Die Metallwoche: Herdentrieb ins Gold

20. August 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Piep! Hören Sie das auch? Sind es wieder Zeitzeichen in einer Zeitenwende? Gut möglich! Die weltweiten Geldberge vernichten sich oder sind hektisch auf der Flucht: Raus aus Aktien, rein in die sicheren Häfen, so wie man es früher immer gehandhabt hat, wenn es Schwierigkeiten gab. Funktioniert dieses Rezept für Kapitalschutz auch diesmal in einer Zeitenwende?  

Wenn schon die Politiker keine Antworten auf die drängende Fragen inmitten einer Überschuldungskrise haben, Gold hatte sie. Auch in dieser Woche bäumten sich die Preise auf, dass darüber sogar in den Hauptnachrichtensendungen berichtet wurde, während es an den Börsen hektisch zur Sache ging. Flüchtendes Geld rennt zum großen Teil wieder ins Papiergeld, aber eben zunehmend auch in Gold. Und es scheint, als wäre die Herde noch recht gemütlich unterwegs – angesichts der Umengen an Guthaben, die es auf dieser Welt gibt.

Was wäre zu den Märkten zu sagen? Was rufen die Charts? Brechen Fahnenstangen? Was hatte uns Silber am Freitag versucht mitzuteilen? Und damit willkommen bei einer weiteren „Metallwoche“ mit Michael, dem „Düsseldorfer“ und Frank Meyer am Mikrofon. Viel Spaß!

[audio:http://www.rottmeyer.de/wp-content/uploads/2011/08/Metallwoche-20-08-20111.mp3|titles=Metallwoche 20-08-2011]

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35 Kommentare auf "Die Metallwoche: Herdentrieb ins Gold"

  1. Berliner sagt:

    Das war mal wieder eine hervorragende Metallwoche.

    Herzlichen Dank Euch beiden!

    Sonnige Grüße
    Matthias

  2. rolandus sagt:

    Vielen Dank an die beiden KlasseBlogger, aber zu dem Blatt Papier noch mal kurz: Warum hast Du Deine Strichliste zerissen? Weil sie so voll ist das eine größerer her muß??????

    Die Quintessenz lautet: Es wird wohl wieder einen Besuch im Störtebekerhaus geben;-)

    Welch ein Geschenk diese Metallwochen!!!….und das auch noch bei besten Grillwetter in diesem Matschsommer.

    Schön Gruß ins Ried und nach D’dorf
    rolandus

  3. Andre sagt:

    Hallo ihr zwei, vielen Dank für diese informative halbe Stunde. An und für sich war das gesagte stimmig. Allerdings frage ich mich (und dies nicht erst seit heute) wo kauft Michael diese Rücksetzer? Also meine Erfahrung ist, dass diese Rücksetzer im physischen Markt keineswegs synchron laufen! Wenn der Kurs mal zwei Stunden gefallen ist, passiert im physischen Bereich absolut nichts! Selbst wenn der physische Markt nachzieht, dann ist das oft „Erbsenzählerei“!

    • gilga sagt:

      Also ich weiß nicht wie der Michael das macht. Vielleicht muss er ja auch nicht mehr physisch dazukaufen… in einer der vergangen Metallwochen hat er ja mal durchblicken lassen, dass ein wirklich großer Teil seines Vermögens in EM liegt, und das auch nicht seit gestern. Womöglich muss hier nicht mehr physisch gekauft werden.

      Wie auch immer, eine Möglichkeit könnte sein:
      – Zettelsilber/-gold kaufen (während/nach einer „Korrektur“)
      – Wenn man gerade Zeit hat Zettelsilber/-gold in Fiat tauschen
      – umgehend danach das Fiat in physisches Material tauschen

      In dieser Variante ist der Zeitpunkt des physischen Kaufes fast egal (so lange man Zettel gegen physisches tauschen kann wohlgemerkt), da das Zettelsilber/-gold ja stets mitzieht. Und man kann kaufen wenn die Spreads für physisches am geringsten sind.

      Dann gibt es da noch Anbieter, die direkt das Material kaufen und einlagern und dass immer mit einem bestimmten festen Spread zum aktuellen Spotpreis. Hab ich nie gemacht und kann auch nix weiteres dazu sagen, aber soll es ja geben.

