Die Metallwoche: Bittere und goldene Pillen

27. August 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Wer bislang beim Blick auf die Finanzmärkte und in sein Depot bislang die Nerven behalten hatte, brauchte jene besonders in dieser Woche beim Gold und Silber. Mit ihnen wurde Jo-Jo gespielt. Was ist davon zu halten? Und wie könnte es in der kommenden Woche weiter gehen? Willkommen bei einer weiteren Metallwoche, unterem Podcast zu den Edelmetallen…

Die Notenbanken wissen nicht weiter. Nicht weiter kommt auch die Politik. Der September könnte noch mal heiß werden, wenn der Bundestag das Ende seiner Mitbestimmung in Sachen Finanzen in Europa unterschreibt. Im September könnte es auch weitere Hilfe aus der FED geben. Das Wettrennen und schwache Währungen und noch mehr Schulden geht weiter.

Wir nehmen in den kommenden Minuten den Gold und Silbermarkt unter die Lupe, schauen uns die Bewegungen an den Terminmärkten und die Charts an und kommentieren die Gold-Presse in dieser Woche. Das und mehr jetzt im Interview mit Michael, dem „Düsseldorfer“. Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

[audio:http://www.rottmeyer.de/wp-content/uploads/2011/08/Metallwoche-27-08-2011.mp3|titles=Metallwoche 27-08-2011]

 

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18 Kommentare auf "Die Metallwoche: Bittere und goldene Pillen"

  1. auroria sagt:

    „„Wir sehen jeden Tag auch siebenstellige Einzelorders – das ist neu“, heißt es beim Händler Pro Aurum.“
    http://www.wiwo.de/finanzen/deutsche-fluechten-in-schweizer-franken-und-gold-478955/

  2. rolandus sagt:

    Schön schön mal wieder , vielen Dank für das Anlassen des Mikros während Eurer Plauderei ,-)

    Das mit dem Umfeld kann ich bestätigen:

    Ich habe mir die Regel :Reden ist Silber schweigen Gold jetzt „eingraviert“, denn ab 1900 kamen Fragen wie:

    „Du mußt ja jetzt reich sein“

    Ich? Wieso?

    Na du hattest doch oft von Gold gesprochen (als es noch bei 500 stand)

    Sisi, sag ich jetzt, aber dann hab ich alles in Lebensversicherung getauscht…kauft bloss Staatsanleihen, schliesslich schreibt doch auch die F(r)AZ(e) was von Schnellball bei Gold, und dahinter steckt ja bekanntlich ein „kluger Kopf“ (…der versteht wie man die Leute an der Leine hält)

    Dann ist wenigstens Ruhe und ich entgehe der Gefahr, das mich auf einmal die Leute anfangen mehr als zu mögen ;-)))

    …über Silber kann man ja noch „reden“ …interessiert ja, wie Michael zu recht betonte, nur die cleveren Anleger.

    Also, vielen Dank an die cracks und Michael diesmal im Besonderen, dass er sich auch im Urlaub für „uns“ noch Zeit nimmt.

