Neuigkeit schon mit geteilt?
      Wie haben Sie ihm klar gemacht, dass er sein Defizit aus gleichen muss und seine eigenen Interessen, nämlich nicht behindert zu werden, zum Schaden Aller, konsequent verfolgen muss?

      Wieso nimmt ein Herr Latsis, ein griechischer Oligarch, ein Marktteilnehmer, unwidersprochen, jetzt, statt im Steuerparadies Zypern, über die Schweiz gekommen, in Luxemburg beheimatet, aus dem „2.Rettungspaket für Griechenland“, deren erste Rekapitalisierungs-Tranche in Höhe von 18 Mrd. Euro bereits geflossen ist, für seine EFG Eurobank 4,2 Mrd. Euro an. Für die EFG Eurobank steht durch das Eurosystem ein weiterer 7,5 Mrd. Euro schwerer Liquiditätspuffer bereit. Die Schulden des privat Sektors bestehen auch nach diesem Rettungspaket weiter!

      Sie stimmen mir doch sicher zu, dass er als Eigner als Erster seine Bank zu rekapitalisieren hätte, dann vielleicht noch die Kapital“märkte“, nicht aber der Steuerzahler aus Drittstaaten. Was hindert die Märkte daran zu erkennen, zu akzeptieren, zu agieren, dass ihr ureigenstes Credo, die Urtugend wirtschaftlichen Handelns, wer Risiken eingeht, diese auch selbst tragen muss, immer wieder vom Staat pervertiert wird. Was hindert die „Märkte“ daran Spiro Latsis ordentlich eins auf die Finger zu geben?

      Lautet die Urtugend des wirtschaftlichen Handelns der Märkte nicht eher: Gewinne wurden privatisiert und die Verluste aus Exzessen und dem Finanzkasino werden gnadenlos sozialisiert. Ich habe immer wieder die Meldung vor mir: Sobald der Staat Geld locker macht, dann „jubelt“ die Börse, die Kurse steigen!

      • markku sagt:

        Hi John,

        ich finde nicht, dass Deine Beobachtungen denen von Stephan widersprechen. Ihr redet letztlich vom gleichen Problem, drückt es aber anders aus.
        Da wir alle Teil des Marktes sind, braucht das keiner dem Markt mitzuteilen (tatsächlich würde „der Markt“ eher reagieren, wenn nicht interessierte Kreise Zugriff zu den Medien hätten!).

        Wie sieht die Reaktion aus? Warum haut niemand Spiro Latsis „ordentlich eins auf die Finger“? Oder warum jubelt die Börse bei Gelddruckerei?
        Der Markt wird hier ordentlich manipuliert: einerseits werden Gelder verschwendet und andererseits werden diese Ereignisse nicht hinreichend angeprangert. Kurzfristig bzw. in Einzelfällen bleiben solche Vergehen weitgehend ungestraft (Die Abgreiferei ist relativ betrachtet klein).

        Aber wenn diese Methode zum System wird (dauerhafte ökonomisch unsinnige Marktbeinflussung, die sich im wirtsch. Niedergang manifestiert und nicht mehr kaschieren lässt), dann wird der Markt ordentlich zurückschlagen: völliger Vertrauensentzug in die Politik & das Geld. Damit werden weitere Manipulationen unmöglich sodass umgehend eine Korrektur der angehäuften Manipulationen stattfinden wird. Je umfangreicher die Manipulation, desto schmerzhafter die Korrektur bzw. der Crash.

        Ob Hr. Latsis dann zur Rechenschaft gezogen wird? Ich denke nein, denn er hat keine gr. Gelder veruntreut, sondern nur Gelder der unbeliebten EU/EZB (was wiederum zeigen würde, dass die „Vereinigten Staaten von Europa“ reine Illusion sind). Zudem wird er sich davon im neuen GR einige Freunde kaufen können. Letztlich wird der EUR auch nicht an Hr. Latsis fallen, sondern dann, wenn man weiterhin gegen ökonom. Gesetze verstößt, was den Bedarf der sog. Rettungsschirme immer weiter hochschraubt.

        • Fnord23 sagt:

          Hallo in die Runde,

          das Problem ist, dass eben jeder unter „Markt“ etwas anderes versteht.

          Zum Markt gehören eben nicht nur edle, ehrliche Kaufleute. Zum Markt gehören auch Absprachen, Lügen, politische Einmischungen, Lobbygruppen und ganz normale Abhängigkeitsverhältnisse- gewollte und erzwungene.

          Das führt wohl automatische dazu, dass die „Markwirtschaft“ sich immer weiter vom Idealzustand entfernt und ökonomische Gesetze in immer stärkeren Maß keine Beachtung mehr finden. Das ist auch ein Zyklus. Am Ende bereinigt sich das unter Schmerzen wieder.

