Die Metallwoche: Fallgruben und vermintes Gelände

12. November 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer

Während sich die Überschuldungskrise ausweitet und mit den Turbulenzen in Italien einen weiteren Höhepunkt erreicht, liegen nun alle Hoffnung auf der EZB. Wer sonst vermag noch etwas auszurichten? Zugleich steigen auch die Preise der Edelmetalle weiter an, wohl ahnend, dass etwas Großes kommen könne: Großes Geld oder großer Ärger. Willkommen zu einer weiteren Metallwoche zu Gold, Silber und dem drum herum…

Wir schauen in dieser Ausgabe der „Metallwoche“ nicht nur auf die Charts von Gold und Silber, sondern spezieller auf die Aktien der Minenunternehmen. Hier sind viele Fallstricke ausgelegt, genauso aber viele Chancen, garniert mit Blendwerk. Zugeschaltet aus Düsseldorf ist Michael, der „Düsseldorfer“ Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

[audio:http://www.rottmeyer.de/wp-content/uploads/2011/11/Die-Metallwoche-12-11-2011.mp3|titles=Die Metallwoche 12-11-2011]

Themen der Sendung
Warten auf weißen Rauch aus der EZB
Ein Späßchen von S&P?
Minenaktien / Minenindex HUI
Gold – technisch gesehen
Silber – technisch gesehen
Gold-Silber-Verhältnis
Steigende Dividenden bei Minenunternehmen /Dividendenpolitik
Schwierigkeiten bei der Auswahl der Aktien
Wie in Minen investieren? Michael macht sich keine Freunde
Aus dem Reich der Münzen: Tauschen von Sammlerstücken in Standardmünzen
Verteilung von Gold und Silber in Deutschland
Währungen: Gold schlägt alle Zettel um Längen
Begehrlichkeiten um das Notenbankgold
Ausblick auf die kommende Woche (Gold, Silber, HUI)
Die Gefahr von Marsmännchen 🙂

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte: , , , , , , , , , ,

28 Kommentare auf "Die Metallwoche: Fallgruben und vermintes Gelände"

  1. eve- sagt:

    Danke für die wie immer interessante Metallwoche.

    Die Lunar Serie hab ich auch immer unterschätzt.
    Mit den gefragten Motiven wie aktuell Drache II (1 oz AU und
    1 oz AG) kann man aber kaum was falsch machen, wer hier
    zu vernünftigen Preisen gekauft hat, sollte damit viel
    Freude haben und besser aussehen als die langweiligen Philis
    oder Maples tun die allemal.

    • cicero sagt:

      Sehe ich ähnlich. Ich nenne das Edelmetalldividende.
      Es macht meiner Meinung nach schon Sinn sich verschiedene Sammlermünzen mit geringem Aufschlag zuzulegen.
      Ende 2008 bis Anfang 2009 bekam man eine Standardunze Gold für unter 700 Euro. Der Lunar I Drache kostete zwischen 1300 und 1500 Euro.
      Eine optimale Zeit den Drachen in Standardunzen zu tauschen. Aktuell bekommt man den Drachen aus der Lunar II Serie mit geringem Aufgeld, da noch nicht ausgeprägt. Wahrscheinlich wird er über die Zeit wieder
      ein deutliches Aufgeld gegenüber einer Standardunze kosten. Dies ist aber auch eine von ganz wenigen Goldmünzen mit denen das funktioniert.
      Mit Silber hat das bisher mit verschiedenen Serien besser funktioniert. Lunare, Pandas, Kookaburras eher weniger. Allerdings ist das Interesse an den Serien seit ca. 2010 deutlich gestiegen, somit werden die Auflagezahlen größer und die Aufschläge auf die Motive werden künftig wahrscheinlich geringer ausfallen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sammlermünzen bei fallenden Silberkursen im Preis nicht so stark sinken wie Anlagemünzen.

      Viele Grüße
      Cicero

  2. Avantgarde sagt:

    Herzliches Danke mal wieder für die ME!

    Ist vielleicht etwas subjektiv von mir aber der DDorfer scheint etwas nachdenklicher zu werden.

