Die Zinker

20. Oktober 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Ronald Gehrt

Was geht hier vor? Es wird langsam peinlich, Europäer zu sein, scheint mir. Denn was „die da oben“ momentan tun, bringt mich dazu, beschämt zu erröten…

Schauen Sie, es ist ja verständlich, dass die Politiker, Banker und Notenbanker versuchen wollen, die momentanen Pannen bei laufendem Motor und in voller Fahrt zu reparieren. Immerhin würde der Baum erst so richtig brennen, würden Otto und Diethelm Normalverbraucher merken, wie die Lage der EU … und die der USA … wirklich ist. Das würde einen Run auf die Banken auslösen, gegen den die Angstwelle 2008 wie ein Kindergeburtstag wirkt.

Nur: Einen Kolbenfresser kann man eben nicht auf Dauer verheimlichen. Denn da läuft nix mehr … und selbst der blauäugigste Bürger wird irgendwann merken, dass die „Karre Europa“ in Wirklichkeit nicht mehr fährt, sondern die Verantwortlichen nur die Kulissen vorbeizuziehen, um Bewegung vorzutäuschen. Wie bei „Väter der Klamotte“, nur weniger lustig.

Alleine, was in den vergangenen Stunden passierte, reicht, um langsam in Panik zu geraten. Wenn man hingesehen hat. Was viele eben nicht tun. Die einen, weil sie Angst davor haben, etwas Unerfreuliches sehen zu müssen. Also rein mit dem Kopp in den Sand. Die anderen, weil sie das Ganze einfach nicht interessiert, solange am Monatsende das Gehalt auf dem Konto ist. Sich mit solchem Zeug zu beschäftigen ist zu anstrengend, man blickt eh nicht durch … und außerdem bleibt ein Euro immer ein Euro, heißt es doch. Tja.

Aber wenn die Zinker in den Chefetagen unseres Gemeinwesens so weitermachen, gucken auch diese Leute bald hin. So wie 2008. Und manch einer der Älteren wird sich noch erinnern, dass es damals dann doch nach Flutwellen an Beschönigungen auf einmal ein wenig ungemütlich wurde.

Ein schneller Blick auf das Neueste:

Ein gewisser Monsieur Barnier, seines Zeichens EU-Binnenmarktkommissar und damit wohl irgendwie wichtig, bereitet laut FTD scheinbar ein Gesetz vor, nach dem Rating-Agenturen verboten werden soll, die Bonität von EU-Ländern in Krisenzeiten zu bewerten. Die neue Wertpapieraufsicht ESMA (ah, wieder eine Task Force mit einer zackigen Abkürzung, da schöpft man doch gleich Vertrauen) soll das Recht erhalten, in solchen Phasen (wann die gegeben sind, entscheidet natürlich die EU) Bewertungen über die Zahlungswürdigkeit „vorübergehend zu untersagen“. Jaja, die EU ist rührig. Und da hat sich unsereins mal über Normen für Bananen und Gurken aufgeregt. Aber weise ist das, gell?

Nachdem gerade Italien und Spanien zunehmend ins Visier der Agenturen kommen und sich die EU absürzende Hispano- und Italo-Anleihen nicht mehr leisten kann, wird einfach versucht, das Aufzeigen der Realität zu verbieten. Wenn die dort keine Zinker sind, wer dann?… (Seite 2)

 

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20 Kommentare auf "Die Zinker"

  1. braindead sagt:

    Ich bin von Natur aus kein neidischer Mensch

    Deswegen meine Bewunderung so schreiben zu können!

    Ist einfach genial zu lesen.

  2. schwabbe sagt:

    Man weiss ja, wie gewisse Banken aufgestellt sind. Wenn der Abwärtstrend beginnt, kann man auch diese short gehen.

  3. matt06 sagt:

    Ein genialer Artikel der uns unsere Welt der Lügen und Täuschungen vor Augen führt.Zu Rösler und Schäubles Pressekonferenz ist mir heute Mittag übel geworden,unglaubwürdig ist da wohl noch sehr vornehm ausgedrückt.Man muss sich Fragen ob das alles ein böser Traum ist oder nicht,manchmal möchte man schreien wenn man diesen Wahnsinn (halbwegs)versteht.Nebelkerzen,Lügen,Betrug….nein,das ist keine schöne Zeit in der wir uns befinden.L.G Matt06

  4. FDominicus sagt:

    Ich nenne es für mich persönlich „dead man walking“. Man muesste vielleicht schreiben „dead men walking“. Den hier gehen sie einträchtig nebeneinander. Die USA als größter Schuldner, Europa als demokratieentwöhntes Zombie und China „the great pretender“, über Japan schweige ich mich einfach mal höflich aus.