      Mir ist hingegen schon aufgefallen, dass einige Internethändler auch unter den Tagen sehr dynamisch auf fallende und steigende Preise reagieren. Gibt da auch Übersichtsseiten auf denen viele Händler samt der aktuellen Preise gelistete sind. Auf denen kann man das gut verfolgen. Gerade in den letzten Wochen passen einige fast stündlich ihre Preise an. Wenn man ein wenig schaut findet man schon Aussagen auch zur Verlässlichkeit der Händler. Die besseren sind meiner Erfahrung nach auch bei den Preisen stets recht weit vorn dabei und liefern meist innerhalb von 7-14 Tagen (inkl. Laufzeit für Überweisung etc). Je nachdem ob man damit leben kann dann elektronisch Nachverfolgbar zu sein meiner Ansicht nach eine gute Variante.

      Mein örtlicher EM-Händler hat mich jedenfalls nur 1x gesehen… Neben unsäglich hohen Aufschlägen auf den Spotpreis köderte der die Leute doch tatsächlich mit den Worten „Wenn hier vor dem Shop mal Schlangen stehen weil die ganze Bevölkerung tauschen will, dann ziehen wir Stammkunden natürlich vor“. Auf die Frage warum er so blöd sein sollte in der Situation noch sein Material zu verkaufen hatte er allerdings keine Antwort parat.

    • Krisu sagt:

      Tach miteinander.
      Ich habe auch so meine Probleme damit, im physischen Bereich Rücksetzer zu finden. Auf Vergleichsseiten wie silber-investor wird zwar periodisch angepasst, aber ich habe den Eindruck, steigende Notierungen werden etwas schneller eingepreist als fallende. Und wenn der Rücksetzer nicht mindestens ein paar Stunden dauert, bleibt alles beim Alten. Außerdem bin ich mir nie sicher, ob der Rücksetzer schon zu Ende ist oder noch weiter zurücksetzt. Vielleicht wären da Realtime Intraday-Kurse mit entsprechenden Indikatoren interessant, aber für diesen Zweck lohnt sich das ja nicht wirklich.. Ergo Stochern in der Nebelwand..

    • auroria sagt:

      Rücksetzer, die nur ein paar Stunden dauern, sind meist auch nicht sooo groß, dass es sich lohnt unbedingt das letzte Prozent rauszuholen. Ich glaube Michael meint eher Rücksetzer, wie wir z.b. von 50 auf 35 $ vor ein paar Wochen gesehen haben.

      Ansonsten gibt es noch einige Händler, die Limitorders anbieten. Man kann dort x Unzen zu einem selbst festgelegten Preis kaufen, die Bestellung wid „aktiv“, sobald dieser Preis erreicht/unterschritten wird.
      Ich will keine Werbung machen, aber der „Lateiner“ bietet z.b. sowas an.

  4. samy sagt:

    Bevor ich mir gleich ein oder zwei schöne Hopfenblüteneistees mit gekonnter Schaumkrone gönne, auch von mir nochmals danke für die immer unterhaltsamen MW.
    Schönes Wochenende

  5. Fnord23 sagt:

    Hallo Frank und Michael,
    zu einem guten Sonntagsfrühstück gehören Kaffee, frische Bröttchen und die MW. Auf Bröttchen könnte ich noch verzichten.
    Danke!

    @Andre

    Mein EMHändler sagt, dass der Spotpreis ihn wenig interessiert. Er schaut, was die Konkurrenz macht und wie die Nachfrage ist. Spotpreis unten-wir rennen alle los.
    „Und wenn die Kunden mit Tüten voller Euros vor der Tür stehen. Wenn ich will, bleibt der Laden zu.“ Dann ist aber eh alles zu spät.

    @all

    Was machen die Minen in einem hyperinflationären Umfeld? Wer kann mir da helfen?

    VG aus Sachsen

  6. turbobean sagt:

    Hey Boys,

    danke für das Teilen Eurer Kompetenz, ohne das sonst übliche populistische Geschwätz! Ich höre Woche für Woche sehr interessiert zu. Frank, früher war ich gegen Ihre Kommentare bei n-tv etwas allergisch, weil ich eine ständige, unterschwellige sarkastische Note wahrnahm, oft ohne Nennung von Ross und Reiter. Inzwischen hat sich mein Bild von Ihnen total gewandelt. Ich empfinde Sie als kompetent, mit dem Herzen am richtigen Fleck.

