Die nächste Freiheit: EU-Zwangssanierung

22. März 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Frank Meyer) Hausbesitzer aufgepasst! In der Kommandozentrale für europäische Angelegenheiten hat man sich schon wieder viele heißen Gedanken gemacht, den Bewohnern Europas noch mehr Glück angedeihen zu lassen. So heißt es, die Wohnhäuser verbrauchen zuviel Energie. Deshalb haben sich die Experten zu neuen Ideen hinreißen lassen: Der Zwangssanierung alter Häuser…

Mitten in den Immobilienboom nun diese Nachricht: In Europa wird zuviel Energie verbraucht. Nicht dass das neu ist, doch Grundlage für weitere Repressionen. Deshalb ist schon wieder eine neue EU-Richtlinie unterwegs, um den Kampf gegen Kilojoules erfolgreich aufzunehmen. So will das EU-Parlament will die Hausbesitzer zwingen, den Energieverbrauch der bis vor zwei Jahren gebauten Häuser um 80 Prozent zu senken, auf rechnerische 1,4 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Die Aufwendungen dafür rechnen sich vor allem für ältere Häuser nicht mehr. Vielleicht wird mit der nächsten EU-Richtlinie dann der Zwangsabriss nach einer Übergangszeit beschlossen – als Konjunkturprogramm für die Baubranche.

Der Energieausschuss des Parlaments plant in einer weiteren Richtlinie europaweit den Energieverbrauch zwischen 2010 und 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Bereits bis Ende 2020 soll der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt worden sein. Mit dem Abriss einer entsprechenden Anzahl von Häusern käme man da schon weiter. Kommt es zu einem Richtlinienentwurf durch das EU-Parlament, ist hierzulande Eile angesagt, daraus ein volksbeglückendes Gesetz zu basteln.

Selbst Erich Honecker wäre nicht auf diese Idee gekommen, den Leuten zwangsweise Kosten von 100.000 Euro und mehr für seine vermeintlich gute Sache angedeihen zu lassen. Doch er hatte gewarnt. Die im letzten Jahr noch gebauten Häuser sind womöglich schon die Sanierungsfälle von morgen. Und dann wundert man sich mancherorts, wenn die Leute durchdrehen. Der Schaden, den die Umwelt erleidet ist in vielerlei Hinsicht kleiner, als der Schaden, der von so wenigen Leuten in Brüssel für einen ganzen Kontinent angerichtet wird.


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35 Kommentare auf "Die nächste Freiheit: EU-Zwangssanierung"

  1. wolfswurt sagt:

    In einem Lied heißt es: „…lustig ist das Zigeunerleben wir woll´n dem Kaiser kein Zins mehr geben…“

    So oder so ähnlich wird sich die nähere Zukunft gestalten…

  2. samy sagt:

    Hi,

    mal auf die Schnelle, so ein „Konjunkturprogramm“ könnte nach hinten losgehen. Häuser verlieren rapide an Wert oder liqide Mittel müssen zwecks Renovierung aufgebraucht werden. Beides dürfte den Banken dann fehlen. Sei es als Sicherheit für bestehende Kredite oder Einlagen auf Sparbüchern der Kunden.

    Es würde noch mehr Kohle in neue Immos fliesen, die wahrscheinlich mit vergleichsweise recht günstigen Mieten aufwarten, da bei älteren Bauten die Mieten sprunghaft steigen werden, weil der Hausbesitzer seine Kosten umlegen will. Dann hat mann die Wahl, neue oder alte Bude für teuer Geld?

    Also bleiben eine Menge ältere Häuser leer stehen, vergammeln, müssen ohne Einnahmen zu erzeugen in Schuß gehalten werden. Ghettobildung? Abrißbirne? Wieder verlieren eine Menge Hausbesitzer vormals beleihbares erstklassiges Kapital. Sinkende Kreditaufnahmen usw. wären die Folge oder Kredite zu höheren Zinsen usw.

    Mann könnte den Gedanken weiter spinnen. Ich glaube nicht das so ein Blödsinn durchkommt. Der Endeffekt wäre volkswirtschaflich gesehen deflationärer Natur. Das wollen weder Politiker noch Lobbys der Hausbesitzer.

    VG

  3. dork sagt:

    Frank, hast Du eine Quellenangabe? Ich meine, das letztens auch gelesen zu haben, aber da ging es um Häusern von vor 20 Jahren, nicht 2-3 Jahre und um eine Senkung des Energieverbauchs bis 2050 oder so; leider finde ich den Artikel in meiner Browserhistorie nicht mehr.

