Die Realität ist reine Fiktion …

17. Januar 2018 | Kategorie: RottMeyer

Von Bankhaus Rott

Das waren noch Zeiten, als man ins Kino ging um sich unterhalten zu lassen. In Zeiten von ZDF und Tagespresse kann man sich diesen Weg sparen und es sich stattdessen mit einer Tüte Popcorn daheim gemütlich machen. Nur wer es realistischer mag muss dann sich doch noch zu Star Trek im Cinemaxx aufraffen.

„Sei froh wenn Du in langweiligen Zeiten lebst“ lautet eine chinesische Weisheit. Wer nie in spannenden Zeiten gelebt hat, kann nur erahnen, wie tiefsinnig dieser Satz ist. In unserem schönen Land wird es leider zusehends weniger langweilig. Da man allen Versuchen auf kleiner Ebene zum Trotz den großen Mahlstrom des Irrsinns wohl nicht maßgeblich beeinflussen wird, sollte man sich wenigstens ab und zu dazu hinreißen lassen, den ganzen großen Irrsinn für ein paar Stunden zu genießen.

Wie so oft ist der Anfang der heikle Punkt. Denn abgesehen davon, dass es schwierig ist, zu entscheiden, wann und wo der ganze Irrsinn anfing,  bedeutet schon die schiere Menge der Themen eine Sortieraufgabe größeren Ausmaßes.

Fangen wir mit der Berichterstattung der staatlichen Sendeanstalten an. Was erhält der Bürger nicht für neutrale und vor allem fundierte Informationen aus diesen Häusern! Selbst wer sich in Geografie, Politik und Geschichte halbwegs auskennt wird beispielsweise die Berichterstattung des ZDF zum Thema Israel als echte Bereicherung empfinden. Der Sender, dessen Angestellte sich immer so putzig über vermeintlich „alternative Fakten“ aufregen, schafft nicht selten selber welche. Wussten Sie, dass Herr Rabin laut ZDF Bericht israelischer Präsident war und sich seinerzeit mit Herrn Abbas getroffen hat? Gut, auf den vom Sender ausgestrahlten Bildern waren zwar lediglich Ministerpräsident Rabin und Herr Arafat zu sehen, aber wen schert es. Arafat, Abbas, Pepsi, Coke, wer will schon Haare spalten. Der Herr Abbas, der ja gar nicht Herr Abbas war, wurde als Palästinenserpräsident bezeichnet, was wohl für den Chef einer „Befreiungsorganisiation“ wohl etwas hoch gegriffen ist. Aber warum sollte man sich um die Vergangenheit scheren, wenn sich ein paar Jahre später ohnehin alles ändert. In Bangkok auf dem Trödel gibt es neben Presseausweisen und gefälschen Bahncards vielleicht auch eine Präsidentenurkunde (Farbig, Reliefdruck, 75 Baht ohne Verhandeln).

Zum guten Schluss hat man noch Jerusalem falsch verortet und so getan als wäre es eine Art Westberlin zu Mauerzeiten. eine Stadt, die von palästinensischem Gebiet eingeschlossen ist. Da bekommt der übliche Seitenhieb auf die vermeintlich geografisch so ungebildeten US-Amerikaner einen faden Beigeschmack. Trotz falscher Daten hat man aber trotzdem immer eine richtige Meinung. Was letztere in einem Bericht zu suchen hat, fragen sich hoffentlich nicht nur Menschen, die in der Schulde noch vom Sinn der Trennung von Bericht und Kommentar gehört haben. Mit dem Zweiten sieht man nicht besser aber eben anders. Falsch aber sexy könnte man in Anlehnung an die Worte des zumindest bisher wohl erfolglosesten Oberbürgermeisters von Berlin zu sagen. Immerhin rückt er so wie es aussieht zumindest diesbezüglich bald einen Platz nach hinten.

