Die Metallwoche: Gold, Silber und die Trans-Unfair-Union

23. Juli 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Die Botschaft aus Brüssel war klar: „Alle für einen!“. Daraus wird sich irgendwann ein „Einer für alle!“ entwickeln, so etliche Komentare in den Zeitungen. Zeit sein Geld in Sicherheit zu bringen? Gold und Silber gaben in dieser Woche die passenden Antworten. Alles weitere dazu in der Metallwoche. Viel Spaß!

Metallwoche vom 23. Juli 2011

„Die Metallwoche“ feiert ein kleines Jubiläum. Vor seinem halben Jahr gingen wir das erste Mal auf Sendung, ohne zu ahnen, dass inzwischen rund 6.000 Hörer wöchentlich den Podcast abrufen.

In dieser Ausgabe soll es um Charts, Terminmärkte, Inflation, Deflation und vor allem die Folgen des Eurogipfels gehen. Steckt dahinter vielleicht ein viel größerer Plan? Die Trans-Unfair-Union nimmt ihren Lauf. Die hält „weder Ochs noch Esel auf“. Wir schauen zudem nach Asien und blicken auf die kommenden Wochen. Aus Düsseldorf zugeschaltet: Michael, der „Düsseldorfer“. Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

 

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17 Kommentare auf "Die Metallwoche: Gold, Silber und die Trans-Unfair-Union"

  1. freiheit50 sagt:

    Lieber Frank, lieber Michael,

    herzlichen Dank für das erste halbe Jahr Metallwoche – möge der Hörerschaft diese kurzweilige Information noch lange erhalten bleiben !
    Bezüglich der zahlreichen Theorien zur Frage, was sich denn unsere lieben Politiker hinter den Kulissen bei ihren Mannövern gedacht haben könnten (auch Ronald Gehrt hatte an dieser Stelle kürzlich darüber philosophiert), füge ich meine bescheidene Auffassung hinzu: Sie wissen nicht was sie tun. (Ob man ihnen daher vergeben sollte, muss jeder für sich entscheiden).

    Zum heutigen Motto „einer für alle, …“ habe ich noch einen netten Videoclip in youtube gefunden, der sehr gut dazu passt und der auch erklärt, warum es besser ist, nach Düsseldorf zu fahren als nach Köln:
    http://www.youtube.com/watch?v=LKXUNRrYQd0 (Michael wird das sicher freuen)
    Ein schönes Wochenende an alle !

  2. VickyColle sagt:

    Hallo Michael, Hallo Frank,

    schön das ihr das Thema aufgenommen habt, welches Mike Maloney bereits in seinem (legendären Video aus dem Frühjahr 2010) thematisiert hatte:
    „last time (1980) 90% of the worlds population was excluded“

    http://www.youtube.com/watch?v=a9-bOinwh9Y

    Die Situation ist heute eine völlig andere.
    Alleine dieser Punkt, ohne die ganze Schuldenthematik streifen zu wollen, verändert schon das ganze Bild.

    Gruss
    Vicky

  3. Andre sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu eurem 6-monatigen Jubiläum. Ich hoffe wir feiern auch noch(mindestens)das 10-jährige gemeinsam.
    Vielen Dank für diese Ausgabe der Metallwoche, wieder einmal sehr informativ. Da Michael ja nichts von den kleinen Einheiten hält, wie steht er zu größeren Stücken? Es gibt ja auch 1Kg- bis 10Kg-Münzen. Sind diese kaufenswert oder gibt es beim Verkauf evtl. Probleme oder etwas zu beachten? Es wäre schön, Frank, wenn du Michael mal fragen könntest, vielleicht liest er es ja auch. Ich wünsche euch beiden noch ein schönes entspanntes Wochenende. Ganz liebe Grüße.

    • Frank2 sagt:

      Ich weiß zwar nicht, ob es Dir hilft, aber mir ging es um den Preis. 1kg Münzen aus Australien waren billiger als 32,15 Silberunzen. Zu der Zeit als ich kaufte, waren alle drei Sorten (Kooka, Koala, Hase) gleichteuer. Ich mochte den Hasen am liebsten leiden, ergo wurde er mein Hauptinvestment.
      Um einen Verkauf mache ich mir keine Sorgen, solange das Silber in einer dem Markt bekannten Art vorliegt. Also lieber gewöhnlich als ungewöhnlich.