    Die Katze kommt ja so langsam aus dem Sack…
    Nachdem man die „wichtigste“ Aufgabe mit der Rettung der Banken,Versicherungen und privaten Großanlegern praktisch abgeschlossen hat und nun fast ausschließlich der Steuerzahler haftet…

    ….sickert es auch beim Spiegel durch.
    „Lange galt dieser Schritt als unvorstellbar – doch nun trifft Deutschland Vorkehrungen: Nach SPIEGEL-Informationen stellt sich die Bundesregierung auf einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion ein. Sie lässt drei Szenarien durchspielen – darunter ein besonders negatives…..“
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,797451,00.html

    Natürlich muß eine Regierung immer alle Möglichen Szenarien durchrechnen – war ja auch im kalten Krieg so. Und diese Sandkastenspiele traten ja zum Glück auch nicht ein aber hier scheint man tatsächlich die Öffentlichkeit so langsam darauf vorzubereiten.

    Wie immer konnte so etwas hinterher freilich keiner ahnen…

    Prof. W. Gerke durfte letztens im Schweizer Fernsehen ganz offen über die Möglichkeit eines Euro-Austritts GRs sprechen – absolut unaufgeregt.

    • bizzer sagt:

      „Wie immer konnte so etwas hinterher freilich keiner ahnen…“

      Also: wenn sie’s selbst hinterher nicht ahnen, dann weiss man was vorher los war 😉
      Glück auf!

      • Avantgarde sagt:

        Bekannt waren die Zustände in GR spätestens seit 2004.
        Hier mal ein Bericht aus der Süddeutschen v. 15.11.2004.
        http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/statistik-skandal-griechen-schummelten-sich-in-waehrungsunion-1.918589

        Nach einem Bericht der NY-Times hatten GS und JPM hatten 10 Jahre lang geholfen die Staatsverschuldung zu verschleiern.
        Konsequenzen für diese selbsternannten Götter gab es freilich keine.

        Als 2009 die GR-Tragödie begann wussten alle Bescheid.

        Celente würde wohl sagen, daß es bei den Verantwortlichen jetzt nur noch
        darum ging die Kumpels vom Golfclub rauszuhauen – und genau das tat man auch.

        Ein Bankenbailout wäre billiger gewesen – aber die Kumpels hätten Geld verloren.

        Jetzt wo alles in Butter ist wird wohl der Schuldenschnitt kommen – für den Steuerzahler.
        Leidtragende sind vor allem die normalen Bürger in GR.

        Medial wurde das ganz perfekt inszeniert.
        Denn Otto-Normal in D weiß jetzt ja Dank Bild und Consorten, daß „Die Griechen“ im Allgemeinen an der Misere Schuld sind.

        • bizzer sagt:

          Das ist ein absoluter SKANDAL! *)
          Besten Dank für diese Aufklärung. Das wäre aus meiner Sicht, ein ideales Titelthema für diese Website.
          Vorschlag für Arbeitstitel – ich bin mir sicher Frank ist da noch wesentlich kreativer – „Seit Jahren bekannt = unbekannt, weil uninteressant.“

          *)
          man kann sich nun fragen, wurde das trojanische Pferd mit vollem Bewusstsein eingeschleust? Frau Merkel, meine Damen und Herren Bilderberge ***edit*** gelöscht vom Blogwart.

    • FDominicus sagt:

      „Wie immer konnte so etwas hinterher freilich keiner ahnen…“

      Ich finde das ist nun reichlich daneben. Man braucht nur normalen Verstand um zu erkennen, daß alle Staaten es einfach nicht auf die Reihe bekommen Ihre Ausgaben und Einnahmen so hinzubekommen, daß am Ende ein + steht. Seit mehr als 50 Jahren wird jedes Jahr neue Schulden gemacht. Es ist doch jenseits von lächerlich zu behaupten. daß das nicht funktioniert konnte ja keiner ahnen.

      Das ist schlicht und einfach gelogen.

  3. bizzer sagt:

    Also ich finde die SWISS GOLD OUNCE – sieht schön aus Matterhorn und goldenes Kreuz auf goldenem Grund – doch ganz nett 😉 UND
    Das Beste: es gibt sie auf jeder Schweizer Bank zum aktuellen Handelskurs zu kaufen! Auch wenn man das hier wohl nicht so gerne hört – s. Werbeschaltungen – ist aber trotzdem so!

    PS: Ich kann die ganzen Diskussionen mit Goldhändlern und so eh nicht verstehen, läuft das im grossen Kanton wirklich so? Tönt ja gerade so: EM Interessent geht an Bankschalter bei der DB und fragt nach EM, Angestellter löst kurz vor der Ohnmacht Alarm aus – und gut iss!