    Was kommt als nächstes? Ausatmen-Steuer (miese CO2-Bilanz) in Kombination mit einer Hyperventilier-Steuer beim Lesen von EU-Verabordnungen? Zwangsverordnete Magenspiegelungen mit Edelmetallbiopsie für alle Bürger, die in den letzten 10 Jahren einen Danziger-Blattgold-Likör gekauft und verköstigt haben?

    > Der Endeffekt wäre volkswirtschaflich gesehen deflationärer Natur.

    Wäre das nicht ein Boom der Baubranche (Sanieren, Dämmen, bzw. Neubauten etc) für der Deutschen zweitliebstes Kind, die Immobilie?
    Sicher gibt es dann wieder Zuschüsse als Anreize für die Kreditaufnahme zur Renovierung des Hauses.
    Das System sucht immer verzweifelter neue Schuldner. Das gibt zu Denken.

  4. samy sagt:

    Hi Dork,

    „Sicher gibt es dann wieder Zuschüsse als Anreize für die Kreditaufnahme zur Renovierung des Hauses.“

    Und wenn nur die big player die Kredite aufnehmen und/oder erhalten? Vielleicht will der kleine Mann oder der wohlhabene Gutbürgerliche das Risiko eines Kredites nicht auf sich nehmen oder die Banken geben das billige Geld nicht weiter, weil sie Risikopolster aufbauen usw..

    Viele würden dann Vermögen verlieren zugunsten weniger Baulöwen und Immofonds. Dann würde der Markt für Neubauten eine Zeit lang boomen nur um dann irgendwann zu verrecken.

    Sachwertvernichtung beim Ottonormalo auf breiter Front, also eher deflationär.

    Und der Effekt, dass die Banken weniger wohlhabene Kunden „in der Bilanz“ haben.

    Und die Mieten würden steigen ohne das die Löhne steigen, somit würde an anderer Stelle auf Konsum verzichtet. Auch da würden Preise deflationieren, weil Preiskampf.

    VG

  5. hannesb sagt:

    Die ganzen, zunächst unverständlichen, EU-Ergüsse sind Teil des Euro-Rettung-Systems. Egal ob „wir tauschen alle Glühbirnen aus“ oder „jetzt sanieren wir alle Häuser“ oder „Montags müssen alle Autos blau lackiert sein“. Kreativität ist gefragt. Ob die da Prämien für kriegen?
    Es geht darum die Sparertuben auszuquetschen, das Sparguthaben in den Kreislauf zurück zu bringen. Und wer bisher Schulden-FREI war, also praktisch ein FREI-Läufer, wird damit wieder „verhausschweint“
    Denn nur ein kreditverschuldeter Sklave ist ein guter Sklave.
    Die Kreditgeber-Seite braucht möglichst viele Kreditnehmer damit das System wie geschmiert funktioniert.

  6. EuroTanic sagt:

    Wenn eine reale Energieeinsparung als Ziel vorrausgesetzt wird hat sich das Ganze schon erledigt. Denn mit den derzeit allerorten durchgeführten „Wärmedämmungen“ erzielt man keine, oder negative Energieeinsparungen. Das hat ganz einfach physikalische Gründe. Dieser Dämmwahnsinn ist nicht nur ein finanzielles Fiasko, sondern auch ein energetisches, und gesundheitliches noch dazu. Aber wer sagt, dass dies genau das Ziel dieses bürokratischen Unsinns sei, der ist ja bloss ein Verschwörungstheoretiker. 😀

    • Fnord23 sagt:

      Hallo EuroTanic,
      Kenntnisse in einfache Bauphysik und eine Portion gesunder Menschenverstand sollten eigentlich reichen, um das Problem mit der Konservenbüchse zu verstehen.

      Ich hab Akademikerfreunde, die rechnen und machen und tun und kommen dann zum Schluß: Kalksandstein mit Styropordämmung.
      Einen Stein der Wasser zieht von außen isolieren? Sodass auch die Sonne die Wände nicht aufwärmen kann…Was hab ich versucht ihn davon abzuhalten.