          VG aus Sachsen

          • John Doe sagt:

            Guten Morgen,

            nein,er und ich haben eine ganz verschiedene Auffassung, was der „Markt“ ist. Meine Frage ist, wann immer jemand die Formulierung gebraucht; “ … der Finanzmarkt straft ab …“, wo denn der Markt wohnt, welche Telefonnummer er hat. Er hat keine, denn schon A. S. hat ihn als unbekanntes Wesen beschrieben. Es wird sogar so getan, als ob der Markt ominpotent sei. Es wird so getan, als ob der Markt, wie eine Einzelperson, eine Entscheidung fällt. Es wird ihm sogar das alleinige Sanktionsrecht bei Fehlverhalten zu gestanden. Zu der Frage nach Adresse und Telefonnummer geselle ich gerne noch die Frage hinzu, wessen Interesse der Markt adressiert. Sie beide Foristen gehen sogar soweit die eigene Entscheidungsgewalt einem unbekanntem Wesen zu übergeben. Sie erheben ihn sogar zu etwas wie der letzten Instanz der menschlichen Existenz, zu einer Art Gott, der, so der logische Zirkelschluß, nicht verifizierbar und falsifizierbar ist. Es geht sogar soweit, dass es heisst: § 1: Der Markt hat immer Recht; § 2: wenn einmal nicht, dann gilt § 1. Sie gestehen sich dabei ihre eigene Fehlbarkeit ein.

            Sie stimmen mir beide sicher zu, wenn ich feststelle, dass der Washington Consensus, der das Maß für die Sanktionen ggü. GR dar stellt, nicht vom Markt, sondern von Menschen mit einem bestimmten Interesse formuliert wurde. Nehmen Se einfach mal den ESM-Vertrag. Es gibt dort die nie thematisierte Bestimmung des Vertragsentwurfs, dass die milliardenschwere Institution sich selbst Immunität verleiht. Gerichten soll es verwehrt sein, auf Personal, auf Vermögen und auf Unterlagen des ESM zuzugreifen, es sei denn, die Gremien des Rettungsschirms selbst würden einen solchen Zugriff ausdrücklich gestatten. Niemand ist es mgl., ausser dem Gremium selbst, sich selbst ab zu schaffen. Ziel ist es dauernde Liquidität für die dort in Majorität vertretenen Finanzinstitutionen zu schaffen.

            Wer hat denn nun die Entscheidungen gefällt, der Markt oder die Standinhaber und nach wessem Interesse wurde entschieden? Ich möchte gerne von Ihnen beiden wissen, wieso es die Treffen in Davos und heute der Bilderberger in den USA gibt, die sich mit den aktuellen ökonomischen Problemen und deren Lösung beschäftigen, wenn es doch die letzte Instanz „Markt“ gibt. Bekommen wir, nach Abschluß der Veranstaltung, wie von Propheten vom Berg Ararat herunter gekommen, verkündet, was der „Markt“ sich so aus gedacht hat?

            Ich möchte gerne von Ihnen beiden wissen, welche Bedeutung Sie dem Interesse von Menschen, die auf dem „Markt“ als Entscheider agieren, bei messen. Welchen Stellenwert hat institutionelle, ökonomische Macht für Sie beide in dieser Veranstaltung „Markt“, wenn Sie die Ergebnisse der ETH Zürich betrachten, dass 147 global agierende Unternehmen, davon mehr als die Hälfte Finanzinstitutionen, mit sich untereinander kreuz und quer verbandelt, 54 % der Weltwirtschaft kontrollieren. 9 Finanzunternehmen halten in den USA 51 % aller assets. Ein Blick in die Teilnehmerliste der Veranstaltung in Virginia: Deren Vertreter sind dorthin eingeladen!

            Die Formel vom „Markt“ ist nichts weiter als Opium fürs Volk!

      • stephan sagt:

        Hallo John Doe,

        markku sagt es: Wir meinen beide das Gleiche. Hinsichtlich Herrn Latsis – und das ist nur ein Beispiel von vielen – wird doch „der Markt“ gerade ausgeschaltet und zwar von der Politik. Der Markt würde ihm bzw. seiner Pleitebank nämlich kein Geld mehr geben, aber die Politik tut es über die EZB und ihre unsäglichen Rettungsschirme.

        Ohne die Politik wären solche Herrschaften wie Herr Latsis schon längst das, was sie gehören: pleite! Oder anders ausgedrückt: Es hätte eine Selbstbereinigung stattgefunden. Unternehmen, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind, verschwinden vom Markt.

        Aber wie gesagt: Dieser Mechanismus wird seitens der Poltik (die mit den Banken und sonstigen systemrelevanten Unternehmen bestens verzahnt ist), zur Zeit weitgehend ausgeschaltet.

        Sind wir jetzt d’accord?

        • John Doe sagt:

          Guten Morgen stephan,

          ich wollte meinen Brückentag eigentlich anders beginnen. Ich nutze aber gerne die freie Zeit Ihnen zu antworten.

          Wie befreien Sie sich jetzt aus der Ihnen von den Meudalisten gestellten Falle?