    Not und Elend kommen derzeit schon über die Griechen, sie werden nur die ersten von Vielen sein. Und kein Ausweg in Sicht denn wie man weiß alles „alternativlos“.

  5. Fnord23 sagt:

    Ach Mönsch, warum kann ich nicht zu denen gehören, die das alles gar nicht interessiert.

    Die Pressekonferenz heute Mittag hab ich auch gesehen. Ich hatte das Gefühl, man war darauf bedacht, dass wir merken sollen, was das für eine Show ist.

    Fehlt nur noch so ein Auftritt wie der damals von Schabowski. Wo der so nebenbei die Öffnung der Mauer ankündigt. Das war auch so ein Schauspiel.

    Das ist doch alles nur noch surreal.

    VG aus Sachsen

  6. Reiner Vogels sagt:

    Angesichts der aussichtslosen Überschuldungssituation (nicht nur) in der Euro-Zone (einschließlich Deutschlands) hat die Politik grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten.

    1. Man erhebt eine einmalige Vermögensabgabe auf alle vom Staat erfassbaren Privatvermögen, also auf Grundstücke, Geldguthaben, Wertpapierdepots und in begrenztem Umfang, da die Erfassung nicht so einfach ist, auch auf Edelmetall. Das Privatvermögen in Deutschland würde für diese Operation ausreichen, um die Verschuldung des Staates auf ein beherrschbares Niveau herunterzufahren. Allerdings spricht gegen diese Lösung, dass sie mit außerordentlichem politischen Widerstand verbunden wäre. Ein Politiker, der das forderte, würde damit sein eigenes Karriereende erzwingen. Zudem wäre eine solche Lösung überhaupt nur bei einer Renationalisierung der Währung machbar. Es wäre wohl niemand bereit, eine staatliche Zwangshypothek auf sein Haus hinzunehmen, wenn das Geld ins Ausland geschaufelt würde.

    2. Die zweite Möglichkeit ist die Entschuldung durch Inflation und, wenn die Inflation zur Superinflation mutiert ist, eine Währungsreform. Das lässt sich schrittweise und langsam starten, auch im multinationalen Rahmen, so dass die Bürger so wie das Kaninchen vor der Schlange erst merken, was passiert, wenn es zu spät ist. Deshalb halte ich diese Strategie für die wahrscheinlichere. Die EZB hat ja mit ihrem ständigen Fluten der Kapitalmärkte mit aus dem Nichts erzeugten Geld, die ersten Schritte in Richtung auf dieses Ziel schon unternommen.

    Vor diesem Hintergrund glaube ich nicht, dass ein Totalabsturz der Aktienbörsen unvermeidlich ist. Die verzweifelte Flucht in die Sachwerte dürfte das verhindern. So ist es m.E. zu erklären, dass in den letzten Tagen der Markt relativ widerstandsfähig war, obwohl eine Hiobsnachricht nach der anderen (Herabstufungsdrohung für Frankreich, Herabstufung Sloweniens, Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich vor dem „Rettungs“gipfel) auf die Märkte eingeprasselt ist.

    • crunchy sagt:

      Ja, es gibt darauf, was das Letzte ist, worauf der Letzte vertraut nur eine Frage: Was war das bisher?: Sach(Familien)vermögen und für den kleineren G.beutel? G.! = Gold!
      Wer´s noch nicht errafft hat, kann´s ab sofort im Schlussverkauf aufsammeln: Kurse um € 1.100 und hie und da auch billiger sind in der nächsten Panik drin. Silber hat aber mehr S.appeal: Bei rund € 20,- mit panischen Sonderangeboten gemischt, legt man vielleicht den Grundstock für eine effektive Altersversorgung, Herr Riester!

      Für mich, der bei dem letzten Panikhype seine Barren verkauft hat (April, kurz vor´m Urlaub und deshalb leider nicht am Ende), heisst das: Einstieg mit der Hälfte des damals Erlösten (gleichbedeutend mit annähernd der gleichen Unzenzahl). Der Rest war dann der nichtmögliche Zins oder er wird auch noch investiert.
      Wenn ich nach Düsseldorf schaue, denke ich, dass mir da vielleicht die Daumen gedrückt werden, denn soviel Massel, wie ich da dann gehabt hätte ist nur am Beginn von historisch sehr, sehr seltenen Extrembullen möglich.

