Die reinste Form des Wahnsinns

6. Juli 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Volker Schnabel) Wer erinnert sich noch an die „Ich-kaufe-griechische-Staatsanleihen!“-Aktion einer renommierten deutschen Wirtschaftszeitung vor nur zwei Jahren, die just zu einem Zeitpunkt startete, als Griechenland im Mai 2010 hätte sofort pleitegehen müssen – es aber dank 110 Mrd. frisch gedruckter Rettungsmilliarden nicht durfte?

Fixiert auf die politische Schnapsidee, eine Einigung Europas über das größte Währungsexperiment in der Geschichte der Menschheit erreichen zu können, appellierten seinerzeit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in nahezu kindlicher Naivität, im „Vertrauen“ in die „reuigen Sünder“ und als Zeichen notwendiger europäischer Solidarität private Ersparnisse nach Athen zu tragen, die dann als erste im März diesen Jahres … dem „hair cut“ zum Opfer fielen.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
(Albert Einstein, 1879–1955)

Treffender als mit Einstein kann man die seit der Lehman-Pleite unter den Politikern und Notenbankern herrschende Hybris kaum beschreiben. Denn all die in den letzten Jahren „aufgemachten“ und in Summe mittlerweile billionenschweren Rettungstöpfe sind nur Ausdruck eines vom Wahnsinn „gesteuerten“ Versuchs, das Problem der faulen Kredite durch politische Hütchenspiele verschwinden lassen zu wollen. Doch faule Kredite verschwinden erst, wenn sie abgeschrieben werden, und solange dies nicht geschieht, solange wird diese Krise auch noch andauern! Selbst die alle Dimensionen des Vorstellbaren sprengenden 1,018 Billionen Euro, die sich Europas Pleite-Banken mit z. B. bis zum Jahr 9999 (!) laufenden „Sicherheiten“ via Mouse-Klick von der EZB abholen konnten, erwiesen sich nur wenige Monate später nicht als die anfänglich große Hoffnung verbreitende „Dicke Bertha“, sondern nur als ein äußerst teurer … Rohrkrepierer!

Die Aktienmärkte, die im Vertrauen auf die positiven Folgen der „Dicken Bertha“ noch mit großen Freuden­sprüngen ins neue Jahr gestartet waren, büßten ihre zwischenzeitlich gesehenen Zuwächse fast vollständig wieder ein. Erst die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 29.06.2012, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in einen Jackpot für Banken zu verwandeln, verhalfen den Aktienmärkten am letzten Juni-Handelstag zu üppigen Tagesgewinnen, so dass viele Indizes, darunter der MSCI-Welt-Aktienindex (€) mit 6,88 % oder auch der DAX mit 8,78 %, das erste Halbjahr doch noch deutlich in der Gewinnzone beenden konnten. Dagegen setzten sowohl Gold als auch Silber die im September 2011 begonnene Korrektur weiter fort, während der Goldminenaktien-Index HUI in der Spitze sogar bis zu 30 % verlor.

Ausblick

2008 wäre eine geordnete Lösung der Banken- und Schuldenkrise noch möglich gewesen. Wegen der aber bereits ins Feuer geworfenen Billionenbeträge, die unsere „Vorwärts-immer-rückwärts-nimmer“-Politiker niemals freiwillig als verloren deklarieren werden, ist heute hingegen eine solche kaum noch vorstellbar. Insofern dürfte die Krise entgegen aller zwischenzeitlich vermeldeter (Schein-)Rettungen weiter eskalieren.

Zwar erkennen die Euro-Protagonisten nun richtigerweise, dass zur Aufrechterhaltung der Währungsunion eine politische Union zwingende Voraussetzung wäre, doch ist selbst mit der damit zwangsläufig verbundenen faktischen Abschaffung der souveränen demokratischen Nationalstaaten Europas nicht die alles entscheidende Frage geklärt, wie ein unverändert von nationalstaatlichen Interessen dominiertes Europa dauerhaft funktionieren soll!

Ungeachtet dessen soll aber der von den europäischen Staatschefs nur wenige Stunden vor der volkskammer­gleichen Zustimmung des Deutschen Bundestages/Bundesrats ad absurdum geführte dauerhafte Europäische (De-)Stabilitätsmechanismus (ESM) mit einer Banklizenz (!) und schuldenfinanzierten (!) Bareinlagen noch im Juli 2012 starten und so schon einmal die Haftungsunion faktisch per Staatsstreich erzwingen! Ausdrücklich jenseits jeglicher demokratischer und rechtlicher Kontrolle sollen dann allmächtige Bürokraten nach Belieben Schulden aufnehmen, Kredite (an Banken natürlich ohne Auflagen) verteilen oder unbegrenzte Mittel aus den nationalen Haus­halten abfordern, nur um die Euro-Illusion noch etwas länger aufrecht zu erhalten…(Seite 2)

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16 Kommentare auf "Die reinste Form des Wahnsinns"

  1. wolfswurt sagt:

    Wahnsinn hat eine oder mehrere Ursachen.