Aber der Nahe Osten ist eben gar nicht so nah.  Zudem ist dort alles immer so schrecklich kompliziert und die Zukunft liegt sowieso in Asien. Das hat auch der stets lächelnde Papst, der bekanntlich das Klima mag, erkannt. Mit seinem eigenen Laden kann er offenbar nicht so furchtbar viel anfangen, was den ohnehin schon seltsamen Rücktritt seines Vorgänger noch etwas seltsamer erscheinen lässt. Der Vorgänger rief seinerzeit nicht nur engagierte Kirchenmitglieder auf den Plan sondern heizte auch die Kritik von denjenigen an, die mit der katholischen Kirche nie was am Hut hatten. Darunter gibt es bekanntlich viele Grüppchen, die vor jeder anderen Religion in Ehrfurcht (oder ist es doch schon Angst?) erstarren, zu Hause ein paar Buddha-Figürchen aus Spritzguss ins Billy-Regal stellen und über „diese Kirche“ gerne derbsten Spott ausgießen während sie anderen Ausrichtungen eine geradezu kleinkindhafte Mimosenhaftigeit zugestehen. Gleichzeitig schaut man gerne in die Vergangenheit und geißelt die schlimme Zeit der Inquisition und die Kreuzzüge, während man alltäglichen Menschenrechtsverletzungen die heute statffinden bemerkenswert gleichmütig zuschaut oder noch meint dort Perlen kultureller Fortentwicklung entdecken zu können. Ansonsten schweigt oder nickt man stets verständnisvoll angesichts der oft aus nichtigsten Anlässen stattfindenden Auftritte nach Art der beleidigten Leberwurst. Das Schweigen und Nicken kann man dann zukünftig sicher noch gut gebrauchen, man will ja keinen Ärger.

Wenn aber hohe Kirchenvertreter schon ohne Aufforderung ihr Kreuz ablegen, für dessen Tragen sich früher viele Menschen haben umbringen lassen und das nicht wenige noch heute das Leben kostet, dann wird es schwierig, von den eigenen Club-Mitgliedern noch respektiert zu werden. Der Papst kümmert sich unterdessen auch im Rahmen persönlicher Besuche um die Rohingya, von denen ehrlich gesagt bis vor einigen Monaten die meisten noch nie gehört hatten.  Das war bei den Peschmerga übrigens auch so, von denen hört man heute auch nicht mehr viel, aber ein paar Wochen lang gehörte ihnen das Rampenlicht des Deutschen Bundestags, das sie sich mit Frau Roth teilen mussten, so dass so furchtbar viel vom Licht vermutlich nicht übriggeblieben ist. Aber zurück in den Süden Asiens. Für die verfolgten Christen in der Region, von denen es auch mehr als eine Handvoll gibt, blieb auf Grund des engen Reiseplans des Vatikan-Chefs offenbar keine Zeit mehr. Dafür nutzte das vatikanische Flugzeug vermutlich fair gehandeltes und klimaneutrales Kerosin und im Radio lief U2 im Shuffle-Modus.

Laut wikipedia ist die genannte Volksgruppe übrigens die „weltweit am stärksten verfolgte Minderheit“. Das können wir nicht beurteilen, wir fragen uns auch nicht, wie man derartiges exakt messen zu können glaubt. Uns stellt sich diesbezüglich eher die Frage, was dazu Frauen, Homosexuelle oder Mitglieder anderer Religionen oder mit anderen gesellschaftlichen Vorstellungen in manchem real existierendem Steinzeitstaat sagen würden wenn sie dürften.

Immerhin klappt es offenbar mit dem Missionieren trotzdem prima. Das gilt sogar in den Reihen B-Prominenter wie Jürgen Trittin oder Claudia Roth, die bisher nicht durch ein besonderes Interesse an christlichen Lebenswelten aufgefallen sind. Vielleicht planen sie nach der Zwangsvereinigung  Europas ja mit der globalen Religion schon den nächsten Streich. Eine neue Währung für die digitale Kollekte lässt sich ja dank blockchain heute in fünf Minuten erschaffen – Lobet den Herrn und jetzt her mit den God-Coins! Ach so, der Herr darf ja nicht mehr der Herr heißen, weil das nicht korrekt ist. Seisdrum, den HERRN wird derart kleinkariertes weltliches Geplänkel kaum stören. Das Endziel manch ehemaliger Studenten ist vermutlich anstelle des nachgeholten Studienabschlusses noch immer die Errichtung der globalen klassenlosen Gesellschaft zu dessen Erreichung ja schon früher jedes Mittel recht war. Think Big kann man da nur sagen oder doch lieber, wie es bei Element of Crime so schön heißt: „Große Gedanken, kleines Gehirn“? Errichtung ist übrigens ein treffender Begriff, denn freiwillig lässt sich auf so einen Blödsinn wohl kaum jemand ein.