  4. Frank2 sagt:

    Sechs Monate also und ich dachte ich wäre länger an Euch vorbeigelaufen. Das besonders Angenehme hier ist, daß wir einem Gespräch unter Freunden lauschen dürfen, die über EM und „zur Lage der Nation“ sprechen. Ich vermute nämlich, daß wir alle wohl Freunde haben, nur eben nicht für diese Gesprächsthemen.
    Vor einigen Jahren (und jetzt dürft Ihr über mich lachen) als es für mich anfing, fragte ich mich oft, ob das, was die großen freien Denker der Geldanleger sagten, nur für USA gelten sollte oder auch für Europa. Wir hatten doch die EZB nach Modell Bundesbank. Wir hatten Maastricht Kriterien. Wir hatten Regeln. Ein Felix Zulauf hat es schon immer kommen sehen, doch mir fehlte einfach das nötige Vorstellungsvermögen (Verfassungsbruch?) und nun sind wir drin in der …..
    Ich kann mir noch immer nicht vorstellen, was zB ein Kursziel von 5000 USD in EUR bedeuten sollte und in Kaufkraft schon gar nicht. Schaue ich Vickys MM Video, dann sagt mir der Mike, daß der Bullenmarkt weitergeht – ja aber die Geldentwertung auch. Doch das Wichtigste ist, daß sich das Regelwerk ändern und der Staat neue Begehrlichkeiten entwickeln wird. Ich bleibe am Ball und nur zu gern auch bei und mit Euch.

    • stonefights sagt:

      Die Kaufkraft ist das entscheidende Wort.
      Jeder Unzen-Eigentümer wird nicht reicher, er scheint lediglich weniger arm zu werden.
      In Brot-Einheiten (jeder Zuckerkranke möge mir verzeihen) betrachtet werden wir immer (mehr oder weniger – grob) die gleiche Menge für die Unze erhalten.
      Deswegen sehe ich den PERMANENTEN Blick und Interpretation auf den Gegenwert in Papier eher als „Unterhaltend“ in dieser End-Phase, in der wir uns befinden. Unterhaltung dient der Ablenkung, und das ist gut so.
      Viel entscheidender jedoch empfinde ich die geschallschafts(politischen) Veränderungen, die sich im Zuge der vorherbestimmten Papier-Entwertung entwickeln. Da ist der Völker-Zwang in eine EUDSSR nur ein Aspekt.
      Wieviele haben sich im Westen über die Kosten und persönlichen (monitären) Belastungen unserer Einheit über 10-15 Jahre beschwert.
      Können wir nach über 20 Jahren nun positiv zurückblicken ?
      War es gut ? Ist es gut ? Hat es sich „gelohnt“ ? Ich meine ja, denn es ist (wieder) zusammen, was zusammen war. Und das braucht eben Zeit.
      Was hat Papier für einen Wert für uns ? Wer wollte ein Menschenleben gegen Papier aufwiegen wollen ?
      Für mich ist nicht das Problem zu sehen in dem WAS passiert, sondern erschütternd, WIE es passiert.
      Es spricht viel dafür, dass uns die versklafenden Entwicklungen unserer Neuzeit irgendwann an den Abgrund der Freiheit bringen werden. Der Unterschied zum früheren Sklaventum ist lediglich, dass die Mehrheit ihre Ketten nicht wahrnimmt. Vielleicht werden wir ja aber auch in 20 Jahren in den EUDSSR im Gleichschritt laufen, und sagen, es war gut, es ist gut… Warum ?
      Was macht die Stärke von China aus ? Ihr kontinentale Lage ? Ihre Rohstoffe ? Landesbeschaffenheit ? Nein, wenn ich mich nur für eines entscheiden müsste, so meine ich, die Menschen, alleine schon ihre Anzahl, so trivial das klingen mag, auch ihre Lebensweise, ihre Geschichte, etc.
      Das Rad der Geschichte dreht sich immer schneller, alleine die letzten 100 Jahre betrachtend, entstehen Umwälzungen, die Geschichtsbücher gefüllt haben und werden.
      Ich bleibe noch im Kinosaal, auch wenn ich manchmal rausrennen möchte.