    Seit langer Zeit ist es übrigens mal wieder die FDP, die mich aufhorchen und hoffen lässt: nämlich dass diese Regierung keine Eurobonds zulassen wird. Eine erneute Landung als Bettvorleger kann sich die Partei einfach nicht leisten. Das wird sicher interessant nächste Woche.

    Gruß aus Mainhattan von einem nicht-Banker ;))

    • Der Fotograf sagt:

      Wobei sich die FDP sicher nicht so weit aus dem Fenster lehnen würde wenn im Hintergrund nicht schon eine Lösung in der Disukssion wäre. Eine Diskussionsrunde im DLF war da letztens sehr erhellend.
      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/08/17/dlf_20110817_1915_c757f4bd.mp3

      Etwa bei Min 35:30 kommt die Lösung aller Probleme, die derzeit in den politischen Hinterstuben diskutiert wird. Nämlich den EFSF als Bank bei der EZB anzumelden.

      Dann müsste der EFSF nicht mehr mit ewigem Hickhack durch die Staaten befüllt werden sondern könnte direkt von der EZB gespeist werden. Die Südschiene könnte endlos mit Geld versorgt werden ohne die Ratings und die Haushalte der bisherigen Geberstaaten zu belasten. Signore Draghi stünde dem sicher nicht im Weg. Merkel und Rösler könten sich feiern lassen weil sie die Eurobonds verhindert haben. Die Bondmärkte könnten die Rettung des Euros feiern, die Börsen wieder steigen und alle wären glücklich.

      Das der Euro damit endgültig und unwiderruflich den Weg der Stabilität verlassen und zur endlos monetisierten Weichwährung verkommen würde interessiert in der breiten Öffentlichkeit erstmal keinen. Das würde in der breiten Bevölkerung kaum jemand verstehen.

      Die wenigen, die es verstehen, erhalten noch mehr Zeit um EM einzusammeln, bis das Ganze in einem Finale furioso (ich tippe auf Hyperinflation) zusammen bricht.

      VG

    • Frank Meyer sagt:

      Ich frage mich die ganze Zeit, wenn sich die FDP gegen die Eurobonds stellt und diese „kategorisch ausschließt“ was passiert, wenn sie kommen, weil sie kommen müssen? Platzt dann die Koalition? Und dann geht es mit schwarz/gelb , rot/grün oder sonstwie weiter? Die Opposition ist ja für Eurobonds. Das wären Schlagzeilen und das Ergebnis eine Katastrophe. Kommen sie nicht, gibt es auch eine Katastrophe. Not gegen Elend.

      • holger sagt:

        Vergesst bitte nicht, dass in Frankreich 2012 noch Wahlen anstehen. Bis dahin wird wohl nix passieren. 22. April bzw. 6. Mai soll das Ergebnis feststehen. Ich vermute mal, dass bis dahin alles offen ist. Politisch gesehen. Wo will Frankreich hin, scheint dann die Frage zu sein. Ich glaube nicht, dass sich Sarkozy bis dahin auf gewagte Spielchen einlassen kann. Franzosen reagieren bekanntlich etwas anders als die Michels. Und Berlustconi steht auch nicht gerade eisern da. In Italien geht das auch ganz schnell, mit einem Wechsel. So sicher mit der Politik ist das momentan gar nicht.

        Aber ist nur meine Meinung.

        • Der Fotograf sagt:

          Genau deshalb erscheint mir das im DLF gesagte ja so aussichtsreich. In Frankreich sind die Eurobonds ähnlich unbeliebt wie in D. Sarko muss nächstes Jahr in eine Wahl und die eurokritische Marine Le Pen eilt von Umfragesieg zu Umfragesieg.
          Merkel hätte ebenfalls größte Schwierigkeiten Eurobonds durch den Bundestag zu bringen.
          Aber Berlustconi braucht dringend Geld um seine Wähler nicht durch echte und harte Sparmaßnahmen zu verärgern.

          Was liegt also näher als den EFSF durch die EZB aufstocken und die Schulden der Südschiene so monetisieren zu lassen? Merkel und Sarkozy sind das leidige Thema los, Berlustconi hat sein Geld und alle sind froh.