Um verfolgt zu werden genügt es abseits der religiösen Scharmützel in Deutschland mittlerweile übrigens schon, nicht links (was auch immer das sein soll) oder „mainstreamig“ genug zu sein. Es ist bemerkenswert wie sich eine mit geheuchelter Toleranz getünchte Tyrranei ausbreitet, deren Mitläufer nicht einmal davor zurückschrecken, Menschen mit Fotos und Plakaten an den Pranger zu stellen und kaum verhohlen zu Gewalt aufzurufen, weil andere Menschen eine andere Meinung haben. Das bekommen Professoren genauso zu spüren wie Kommilitonen und Politiker. Auch die Gewerkschaft verdi hat sich bekanntlich vor einigen Monaten mit einem später eilends wieder zurückgenommenen Faltblatt geradezu mit Peinlichkeit besudelt. Dieses Blättchen konnte man kaum anders einstufen, als einen unverhohlenen Aufruf zu Denunziation, Ausgrenzung anderer und Überwachung. Auch hier zeigen sich erste Zeichen des Wahnsinns und sicher auch schon die Ausläufer der Panik einer Organisation, die vor allem noch dem Selbsterhalt dient. Eine solche Organisation, die für jedes Mobbing-Opfer angeblich Verständnis hat und stets von Solidarität faselt, ruft zu etwas auf, das eben den Tatbestand des Mobbing erfüllt? Um dass zu verstehen, muss man vermutlich die obere Führungsriege der Gewerkschaft und damit eine hohe Stufe des logik-befreiten Karmas erreicht haben. Selten war die Toleranz intoleranter als heute. An dunklen Tagen meint man schon den Ruf zu hören: „Wollt Ihr die totale Toleranz“? Wie die Antwort ausfällt weiß man nicht, denn Nicken und Schweigen kann man bekanntlich nicht hören.

Langsam klärt sich jedoch auf, warum man die bösen Menschen, die anderer Meinung sind, so gerne ausgrenzen möchte. Sie stellen klare Fragen und wollen klare Antworten. Das ist für viele eine offenbar völlig neue Situation, wie man nicht nur der SPD-Abgeordneten anmerkte, die von der einfachen Frage eines anderen Abgeordneten „Wie viele Geschlechter gibt es denn Ihrer Meinung nach?“ völlig überfordert war und sich „nicht festlegen“ wollte. Das war natürlich eine wirklich schwierige Frage. Sicher sind solche Menschen bei einfacheren Fragen dazu in der Lage, schnell und sicher klare Antworten zu geben und auch unter Druck Entscheidungen zu treffen. Oder wird man sich bei einem Euro-Austritts Italiens, bürgerkriegsähnlichen Zuständen im Ruhrgebiet oder in Berlin oder auch bei einem militärischen Angriffs ebenfalls nicht festlegen und erstmal bei McKinsey nachfragen, was denn opportun sein könnte? 

Bei einem militärischen Angriff wäre das schon wieder, wenn auch nur kurzfristig, besonders unterhaltsam. „Wir werden angegriffen, wie gehen wir vor?“. „Ooch, da leg ich mich nicht fest. Nööö, wir machen da nicht mit“. Dann sollte man lieber schnell die Popcorn aufessen. Vielleicht gibt’s bald keine mehr.

Ein schlauer Mensch hat einmal formuliert, das Problem Russlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei es gewesen, dass der Kommunismus von Menschen, die ein wissenschaftliches Experiment planten, in die Hände von Gläubigen geraten war. Die Experimentatoren hätten nach dem offensichtlichen Scheitern vermutlich aufgehört. Die Gläubigen haben es bis zum bitteren Ende mit religiösen Eifer vor die Wand gefahren und dabei eine Menge vermeintlicher Ketzer verbrannt. Nun sind seit Jahren weite Teile des Bundestages in den Händen von Menschen, die ebenfalls Fehler nicht mehr eingestehen und korrigieren, sondern die immer weiter machen.