    • Frank2 sagt:

      Stonefights sagt: „Jeder Unzen-Eigentümer wird nicht reicher, er scheint lediglich weniger arm zu werden.“

      Viele stellen Gold wie die Sonne ins Zentrum des (Geld)Universums. Die anderen Währungen werten nur ab (gegen Gold). Ich kaufe das so nicht.
      Jedes Ding ist eine Ware. Wird die Ware knapp, steigt ihr Preis.
      Dieser Spruch mit der Tunika und dem Anzug, ist eigentlich falsch. Denn 2000 kostete dann derselbe Anzug 250 USD, der heute 1600 USD kosten würde. Nein. Im langfristigen Mittel mag das so sein, aber spät. wenn Gold in die sog. Bubble geht, die aufgrund extremster Nachfrage entstehen dürfte, wäre Gold überbewertet und der Goldinvestor sollte reicher geworden sein, oder?
      Auch ich weiß um die erhöhte Geldmenge und daß deswegen Gold nicht überbewertet ist. Aber das Brot ist nicht um den Faktor 6,4 gestiegen von 2000 bis 2011, auch nicht die Mieten oder sonstiges. Stiegen die Mieten um denselben Faktor, würde es unter deutschen Brücken eng werden. Stiegen die Lebensmittelpreise um den Faktor 6,4, dann wäre Übergewicht in der Bevölkerung kein Thema mehr.
      Da Währungen zueinander relativ stehen und USD bzw EUR wackeln, scheint mir ein Kursziel von 5000 USD schwer verständlich, weil aussagefrei in EUR bzw. in Kaufkraft. Ich erwarte wohl deutlich höhere Lebenshaltungskosten, aber der Faktor 6,4 wäre für Teile der Bevölkerung tödlich. Nein, der Goldinvestor rettet nicht nur, er gewinnt derzeit an Kaufkraft.

      • Avantgarde sagt:

        Vorsicht mit dieser Geldmengenargumentation, die man so oft findet !!

        Es ist keineswegs so, daß der Goldpreis wegen der steigenden Geldmenge steigt – jedenfalls nicht unmittelbar – eher wegen eines Umweges.

        Eigentlich ist die Geldmenge schnuppe denn sie ist zum einen in z.B. Anleihen gebunden oder wird gehortet(der typische deutsche Sparer) und kommt gar nicht in den Umlauf.

        Der Umweg warum der Goldpreis steigt ist die Angst der Menschen, daß Forderungen wertlos werden könnten und man mit Gold die selbe Kaufkraft bei einem Kreditereignis dann in eine andere Währung tauschen kann und somit den Wert seiner Euros erhalten hat.

        Guck mal genau wann der Goldpreis Sprünge macht – immer dann wenn mal wieder einer Großbank droht daß deren Eigenkapital ausgelöscht wird.

        So sehe ich die Sache jedenfalls.

  5. Frank Meyer sagt:

    Philipp Vorndran hat mir einen kleinen Kommentar mit zwei Anmerkungen geschickt. Ich hatte die Verschuldung Chinas unkorrekt angegeben, ohne die Regionalverschuldung/Schattenhaushalte. Danke Philipp!

    A) die chinesische Staatsverschuldung liegt leider nicht bei 18% sondern zwischen 65 und 75% – zumindest wenn wir die Regional-/Schattenhaushalt​e mit einbeziehen.

    B) keiner meiner chinesischen Freunde würde sein Gold freiwillig an den Staat abgeben. Sie kaufen die Edelmetalle nicht zuletzt weil sie der Regierung systematisch misstrauen und von ihrer aktuellen Vorgehensweise (play safe vor der Wahl im Sommer 2012) maßlos enttäuscht sind.

  6. Zukunft sagt:

    Dieter Spethmann für Währungsunion mit Rohstoff-Rubel im Handelsblatt am 8.7.2010

    „HB: Aber was käme danach?