    Die Ursache/n für den heutigen Wahnsinn liegen in der Vergangenheit und sind somit nicht mehr zu korrigieren.

    Nun zur Lösung/en: Es gibt keine!

    Lösungen könnten nur von Personen durchgeführt werden, die nicht im Wahn leben oder vom Wahnsinn befallen sind.

    Nicht vom Wahnsinn befallende Personen müssten in der Konsequenz die vom Wahnsinn Befallenden von ihrem Posten entfernen und klinisch entsorgen.

    Da heute wenigen klar denkenden und nicht-Wahnsinnigen eine große Masse vom Wahnsinn Befallenden gegenüberstehen, entscheidet sich der nicht vom Wahnsinn Befallende, aufgrund seiner klaren Einschätzung der Massesituation, naturgegebener Weise für ein NICHT-Eingreifen.

    Und somit nimmt der Wahnsinn seinen Lauf…

    PS:
    Wie mir vor die Augen kam gibt es klar denkende Menschen die leider glauben, daß BVG-Richter, welche vom Wahsinn Befallenden vorgeschlagen und ernannt wurden, nun nicht vom Wahn befallen seien und klaren Verstandes den ESM verhindern würden.

    Hier stirbt dann wohl auch die Hoffnung zuletzt…

    • Futur sagt:

      Natürlich gibt es eine (zwei, drei,…!) Lösung. (Es muss abgewägt werden, welche die wenigsten Nachteile bringt).
      Es gibt also nicht „die“ Lösung, die alle Probleme beseitigen würde. Der Weg der Kanzlerin und des Finanzministers nennt sich „Stückwerk- Technik“ (Vgl. Wissenschaftstheorie Karl Popper) und ist genau der richtige Weg bei instabilen Ausgangslagen. (Leider ist es wirklich kompliziert, die Wissenschaftstheorie von Karl Popper zu erklären. Zum Einstieg kann ich das Buch „Alles Leben ist Problemlösen“ von Popper empfehlen).

      Die Frage ist doch nur, wer in dieser Situation „verliert“ und wer „gewinnt“. Da sollte die Masse der Steuerzahler und die zukünftigen Generationen nicht zu den Hauptverlierern zählen.
      Ein Problem stellt die komplett falsche Sicht der Dinge dar: Was bedeutet Geld, was bedeutet Vermögen, Eigentum, usw…? Es sind relative Werte, dies wird niemand bestreiten. Aber es können auch Instrumente sein, die die ökonomischen Bedingungen und die Weichen für ein zukünftige Entwicklung beeinflussen können. Gerade in der heutigen Zeit, mit den gewaltigen Veränderungen in der Welt (Z.B. In den Schwellenländern) ist es mehr als wichtig, diese Instrumente zu nutzen, um ein Chaos mit unabsehbaren Folgen zu vermeiden.

      „Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben“. (Albert Einstein)

      • wolfswurt sagt:

        Der Wunsch Chaos vermeiden zu wollen ist nur allzu menschlich.

        Allerdings sollte dem Realisten klar sein, daß Ordnung und Chaos zusammen gehören wie Eiweiß und Eigelb.

        Entscheidungen die auf der Angst vor dem Chaos beruhen, werden genau jenes Chaos hervorrufen.

        Nur im Chaos oder der Not werden schöpferischen Kräfte wach, welche zu fundamentalen Erneuerungen führen.

        In der Ordnung schlafen sie dann wieder ein. So schließt sich der Kreis.