          Verstöße gegen Verträge, Statuten, Regeln und Gesetze haben unsere Politiker bei den bisherigen „Rettungen“ nicht gestört, also wird es sie diesmal auch nicht stören. Draghi wird sich wohl auch nicht als Gralshüter der Unabhängigkeit der EZB aufspielen.

          VG

      • turbobean sagt:

        Ein erneutes Einknicken würde die FDP politisch im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl wohl nicht überleben. Dann lieber aus der Regierung austreten.

        Daher sind die Vermutung von „der Fotograf“ wohl ziemlich realistisch. Das dürfte wohl der letzte Notausgang sein: monetisieren über die EZB, unter welchem Deckmäntelchen auch immer.

        Dumm nur, dass die Märkte nicht auf den Kopf gefallen sind und das Spiel durchschauen werden. Gut für Hartwährungen.

        Heute hat sich mal wieder der geschätzte Wolfgang Bosbach im Focus zu Wort gemeldet:
        „Im Fall Griechenland geht es nicht darum, ob es die Schulden zurückzahlen will, sondern jemals zurückzahlen kann, und das halte ich für ausgeschlossen.“
        Der Mann als Kanzlerkandidat und die CDU wäre wieder gut dabei. Nicht nur wegen dieser heutigen Aussage.

      • Avantgarde sagt:

        Rein systemisch gesehen gib es gar keine andere Möglichkeit als Kreditausfälle zu vermeiden – denn das verträgt das Kreditgeldsystem gar nicht – vor allem nicht in dieser Höhe.

        Das weiß auch die FDP.
        Aber wer darum fürchten muß überhaupt die 5%-Hürde zu packen ist halt geneigt sich populistisch zu verhalten.
        Gewinnen können sie nix wenn zustimmen – Bleiben sie beim NEIN dann bringt das vermutlich noch ein paar Wählerstimmen.

        Eine weitere Möglichkeit wäre auch sich das JA politisch abkaufen zu lassen – sprich irgend eine andere Forderung durchsetzen.

        Vermutlich wird es aber eine Kombination aus beiden Möglichkeiten.
        Sie stimmen zu – benennen das ganze aber anders und bauen noch irgendwelche „Sicherheiten“ wie „Defizitquote“ ein die später niemand beachtet.

        Die Situation momentan ist ja auch nix anderes als Quasi-Eurobonds.
        Die drohenden Zahlungsaufälle werden von Deutschland oder der EZB abgewendet.
        Die gleich mehrfach begangenen Rechtsbrüche interessieren eh schon niemand mehr.

        Ob nun die EZB wie die Fed in USA die Anleihen aufkauft oder ob es Eurobonds geht – ich denke es wird dennoch eher in die deflationäre Richtung gehen.
        Denn auch Eurobonds muß irgend jemand kaufen – und auch da ist irgendwann schluß. Und wie erfolgreich die Fed mit ihren Aufkäufen war sieht man ja – hat nix gebracht: Aktien gehen runter, Hauspreise bleiben unten und die Amis verlieren weiterhin Jobs – noch nicht mal der Dollar hat in der Höhe nachgegeben wie die Amis das wohl gerne hätten.

        Nix Hyperinflation.
        🙂

        Hast mich ja mal gefragt was ich denke, ob Gold und Dow sich nominal eher „oben“ oder „unten“ treffen. Ich bleib bei meinem „unten“.

        Silber ist für mich die große Überraschung.
        Ich hatte tatsächlich damit gerechnet, daß der Silberpreis eher sinkt – aber wer weiß kann ja noch kommen.

      • crunchy sagt:

        Die parlamentarischen Entscheidungen sind auf Herbst terminiert.
        Das BVerfG hat ja auch noch was zu enscheiden, was im Sommer-
        interview sogar Frau Merkel, sie machte eine Anspielung auf die
        Verfassungsmäßigkeit, aufgefallen ist.
        Jenseits des Marktgeschehens sollte man vielleicht immer noch
        ein Auge auf den Rest von Demokratie in Deutschland werfen.

        Die Hoffnung stirbt bekannlich zuletzt.

  7. gilga sagt:

    Vielen Dank auch für diese Ausgabe der Metallwoche und die Arbeit die diese ganz sicher gemacht hat.