    PPS: Universum sei dank, dass wir Schweizer nicht zu diesem Affenverein – called EU – gehören :-)))

  4. chinese sagt:

    Metallwoche goes Mars.

    Ich hatte auch den Eindruck das die Stimmung bei Michael ernster und nachdenklicher wird. Ist ja auch nicht verwunderlich bei den ganzen Zuspitzungen.

    Trotzdem eine wunderschöne Metallwoche, vielen Dank hierfür!

    Chinese

    • bizzer sagt:

      Der Düsseldorfer wird ja auch heiraten – da muss man ja nachdenklich werden 😉 Wenn nicht vorher, wann denn dann?
      Ich würd da nicht zuviel rein interpretieren, ausser: die Märkte machen was sie wollen, alles ist möglich und es geht verdammt schnell von oben nach unten usw. usf.

      In diesem Sinn: alles Gute, viel Glück – und die Hoffnung dass es nie benötigt wird 😉 (Dafür haste ja schliesslich EM :-)))

  5. FDominicus sagt:

    Ich hoffe die EZB wird folgende tun.

    Genau nichts. Keine QE was weiß ich. Zinsen rauf, Mindestreserve rauf und jeden Durchgriff auf die Druckerpresse unterbinden. Aber ich wünsche mir ja auch, alle unsere Delebets dorthin wo der Pfeffer wächst.

    Ich werde wohl bekommen. QE 1, 2, …. Kauf von Anleihen im Billionenbereich, Geld drucken bis die Druckpressen ausfallen.

  6. Kangaroo sagt:

    Hier ein kleiner erstmaliger Einwurf von einem, der diesem Blog schon seit langem als passiver Leser treu ist und in der hier präferierten Anlageklasse seit ca 10 Jahren aktiv unterwegs ist (auch physisch aber überwiegend im Bereich Large- und Midcap EM-Minen).

    Da machen wir uns alle Gedanken über das heutige System und wie wir uns am besten in das NEUE hinüberretten. Möglichst noch als Gewinner, falls möglich. Natürlich auf einem möglichst hohen ethischen Niveau – wir sind ja hier nicht in Wien bei Herrn Eichelburg. So weit so gut. Das ist ja schon mal mehr, als das was viele andere tun, oder vielmehr nicht.

    So toll dieser Blog ist (habe noch nichts besseres im deutschen Sprachraum gefunden), so viele wertvolle Informationen und Meinungen hier ausgetauscht werden und so dankbar wir alle sein sollten, daß es heute so etwas wie das Internet gibt, das es uns erst ermöglicht untereinander uns so BEQUEM auszutauschen, es kann doch nur der erste Schritt sein! Und hier ein großes Dankeschön an den Initiator dieses Blogs! Wie können wir nur so naiv sein zu glauben, nur weil wir – vielleicht – in der richtigen Anlageklasse unterwegs sind, daß das Morgen, mit unserem geretteten Vermögen, so klein oder groß es auch immer sein mag, ein lebenswertes Morgen sein wird. Müssen wir da nicht aktiver sein und selber versuchen mit zu gestallten, über diesen Blog hinaus?

    Ob die Occupy-Bewegung da der richtige Rahmen wäre? Ich glaube es weniger! Auch in dieser „Organisation“ wird die starke Vernetzung und somit auch Abhängigkeit von Sozialstaat und Banken voneinander nicht entsprechend herausgestellt. Muß da erst jemand aus der Mainstream-Presse kommen und die Zusammenhänge so schonungslos offenlegen, wie diese Woche im Handelsblatt geschehen.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/angriff-auf-die-marktwirtschaft/5808584.html

    Ich habe selten einen besseren und wahrhaftigeren Artikel gelesen, als diesen – inklusive all der Blogs …

    Wenn wir denn nun heute in einem sterbenden System des Sozialstaatskapitalismus leben, wer garantiert uns, daß das Übermorgen wieder lebenswerter sein wird, als das was noch vor uns liegt -bevor das heutige System entsorgt wird. Könnte es nicht noch viel schlimmer kommen? Was passiert mit unserer heutigen Freiheit, was mit dem, das wir hoffen hinüberretten zu können als Starthilfe? Bleibt uns das erhalten? Hat ein Eric Hobsbawn recht mit seinem Zukunftspessimismus – und ich bin nun wirklich kein Kommunist.