      Fazit: Nach der offiziellen Teilbauabnahme hab ich festgestellt, dass hinter dem Dachkasten die Isolierung nicht bis zur oberen Wandkante geklebt wurde. Es fehlten so an die 20 Zentimeter. Da wirds dann im Ixel mal schnell feucht. Also zum Blödsinn kam auch noch Pfusch.

      Im Winter ist der Klingeltaster eingefroren, weil der aus Metall ist und das die Kälte in die Dämmung leitet und dort dann Kondenswasser gefriert. Die Bolzen der Regenwasserfallrohre sind auch nicht entkoppelt. Selbes Problem. Die Löcher dafür in der Dämmumg wurden 1 cm größer gebohrt als der Bolzen stark ist und nicht abgedichtet. Was ja auch nicht viel bringen würde. Schwachsinn das alles…

      Da lob ich mir meine Holzständerbauweise ohne Folie in der Wand. Der Wasserdampf diffundiert durch die Wände. Funktioniert super seit Jahren. Gutes Raumklima. Da muß ich auch nicht Ablüften, um das Wasser aus dem Haus zu bekommen. Wenn ich so was schon höre.

      „Wer Schimmelpilze in der Wohnung hat, hat falsch gelüftet!“

      Schwachsinn. Da wird dem armen Mieter die Schuld für Dämmirrsinn und Baupfusch in die Schuhe geschoben.

      Und dann muß noch eine Wärmerückgewinnung rein. Nach 4 Jahren hab ich dann mal angemerkt, dass es im Haus „müffelt“. Das kam aus den Belüftungsrohren….völlig verpilzt. Wurde sofort stillgelegt. Die Luftöffnungen wurden verschlossen und jetzt werden die Fenster geöffnet.

      Oach, ich reg mich schon wieder auf…
      Gott, wirf Hirn vom Himmel.

      VG aus Sachen

  7. Johannes sagt:

    Ach Gott, nie im Leben geht das durch, nie, nie, nie.

    1.)Die weltfremden EU- Bürokraten verstehen nicht viel, aber immerhin so viel, dass dies auch sie selbst treffen würde.

    2.)Ein Haus wird mit vielen Entbehrungen gebaut, dementsprechend viel Liebe, Einsatz und Energie stecken in einem solchen.

    Ich habe ein Haus und ich hoffe sogar, dass die das umsetzen, weil dann jeder Häuslbauer/Hausbesitzer aufgeweckt und zum EU- Gegner wird.

    Massenproteste wären die Folge.

    Daher, das kommt nie. 🙂

    • Fnord23 sagt:

      Hallo Johannes,

      sehe ich auch so. Das kommt nicht. Weil die Vorgabe von 1,4l Heizöl/m2 pro Jahr utopisch ist. Das wäre ja fast Niedrigstenergiehausniveau. Also ca. 2100kwh Primärenergiebedarf (Heizung ohne WW) pro Jahr für ein Haus mit 150m2 Wohnfläche. Wenn ich mich richtig überschlagen habe. Da kannste dann auch abreißen und neu bauen….

      VG aus Sachsen

      • Johannes sagt:

        Salve Fnord23,

        die könnten dann gleich das EU- Gebäude abreissen, oder gleich ganz Brüssel, weil dort sicher kein Haus diese Vorgaben erfüllt.

        Hat das neue Bundeskanzleramt solche Werte? 😉

        Die alten Parlamente schon mal nicht! *fg*

        Sollte das wirklich kommen, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, mache ich persönlich einen Ausflug nach Brüssel und watsche jeden Abgeordneten persönlich ab. 😉

        So gesehen wärs ja auch wieder lustig. *g*

        Gruss vom Wörthersee

        Johannes

        PS: Ich brauche nicht mal 1,4l Heizöl/ m², da ich Pellets verwende :p

        • Fnord23 sagt:

          Hallo Johannes,
          Wörthersee….wohnen da also auch vernünftige Menschen. Wir haben hier im Erzgebirge nämlich so unsere Voruteile und halten uns für die Schlausten. 🙂

          Mein Pelletsbrenner zieht so 3 – 3,5 t p. a. durch. Das sind ungerechnet aber auch ca. 1500 l Öl. Scheitholz hamma ja auch noch. Das fällt aber auch nicht von allein in den Kamin..

          Wenn du dann nach Brüssel fährst, dann melde dich – Fahrgemeinschaft.

          Ich hab heute morgen mit einem Bekannten gesprochen, der ist in der CDU und kennt ein paar MdL und MdB persönlich ganz gut.