    Schön fand ich, dass ihr in dieser Woche auch mal auf die verschiedenen Vergleichsgrößen (Gold/Silver; Gold/Dow) eingegangen seit. Eine Frage ist bei mir jedoch aufgekommen… Michael scheint ja gegenüber Silber nun recht bullisch eingestellt zu sein (mit seiner üblichen Vorsicht). Die letzte Woche sah auch tatsächlich danach aus. Jedoch war auch am Freitag recht deutlich zu sehen, wie stark Silber sich doch auch noch am Goldpreis orientiert. Auch wenn es in den letzten Wochen die Bewegung von Gold nicht direkt nachgemacht hat und nun sicher Nachholpotential besteht…

    Was passiert wohl bei der auch angesprochenen möglichen Korrektur des Goldpreises? Bei -10% bis -20% kann ich mir nicht wirklich gut vorstellen, dass Silber hier nicht mitzieht und ggf. sogar, wie ja schon so oft in seinen Bewegungen, auch ein wenig „überschießt“?! Selbst wenn wir bei positiver Entwicklung von Silber in den nächsten Tagen wieder bei einer Gold/Silber Ration von 40 landen würden… eine Korrektur beim Gold auf die angesprochenen 1600-1700 (-10%) trägt uns dann zu Silberpreisen von 40-42,5. Was voraussetzt das Silber hier nicht mit der üblichen „Übertreibung“ sogar noch stärker einbricht… bei eine Ratio von 45 landet man unter gleichen Vorzeichen für Gold ja bei Preisen von 35-38. Könnte mir vorstellen, dass dies durchaus im Interesse einiger Shorts sein dürfte. Sobald wir eine Korrektur bei Gold sehen könnten die jedenfalls sicher mal versuchen hier einen Rutsch auch im Silber einzuleiten bzw. zu „überspitzen“.

    Dazu kommt die von Michael angesprochene Meinung, dass nach einer Korrektur wie im April eigentlich schon ein längerer Zeitraum der Ruhe angebracht/“üblich“ ist. Ich denke jedenfalls die Silberbullen brauchen auch in nächster Zeit wieder Nerven… 😉

  8. Berliner sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    im Podcast sagten Sie, dass jemand letzte Woche im DAX 2000 Futures in den Markt gedrückt hat woraufhin der DAX die Talfahrt fortsetzte.

    Gibt es eigentlich Überlegungen wer dafür verantwortlich war?

    Und – würde das nicht auch bedeuten, dass die Heerschar von „Privatinvestoren“ überhaupt nicht in der Lage sind den DAX nach oben oder unten zu schieben denn es muss ja nur ein „Big Player“ kommen und eine große Anzahl von Futures in den Markt drücken (warum auch immer) und schon macht der DAX das was dieser „Big Player“ will und die ganzen „Privatanleger“ stehen wie begossene Pudel (Spielfiguren) am Seitenrand und wundern sich?

    Kann man das so sehen?

    Schöne Grüße
    Matthias

    • Avantgarde sagt:

      Warum Gedanken über irgendwelche VTs machen?
      Beim UP hat doch auch keiner einen Kopf um einem FatFinger oder den Kaufcomputern gemacht – alles war ja so prima.
      Begründungen für steigende Kurse findet man ja immer.

      Es ist das passiert was schon seit beginn an immer wieder und wieder funktioniert – ein Bläschen ist geplatzt weil es keine Nachkäufer mehr gab.
      Das ist nicht anderes wie bei Tulpen und irgendwann auch mal bei Gold.
      Die, die unten rein sind haben oben Kasse gemacht, weil sich nicht mehr genügend größere Idioten gefunden haben.
      🙂

      • Berliner sagt:

        Hallo Avantgarde,

        als VT will ich das gar nicht sehen. Für mich hörte sich das (in der MW) nur so an als wenn das „Reindrücken“ der 2000 Futures zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich war. Es hörte sich so an als wenn das kein normaler Verkauf war sondern als ob dort irgendwer wollte, dass der DAX weiter massiv fällt.

        Die Zertifikate-Halter (die mit einem hohen Hebel traden), werden ja immer wieder mal gerne von großen Marktteilnehmer ausgeknockt aber das „Ausknocken“ ist meistens ein heftiges aber nur kurzes Ereignis und der Kurs „normalisiert“ sich danach wieder.