    Wo sind die Alternativen in der Parteienlandschaft (sieht man mal von den wenigen, auf verlorenem Posten stehenden Schäfflers und Bosbachs ab, die ihre Parteien nicht reformieren werden können)? Wo ist die Philosophie, die uns einen Weg heraus und hinein in das NEUE weist (ein gelegentlich sich zu Wort meldender Peter Sloterdijk ist da zu wenig)? Wo sind sie die Alternativen, aus denen man wählen könnte? Heute ist alles alternativlos! Das kommt unserem Blogwart sicherlich bekannt vor, wenn er an seine Jugend denkt. Und doch haben die es damals geschafft, auf friedlichem Wege, sich aus der Alternativlosigkeit zu befreien und neu zu starten. In eine bessere Zukunft, damals. Sind wir nicht alle viel zu bequem und zu gut eingerichtet im Heute und voller Hoffnung, daß es schon gut geht mit uns, da wir ja alle so clever investieren. Oder werden uns unsere Kinder ähnliche Fragen stellen, wie wir sie unseren Eltern (und für die Jüngeren hier im Blog ihren Großeltern) gestellt haben. Wir werden hoffentlich keine Kriege führen (auch wenn ein heute in Thailand lebender Schweizer, da nicht so zuversichtlich ist) und ganze Bevölkerungsgruppen abtransportieren, aber der Einfluß auf die Lebensbedingungen und auf unsere Freiheit, könnte der nicht ähnlich sein? Ich will ja nicht zu pessimistisch sein, aber erleben wir hier nicht die Fortsetzung dessen was 1914 begann und wohl noch nicht abgeschlossen ist – den Abstieg und Verfall Europas. Man könnte zum Stefan Zweig werden.

    So nun genug zum Wort zum Sonntag, … und macht weiter so hier auf dem Blog …. aber vielleicht denkt ihr auch noch einen Schritt weiter. Ich glaube es war für unseren Blogwart auch nicht immer einfach in den vergangen Jahren in einem Mainstream-Medium unterwegs zu sein aber Hartnäckigkeit zahlt sich manchmal aus.

    • Avantgarde sagt:

      Willkommen im Blog.

      Ja es ist bedeutend besser hier als auf manch anderen Seiten.
      Wobei es nicht sonderlich schwer sein dürfte den Eichelburger zu toppen – was dort abläuft ist unter aller Kanone – ein Menschenbild haben die, daß es zum Koxxx ist.

      Zum Freuen gibt es nix.
      Denn die Annahme, daß mal eben so ein „System“ untergeht und dann das Paradies ausbricht ist nichts weiter als eine Annahme.
      Es könnte ebenso eine absolut gruselige Zeit anbrechen.
      Nein – ich wünsche mir wirklich keinen Zusammenbruch.

      Laß Dich nicht Instrumentalisieren und in Denkmuster von politisch links oder rechts drücken.
      Laß Dir keine Ideologie aufdrücken, nicht blind einem Guru folgen – schau Dir die Fakten von verschiedenen Seiten aus an.
      Es besteht immer auch die Möglichkeit sich zu irren.

    • auroria sagt:

      @Kangaroo:
      Ich stimme in vielen Punkten zu, fürchte aber, dass es schon zu spät ist.
      In den USA wird die Occupy Bewegung mit den Anti-Terror-Ermächtigungs-Gesetzen totalüberwacht und zusammengeknüppelt.[1]
      Hierzulande wird der Staatstrojaner auch schon gegen Händler von gestohlener Kleidung eingesetzt.[2]
      Und Georg Schramm begrüst auf der Frankfurter Occupy Veranstaltung den Verfassungsschutz.[3]

      Ich denke, dass das System resettet wird noch bevor die meißten Menschen begriffen haben, was wircklich los ist.
      Das Tempo der Akteure ist bereits auf extremem Niveau.
      Der anstehende Iran Krieg bietet dann genau die richtige Ablenkung für die Neuaufstellung.

      Der Wunsch, dass hier mehr über Lösungen als über Problembeschreibungen diskutiert wird, ist verständlich und sinnvoll, aber „wir“ leiden derzeit noch darunter, dass viele Menschen die Ursachen der Probleme (Geldsystem und co.) noch gar nicht veratanden haben und viele davon auch gar nichts hören wollen.