        • Futur sagt:

          Spielen Sie auf die Theorie der „Schöpferischen Zerstörung“ von Schumpeter an? Nun ja, in Griechenland funktioniert die Theorie nicht so gut. Warum? Die Griechen müssen wettbewerbsfähiger werden. Sie sollten am besten etwas Weltmarktfähiges produzieren. Ohne Aufbauhilfe werden sie es nicht schaffen. Der Neoliberalismus hat nunmal auf der ganzen Linie versagt! Insbesondere in den USA. Und Lösungen, die nicht in ein fundamentales
          Chaos führen würden, findet diese statische Theorie auch keine.
          Die Welt ist instabil, sie ändert sich, wahrscheinlich immer schneller. Das ist die Realitât. Da kann man nicht mit alten, von vielen obsoleten Bedingungen ausgehenden ökonomischen Theorien argumentieren. Was früher, in einer stabilen Ökonomie zweckmäßig war, ist in einer instabilen Wirklichkeit unzweckmäßig. Das ist von der Wissenschaftstheorie her bewiesen. Insbesondere die Physiker wissen ganz genau, dass es Theorien für stabile und Theorien für instabile Gegebenheiten gibt. Deswegen gehe ich davon aus, dass dies auch unserer Kanzlerin sehr bewusst ist. Selbstverständlich ist bei dem Aufbau der EU sehr vieles falsch gelaufen. Wie wollte man die europäischen Werte verteidigen, wenn man nicht ein starkes Europa schafft.
          Ich bin kein Fan von Schäuble, aber manchmal denke ich so wie er.
          By the Way: Wann wird denn mal über den Libor Skandal berichtet?

  2. cubus53 sagt:

    Dem User „wolfswurt“ stimme ich zu. Nur mit dem dem „Nicht-Eingreifen“ habe ich Zweifel. Ich überlege schon lange, wie man sich ganz persönlich gegen diesen Wahnsinn schützen kann. Gold, Aktien, Immobilien, alles gut und schön, aber im Ernstfall geht alles den Bach runter. Bleibt nur Auswandern ?

    • wolfswurt sagt:

      Kurze Erklärung:

      Mit dem „NICHT-Eingreifen“ ist das herumreißen des Ruders, durch die nicht vom Wahn Befallenden, auf allen Ebenen der Obrigkeiten gemeint.

      Die Ebenen reichen hinunter bis in die kleinste Verwaltungseinheit der Gemeinden.

    • FDominicus sagt:

      Warum geht alles den Bach runter. Wird das Gold wertlos, geben alle AGS die Arbeit auf oder verlieren alle Häuser an Wert?

      Es ist Ihnen nicht verboten in anderen Ländern Geld anzulegen. Also wenn Sie es auf verschiedene Länder verteilen ist es ja unwahrscheinlich, daß es in allen Ländern „futsch“ ist.

      Auswandern ist eine vernünftige Option für alle deren Talente in dem Land in das man Auswandern will gesucht werden. Ob das also mit deutscher Geschichte vor 1000 „tut“ darf man bezweifeln. Aber Ingenieure in allen Schattierungen dürfen schon gefragt sein. In Australien wahrscheinlich speziell Geologen. Maschinenbauer dürften weltweit ebenfalls gesucht sein und wir sind dort weltweit mit an der Spitze oder bilden vielleicht sogar die Spitze. Also je nach Qualifikation könnte es von unproblematisch bis „dicht an unmöglich“ heran reichen. Das einzige Land in der Nähe wo wir Deutsche hin können ist die Schweiz wenn Sie da Zürich und Umgebung meinen haben Sie vielleicht sogar Glück gehen nicht als Saupreuß durch 😉

  3. Voltaire sagt:

    Der Artikel ist gut. Aber ich bin jetzt etwas irritiert, den selben Artikel habe ich vorhin in der WIWO gelesen:

    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/euro-krise-eine-auf-scheingeld-aufgebaute-scheinwelt/6848088.html

    Der Autor: Martin Mack

    Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Wahrheitsgehalt sehr hoch ist. Gute Zusammenfassung der Ereignisse, und das, was noch kommen wird. Die Camarilla in Brüssel und Berlin nimmt das leider nicht zu Kenntnis. Die machen ungebremst weiter in ihren Doktrin, bis zum bitteren Ende.

    Wie hat Voltaire (1694 – 1778) einmal gesagt: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – null.“

  4. DukeNukem sagt:

    Wirklich unfassbar um was für Summen es mittlerweile geht! Noch unglaublicher sind allerdings die Leute die in ihrem gewohnten Trott weitermachen und, trotz der seit Jahren währenden Berichterstattung um die Krise, davon scheinbar nichts mitbekommen!
    Die Deutschen sind eine Nation von Lemmingen die der Frau im Hosenanzug brav zur Klippe folgen!

  5. Otschi sagt:

    “……….so dass die Frage nicht lauten kann, ob diese mit dem US-Dollar als Welt­reservewährung auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt zusammenbrechen wird, sondern nur noch wann.”

    Erst kritisieren Sie auf drei Seiten die Politik, um sich den dann immer sicheren Applaus abzuholen, um dann auf der letzten Seite zu erklären, dass das FIAT-Geldsystem an allem schuld und der point of no return längst überschritten ist.