Mit wenig Fakten und viel Pathos werden andere Meinungen werden gerne als „Hetze“ oder gleich als „Hassrede“ gebrandmarkt, auch wenn sie sachorientiert und faktenbasiert sind während munter der kulturelle Bereicherungsmythos herausposaunt wird. Das alles wird mit Unterstützung von Popstars und solchen die es werden wollen medial unterstützt. Wen interessiert schon der Geologieprofessor, wenn ein TV-Sternchen sich Sorgen um den Meeresspiegel macht. So entwickeln sich quasireligiöse Denktrends im Endspiel einer infantilen Spaß- und Betroffenheitsgesellschaft, die es allem demokratischen Getue zum Trotz offenbar nicht schlimm findet, wenn moralische Gesellschaftstheoretiker von Schlägertrupps unterstützt werden. Heute sind diese schwarz vermummt, ansonsten ist es fast wieder wie damals. Wer eine schwarze Vermummung statt einer braunen Uniform trägt wird dadurch nicht zum Demokraten.

Wie lautet ein so treffendes römisches Sprichwort? Wehren muss man sich am Anfang

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3 Kommentare auf "Die Realität ist reine Fiktion …"

  1. bluestar sagt:

    Klasse Artikel, vielen Dank. Trotz des traurigen Themas bleibt das innerliche Schmunzeln und die Bewunderung aufgrund der sarkastischen Fähigkeiten.
    Unaufhaltsam scheint der gesellschaftliche Abstieg dieses Landes zu sein, nichts lässt Optimismus zu. Das Heer der Profiteure, Täter, Mitläufer, Nichtdenker, Gutmenschen und Verblödeten ist einfach zu gewaltig.
    „Wehren muss man sich am Anfang. “
    Ich meine, der Selbstschutz des eigenen Verstandes hat oberste Priorität.
    Kein TV, keine Systempresse oder sonstigen geistigen Abfall in den Kopf…

  2. Don_Juan_Matus sagt:

    Ja, wieder einmal feinst ziselierter Zynismus, der noch lustig rüber kommt.

    Es ist doch schon unübersehbar, dass genau die, die gegen anders Denkende die Nazi- und Hasskeule entgegen schleudern, selbst die aller größten FASCHISTEN sind!
    (Beliebte Technik: „Haltet den Dieb!“…)
    Um das zu verschleiern agieren sie wie ein angeschossenes / tollwütiges Tier.
    Sie wollen (wieder) IHRE Diktatur – der wahnsinnigen „Gutmenschen“.

    @ bluestar:
    >> …nichts lässt Optimismus zu.

    Vorsicht, denn genau das wird den Menschen unterbewusst indoktriniert – „Man kann ja eh‘ nix machen“.
    Wer sich tiefer informiert und Verschwörungen nicht leugnet weis woher das alles kommt!
    Man kann sicher sein, dass z.B. Soros immer mit dabei ist.
    Prof. Mausfeld hat das in etlichen Beiträgen ausführlich analysiert.
    Jedoch gibt es andererseits immer mehr Menschen die erwachen.

    Deshalb sehe ich es heute als „erste Bügerpflicht“ sich dem zu widersetzen und standhaft zu bleiben. Vor Allem für gegenseitige Achtung, Menschenrechte, Nächstenliebe, Wahrheit und Ehrlichkeit einstehen – und das vorleben, ein Zeichen setzen.
    „Wir“ sind nicht allein! Diese Lichtzeichen einiger Menschen wird gesehen. Nur so können wir uns gegenseitig bestärken.
    Die Fascho-Front, reichlich mit Geldern auch aus dem Familienministerium gepimpert hat sich schon zur Armee zusammen geschlossen und führt *Krieg* gegen Meinungsfreiheit und den gesunden Menschenverstand.
    Nur wenn wir uns gegenseitig helfen und unterstützen, überleben die Mutigen ihren Kampf, den sie vor allem für uns führen. Siehe Ken Jebsen und viele Andere.