        Die 2000 Futures letzte Woche haben aber dazu geführt, dass der DAX für längere Zeit weiter auf Talfahrt ging.

        Ich als „Anfänger“ würde gerne verstehen was da abgelaufen ist.

        Schöne Grüße
        Matthias

        • Avantgarde sagt:

          OK – klar finden immer wieder Spielchen statt um den jeweils „eigenen“ Kurs zu bekommen – und sei es auch nur für ein paar Sekunden.
          Die besten Lehrstücke finden immer an Verfallstagen statt – da kann es eigentlich jeder sehen.

          Die Erklärung für den großen Rutsch ist aber nicht die, daß irgend jemand das langfristig steuern könnte.
          Es ist einfach so, daß all die Computer, die in Amiland weit über 70% der Umsätze ausmachen z.T. nach ähnlichen Algorithmen arbeiten.
          Ab einer bestimmten Schwelle verkaufen dann eben sehr viele und es geschieht das was einige oft als „Drückung“ bezeichnen.
          Andererseits können diese Maschinen solange der Trend UP ist theoretisch unbegrenzt nach oben kaufen – solange die Fonds genügend Kapital in Form von Neukunden und vor allem auch Kredit bekommen.

          Es geht nicht nur nach Chartbildern, sondern auch nach Volumen und vielen anderen Indikatoren.
          Und da jeder Fond ja eine Wertsteigerung erreichen will muß er bei bestimmten Konstellationen verkaufen.

          Es gibt übrigens Menschen die sagen, daß nicht die Nachrichten die Kurse machen sondern die Kurse die Nachrichten.

          Wenn man auf Querschüsse u.ä. Seiten die letzten Monate mitgelesen hat dann hat man sich wohl eher gewundert warum die Weltbörsen derart steigen konnten (die VT-Erklärung aus Unwissenheit war Hyperinflation) – hat man den Mainstrem gelesen hat mit dem XXL-Aufschwung alles in Bild gepasst.

          Nun sinken die Kurse und im Mainstream erscheinen plötzlich auch schlechte Nachrichten – bzw. werden so bewertet.

          Ich hab schon Leute gesehen(ich nicht) die haben am Computer recht erfolgreich gehandelt und nur auf die Charts geglotzt – die haben oft noch nicht mal ne Ahnung was dieser Rohstoff den sie da handeln überhaupt genau ist – funktioniert aber scheinbar trotzdem.

          Mir persönlich macht die sogenannte Realwirschaft sehr viel mehr Kopfzerbrechen als das Gezocke am Aktien und Rohstoffmarkt.

          PS: Ich denke es gibt noch immer zu viele Optimisten.
          Mag nicht repräsentativ sein – aber immerhin ein Stimmungsbild bei Börsenbild:
          http://www.boerse.ard.de/idx_umfrage_archiv.jsp?voted=o&key=556006&votefield=stimmen&withcookie=j&cookie_exp=1&tab=optionen_voting&p=200&go=umfrage
          Einfach überwältigend – da wird dann wohl noch etwas Blut fließen müssen.
          Denn diese Mehrheit(z.Z. 45%) IST bereits investiert.

  9. SilberBroiler60 sagt:

    Kleines Gedankenspiel zu ihrem Einwand mit den Hedgefonds.

    Also ich habe folgende Vermutung:
    Das private Insider von J.P. Morgan und Co., Hedgefonds (auf Cayman, Jersey usw.) und Leute wie Soros etc. schon längst den Braten bei Silber gerochen haben und im viel größeren (und intransparenteren) OTC Markt voll Long sind. Und per interner Absprache ein „Dummer“ gefunden wurde der mit zig Milliarden Short ist. Derzeit sind das noch die amerik. Großbanken. Aber ich könnte mir vorstellen das man entweder diese ganz bewußt pleite gehen (plus anschließender Rettung) lässt wenn der Shortsquezze kommt und sich die Longs den Squeeze vom Steuerzahler finanzieren lassen. Genial 😉
    Oder man überträgt die juristische Haftung für die Shorts kurz vorm bewußt eingeleiteten Squezze an andere „Dumme“. Ich würd mich nicht wundern wenn man da wieder deutsche Landesbanken findet die sich mit Studien a la „Silber fällt auf 5 Dollar Produktionskosten“ ködern haben lassen die Shorts zu übernehmen. Ähnlich wie man die juristische Haftung für Subprime Kredite kurz vorher an andere in der Welt übertragen hat.