          Der hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt:
          „Kannst dir nicht vorstellen, die haben keinen blassen Schimmer, was hier abläuft.“

          Nächste Woche findet bei uns (mittlere Großstadt) eine Podiumsdiskussion statt. Vertreter der Parteien (MdL)wollen mit dem Volk reden und nachfragen, warum wir uns nicht verstehen.

          Ich kenne die alle persönlich. Einer ist über 65 und sollte lieber zu Hause mit den Enkeln spielen. Zwei sind Frauen, die sind zwar lieb, aber reichlich naiv. Der 4. ist scheinheilig und der 5. weiß wie man freie soziale Marktwirtschaft schreibt, aber bei der Definition muß er passen. Grausam aber irgendwie passt das zu den 90% der Bevölkerung, von denen matt06 schreibt.

          VG aus Sachsen

          • Johannes sagt:

            Salve Fnord23,

            „Hallo Johannes,
            Wörthersee….wohnen da also auch vernünftige Menschen.“

            Nicht sehr viele, wenn man sich die politische Landschaft bei uns ansieht. *fg*

            Was echt? Nur 3-3,5 Tonnen Pellets/ Jahr? Unter 5 Tonnen spielt sich bei mir gar nichts ab. Ich mags aber auch gern warm, zu warm wie viele Besucher meinen. 😉

            Ich habe schon länger aufgehört andere überzeugen oder gar mit anderen darüber diskutieren. Da hat wirklich jeder seine eigene Wahrheit.

            Bis jetzt läufts ja, entgegen der Meinung vieler Blogs und Crashpropheten, noch ausgezeichnet. Evt. schaffen die es ja wirklich, das Spiel über 10 oder 20 Jahre weiter laufen zu lassen.

            Und ich will und werde sicher nicht 10 oder 20 Jahre den Bekehrer spielen, oder gar deswegen in angst leben. Ich starte lieber mit einem Freund ein neues Projekt, das evt. sogar mal was abwirft, aber sicher was für die persönliche Entwicklung bringt.

            Als ich mich mit dem Thema zu beschäftigen begonnen habe, habe ich auch diese angst verspürt. Das ist Gott Sei Dank vorbei. Zu vieles, was teilweise angekündigt wurde, von mehrfachen Währungsreformen, Derivatebombe, Zerfall der EU etc. ist nicht eingetroffen.

            Irgendwas scheinen jene (Politiker), die überall beschimpft werden, doch richtig zu machen.

            Man kann von denen finde ich auch etwas lernen. Die Lage kann noch so bescheiden sein, die lachen trotzdem immer. 😉

  8. matt06 sagt:

    Dieser ganze Irrsinn in dieser elendigen EU macht mich nicht nur wütend, sondern auch zusehends immer mehr Angst!Was ist das nächste was sich unsere Volksvertreter einfallen lassen? Leider erwische ich mich immer öfter dabei mir Gedanken über einen Abschied aus der EU zu machen.Geschäft verkaufen und nur noch weg hier bevor es richtig dicke kommt,der Haken ist allerdings das mich die eigene Fam.langsam für durchgeknallt hält und über die unseren Themen brauchen wir uns gar nicht mehr mit Normalos unterhalten.@all,wie geht es euch denn so,oder bin ich der einzige ….(sorry) Schisser?Mir wird das langsam alles zu eng.L.G.Matt06.

    • Johannes sagt:

      Salve matt06,

      Angst ist der schlechteste Ratgeber, den man haben kann. Vor allem aber, ist angst ein Zerstörer.

      Denk dran, was das Schlimmste ist, was Dir passieren kann und ob das wirklich etwas ist, wovor man angst haben sollte.

      Im Grunde ist die größte Angst immer, Materielles zu verlieren, in diesem Fall das Eigenheim.

      Na und? Lebt es sich in einer Mietwohnung so viel schlechter?

      Die Gefahr, der Du momentan am meisten ausgesetzt bist und das sollte Dir wirklich angst machen, ist, dass Du Deine Familie verlierst.

      Habe Spaß im Leben, jetzt und hier. Genieße das Leben mit Deiner Familie im Jetzt und Hier.

      90% der Sorgen und Ängste, die man hat, treffen NIE ein.

      Also ab mit Dir, steck Deine Familie ins Auto und genieße ein wunderschönes Wochenende mit ihr.