  7. saxo sagt:

    Wie man bei uns so sagt: Mensch, Meyer!
    Toller Artikel und leider nur zu wahr! Wer hier zahlen soll, dürfte doch wohl mehr als klar sein: Wir! Aber:Der Ton macht die Musik! Und diese Musik – also dieser Ton – gefällt von Tag zu Tag besser!
    Daher tendiere ich mit sehr großer Sicherheit zu Möglichkeit 2!
    Aber: Der Markt war in den letzten Tagen nicht „widerstandsfähig“ sondern maximal manipuliert. Mal sehen, wie lange „die“ das noch durchhalten können.
    Herabstufung Sloweniens? Wer oder was ist Slowenien? Ach so, ja, das beginnt ja gleich hinter Wien… Da, wo der „Balkan“ beginnt.
    Viel interessanter dürfte aber kommende Woche die Herabstufung Frankreichs werden. Wenn die Rating-Agenturen sich jetzt schon auf spanische Regionen herabbegeben… Da ist doch der Westentaschen-Bonaparte eigentlich schon tot, oder?

    Gruß aus Sachsen

    saxo

  8. bizzer sagt:

    Ich werde den Eindruck nicht los, dass hinter diesem ganzen Affentheater – und das ist wörtlich zu nehmen, bezüglich Evolutionstheorie versteht sich – eine (böswillige) Absicht zu Grunde liegt.

    Ein franz. Philosoph -dessen Name mir gerade entfallen ist – hat die These verkündet dass: die Mächtigen im Zuge der Industrialisierung erkannt haben, dass es mehr Spass macht von lachenden, als von unterworfenen und folglich unzufriedenen SKLAVEN, bedient zu werden!
    Kann es sein, dass sich diese Ansicht gerade ändert ….. Oder ist diese Sichtweise zu pessimistisch, zu sehr an eine (mögliche) Verschwörungstheorie angelehnt?
    Könnte es auch sein, dass der Mensch, das Individuum einfach überfordert ist, sprich den Überblick – von Weitsicht wollen wir erst gar nicht reden – schlicht und ergreifend verloren hat?
    Möglich, oder?
    Hier zwei Beispiele, für uns Realitäts-Zweifler:
    1) Flimmermedien, called TV:
    Ist mehr Schwachsinn überhaupt noch möglich? Schaut die Sendungen – Bauer sucht Sau, Dümmer-Camp, Serien-Verarschung mit Halbwertszeiten die Buddha erbarmen – schaut die Moderatoren, schaut die Werbung, schaut die NachRICHTEN. Schaut, schaut, schaut – und werdet dücklich!
    2) König Fussball:
    Für mich immer ein Spiegel der Erfolgs-Gesellschaft der ersten Welt. Schaut her, was mit den Regeln passiert. Wie sich die Stars verhalten: sitzt die Frisur? Hab ich das schönere (dümmere) Tattoo, als mein Millionärs-Kumpel? Die Wettmafia, die Hoolig-Fans, die Studio-Experten und Vermoderungs-Moderatoren – sollte es nicht strafbar werden, wenn unser kostbarer Sauerstoff auf diese Art und Weise verschwendet wird ….
    Das Geilste zum Schluss: auf dem Platz sind Multimillionäre, bezahlt von einer Industrie die nix produziert, vor einem Publikum das immer weniger hat!

    Zurück zum Thema:
    Hängt ihn hoch!
    Den Überbringer der schlechten Botschaft. Lang lebe die Wahrheit!

  9. Dagobert sagt:

    Klasse Artikel!
    …Nichtsdestotrotz – mein Kommentar hier an anderer Stelle von letzter Woche:

    „2008 war die Lage sehr ernst, aber noch nicht hoffnungslos – Heute, 2011, ist die Lage im Prinzip hoffnungslos, aber nicht mehr ernst!
    Die “Technologie namens Druckerpresse” steht JETZT im Falle eines Falles sogar gehebelt bereit und Alle (Banken-Staaten-Notenbanken-”Proles”) stehen letztendlich für Alle ein…wir müssen jetzt nur noch lernen, doppelplusgut daran zu glauben!“

    Also ich stelle mich – widerspenstig(!) – auf ein neues Zeitalter ein!