      [1] http://www.wdr.de/tv/westart/sonntag/sendungsbeitraege/2011/1106/index.jsp
      [2] http://taz.de/!79701/
      [3] http://www.rottmeyer.de/georg-schramm-frankfurt-a-m-12-11-2011/

    • auroria sagt:

      Noch ein Wort zu Bosbach, der wird immer wieder gelobt für seine Ablehnung. Ich halten das für gefährlich, dieser Mann ist einer der schärfsten Befürworter massiv ausgeweiteter Überwachung der Bevölkerung, Internetzensur uvm.[4ff]

      Ein paar Kostproben:
      [4:] Im Jahr 2000 sprach sich Bosbach für eine Ausweitung von Videoüberwachung im öffentlichen Raum aus. Es könne „niemand das Recht geltend machen, unerkannt durch die Stadt zu gehen.“

      Anfang 2010 forderte Bosbach die Einführung sogenannter Nacktscanner an deutschen Flughäfen noch für das laufende Jahr.

      2011 forderte Bosbach die Verlängerung des Terrorismusbekämpfungsgesetzes und der Visa-Warndatei.

      Bosbach sprach sich wiederholt dafür aus, Spiele zu verbieten, die nach seiner Charakterisierung auf „Tötungssimulationen“ basierte. So forderte er am 21. November 2006 durch ein Einfuhr-, Verkaufs-, Vermiet- und Verleihverbot den Zugriff auf sogenannte Killerspielen so schwer wie möglich machen.

      2009, nach dem Amoklauf von Winnenden, machte er sich für ein Verbot von Paintball (Softair, Gotcha) stark, auch nachdem seine Fraktion entsprechende Änderungsvorschläge bereits zurückgezogen hatte. „Das ist eine Tötungssimulation“, zitiert die Märkische Allgemeine Bosbach am 27. Mai 2009.

      Bosbach befürwortete die von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen initiierten und zuvor auch von Bosbach jahrelang befürworteten, umstrittenen Sperrungen von Webseiten.

      [6:] “Eine anonyme Teilhabe am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess ist abzulehnen.”

      (Adjeu anonyme Wahlen …)

      [4] http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Bosbach#Politische_Positionen
      [5] http://netzpolitik.org/2009/wolfgang-bosbach-hat-gedaechtnisluecken/
      [6] http://netzpolitik.org/2011/eine-anonyme-teilhabe-am-politischen-meinungs-und-willensbildungsprozess-ist-abzulehnen/
      [7] http://netzpolitik.org/2010/cducsu-trommeln-weiter-fur-vorratsdatenspeicherung-und-netzsperren/

      • stonefights sagt:

        Hallo auroria,
        ich schätze deine Einträge sehr !
        An für mich interpretierten „Ego-Shooter“-Spielen und deren Verbot kann ich nichts Verwerfliches oder Falsches erkennen. Wenn man(n) die heutigen Kontrollzentren der Drohnen mal begutachtet, sitzen da 20-40 jährige Soldaten, die ihr „Ego-Life-Experience“-Spiel lediglich zum Mittagessen unterbrechen. Jeder kann sich die Ursachen für eine solche Gleichgültigkeit selbst suchen.
        lg, stonefights

      • auroria sagt:

        [„An für mich interpretierten “Ego-Shooter”-Spielen und deren Verbot kann ich nichts Verwerfliches oder Falsches erkennen.“]

        Ich schon, weil es Zensur ist. Wo soll das Enden?
        Verbot von Computerrennspielen, weil es zu gefährlichem Verhalten im realen Strassenverkehr führt?
        Verbot von Filmen, in denen Autos Verkehrsschilder und rote Ampeln ignorieren?

        [„Wenn man(n) die heutigen Kontrollzentren der Drohnen mal begutachtet, sitzen da 20-40 jährige Soldaten, die ihr “Ego-Life-Experience”-Spiel lediglich zum Mittagessen unterbrechen.“]

        Oberst Klein, der die Bombardierung von 140 Menschen befohlen hat passt nicht wirklich ins Profil.
        Auch sonst sind es eher die älteren ranghöheren Offiziere, welche die Entscheidungen treffen, die von dir beschriebene Altersgruppe sitzt „nur“ am Steuerknüppel und führt die Befehle aus.