    Schön Gruß ins Ried und nach Austria
    rolandus

  3. Ingolf sagt:

    Vielen Dank für die tolle Metallwoche. Es ist einfach immer wunderschön Eure aktuelle Meinung zu hören.
    Ich bin nun schon eine lange Zeit im Edelmetallmarkt tätig und deshalb wurden die Grundlagen bei mir ja schon früher gelegt.Letztendlich kommt man ja nicht einfach so dazu diesen Blog zu besuchen.
    Zuerst kommen Zweifel an Politik und Gesellschaft und danach sucht man nach Antworten. Man liest Bücher, informiert sich im Internet und findet endlich Menschen die man vertraut und genauso denken. ( fernab der Mainstreampresse )
    Dadurch hat man nach einiger Zeit ein gutes Fundament und ist nicht so schnell von seiner Meinung ab zu bringen. Aber ab und zu ist man doch unsicher und dann ist Eure Seite eine absolute Rückendeckung!!
    Vor allem weil es keine Blase im Edelmetallsektor gibt. Zumindestens müsste die im Bekanntenkreis ja ersichtlich sein. Hier kenne ich gut verdienende Menschen in Führungspositionen, Beamte und Angestellte, aber nicht einer interessiert sich für das Edelmetall. Letzte Woche fragte mich ein Arzt ob ich Gold habe und war positiv beeindruckt von meinen Aussagen, aber mehr auch nicht. Letztendlich kommt dann nur ein “ Hast Du ja toll gemacht“
    Aber selber Initiative ergreifen?
    Da hat man eher Angst als Spinner abgetan zu werden.
    Dabei denke ich, dass die meisten Edelmetallkäufer sehr sehr gut informiert sind, ein überdurchschnittliches Interesse an zeitpolitischen Themen haben und sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kindern und der Familie bewusst sind. Und genau deshalb sorgen sie um eine Absicherung und das aus Angst vor dieser heutigen Politik.
    Ich habe nun noch eine Frage zum Edelmetallkauf. Da man ja nicht alles vergraben, verstecken usw. kann, was haltet Ihr von Einkaufsgameinschaften, die physisches Gold und Silber in der Schweiz lagern?
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Vielen Dank noch einmal,

    Gruß aus Berlin

    • Frank Meyer sagt:

      Schwer zu sagen.
      Ich habe keine Erfahrungen damit. Vorteilhaft sind sicherlich die im Vergleich zum Unzenkäufer die Einkaufsbedingungen. Vorteilhaft ist sicherlich auch die Verwahrung, wenn man sich nicht selbst darum kümmern muss. das kostet etwas, ist aber auch okay. Vorteilhaft ist sicherlich auch der Lagerort und bei Silber, PAL + PLAT die Mehrwertsteuer, die dort nicht in der Form anfällt wie hierzulande.

      Nachteilig erscheint mir für den Fall der Fälle, wenn es schief geht, schlagen sich dann xxx Leute um einen 12,5 Kilogramm-Barren mit Feilen? Man gibt immer die Verantwortung aus den Händen und braucht eine Menge Vertrauen. Vielleicht gilt hier wieder die alte Weisheit… Klimpergeld am Mann und unter persönlichem Zugriff, ein paar Stücke hier, ein paar da – wie es eben die Eichhörnchen machen. Und wer an zu großem Geld leidet… der hatte immer schon ein Problem.

  4. DonTrader sagt:

    Auch ich bedanke für interessanten und amüsanten Beitrag!

    Etwas fand ich sehr bemerkenswert. Auf die Frage von Frank Meyer: „Würdest Du Dich bei 1900, 2000 absichern?“ Antwortete „Michael der Düsseldorfer“: „Ich würde keine Absicherung fahren. …“

    Wenn nun der Markt die 2000 USD überschreiten sollte und auch nicht mehr darunter fällt, dann geht die Party erst richtig los!!! Warum? Bei Markpreisen gilt für die führende Ziffer das „Gesetz von Benford“. Die Ziffer 1 tritt jeweils häufiger auf als die anderen, beispielsweise 6,5 mal häufiger als die 9. Also wenn wir die 1 nicht mehr als Tausender sehen, dann in Zukunft als Zehntausender. Die Frage ist nun:“Wann tritt diese Zukunft ein?“

    Puh … 10.000 USD pro Unze Gold … ich brauche jetzt erst mal einen Whisky.

  5. Berliner sagt:

    Mal wieder ein sehr gute Metalllwoche.

    Herzlichen Dank dafür.

    Schöne Grüße
    Matthias

  6. mfabian sagt:

    >>
    „Vor der Filiale der Schweizerischen Kreditanstalt in Singapur standen die Kunden in langer Schlange. Meinhard Carstensen, Chef-Goldhändler der Dresdner Bank, schritt die Reihe ab — 60 Meter. Und alle Wartenden wollten nur eins: Gold.