  10. Johannes sagt:

    Bin da eher zufällig über einen Blog gestolpert, der bezüglich der Ratingagenturen eine interessante Sichtweise darstellt.

    Der Blogautor meint, dass die Ratings politisch motiviert sind und belegt das auch sehr gut mit Zahlen. Er listet die AAA- Länder schön auf und vergleicht diese auch untereinander.

    Ich erlaube mir daraus ein paar Sätze zu zitieren:

    „Die Ratings sind politisch motiviert, haben nur in Ausnahmefällen etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Sie sind Druckmittel im Kampf zwischen den verschiedenen Machtinteressen, politischen und wirtschaftlichen.“

    Weil gerade Frankreich im Gerede ist, dazu hat er diese Meinung:

    „Frankreich steht im Vergleich zu den USA blendend da. Selbst die 10 größten franz. Banken haben nicht so viel Müll in ihren Bilanzen wie die vergleichbaren US-amerikanischen. Wichtig: Alleine die 5 größten US-Banken halten geschätzte 70% des weltweiten Derivate-Müll-Volumens von mindestens 700 Billionen USD (BIZ-Zahl) bis 1 000 Billionen USD (US-Studie) in ihren Bilanzen versteckt. Da sind die aktuellen Quartalsmeldungen von Citi Group, Bank of America, JP Morgan, nur das Ergebnis maximaler Bilanzkosmetik. “

    Der Blog ist übrigens aufrufbar unter „der-oekonomiker.blogspot.com“, klarerweise mit dem wehwehweh davor. 😉

    Die Ausgaben 83 und 75 beziehen sich auf die Ratings, wobei ich die Ausgabe 75 besonders interessant fand.

    Wie gesagt, mal etwas quer gedacht- finde ich persönlich immer gut. 😉

  11. dork sagt:

    Am Abend einen Gehrt
    ist einen Asbach-Uralt wert. 🙂

    Ich muss schon sagen, ich bin von der Politik beeindruckt!

    Überschuldete Staaten – verbieten wir das Länderrating; oder verpassen wir am Besten gleich per Gesetz der europäischen Presse einen Maulkorb für schlechten Nachrichten.

    Zuviele weggeworfene Lebensmittel – statt Ansetzen an subventionierter Nahrungsmittelüberproduktion benennen wir einfach das Mindesthaltbarkeitsdatum um (oder schreiben gleich auf Mülltonnen: nichts essbares einwerfen)

    Wollen diesselben Politiker mit einem großen Wurf am Wochenende etwas bewirken? Was werfen sie? Etwa Alles hin?

    2013 gibts Steuersenkungen und andere Reformen?
    Habt ihr auch das Gefühl, daß 2013 alle Reformen greifen, weil 2012 das Geldsystem neu gestartet wird?

    Es grüßt mit Kopfschütteln,
    ein verwirrter Unterfranke

    • saxo sagt:

      @ verwirrter Unterfranke:
      Nein-nein, es ist schon alles o.k.(russ.: „otschen karascho“= sehr gut, schon mal, weil mir Anglizismen oder Amerikanismen nicht so liegen, was allerdings nicht heißt, daß ich sie nicht kenne/kann).
      Ja, na klar verbieten wir Länderratings! Oder wir(Oh weh: Wir…) lassen die Überbringer schlechter Nachrichten gleich enthaupten. Damit werden zwar die Nachrichten nicht besser, aber es wird leiser hier…
      Btw.: Wo beginnt eigentlich Unterfranken? Grenzt das noch an Sachsen oder schon an Oberbayern? Ich kenne da etliche Unternehmer aus der sächsischen Grenzregion, die fast so sprechen, wie ich…
      Naja, ein großer Wurf wird das am Wochenende nicht werden. Eher ein kleiner Wurf. Mehr so ein „Würfchen“, noch mehr ein „Nicht-Wurf“.
      Der Westentaschen-Bonaparte hat sein Pulver wohl schon verschossen, so wie 1813, 1871, 1916, 1940 etc. Seine Drohungen dürften daher mehr polemisch sein. Oder sollte man sagen: „Populistisch“? Ach nein, populistisch ist ja dort nur Frau Le Pen…

      Schönen Abend noch von hier aus Sachsen

      saxo

      • saxo sagt:

        Ach so, ja: Natürlich habe ich das Gefühl, daß wir alle ab 2013 dermaßen steuerlich entlastet werden, daß uns allen Hören und Sehen vergehen wird. Klar, denn unsere tolle FDP macht sich ja sowas von stark dafür! Dank also dem Bundeswirtschaftsminister Nguen van Dam.. Oder wie heißt der mit Klarnamen? War der nicht doch Geseundheitsminister? Oder als was war er noch gleichmal ausgebildet? Als Dr. med.? Das kann ja wohl nicht sein! Wenn ich mir da so die Äußerungen meines Steuerberaters zu den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen seiner Klientel aus diesem Bereich zu Gemüte ziehe… Oh-oh!