  3. Argonautiker sagt:

    „Es ist bemerkenswert wie sich eine mit geheuchelter Toleranz getünchte Tyrannei ausbreitet, deren Mitläufer nicht einmal davor zurückschrecken, Menschen mit Fotos und Plakaten an den Pranger zu stellen und kaum verhohlen zu Gewalt aufzurufen, weil andere Menschen eine andere Meinung haben.“

    Sehr schön beschrieben.

    Es war absehbar, daß, bevor es zu der finalen Schlacht mit Waffengewalt kommen wird, es zu einer Schlacht des Schuldverteilens kommen wird, die von denen angeführt werden wird, welche die meiste Schuld selbst erzeugt haben, denn diese sind es, die diese eigene Schuld ja loswerden müssen. Und los werden sie diese Schuld, indem sie Andere einer Schuld bezichtigen, die von ihrer Eigene Schuld einerseits ablenkt und verkleinert und andererseits einen Teil dieser eigenen Schuld auf Andere projizieren.

    Derjenige, der diese Schlacht um die Schuld verlieren wird, wird voraussichtlich den heißen Krieg beginnen, weil er sonst zur Schuldkippe aller werden würde, was automatisch seinen Untergang besiegeln würde.

    Das wird voraussichtlich eher ein kleiner Staat sein, weil der Druck auf sie verhältnismäßig wenig Aufwand bedarf und andererseits der Druck im Beschuldigten eines Kleinen besonders hoch sein wird. Das wird ihn vor die Wahl des kampflosen Untergans oder des Annehmens der Chance eines Davids gegen Goliath stellen.

    Ein Grund warum sich derzeit eben auch alles in Größe flüchtet. Alles fusioniert, weil es im groß Werden eine Dominanz eines Goliath erreicht, die auch jede noch so große Lüge und Schuldprojektion zur Wahrheit deklarieren kann, und somit die eigene Schuld abwälzen kann.

    Schuld gibt es hingegen eigentlich nicht. Sie ist eine Erfindung des Menschen. Da ist kein Gott, und da war auch niemals ein Gott, der irgend so etwas gesagt hätte. Es gab immer nur Menschen die behauptet haben, daß Gott dies oder jenes gesagt hätte. Das Schuldprinzip ist seit jeher ein Prinzip gewesen um das Leben zu schwächen, wenn es drohte stärker als die Schulderzeuger zu werden.

    Kirchen und Staaten sind neben Wissenschaft und Banken mit Abstand die größten Schulderzeuger in der Welt. Es gibt kein aus sich bestehendes Gesetz, das man Steuern zahlen muß, folglich ist das schuldig sprechen bei Zuwiderhandlung ebenfalls eine durch Brutalität aufrecht erhaltende Illusion, um Macht über andere auszuüben.

    Wie angeblich christliche Kirchen oder Parteien, als angebliche Vertreter einer christlichen Lehre, jemals dazu kommen konnten, mit Schuld- und Strafzuweisung zu operieren, obwohl von dort ursprünglich die Anweisung ausging, jegliche Schulden zu vergeben, und ebenso nicht zu richten, ist schon mehr als eine sehr dreiste Lüge.

    Schulderzeugung dürfte heute zum lukrativsten Geschäftsmodell weltweit avanciert sein.

    Kirchen erzeugen sie über ein religiöses System.
    Staaten über sogenannte Gesetze.
    Geldschöpfende Banken über den Schuldkredit.
    Und die Wissenschaft will festlegen was als Wissen gilt.

    Allen gemein ist, daß sie sich selbst als Maßgebend ansehen und nicht mehr lediglich Stellvertreter ihres eigentlichen Herrn sind, sondern das Monopol für sich selbst beanspruchen. Wesen die nicht mehr zwischen sich und Gott unterscheiden können/wollen und annehmen sie selbst seien unfehlbar, und seien befugt andere zu bestrafen so sie gegen ihre Anweisungen verstoßen nennt man in der Fachsprache Psychopathen.

    Die Einen wollen das Monopol über das Wissen, die Anderen über den Glauben, die Banker über den Handel, und die Politiker wollen sogar das komplette Leben bestimmen. Erreicht wird dies durch die Erzeugung von eben dieser Schuld und angeblich gerechter Strafe.

    Nur etwas wertiges tun, das wollen diese Leute selbst nicht.