    ***wegen Beleidigung gelöscht vom Hausmeister***

    Nehmen wir doch für einen kleinen Moment zwei Dinge an:

    a) Sie haben, was das Geldsystem betrifft, recht
    b) Die führenden Politiker und Banker sind nicht über alle Maßen stärker mit dem Klammerbeutel gepudert als wir selbst (das ist schwer, ich weiß)

    Unter diesem Aspekt hätten die führenden Banker und Politiker das also auch längst begriffen. So lange ist es ja bei uns selbst auch noch nicht her. Warum sollten wir unter diesem Blickwinkel nicht so lange weiter Party machen, wie es noch irgend geht, und die durch noch mehr Schulden (EZB macht endlich ihre Arbeit) gekaufte Zeit nutzen, die Strukturen zu schaffen, die erforderlich sind, um Europa den bestmöglichen Ausgangspunkt für den irgendwann ja auch in Ihren Augen überfälligen Neustart zu verschaffen? Ich meine, dass das gerade hinter den Kulissen geschieht. Wenn alle pleite gehen – und Sie schreiben ja, dass das so sicher ist wie das Amen in der Kirche und nur noch eine Frage der Zeit- , ist es völlig Wurst, wer wo für wieviel bürgt.

    Deutschland allein gegen den Rest der Welt? Klingt ziemlich deutsch. Sehe ich als Europäer nicht.

    Herzliche Grüße

    Otschi

    • schankobleck sagt:

      Ein Satz Ihres Kommentars Absätze veranlassen mich als Hausmeister, Sie wegen Beleidigung vorerst zu sanktionieren. Schanko Bleck.

      • Otschi sagt:

        Das verstehe, wer will. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem ersten Absatz um ein Zitat des Autor handelte. Gilt das hier jetzt schon als Beleidigung? Erstaunlich. Vielleicht lesen Sie das noch einmal nach:

        “……….so dass die Frage nicht lauten kann, ob diese mit dem US-Dollar als Welt­reservewährung auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt zusammenbrechen wird, sondern nur noch wann.”

        Auch im zweiten Teil des zweiten Absatzes vermag ich keine Beleidigung zu erkennen. Es handelt sich lediglich um eine Zusammenfassung des Inhalts der letzen Seite:

        „…um dann auf der letzten Seite zu erklären, dass das FIAT-Geldsystem an allem schuld und der point of no return längst überschritten ist.

        Wenn man denn unbedingt eine Beleidigung konstruieren will, dann geht das nur über den ersten Teil des zweiten Absatzes, und hier nur aufgrund eines einzigen Wortes:

        „Erst hetzen sie 3 Seiten lang gegen die Politik……“

        Da habe ich hier aber schon ganz andere Sachen gelesen. Ersetzen Sie „hetzen“ von mir aus gerne durch „beschreiben Sie das Versagen der Politik“. Ich kann das auch gerne selbst machen. Ansonsten wäre Ihr Vorgehen nicht anders als eine dem Internet nicht angemessene Form der Zensur zu beschreiben.

        Herzliche Grüße

        Otschi

        • schankobleck sagt:

          @Otschi Bei “Erst hetzen sie 3 Seiten lang gegen die Politik……” lässt mein wachses Auge aufleuchten.

          Nennen Sie es Zensur. Ich nenne es Hygiene. Hausmeisterliche Grüße

          P.S. Damit endet diese Diskussion darüber.

    • Futur sagt:

      @ Otschi
      Dies ist genau meine Meinung. Es ist ein Fehler zu glauben, dass alle Politiker korrupt oder dumm seien.
      Glaubt denn wirklich jemand, dass diese nicht genau über das FIAT-Geldsystem, die 1,4 Billiarden! Derivate, usw….Bescheid wissen. Natürlich wird das System irgendwann zusammen brechen. Da ist es doch sinnvoll, dies möglichst kontrolliert und mit starken Instutitionen (Bankenunion) stattfinden zu lassen. Es geht um die beste Ausgangsposition, diese gibt es eher in Europa als in einem Nationalstaat. Besser ist Deutschland mit Europa souverän als isoliert ein Spielball der Großmächte.

      • Otschi sagt:

        @Futur
        Da bin ich aber froh, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine dastehe. Herzlichen Dank. Man kommt sich ja manchmal vor…… Über Schäuble und Merkel kann man viele Geschichten erzählen, aber sicher nicht, dass sie dumm wären. Man kommt da schlicht und einfach nicht hin, wenn man dumm ist.

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