        • John Doe sagt:

          Guten Morgen,

          wir sind nicht d´accord.

          „Aber wie gesagt: Dieser Mechanismus wird seitens der Poltik (die mit den Banken und sonstigen systemrelevanten Unternehmen bestens verzahnt ist), zur Zeit weitgehend ausgeschaltet.“ „Marktgesetze ….“.

          Der Unterschied beginnt schon damit, dass es „Marktgesetze“ geben soll. Gesetzmäßigkeiten, die, wie sie die Naturwissenschaft Physik kennt, jenes e=mc2. Um sich diesen Anspruch zu geben spricht Hayek auch von einer „natürlichen“ Wirtschaftsordnung. Es sollen die von ihm gefundenen Phänomene gleich den ehernen, unverrückbaren, ewig geltenden Naturgesetzen sein. So stellen Sie sich die Wirtschaft auch vor, so wurde es Ihnen wohl auch immer wieder gelehrt.

          Jetzt stellen Sie aber fest, dass die Politik mit einem Federstrich, scratch, dieses angeblich seit Anfang an ewig geltende Gesetz einfach so beseitigt. Sie stellen überdies fest, dass die Banken, der Finanzmarkt, seine Teilnehmer sogar die Politik missbrauchen, beide kollusiv bzw. evident i. strafrechtlichen Sinne dieses „Gesetz“ beseitigen.

          Den physikalischen Gesetzten, z. B. Masse x Beschleunigung, ist es ziemlich egal wer gerade im Auto ohne/mit Bremsen fährt. Dem Markt ist es nicht egal. Der „reiche“ Gläubiger tut alles um nicht vom scheinbaren „Marktgestz“, auch wenn er Mist gebaut hat, nicht an seinem Vermögen geschädigt zu werden. Er geht sogar soweit im kollusiven Zusammenwirken mit der Politik unbeteiligte Dritte, den Steuerzahler, den Arbeitnehmer mit „Strukturreformen“ (Lohnkürzungen etc.) für seine Fehler haften zu lassen. Einer aus der wirtschaftlichen „Elite“, den Namen habe ich nicht präsent, soll sogar gesagt haben, wenn es meinen Interessen dient, dann bin gerne mal Kommunist!

          Der ESM VERTRAG ist ein unter natürlichen Personen ausgehandeltes Regelwerk. Die Erschaffer gehen darin sogar soweit sich selbst all umfassende Immunität zu bescheinigen! Auf welchem „natürlichen“ Gesetz im Sinne von Hayek basiert denn dieser Haftungsausschluss?

          Marktbereinigung. Wo ist die scheinbar „göttliche“, die strafende Hand des Marktes um endlich die „Markt“teilnehmer alle nach den Regeln der „natürlichen“ Ordnung zu erziehen?

          Den 70 Studenten der ETH Zürich ist inzwischen auch auf gefallen, dass hier story teller, Märchenerzähler, unterwegs sind. Sie haben, als Mankiv über die „Grundlagen der VWL“ las, die Veranstaltung einfach verlassen. Übrig bleiben nur die Hardliner und die, die sich den Schein nicht vermasseln wollten.

          Zu welchen Studenten wollen Sie gezählt werden?

  3. purity sagt:

    Sehr guter Artikel! 🙂

  4. gilga sagt:

    Die Artikel von Mack & Weise lese ich auch immer wieder gern. Nicht ganz so zynisch wie vom Kollegen Rott, aber stets ein treffender Kommentar zum aktuellen Geschehen.

    „bieten sich auf dem jetzigen Niveau Nachkaufchancen, die wir in Erwartung noch neuer Höchststände in diesem Jahr auch konsequent nutzen.“

    Da bin ich mal gespannt. Bei Gold in Euro vielleicht. Bei Silber wäre ich mir da nicht so sicher (sowohl in EUR als auch im grünen Papier)… Und in DM2 könnte es in beiden Fällen auch in 2013 noch schwierig werden (auch wenn ich annehme das wir bis dahin noch eine Iteration ala 2008 brauchen werden)…

    Zumindest sehen das die vielen(!) „Verrückten“ so die ihr Geld in Bunds (und US-Bonds etc.) parken. 😉

  5. EuroTanic sagt:

    China ist bei den Globalisten doch beliebt. Kissinger hat öffenltich geäussert, dass Chinas Politik ein Vorbild sei. Was er damit wohl meinte waren Dinge wie Zwangssterilisationen, Geburtenkontrolle, totale Überwachung und letztlich die Abschaffung der freien Meinungsäusserung usw. China und der Yen als Reservewährung sind genauso schlecht wie die USA und der Dollar als Reservewährung. Im Prinzip sind der Kommunismus und der reale Neokapitalismus zwei Seiten derselben Medaille.

  6. FDominicus sagt:

    China wird es in dieser Form niemals sein und zu erwarten die Chinesen führten eine Nicht-Fiat-Währung ein halte ich für China für unwahrscheinliche als für Deutschland.

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