      Das, lieber matt06, kann Dir niemand mehr nehmen und Deine Familie wird es Dir danken.

      Also ab mit Dir! 🙂

      Ein schönes spassiges Wochendene vom Wörthersee

      Johannes

      • matt06 sagt:

        Servus Johannes ,danke für deine netten Worte,ganz lieb aber ich hab das komplette Programm schon einmal hinter mir und hab mich extrem schwer wider aufgerappelt,das ganze begleitet von schwerer krankheit.Du hast aber sicher recht das es gescheiter ist weiterhin mit Optimismus durch das Leben zu gehen.Ich muss es wohl wie ein Spiel ansehen an dem ich möglichst nicht teilnehme!Den materiellen Verlust,sollte es denn so kommen,kann man sicher verschmerzen,das Problem ist ja nur das man den Zug herannahen sieht und es so schwer ist vom Gleis herunter zu kommen!Geste Grüsse an den schönen Wörthersee,Matt06.

        • Johannes sagt:

          Salve matt06,

          „ich hab das komplette Programm schon einmal hinter mir und hab mich extrem schwer wider aufgerappelt,das ganze begleitet von schwerer krankheit.“

          Und was war Dein größter Wunsch, als Du die schwere Krankheit gehabt hast? Ganz sicher die Gesundheit wieder zu erlangen.

          Du bist, so lese ich das heraus, ein Kämpfer, einer der nicht aufgibt, einer, der unter schwierigsten Bedingungen noch kämpft.

          Was soll Dich noch erschüttern? Ein Vollwärmeschutz? *gg*

          Nein matt06, Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen.

          So, jetzt dreh ich meinen Laden zu und freu mich aufs schöne Wetter und aufs Wochenende.

          Juhuuuuuuuu, es ist Freutag. :))))

          Gruss

          Johannes

    • Fnord23 sagt:

      Hallo matt06,

      du bist kein Ossi! Oder? Wir sind ja Diktatur erfahren. Und ich kann dir sagen:

      Das ist eine milde Form mit demokratischem Anstrich.

      Wie Frank schreibt:
      „Selbst Erich Honecker wäre nicht auf diese Idee gekommen.“

      Bei uns hier sehen das die Menschen gelassen. Es gibt ziemlich viele, die da offen darüber reden. Also über einen Zusammenbruch.
      Wenn ich auch glaube, die Meisten können sich nicht vorstellen, was die schlimmsten Konsequenzen sein könnten.

      Aber es hilft natürlich, wenn man mit Gleichdenkenden reden kann.

      Gibt es da gar keinen in deiner Nähe?

      Ach, der Johannes hat dir doch geraten mit deiner Familie ein schöne WE zu verbringen. Am Wörthersee soll es auch nett sein.

      VG aus Sachsen

    • hannesb sagt:

      Warum solltest du ein Schisser sein? Weil du die Gefahr für dich und deine Zukunft, deine Ersparnisse und Altersvorsorge die von dem System aktuell ausgeht erkannt hast? Zu viele schwarze Schwäne. Für mich ist diese Nummer durch. Ich bin, völlig relaxt und entschlossen dabei, mein Geschäft zu verkaufen. Sollen die doch hier machen was sie wollen. Manche Menschen sehen ihr aktuelles Leben wie eine Generalprobe und merken plötzlich, hey, das war ja schon die Aufführung! Es gibt auch noch was anderes auf dieser Welt als für Zinsen und Steuern zu malochen. Das geht hier exponentiell den Bach runter.
      Zuviel gelesen, Danke, Internet, danke an Frank Meyer und all die anderen für die unermüdliche Aufklärung.

      Meine Premisse:
      Höre auf, schwarze Schwäne über dem System zu zählen.
      Wenn du etwas tun willst, dann mach es jetzt.

      Warte nicht, bis Du alles verloren hast,
      denn dann hast du die Freiheit alles zu tun.

  9. Fnord23 sagt:

    @hannesb,
    dem ist nichts mehr hinzu zufügen. Man muß aufpassen, dass man geistig gesund bleibt.

    @Johannes,
    nur noch kurz, eigentlich OT, ist ja kein Heizungsblog hier:

    143 qm, voll beheizt, Flächenheizung, Raumtemp. 20,5 Grad auf 170cm, Temp. auf Fußboden 23,5 Grad, max. Vorlauf 29 Grad

    Sorry Frank….