    In München verlangte ein Privatmann tausend Goldmünzen vom sowjetischen Typ Tscherwonez, das Stück zu 145 Mark. In Zürich berichteten die Goldhändler in der vergangenen Woche vom „Sturm auf den letzten Goldbarren“.
    <<

    Nein, so weit sind wir noch nicht wie im oben zitierten Spiegel-Artikel vom Juli 1979 …
    lesenswert!
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40348779.html

    • tizian sagt:

      Favoloso, Fabian!
      Ja, kann man mal lesen: „Gold schützt nicht“
      So der Titel des Spiegelartikels von 1979.
      Na, Danke schön auch! Der PC – Mainstream wusste „es“ also auch damals schon besser…
      Rückblickend stimmt es sogar: es war eine Blase, die 1980 platzte. Der Goldanleger von damals musste sich 20 lange Jahre in Geduld üben. Aber dann!
      Die Gemengelage heute ist und bleibt eine Andere, einen zweiten Paul Volcker (Zinsen drastisch rauf auf zeitweise ü. 15%) kann und wird es nicht geben, China, Indien (Hochzeitssaison), die Inflation als „last exit“ der Politik um der Staatsschulden Herr zu werden…
      850 USD/oz Gold in 1980 war mal ’ne Menge Geld. Kaufkraftbereinigt.
      Aber es geht nicht mehr um Zettel – heute geht’s um: wieviele Unzen habich von dem Zeuch..

      übrigens, Hubraum ist nur durch eines zu ergänzen: -durch noch mehr Hubraum!
      TIZIAN, E36 Fahrer

  7. turbobean sagt:

    Das arme Kind 🙁

    Thanks again und schönen Urlaub noch 🙂

  8. Alternativlos sagt:

    Lieber Frank,

    ein Beitrag zum Thema „Schuld“ (nicht immer nur zum Thema „Schulden“) ist wohl durchaus angebracht. Dabei gibt es doch nur ein Problem:

    Erfolgreich will jeder sein, schuld aber niemand.

    In der Grundgesamtheit der Bevölkerung bedeutet dies, dass sich jeder gerne den Erfolg plakativ auf die Fahnen schreibt, die eigene Verfehlung aber in der Regel verschweigt und deshalb wortlos hingenommen sehen möchte.

    So dies nicht möglich ist, wird versucht gemachte Fehler mit einem Wortschwall zu erschlagen und in diesen Äußerungen notfalls alles Mögliche zu behaupten um das eigene Verschulden zu verschleiern und so von sich abzulenken. Im Volksmund wird dies dann als lügen bezeichnet.

    Die, die wirklich schuld sind haben also kein größeres Interesse daran, als Schuldige identifiziert zu werden.

    Es ist viel bequemer sich hinter Worthülsen zu verstecken und gerade als Politiker dann klar zustellen, dass alle verantwortlich sind. Nur alle bedeutet in diesem Fall eben niemand.

  9. poerschie sagt:

    So. Nun möchte ich mich auch einmal für die jede Woche wieder interessante „Metallwoche“ bedanken.
    *danke*
    Als Abonnent der Lübecker Nachrichten les ich sonntagmorgens „Meyers Marktplatz“ und anschl. gibt es dann die Metallwoche auf die Ohren.

    Immer wieder gerne.

  10. stonefights sagt:

    Melde mich gehorsam zurück aus dem Urlaub, OHNE die hebräischen tripple-six-Buchstaben, und das war gut so.
    Wirklich entspannend so ein Urlaub in der Schwarzwald-Einöde…

    Eure MW war erneut wieder inspirierend für meine Visionen.
    Ich träumte heute beim Zuhören, eine Petition zu zeichnen, Zielsetzung:
    „Das in den USA gelagerte deutsche Gold wird zur Absicherung von europäische Schulden-Schirmen
    physisch im nordeuropäischen Bankenbereich hinterlegt“.