        [„Jeder kann sich die Ursachen für eine solche Gleichgültigkeit selbst suchen.“]
        Die Ursache ist imho, dass man nicht Menschen, sondern nur Fahrzeugen oder Häusern als Zielobjekte sieht.
        Das kennt jeder aus dem Straßenverkehr, dort wird man auch leichter aggresiv, regt sich schneller auf, weil man nur andere Autos sieht und oft nicht an die Menschen deknt die drin sitzen.

        Das ist aber alles nicht neu und hat mit Computerspielen nichts zu tun. Ein Pilot, der aus mehreren km Höhe seine Bomben abwirft interessiert sich auch nicht für die Opfer.
        In früheren Zeiten haben die Generäle im Kartenraum Flächenbombardemonts, oder das Einebnen ganzer Städte beschlossen.

  7. rolandus sagt:

    Schön‘ Gruß ins sonnige Ried und nach D’dorf…eine gelungene Metallwoche, die hoffentlich von vielen Verständigen und Zuhörern mit einem Drachen belohnt wird/ wurde.

    rolandus

  8. Marcus sagt:

    Ich hatte, wie andere auch, den Eindruck das Michael nachdenklicher/vorsichtiger geworden ist Liegt vielleicht daran, dass entscheidende Tage/Wochen vor uns liegen und er Angst hat uns auf die falsche Fährte zu locken, für den Fall, dass das Imperium zurück schlägt.

    Meine Meinung

    1. Die EZB wird Anleihen im grossen Massstab kaufen (müssen)
    2. Der Dax steht kurz davor ein Kaufsignal zu generieren und dann geht die Post ab
    3. Silber wird dann mit einhergehenden Konjunkturoptimismus steigen
    4. Weil die EZB Käufe kurz/mittelfristig erfolgreich sein werden, steigt der Euro. Die Mehrheit ist hier negativ, schon deshalb trifft das ein.
    5. Weil Europa sich beruhigt, kommt USA wieder in den Focus. Da sieht ja richtig bescheiden aus.

    Also alle Ampeln auf Grün. Vielleicht noch etwas zu früh, aber das ist meine Meinung.
    Wir dürfen uns von unser eigenen Untergangsstimmung nicht zu sehr einnehmen lassen. Europa hat noch eine Menge Spielraum, da stimme ich mit Hellmeyer voll und ganz überein. Und wenn Italien Reformen umsetzt traue ich dem Land einiges zu, mehr jedenfalls als Frankreich.

  9. Hal 9000 sagt:

    Hallo Frank und Michael,
    ich danke für die für die Metallwoche und möchte einige Ergänzungen machen 🙂
    Wie in Krisenzeiten mit „Sammleraufschlägen“ umgegangen wird hat Herr Professor Bocker eindringlich mit Witz auf der Edelmetallmesse beschrieben.
    http://www.youtube.com/watch?v=4kic4reWHK8&feature=related
    (ab 2:54 min – 5:50 min)
    Das leidige Thema – das deutsche Gold
    Trading with the enemy act von 1917 – gilt heute noch. Das zeigt, warum Johann A. Saiger außerordentlich investitionsscheu ist, was die USA betrifft.
    http://www.youtube.com/watch?v=wFZDme7R9qc
    (ab 5:00 min)
    Das deutsche Gold
    Was dieses Thema betrifft, so haben sich hier Lars Schall, D. Speck und P. Böhringer verdient gemacht.
    http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2011/01/29/bo-blessings-for-blessing-der-b-brief-er
    Folker Hellmeyer sagt, daß das Gold, was heimgeholt werden kann, heimgeholt worden ist.
    http://www.youtube.com/watch?v=eZasqi4YJpc
    (ab 23:20 min)
    Die USA würden die Abholung niemals zulassen. Das wäre ein eklatanter Vertrauensbruch. Würden die Märkte davon Wind bekommen, daß nun auch der Schoßhund das Vertrauen verliert, der Schaden für die USA wäre immens. In den 50er und 60er Jahren wurde das Handelsbilanzdefizit BRD-USA halt mit US-Gold ausgeglichen, heute halt nur noch mit bedruckten grünen Zetteln bzw. digitalen Nullen. Das Gold hat die USA nie verlassen und wird das auch nicht tun. Kurzum die 2000-2300 t in New York können die Deutschen abschreiben – wir sind nämlich noch immer die Bösen.
    http://www.zurzeit.at/index.php?id=704

    • Avantgarde sagt:

      Meine persönliche Meinung, die ich freilich nicht belegen kann ist, daß in den USA bei weitem nicht mehr die offiziell ausgewiesenen Barren auch tatsächlich physisch lagern.