    VG

  10. dork sagt:

    Jetzt muss ich mal ne böse Frage stellen.

    > Hat das neue Bundeskanzleramt solche Werte?

    Es geht doch um den Verbrauch pro qm.
    Der qm steht im Nenner der Gleichung.
    Je größer die Wohnfläche im Vergleich zu den Heizkosten, desto geringer der Gesamtwert. Überspitzt: je größenwahnsinniger die Wohnung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, mit dem Wert verbrauchte Heizenergie geteilt durch qm auf eine geringere Zahl zu kommen und ggf unter den Grenzwert für die Zwangssanierung zu kommen.

    Hinkt vielleicht, aber mit diesem Gedanken muss Schloss Bellevue nicht saniert werden … 🙂

      • Fnord23 sagt:

        Alles schön und gut. Es geht hier wohl um den Primärenergiebedarf. Hierbei hat man nicht nur die Dämmung im Blick, sondern da wird auch mit einbezogen, wieviel Energie bei der Herstellung etc. des Energieträgers verbraucht wird. Öl eher schlecht, Holz besser.

        Wenn ich noch mal 80% einsparen soll, dann stelle ich in meinem Fall fest: Es geht nicht. Schlichtweg unmöglich. Da hilft auch keine meterdicke Dämmung mehr. Gut, ich könnte die Fenster zu mauern.

        Ich hab eher den Eindruck, als wenn man die Bevölkerung auf allen Ebenen ärgern will, um eine Revolution an zuschieben. Es werden Umwälzungen statt finden müssen – auf allen Gebieten. Die Folgen werden nicht so schön für die Meisten, aber es ist notwendig. Diese werden von den Menschen mit weniger Widerstand getragen, wenn das von diesen selbst ausging. Das ist VT, gehört jedoch zum Machtprinzip.

        VG

        • samy sagt:

          Wenn (!) der Blödsinn verabschiedet würde, dann findet wieder eine kleine Umwälzung statt. Nur von wo nach wo? Das hat nichts mehr mit von „unten nach oben“ zu tun, sondern das ist ein von „der Mitte nach oben“. Passt schon in die Gesamtentwicklung aber hätte verheerende Folgen. Die Mitte (u.a Mittelständische Unternehmer, freie Berufe) würden in Ihrer Fähigkeit in die Marktwirtschaft zu investieren gelähmt, falls sie nun immer wieder geschröpft würden. Auch die Meldung, dass Selbstständige sich nun versichern müsen passt dazu. Das „Präkariat“ scheint ausgepresst. Jetzt kommt die Mitte. Die Mächtigen schützen so ihren Besitzstand, so lange es geht und das System noch in Takt gehalten werden kann. Also wird nun die Mitte ausgesaugt, um sie bei den Wahlen besser gegen die Ärmeren aufhetzen zu können? Und wird dann wiederum bei den Mittellosen die übernächste Runde eingeläutet, weil das verängstigte Bürgertum dann auch bei den Wahlen wegschaut, also seine humanistische Bildung vergisst, wenn sie noch vorhanden war? Futter für die FDP’s Europa’s? Könnte klappen.

          VG
          PS:
          @ Frankk Meyer
          …oder wissen die etwas was wir nicht wissen. Warum so viel in Dämmung bzw. Senkung des Energieverbrauchs investieren. Peak oil + neue kleine Eiszeit?

          • wolfswurt sagt:

            Da in der Realität das Gegenteil geschieht was Regierungen verkünden, wird es eine Eiszeit geben.

            60cm Dämmung bei drohender Klimaerwärmung ist absurd.

            Meine Wenigkeit würde sich nämlich über eine Erwärmung im kühlen Norden sehr freuen. Leider wird die nicht kommen…

  11. DukeNukem sagt:

    Und da sag nochmal jemand ne Immobilie sei eine tolle Geldanlage…

  12. dork sagt:

    Frank, es wird noch besser … man könnte ja gleich die Daten aus Wärmebildrundflügen, Zensus, Grundbuchamt zusammenführen:

    http://www.lkz.de/home/lokales/stadt-kreis_artikel,-Waermebilder-von-allen-Daechern-der-Stadt-_arid,46644_lkzds,1.html

    Bevor ich saniere, kauf ich mir Angora-Hasen und stricke uns dicke Pullover; damit sinkt der Heizbedarf auch. Oder werden von der EU Angora-Hasen und Gänsedaunen wegen Tierquälerei verboten, damit man sich nicht vor der ZWangssanierung drücken kann? (sorry, zynismuskatharr)