    Danach riefen meine Zellen einander zu
    „Lasst die Spiele beginnen…“.
    Ein Wirrwarr überflutete meine Gedanken-Welt.
    Kurz vor dem Aufwachen hisste die USA- der Logik-Zelle die Moral-Kelle
    „…der Freund leiht dir den Schirm bei schönem Wetter, der Feind fordert ihn bei Regen zurück…“.
    Daraufhin wurde die Schiedsrichterkarte gespielt, von der Erfurcht- in Richtung Logik-Zelle mit
    „…na, doch zum Schurken-Staat konvertieren…“?
    Demütig legte die Logik-Zelle die Spiel-Regeln wieder zurück in den Plan-Kasten und haute
    dermassen laut auf die MS-Pauke von Blasen und anderen kranken Organen, dass ich erschöpft aufwachte
    und gerade noch rechtzeitig weglaufende Kinder hörte.
    Da war mir klar, „nein, nein, du passt auf, dass deine Münzen nicht wegrollen, wer weiss, ob sie wieder
    zurück kommen…“ 🙂
    lg, stonefights

    • auroria sagt:

      [„Ich träumte heute beim Zuhören, eine Petition zu zeichnen, Zielsetzung:
      “Das in den USA gelagerte deutsche Gold wird zur Absicherung von europäische Schulden-Schirmen
      physisch im nordeuropäischen Bankenbereich hinterlegt”.“]

      Slche Petitionen gibts schon – abgelehnt …
      http://browse.npage.de/get_file.php?id=15799160&vnr=990453

      • stonefights sagt:

        Danke für deine Antwort.
        Die kannte ich bereits. Mein „Traum“ 🙂 basierte auf der Idee, dass der Druck von „innen“ (=System) und nicht von „aussen“ (=Volk) käme.
        D.h. dass in meinem „Traum“ die Banken die Forderung nach Sicherheiten stellen, z.B. eben, das deutsche Gold physisch im Zugriff zu haben und durch diesen „Umweg“ von „Absicherung neuer Schulden“ (=Rettungs-Schirme) sozusagen dann der unterste Bierdeckel aus dem „Haus“-Konstrukt entzogen wird. Wer schon mal als Kind Langeweile in einer Kneipe gehapt hat, weiss, was dann mit dem Haus passiert 🙂
        Wie gesagt, war nur eine „Vision“ 🙂

  11. stonefights sagt:

    Ich weiss leider nicht, obs‘ bereits irgendwo thematisiert wurde (mein Urlaub ist daran schuld), aber meine „Achtung“-Antennen morsen bereits seit ein paar Wochen „Schafe werden ins 2000-er Schlacht – Gehege getrieben…“.
    Wenn ich solche Berichte (spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,782089,00.html) lese, springe ich sofort spiegel-ängstlich 🙂 auf mein Surfbrett, um auf meine Lieblingswelle meinen Kommentar los zu werden.
    Will irgend jemand umbedingt die 2.000 sehen, um danach einen katastrophalen Einbruch mit medialem Spot zu erzeugen, bei dem so viele Verrechnungseinheiten verbrannt werden, dass sich kein Schaf mehr an das böse „bubble“-Zeug mehr rantraut, wenns wichtig wäre, es zu haben ?
    lg, stonefights

  12. VickyColle sagt:

    Danke Michael und Frank!

    Kurzweil der besten Sorte!

    Kurzweil deswegen, denn inhaltlich ist eigentlich alles gesagt für die nahe und mittelfristige Zukunft und ein Ausbau würde nur wie RTL2 Konserven wirken.
    Deswegen lieber von Kindern „nerven“ lassen und löchrigen Käse essen :-).

    Folgendes Zitat möchte ich der Gemeinde und den Autoren mit auf den Weg geben:
    „Alle faseln immer von den „Märkten“ – welche Märkte???“

    Hintergrund dieses Zitates ist:
    Wheat, Sugar, Oil, PM … are real markets – all others are only show.

    Gruss
    Vicky

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