Bill Bonner: Die zwei Hämmer

13. Dezember 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner

Die Leute müssen aufhören, so viel Geld auszugeben… stattdessen sparen… und ihre Schulden loswerden. Das wird Zeit brauchen – vielleicht 10 weitere Jahre, so meine Einschätzung. Aber es ist nicht nur das…

Auch für die Zombies müssen die Schulden abbezahlt werden. Es müssen nicht nur Schulden abgebaut werden, sondern es werden auch Arbeitsplätze verloren gehen. Jobs, Unternehmen, Wertgegenstände, und ganze Industrien müssen „korrigiert“ werden.

Billige Kredite… und alles, was damit zusammenhängt… verführten die Leute dazu, mehr auszugeben, als sie sich leisten konnten. Das führte dazu, dass sich die US-Wirtschaft in eine Richtung bewegte, die wenig Sinn macht.

Wie viele Leute braucht man, die Hypotheken an den Mann bringen wollen?
Wie viele Kriege kann man sich leisten, wenn man die bezahlen muss?
Wie viel Gesundheitsvorsorge?
Wie viel Rentenversicherung?

Können sich die Leute der Mittelklasse es sich wirklich leisten, in großen Mittelklasse-Häusern zu wohnen, 40 Meilen entfernt von der Arbeit?

Kann man es sich wirklich leisten, einen Salat in Kalifornien herstellen zu lassen, und in New York zu essen? Vielleicht zu einer Zeit, als Öl bei 50 Dollar je Barrel notiert. Aber was ist bei einem Ölpreis von 100 Dollar?

Diese Korrektur könnte viel mehr korrigieren als die wirtschaftlichen Fehler der letzten 10 Jahre. Der Lebensstandard der Amerikaner ist einfach zu hoch, da er nicht finanziert werden kann. Der muss nach unten korrigiert werden.

Und die Reichen… die „1%“, Gott segne sie, wollen die nicht auch eine Korrektur? Geraten die jetzt nicht durch zwei Hämmer unter Druck?

Der erste Hammer traf sie, als ihre Vermögensanlagen im Wert sanken. Die Reichen hätten nicht dieses PR-Problem, wenn die Fed auf mich gehört hätte. Die Reichen haben Aktien und andere Finanzanlagen. Aber die Fed hat den Aktienmarkt/Banken-Crash gestoppt, der die Kurse weiter nach unten gezogen hätte. Aber die Fed kann die Preise der Vermögensanlagen nicht für immer oben halten. Wenn der Bärenmarkt vorüber ist, dann werden die Reichen nicht halb so reich sein, wie sie es heute sind.

Der zweite Hammer wird von der Fed und der Regierung kommen…oder vom Mob. Die Reichen werden mit starken Steuererhöhungen konfrontiert werden. Ich wäre nicht überrascht, wenn eine Vermögenssteuer eingeführt würde. Das wird dann „Plan Z“ sein…direkt von den Reichen Geld nehmen, um die neuesten staatlichen Ausgabenprogramme zu finanzieren.Der Politiker, der so etwas vorschlägt, wird fast sicher sofort einen Platz im Kongress angeboten bekommen.

Die Reichen werden jammern und weinen… aber sie werden glücklich sein, wenn sie mit ihren Leben davonkommen.


Quelle: Kapitalschutz Akte
Zwei Hämmer (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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2 Kommentare auf "Bill Bonner: Die zwei Hämmer"

  1. Hans Zahm sagt:

    Sarkasmus pur was der Mr.Bill Bonner da von sich gibt und er lässt auch nicht viel aus die Scheinheiligkeit der Amis zu benennen. Er bemüht Gott das eine Prozent zu segnen, die können es brauchen, sollten sie nicht mit dem Leben davon kommen, wie er befürchtet. Zumindest haben sie aber gut gelebt. Nicht über ihre Verhältnisse, das geht ja gar nicht. Nein, das hat der Mittelstand gemacht, die werden sparen müssen, von wegen zum hübschen Häuschen pendeln, aus die Maus.
    Nur die Zombies werden lustig weiter leben können wie bislang. God Bless America

  2. Ralf sagt:

    Bill Bonner: Die zwei Hämmer
    13. Dezember 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer
    Geld ist Kredit und kommt durch Kredit in die Welt. Hinter jeder Geldersparnis steht eine Geldschuld. Die Geldschuldner können ihre Schulden insgesamt nur zurückzahlen, wenn die Geldsparer insgesamt ihre Geldersparnisse durch Konsum oder Investition auflösen. Geschieht dies nicht und steigen die Geldersparnisse und mit ihnen zwangsläufig die Geldschulden weiter, wird eine Währungsreform mit Verlust der Geldersparnisse unausweichlich. Merkwürdig, daß diese einfachen Zusammenhänge im öffentlichen Diskurs unbekannt sind. Wo leben wir denn? In einer Welt, in der es keine Kommunikation, sondern nur Propaganda gibt?

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