      Ob das deutsche Gold überhaupt noch physisch da ist – ich bezweifle es seit langem.

      Wann war die letzte Inventur in FortKnox 1975?!
      Warum macht man keine seitdem keine ordentliche Inventur mehr?

      Artikel wie diese:
      „…Over the course of 2007 / 2008 – more than 5,000 metric tonnes of “Gold Compounds” have been exported from the United States of America representing more than 62 % of reported sovereign U.S. gold reserves or about 24 times annual U.S. mine production….“
      http://www.financialsensearchive.com/fsu/editorials/kirby/2009/0529.html
      Stimmen mich einfach nachdenklich.

      • Hal 9000 sagt:

        Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn die Tresore leer wären; Jahrzehnte lange Goldpreisdrückung fordert ihren Tribut.

        Die Inventur, sagt man, wäre zu teuer – Hahaha! (Bocker gießt bei diesem Thema Kübel von Häme aus – zurecht!) Man würde vielleicht feststellen, daß etwas nicht stimmt. Die Illusion soll so lange wie es geht aufrecht gehalten werden.

        Zitat Bocker:

        Die in der Londoner Metallbörse zusammengefassten Bullionbanken haben ihren Kunden für schätzungsweise 150.000 t Gold verkauft, halten physisch in den Tresoren aber nur geschätzte 15.000 t. Wie sie dem Trend zu verstärkter physischer Auslieferung entkommen wollen, muss sich noch zeigen. Die amerikanischen Reserven bestehen vorwiegend aus „900-er“ Gold. Für eine rettende Auslieferung an die in grösste Schwierigkeiten geratenen Edelmetallbörsen (u.a. London und New York) wird jedoch „999-er“ Gold verlangt. Mit diesem Handicap kann das US Schatzamt nicht als Nothelfer einspringen, denn die Verfeinerung solch großer Goldmassen nähme lange Zeit in Anspruch und käme für eine Rettung zu spät, immer vorausgesetzt, das US-Gold ist überhaupt noch vorhanden, denn seit 1956 wurde eine Inventur der Goldreserven strikt verweigert. Begründung: Es ist zu teuer! Was gibt es hier wohl zu vertuschen?

        Quelle:
        http://www.goldseiten.de/modules/news/print.php?storyid=13104

  10. timesystem sagt:

    Frank und Michael,

    eine Frage:

    in den letzten Wochen hat Michael – auf die Frage wieviel % Anteil im Depot physische EM- immer geantwortet; 10-15% und man würde mit Bedacht nicht mehr empfehlen…
    Im Gegensatz dazu tauscht Ihr immer- soweit möglich- freie Verrechnungseinheiten – gegen Unzen.
    Wäre es nicht an der Zeit – auch im Zuge der aktuellen Entwicklungen – zu sagen: Bis auf die Verrechnungseinheiten für den monatlichen Bedarf-
    der Rest „ALL IN“???

    • gilga sagt:

      Hier geht es wohl um die Frage Absicherung vs. Spekulation. Die 10-15% sind eine vernünftige Summe für die Absicherung des eigenen „Vermögens“ für Extremsituationen. Gelegentlich werden hier auch bis zu 20% genannt.

      Alles darüber ist Spekualtion bzw. Glaube daran, dass diese Assetklasse sich besser entwickelt als der Rest. Guten Gewissens kann man also wohl nicht zu mehr als 10 bis vielleicht 20% raten. Mehr, und insbesondere ALL IN, ist dann Spekulation. Außerdem sind bei diesen Zahlen ja auch andere Punkte zu berücksichtigen. Wie z.B. hat jemand eine abbezahlte selbstgenutzte Immobilie in seinem Besitz oder auch ein paar Oldtimer/Weinflaschen im Keller, … Nur weil jemand momentan seine liquiden Mittel in EM steckt, heißt das ja noch lange nicht, dass es sich dabei um 100% des Vermögens handelt.

  11. jurnaljacke sagt:

    ..wie immer das Hörenswerteste der Woche – die Metallwoche.

