Die Leute vom SoFFin – nett und umbarmherzig

24. Januar 2009 | Kategorie: Kommentare

Ein Zuschauer schickte mir einen Briefwechsel zwischen ihm und dem SoFFin, dem Finanzmarktstabilisierungsfonds. Und wer glaubt, der SoFFin kümmert sich nur um die Banken der Banker, der wird sich gleich irren…

Herr Kaufmann hatte eine Problem und zugleich eine Frage. Deshalb schrieb er einen Brief an den SoFFin mit folgendem Inhalt:


„Ich lebe seit Jahren auf der Straße. Meine Schlafstätte ist eine Bank. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Rettungsschirm auch für meine Bank greift. Durch eine Einmalzahlung von 100.000 Euro – ich will ja keine Milliarden – wäre mir sehr geholfen und das Vertrauen meiner Mitbürger in meine Person würde sehr gestärkt. Bei dieser geringen Summe könnten Sie noch vielen Mitbürgern helfen, die unverschuldet – oder wie die Banken verschuldet, in Not geraten sind.

Kontonummer xxxxxxxxx Dinslaken

Vielen Dank !!
Mit freundlichen Grüßen
Kaufmann

Der Postmann klingelte. Er überbrachte einen eingeschriebenen Brief mit Rückschein. Der Inhalt war Herrn Kaufmann wohl klar – die Ablehnung seiner Bitte. Der SoFFin dient nämlich der Stabilisierung des Finanzmarktes durch Überwindung von Liquiditätsengpässen und zur Schaffung der Rahmenbedingungen für eine Stärkung der Eigenkapitalbasis von Unternehmen des Finanzsektors.Ein Rechtsanspruch auf Leistungen des Fonds besteht nicht nach § Abs.1 S.3 FMStFG und so weiter …..und sofort, Pardon so fort…

Doch es blieb noch etwas Platz und Zeit für den zuständigen Beamten, Herrn Kaufmann eine persönliche Note zu übermitteln:

Herr Kaufmann bekommt noch eine Rechtshilfebelehrung und den Hinweis, er könne dagegen klagen…

Am Telefon sagte mir Herr Kaufmann, solch eine Klage würde 4.500 Euro kosten.

Print Friendly, PDF & Email

 

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.