        Gruß

        saxo

  12. stonefights sagt:

    „Geniessen“ wir doch noch die kurze Zeit, in der mit all dem Getöse bisher nur im übertragenen Sinne „Papier“ und „Vetrauen“ verbrannt wird.
    Leider kommen noch Zeiten, bei dem auch Fleisch ins Feuer der Freiheit gekippt wird. Zählbar passiert dies ja heute schon, und doch wird es nichts Vergleichbares geben.
    Wie heissts so trefflich im bekanntesten Buch: „…all dies muss geschehen…“, also Kopf hoch, raus aus dem Hamster-Rad und mal an einem schönen Herbsttag auf die Parkbank (ohne Tastatur) und die Sonne der Elemente geniessen, da bin ich nahe bei Fnord und den anderen Selbst und Ständig(en .-)
    lg, stonefights

  13. […] als diffuses Störgeräusch wahrgenommen und ausgeblendet." Niveauregulierung mal anders: http://www.rottmeyer.de/die-zinker/ ——————— Gerührt, nicht geschüttelt: "ELA" elle l’a Man nehme: Papier, […]

  14. Thomas71 sagt:

    Hallo,

    die Variante 2 ist ohne Depression nicht denkbar. Warum? Nun ja, da das geschaffene Geld hauptsächlich im Casino unterwegs ist und sich die Bilanzen der Banken nicht wirklich verbessern, durch Buchungen von der linken in rechte Tasche. Mit anderen Worten, dieses Geld wird nicht bei den Normalbürgern ankommen. Also wenn Inflation, dann im Casino, aber nicht in der Realwirtschaft. Hier müssten erst bedeutende Gehaltserhöhungen in der Fläche durchgesetzt werden, bevor die Nachfrage steigt. Natürlich könnten die Preise für alltägliche Produkte steigen, aber da alle Normalbürger im Sparmodus sind, sehe ich keine Inflation vor der Depression.

    Gruss

    Thomas71

    • tizian sagt:

      Das sehe ich auch so.
      Zur Zeit wird auf Inflation im Casino gespielt. Assetpreisinflation. Denn steigt u.A. der DAX auf 8000 + x Zähler bekommen wir wieder zu hören: „alles wird gut“

      Zu einer realen Inflation braucht es nun mal die Lohn-Preisspirale.

      Steigende Löhne „möchte“ unsere Industrie aber nicht, weil D. seinen
      Status als „Exportweltmeister“ einbüßen könnte.
      …und das, was die Industrie nicht möchte, das „möchte“ die Politik auch nicht.
      (Ironie an)
      Wegen der Überschüsse und so. Eigentlich wegen dem AAA Rating. Also wegen „Gläubiger wollen“ Sicherheiten von Schäuble bei Neuverschuldung des Bundes am Markt. Dafür garantiert er. Und er garantiert für den Verzicht der Arbeitnehmer auf Anpassung der Reallöhne an die Teuerung bis zum alternativlosen Reset.
      Hauptsache der EURO ist erst mal gerettet, und damit erst mal ganz Europa, nie wieder Krieg. Vorerst.
      So einfach ist das, und: wieder Kopp in den Sand.

  15. Fnord23 sagt:

    Hallo in die Runde,
    halte eben die FTD vom Wochenende in der Hand.

    Bin froh, dass ich die bekommen habe. Hatte leider keine „DM“ dabei.
    Aber ausgepreist ist die in dieser Währung. Komisch:-)

    Dieses ganze Politiktheater ist vieleicht gar keines. Vielleicht schauen wir nur von außen durchs Fenster in eine Irrenanstalt?

    Wer hat diese Woche den Mehrteiler im öffentlich rechtlichen gesehen-
    „Die Borgia“ ?

    Das, was da von den Vorgängen im Vatikan gezeigt wurde, ist genau das, wie ich mir die Regierungen vorstelle. Alle irre. Oder sind die normal und wir bekloppt. Wer will das schon so genau wissen.

    VG aus Sachsen

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