    Eine andere böse Frage schießt mir durch den Sinn:
    Viele von uns erwarten eine Währungsreform mit Stichtag X.
    Was wäre, wenn die nie kommt, sondern schleichend geschieht?
    Das Resultat nach einer Währungsreform ist doch, daß man als Bürger massiv weniger Papierguthaben hat und die Schulden im Verhältnis ggf aufwerten.
    Passiert das nicht gerade? Lohndrückerei, Massenpreisschlachten, steigende Lebenshaltungskosten zur Guthabensminderung und auf der Gegenseite die Aufwertung von Schulden in Form von Verschuldungszwang, getarnt als Zwangsrentenversicherung und Zwangssanierung?
    Solange das Volk das Vertrauen in das System nicht verliert, ginge das sicher noch endlos weiter.

    Frage: Wenn heute Zwangsanleihen und Zwangshypotheken mit Altersvorsorge und Klimagründen verschleiert werden (und die Masse schluckt das, selbst im Verwandtenkreis gibts hier nur positives Kopfnicken) … wie könnte das System evtl. eine Währungsreform verschleiern? Ich denk nur laut …

    • Fnord23 sagt:

      Hallo dork,
      eine Währungsreform ist ja auch dazu da, die GeldVermögenklumpen und GeldSchuldenklumpen, zu entwerten. Beide Halter werden erleichtert. Diese Entwertung hast du ja eh im inflationierten System ständig schleichend.

      Durch diese Zwangsmaßnahmen findet aber immer noch das Gegenteil von Währungsreform statt. Oder?

      Eine Hyperinflation erzeugt ähnliches, aber unappetitlicher.

      VG aus Sachsen

      Achso, war gestern bei paypal online. Mir ist da ein Währungsrechner auf gefallen. Da konnte man leider nur die Währung EUR in EUR umrechen. Nicht gerade sinnvoll, oder?

  13. saxo sagt:

    Hallo zusammen!
    Auch wenn ich bisher nur selten hier schreibe(eher mehr auf hartgeld.com), so sei doch die Frage getattet: Wieviel Prozent des Energie-„Verbrauches“ entfallen in der BRD auf Privathaushalte? Sind es 4 oder vielleicht 5%? Und da genau wollen diese Leute 80% Energie einsparen? Hmm…
    Jaja, ich weiß, das ist hier kein Heizungs- oder Energieblog. Dafür gibt es ja EIKE. Aber: Wer wirklich den Vollpfosten in Brüssel eine Nase drehen will, sollte mal über das Thema „Holzgas“ nachdenken! Einfach mal „ixquicken“! Ein Bekannter im Leipziger Südraum hat sich einen Holzgas-Generator gebastelt und erzeugt mit selbigem ca. 12,5 kW Heizenergie und ca. 8 kW Elektroenergie. Das ganze mit Holz-Hackschnitzeln! Macht zwar etwas Arbeit, aber eben auch unabhängiger. Dazu vielleicht noch etwas Solar-Thermie und das eine oder andere Windrad, ein paar gebrauchte Stapler-Batterien und der relativ einfache Umbau der gängigen Haushaltsgeräte(Radio, TV, Waschmaschine etc.) auf 12 oder 24 Volt, und schon ist man autark.
    Was die Dämmungs-Orgie betrifft: Verwandte haben ihre Hütte von innen mit Porenbeton gedämmt. Resultat: Schimmel überall! Ein Nachbar hat ein altes, restauriertes und saniertes Fachwerkhaus ebenfalls von innen mit Porenbeton gedämmt. Resultat: Ebenfalls Schimmel überall! Mit dabei: Zwei Kleinkinder!
    Bei einer Dämmung von außen hingegen wäre letzterem die Hütte von der Innenseite des Fachwerkes her verfault und irgendwann zusammengebrochen. Also Pest statt Cholera!

    Naja, trotz allem:

    Gruß aus Sachsen, aber etwas nördlicher als vom Fnord

    PS: Ich werde mich natürlich mit ALLEN Mitteln gegen eine EU-verordnete Zwangsdämmung meines 1886-er Altbaues wehren!

  14. kernel sagt:

    Naja, immer mit der Ruhe.