    Und ich schätze mal das das Triggerevent an der COMEX eines baldigen Tages bewußt ausgelöst wird. Da kommt dann wirklich einer und kauft mit kleinem Einsatz die COMEX physisch leer (Squezze) und die Kohle wird im viel größeren OTC Markt gemacht. Die Shorts im OTC Markt dürfte es komplett zerreissen und zwar nach oben offen. Mann könnte sagen der Preis im kleinen COMEX Markt verursacht einen gigantischen Hebel im OTC Markt die ja den Preis der COMEX nutzen wenn ich das richtig verstanden habe?

    Und dann geht glaube ich die Berichterstattung zu Silber in den Medien los und zwar gewaltig. Und die Longs schichten nach und nach ihre Silbergewinne in den derzeit fallenden Aktienmarkt um.

  10. Jochen sagt:

    Hallo Dreamteam,

    danke für diese MW und Eure tolle Arbeit.
    Hans Rosenthal hätte gesagt: Das war Spitze !

    In meinem Umfeld ist Gold nach wie vor ein Tabuthema. An meinem Arbeitsplatz (immerhin 400 Mitarbeiter) ist mir mit Ausnahme eines Kollegen das Thema nicht begegnet. Ich hatte mir kürzlich einen Kurzurlaub im Norden Hollands gegönnt, auch hier habe ich in belebten Städten wie Alkmaar kein Geschäft entdecken können, dass ‚Goldankauf‘ propagiert.Die ‚Blase‘ scheint daher noch recht klein.

    Vielleicht liege ich falsch, aber Hyperinflation, wie hier in Kommentaren angesprochen, kann ich mir hier in Europa nicht vorstellen.

    Die nächste Zeit stelle ich mir so vor: Eurobonds kommen dann doch, QE3 wird eingeläutet, ‚der Markt‘ empfindet dann den Euro als stabilere Währung und der Dollarindex schmiert ab. Vielleicht sind die aktuellen Kursaufschwünge erste Bewegungen eines ‚runway‘ Marktes.

  11. VickyColle sagt:

    Tolle MW wieder einmal. 🙂

    Thema der Woche: „Herdentrieb ins Gold“ – WO ?
    Ist m.E. nicht vorhanden, jedenfalls nicht in der westl. Welt, bis auf die üblichen Verdächtigen.

    Was ich allerdings ganz geil finde ist, das der Bulle genau seine Aufgabe erfüllt hat – nämlich soviele wie mögliche Reiter abzuwerfen – und fast niemand die letzten 3 Wochen dabei war.
    (Ich spreche nicht von Menschen die physisch seriös in Münzen investieren, ob seit 2001 oder 2011)

    „Alle“ wurden sie kalt erwischt.
    (Frank spruch es ja in den ersten 3 Sätzen an)

    Ein mehr oder minder langsames hochziehen des Goldkurses wird für uns alltäglich werden.
    Die Menschen haben sich an $1000 gewöhnt, an $1200, an $1400, an $1500 – sie werden sich an $2000 gewöhnen, an $2500, an $3000, an $5000 – und „NIEMAND“ wird Gold haben.

    Der Goldmarkt kann Aberbillionen (europäische) aufnehmen ohne das irgend jemand auf dieser Welt ärmer wird !!

    Das einzige das SIE verhindern müssen, ist eine Panik ins physische Gold (die Aktionen der SNB waren da nicht grade hilfreich :D, aber ich denke man wird die Eidgenossen schon wieder „einnorden“) 🙂 – und SIE können den Goldkurs langsam ziehen lassen um $100/Woche …. und „niemand“ steigt ein ….