    Spethmann: Ich bin dafür, dass Deutschland mit den nordeuropäischen Ländern, also den Niederlanden und den Skandinaviern, eine Nord-Währungsunion bildet. Wir sollten Frankreich einladen, Mitglied zu werden, und auch Russland als Gegengewicht hinzubitten.
    HB: Wie bitte? Sie wollen lieber die Russen als die Italiener dabeihaben?

    Spethmann: Der Rubel ist stabil und wir beziehen unsere Rohstoffe von dort. Wir reden von der Währungsunion, nicht von einer Hochzeit.“
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wir-werden-inkompetent-regiert/3484794.html
    Für den Ideologen Steingart damals unfassbar.

    Man muss geistige Schranken und geistige Beschränktheit überwinden, um eigene Handlungsspielräume zu erhalten.
    Den Rubel kann man sehr vielfältig alternativ einbinden.

    Russland wird sich auch zu einem der größten EM-Produzenten entwickeln.

    Sollte das deutsche Gold in den USA uneinbringlich verloren sein,
    stellen sich noch ganz andere Fragen für Deutschland.

    Laut Statistik besitzt Italien ca. 2400 Tonnen Gold im ständigen Zugriff.

  7. mfabian sagt:

    Mich würde mal interessieren, wie Du, Michael aus Düsseldorf, den Schweizer Franken einschätzt.

    Einerseits ist der Franken seit gut 18 Monaten gegenüber Gold stabil, andererseits ist er ja auch nur eine ungedeckte Papierwährung.

    Das Thema dürfte in den nächsten Monaten bei uns – in der Schweiz – noch zu argen Diskussionen führen, denn es werden Rufe laut, den Franken gegen Euro zu schwächen, weil sonst die CH Exportindustrie wegen des schwachen Euro unter die Räder kommt.

    Unter anderem kommen da so Schnapsideen auf wie diese:
    http://www.handelszeitung.ch/konjunktur/schweiz/volkswirtschaftsdirektor-staatsfonds-gegen-frankenstaerke
    Kurz: Die Schweiz soll ihr gesamtes Gold verkaufen, damit Eurobonds kaufen und somit den Franken nachhaltig schwächen.

  8. JayJay sagt:

    Auch von mir, euch beiden Glückwunsch zum 6.monatigen und weiter so.
    Gold & Silber Ahoi

  9. Peter sagt:

    Danke für dieses außerordentliche Maß an wöchentlicher Expertise! Nun also schon seit 6 Monaten, klasse.
    Auch wenn es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit innerhalb der „Szene“ geworden ist, kostenlos mit Grundlagen- und Fachwissen und/oder Gesprächen auf hohem Niveau versorgt zu werden, so ist es das noch lange nicht. Vielen Dank dafür!

    Zu Michael und seiner „um-3-Ecken-Theorie“ vom Freitag:
    Ich halte das für gar nicht sooo abwegig, auch wenn wir uns da im Bereich der völligen Spekulation befinden. Die Allokation der abwandernden Kröten aus Westen in Euro-Bonds könnte aber zumindest ein positiver Nebeneffekt sein.
    Dass es aber eine übergeordnete Maxime gibt, nach der gehandelt wird, halte ich persönlich für höchstwahrscheinlich. Und wenn es „nur“ um die Installation einer (automatischen) Transfer-Union und ein „Vereinigten-Staaten-von-Europa“-Modell geht. Möglichst BEVOR es knallt, in aller letzter Minute…

  10. LadyDiana sagt:

    Hallo Frank, hallo Michael der Düsseldorfer…

    Vielen Dank für eure Metallwoche. Ich bin ein heißer Fan, beobachte und höre hier schon anonym viele Monate, jetzt habe ich mich registriert.

    Macht weiter so !!!!

    Ich empfehle diese Seite ständig.

    Schönen Sonntag noch.

    Lady

  11. Jochen sagt:

    Vielleicht habe ich zwischenzeitlich nicht genau zugehört, aber ein Satz zur Situation der Minen wär schön.

    Ansonsten merci beaucoup und weiter so, die Seite ist einfach nur top.

  12. Der Fotograf sagt:

    Von mir naürlich auch Herzlichen Glückwunsch zum Halbjährigen und macht weiter so! 🙂

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