    Ich kann die Meinung zu Standartmünzen von Michael nicht ganz teilen aber verstehen. Wenn es um Silber als reines Industriemetall geht, spielt nur das Gewicht und der Silbergehalt eine Rolle. Bei Bedarf werden die Phills, Eagel usw. einfach eingeschmolzen. Ohne Scheidekosten. Die Hindenburg und Kaiserreich müssten weniger wert sein, wegen der Scheidekosten (Silberpreis minus Scheidekosten). Standartmünzen werden aber immer wieder geprägt – Hindenburg und Kaiserreich (offiziell) nicht mehr. Ich möchte nicht wissen wieviele der xxx-Millionen inzwischen aber schon zum Abdecker gebracht werden – „Gold und Silberankauf zu unschlagbaren, fairen, super, besten Preisen“. Ich warte nur darauf , dass der örtliche Metzger und Friseur auch Gold und Silber aufkauft. Schade um die schönen Silberlinge die unsere Urgroßeltern schon in der Hand gehabt haben. Mal sehn wo die Preise stehen, wenn keine alten Silberlinge mehr auf dem Flohmarkt zu haben sind weil alle Enkel Großmutters Blechdose und Serviettenringe zum Abdecker gebracht haben ,weil sie unbedingt ein Apfelgerät x6 brauchen.
    Hier noch ein Tip für Frau Merkel und die Deutsche Bundesbank:
    Warum nicht einfach vergoldete Wolframbarren bauen, einlagern und vorzeigen? Der Ami wird uns nicht verraten – er kann ja unsere echten auch nicht vorweisen. So ein Barren hat dann immerhin noch ein Wert von 50 EUR. Immerhin mehr Deckung als Papiergeld.

  12. crunchy sagt:

    Einer wieder mal gelungenen Metallwoche, wichtig war für mich die Feststellung, der vorbereiteten Roundmails zum S&P Downgrading,
    etwas Senf hinzuzugeben fällt schwer, ist aber möglich: Beim Thema Aufgelder auf Silbermünzen habe ich zwei Ideen: Die Erste:
    Aufgelder bilden sich allgemein dann, wenn Händler auf teuer
    bezahlten Einkäufen sitzen. Das gilt auch für Anleger, die etwas,
    was sie für etwas Besonders halten, gerne loswerden würden…!
    Aber bedenken sollte man immer: Die Marge der Händler und die
    weitere Mehrwertsteuer. Also, wie Michael der Düsseldorfer sagt: billig ist, was man bestens verkaufen kann.
    …Die Tendenz ist leider kognitiv klar: LOSWERDEN!
    Und dann, sorry, aber das muss sein: Sind Charts nicht auch für irgendwas nutze? Fragte da der Düsseldorfer nicht mal: „Was soll
    hier schwach werden, der Euro?“ Ja, wo ist er denn, der Beitrag?
    Da hörte ich nur die Einlassung, dass man solche Märkte nicht
    einschätzen könne.
    Plötzlich sind äussere, unvorhersehbare Einflüsse schuld an eindeutigen Fehlanalysen. Sorry: Fehler sind normal. Wer sich
    mit der Analyse von gerade Devisenkursen (Zentralbankeingriffe!)
    und der Prognose der Kursenwicklung auseinandersetzt, habe
    ich gelernt: muss denken, wie Soros: vom Ende her! Ich habe
    vom Düsseldorfer den Zusammenhang mit den EM Kursen erfahren,
    nachdem ich bisher einfach nur Gold akkumulierte. Was mein zwischenzeitlich erworbenes Fable für Silber betrifft: Ich bin erstmal froh, dass ich mit der Hälfte mehr als 50% steuerfreien Gewinn gemacht habe. Sicher bin ich mir, dass ich diese Unzenzahl wieder zurückkaufen möchte, nur gegenwärtig noch nicht. Früher sagte ich mal: bei USD 21 bei technisch sauberem Umfeld. Auch USD 18.50 ist ja gleichwertig. Wer, wie ich ein bisschen sexy Edelmetall braucht, sollte, wenn er ebenso gealtert ist, auf die geilsten Momente warten können. Sie kommen noch, sind nur seltener..!
    Schöne Weihnachten: Sind öfter!

  13. Jochen sagt:

    Hallo Frank,

    ich wollte mich heute nach Deinem Vortrag in Köln mal kurz bei Dir melden,so wie angedeutet, gestern mittag hat es mich im Büro aber leider gesundheitlich überrollt. Vielleicht ergibt sich später die Gelegenheit.

    Beste Grüße

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.