    Gruss
    Vicky Colle

    PS: Bei SIE spreche ich nicht von den Pappnasen die derzeit das M… aufreißen dürfen. 😉

  12. kalimadu sagt:

    Hallo Frank,
    danke für Deinen tollen blog. Was ich von Michael noch gerne höhren wollte wo Ihr aber nicht mehr dazu gekommen sind. Was hält er vom Schweizer Franken. Kann man sein Geld kurzfristig auf dieser Währung Parken, oder sind die Risiken mittlerweile genau so hoch wie im Euro? Könntest Du das in einer Deiner nächsten Metallwoche vielleicht nochmals kurz ansprechen?

    • crunchy sagt:

      Sorry, dass ich mich hier einklinke, aber:
      zum CHF gab es eine eindeutige Aussage: Gold (!) hat in allen (!)
      Währungen ein neues Top gemacht.

      …Warum also was alternatives kaufen?

  13. samy sagt:

    Hi,
    vielleicht gehört das nicht hierhin, aber ich finde es zu interessant. Schließlich ist es auch eine Reaktion auf den Vertrauensverlust über die jetzigen Währungen und Regierungen:
    http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/griechen-fuehren-den-obolus-ein/4526964.html
    Hieraus: „Als „soziale Währung“ und die „griechische Antwort auf die Finanzkrise“ bezeichnen die Aktivisten der griechischen Website Ovolos.gr ihren Ansatz einer virtuellen Währung. Schon mehr als 5000 Griechen sind nach Angaben des ZDF-Blogs Hyperland dem Verein beigetreten. Dabei wurde die Web-Plattform erst 2010 in Reaktion auf die Finanzkrise gegründet. Jedes Neu-Mitglied erhält zur Eröffnung seines Kontos 100 „Neue Obolus“…“
    Hallo? Hier wird quasi aus dem Nicht eine zinsfrei Währung an den Zentralbanken vorbei erschaffen? Erinnert mich irgendwie an die Debitisten, oder Bernd Senf usw.. Geht jedenfalls in diese Richtung. Als ob der Systemzusammenbruch vorweg genommen würde und das Volk in bestimmten Netzwerken schon einmal den Reset versucht. Interessantes Experiment, dass bald kassiert werden dürfte.
    VG

  14. Krisu sagt:

    @Michael himself:
    Es geschah am letzten Samstag. Entspannt höre die vorzügliche Metallwoche; hinterher lese ich die ebenfalls samstags erscheinende neue Ausgabe des Silberbulletins von Thorsten Schulte – ebenfalls vorzüglich, kostet ein paar Euronen, die es wert sind. Und beim Lesen von Seite 2 denke ich mir angesichts von Themenwahl, Formulierungen und Inhalt, da brat mir doch einer einen Storch, aber das hat doch Michael, der Düsseldorfer geschrieben.. Mit der Bitte um Aufklärung: leide ich an Sinnestäuschungen? („Butter bei die Fische“ :-))Grüße nach D´Dorf!

  15. crunchy sagt:

    Könnte das vielleicht was ETF-mässig bringen: Gold gegen Platin zu tauschen?
    Die relative Performance spricht für Platin.
    Ich mein, wenn einem Gold zu stark gelaufen ist und er sich an die Silberstory
    von April/Mai erinnert?!

    Silber habe ich noch immer nicht nachgekauft: Für USD 21,- muss man mittlerweile
    auch an Wunder glauben können….!

    Glücklicherweise habe ich ja „nur“ die Barren verloren.

  16. Verstehnix sagt:

    Hi Frank

    Neuerdings reib ich mir die Augen morgens ein zweites Mal, wenn ich mir den Goldkurs angucke. Ueber Nacht hat der in Asien wieder dreissig oder mehr Tollares gewonnen. Am 10. Juli hast Du einen Artikel zur neuen Pan Asia Gold Exchange geschrieben (wahrscheinlich nach einem Blick in Deine Glaskugel 😉 ). Sind da jetzt die ersten Auswirkungen dieses neuen Handelsplatzes zu spüren? Leider habe ich keine Daten zu Volumen etc. Vielleicht könntet ihr in einer Metallwoche etwas dazu sagen. Vielen Dank.

    LG
    Verstehnix

  17. Krisu sagt:

    Tach zusammen.
    Ich hätte eine bescheidene technische Frage. Silber bildet steigende Hochpunkte aus, aber wenn ich es richtig sehe bilden manche Indikatoren, z.B. die MACD-Linie oder der RSI 14 fallende Hochpunkte aus. Was ist daraus zu schließen??

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