    1. wäre es gar nicht möglich ein altes Haus auf einen derartigen Standard zu isolieren, d.h. man müsste es wirklich abreißen. Also in Deutschland zig Millionen Häuser abreißen und neu aufbauen. Das würde vermutlich schon die Amtsstuben überfordern und jahrelanges Weideland mitten in Innenstädten erzeugen.

    2. Vorschriften in der Sanierung (z.B. Elektrik) sind nichts neues, denn ständig werden Standards geändert, die dann bei Reparatur beachtet werden müssen.

    3. Sanierungen in diesem Umfang würden sofort die Mietpreise explodieren lassen, d.h. günstiger Wohnraum wäre nicht mehr verfügbar.

    4. Deutschland befindet sich bereits mitten in einer Immobilienblase. Wer bitteschön kauft sich ein Haus mit einem Faktor 25 und noch höher, während der Trend seit Jahren in renditestarke Objekte geht?

    5. Es gibt Möglichkeiten zur Befreiung von der EnEV.

    6. Den Regierungen ist sicherlich klar, dass sie beim Durchsetzen solcher Richtlinien, vermutlich (wörtlich) ins Gras beißen.

    Man wird es vermutlich wie immer machen. Sobald eben eine Sanierung (z.B. Dach) anstehen, dann muss es eben nach bestimmten Vorschriften saniert werden, wie diese dann auch immer aussehen mögen.
    Man kann dann auch anfangen zu sanieren und aufgrund der wirtschaftlichen Lage gehen einem halt dann die Möglichkeiten der Finanzierung aus.

    Zuerst wird ein laufendes Geschäft besteuert. Wenn es dann noch läuft wird es reguliert. Wenn es dann nicht mehr läuft wird es subventioniert.

    Es ist halt jetzt Sozialismus, gell.

  15. Hauki sagt:

    Eigentlich ist es nur schwer vorstellbar, dass das durchgesetzt wird. Andererseits sind in den vergangenen Jahren so viele Dinge geschehen (die man sich niemals hätte träumen lassen), dass man besser nichts mehr ausschließen sollte.

    Interessantes Fundstück gestern in einer „Verlagsbeilage“ der FAS zum Thema „Bauen, Sanieren, Finanzieren“. Dort ein „Standpunkt“ von Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführer der dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH) und Sprecher der „Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz“ geea, mit dem Titel „Ohne Gebäudesanierung keine Energiewende“. Das ganze eine einzige Propaganda-Schrift, die sich mit den in dem Welt-Artikel genannten Punkten der EU-Verordnung so ziemlich decken. Es wird gefordert, die Einsparverordnung zu verschärfen und „einen ambitionierten ordnungsrechtlichen Rahmen“ zu schaffen.
    Die geea über sich selbst:
    „Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz besteht aus führenden Verbänden und Organisationen, aus Unternehmen der Energieversorgung, der Industrie, des Handwerks, der Planung und des Handels, sowie aus Forschung und Wissenschaft.“

    Die Internetseite der geea:

    https://www.geea.info/
    https://www.geea.info/fileadmin/media/PDFs/Grundsatzpapier_geea.pdf
    https://www.geea.info/fileadmin/media/workshop/Kohler_Bundeslaenderworkshop.pdf

    Klar ist, dass es ein genialer Schachzug wäre, um das dreckige Spiel zu verlängern. Mit einer Währungsreform und entsprechendem Lastenausgleich durch Immobilien-Eigentümer war in der Vergangenheit zumindest ein Freibetrag einher gegangen. Wer ein einfaches Häuschen selbst bewohnte, musste sich also nicht am Lastenausgleich beteiligen.
    Mit dem Zwang zur Sanierung aber wäre es möglich, JEDEN zur Kasse zu bitten, ganz gleich, ob entsprechende Mittel vorhanden sind oder nicht. Wenn nicht, muss eben ein Kredit aufgenommen werden, der selbstverständlich zu „günstigen Konditionen“ von der KfW bereit gestellt wird.

    Auf alle Fälle sollte man diese EU-Verordnung im Auge behalten. Interessant nämlich ein weiterer Artikel in der gestrigen FAS (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/selbstaendige-rentenglueck-per-gesetz-11696226.html), in dem das Von-der-Leyen-Ministerium einräumt, es gebe eigentlich keinen Anlass, Selbständige in die Rentenversicherung zu zwingen … auch das eine Super-Idee, um die Verlängerung irgendwie hinzubekommen …

    Gruß, Hauki

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