Die Metallwoche: Auf Goldsand gebaut

2. Juli 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, RottMeyer, Slideshow

von Frank Meyer

Wie immer senden wir am Wochenende unsere „Metallwoche“ – einen  Podcast mit einem ausführlichen Blick auf Gold und Silber. Schwerpunkt: Ein Blick auf den Rangierbahnhof der Terminmärkte und eine Untersuchung der „Gleise“ – in einer Zeit, in der Griechenland offiziell als gerettet gilt, der Optimismus zu den Anlegern zurück kommt – und die Preise für Edelmetalle gefallen sind. Eine Woche der Hoffnung – wobei wahrscheinlich viel davon wieder viel auf Sand gebaut sein wird. Goldsand?

Metallwoche vom 02. Juli 2011

Und damit startet die 23. Ausgabe unserer „Metallwoche“. Aus Düsseldorf zugeschaltet: Michael, der „Düsseldorfer“. Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

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19 Kommentare auf "Die Metallwoche: Auf Goldsand gebaut"

  1. Andre sagt:

    Vielen Dank an euch beide für diese sehr informative Ausgabe eurer Metallwoche.
    Ich hatte das erste Mal das Gefühl, das ihr eine ausgewogene Matallwoche produziert habt – gefällt mir so sehr gut! Klar ich verstehe schon, dass einige (vielleicht auch die Mehrheit) mit Zertifikaten und dem ganzen Papierzeug unterwegs sind. Aber es gibt eben auch Menschen, denen dieser ganze Papierkram nichts bedeutet. Sei es aus Angst oder dem fehlenden Verständnis von der Papierthematik(bei mir ist beides anwesend). Meine Mutter hat mir schon sehr früh in meinem Leben erklärt:“Junge merke dir fürs Leben: lieber ich habe, als ich hätte“. So handhabe ich es auch mit diesen Metallen, erstens höre ich auf meine Mutter 😉 zweitens habe ich das, was ich möchte – nämlich 31,1 Gramm oder 1kg in physischer Form. Die nützlichen Hilfen bezüglich Reinigung fand ich sehr nett – musste schmunzeln 🙂 .

    • Andre sagt:

      Nachtrag (war leider zu langsam um die Editfunktion zu nutzen). Im Bezug zu den „Sammlermünzen“ muss ich jedoch Michael widersprechen. Es gibt durchaus Münzen, bei den sich der Kauf/Verkauf auszahlt! Exemplarisch hierfür sind einige Produkte aus dem Hause Perth zu nennen! Michael du solltest dir einmal den „Tiger“ anschauen! Während Standards wie Philharmonikas, Maple Leafs oder American Eagel im Preis nachgeben mussten, stieg diese Perth Münze und zwar um ? – über 100%! Bei Silber Corner kostet diese Münze aktuell 62,90€ und diese werden auch bezahlt! Bei eBay gehen Drachen aus der ersten Serie über den Tisch, da schlackern einem nur so die Ohren!

      http://cgi.ebay.de/Lunar-I-Drache-2000-1-Unze-oz-Silber-Kapsel-RAR-/150621427880?pt=M%C3%BCnzen_Medaillen&hash=item2311bc98a8

      Ich weiß, die Auflage wurde verdreifacht, aber was kostete vor 11 Jahren die Unze? – Eben!

    • stonefights sagt:

      Mein Opa, Gott hab ihn seelig, sagte immer, „…lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach…“, auch ich halte mich daran, lieber den Silber-Spatz als die Papier-Taube.
      lg, stonefights

    • Frank Meyer sagt:

      @Andre, wir wollen wirklich in erster Linie auf den physischen Markt schauen. Es ist eben die Frage, ob man mit den Preisen spielen will und da gibt es viele Papiermöglichkeiten, oder ob es um mehr geht, als ums Traden. Traden mit Unzen vor allem im Silber lohnt sich kaum. Wir beleuchten eher das Verhältnis Papier und Metall.
      Ich überlege, ob wir vielleicht mehr über den Umgang mit dem Physischen bringen. (Lagerung, Neuigkeiten aus dem Münzbereich oder einen stärkeren Überblick, was sich im Handel in der entsprechenden Woche getan hat. Ideen gehen nie aus. Es gibt so viel Stoff, dass man eine ganze Stunde lang reden könnte und dabei sollte es nur ein kleiner Überblick am Wochenende werden. Viele Grüße

      • Andre sagt:

        Hallo Frank, vielen Dank für deine Antwort. Also ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mehr vom physischen Markt redet/schreibt 🙂 Es gibt ja seit 01.07.2011 eine neue Anlagemünze aus Armenien auf dem Markt? Wie ist eure Meinung über solche Neuerscheinungen? Kann man dies bedenkenlos kaufen?
        Viele jammern über die Manipulation bei den Edelmetallen. Diese geht jedoch nicht in physischer Form! Meine Meinung ist, dass wir den Manipulatoren ja erst (mit der Zockerei) die Möglichkeit dazu geben! Aber dies ist nur meine bescheidene Meinung darüber.

      • Ingolf sagt:

        Hallo Frank,vielen Dank für die aktuelle Metallwoche. Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr wirklich etwas mehr die physischen Metallkäufe thematisiert.
        Was haltet Ihr denn von Einkaufsgemeinschaften die Edelmatalle zum Beispiel in der Schweiz lagern. Es ist zwar gut Edelmetalle im Umfeld zu lagern, aber doch auch hier ist doch der bessere Weg, eine Streuung.

        Viele Grüße

  2. dork sagt:

    Immer wieder ein Genuß. Die Metallwoche läuft der Wochend-Institution „Tatort“ bei mir mittlerweile den Rang ab. 😉

  3. Frank2 sagt:

    Lieber Herr Meyer, als die ehemalige DDR angeschlossen wurde, habe ich gern gesagt, daß ich froh sei, daß nicht das Reziproke eingetreten war. Doch Ihr Honneker Zitat, läßt mich nicht los – könnte er nicht vielleicht doch noch recht bekommen? 😉
    Herr Thieme wurde mal von irgendwem zum größten Geldvernichter gewählt, er und Ken Fisher sind Aktiendaueroptimisten, da weiß man auch ohne Ton, was gesagt wird.
    Deflation oder Inflation? Ich las mal den Prechter und stimmte ihm zu, nur nannte er es unterm Strich Defla und ich Infla. Ein echtes Kopfschmerzthema. Wenn Ihr Gehalt relativ fällt, dann haben Sie Defla, aber wenn die Brötchen gleichzeitig relativ teurer werden, dann Infla, oder? Und so stelle ich mir die Zukunft vor. Rohstoffe teurer und Einkommen eher fallend.
    Zu den ETF: Was da im SLV gespielt wird, ist, wenn ich es korrekt verstehe, Betrug. Ich verstehe somit Michaels Ablehnung von ETF. David Morgan ist jedoch sicher was die ZKB Fonds angeht. Vielleicht gibt es also doch Ausnahmen?
    Ich bedanke mich für die schöne Metallwoche.
    Morgen kommt ja dann die Lektüre von Herrn Stöferle.
    Einen schönen Sonntag!

  4. S.i.E.H.E sagt:

    Hallo,

    wahrscheinlich habt Ihr es schon gelesen !?

    Unter folgendem Link, ein interessanter Artikel mit anschl. Diskusssion zu der weiteren Entwicklung von Gold (Deflation, QE etc.).

    http://www.goldseitenblog.com/marco_feiten/index.php/2011/06/25/gold-vor-crash-dollar-vor-rallye

    Auch dein Name Frank fällt im Zuge der Kommentare(Zensur).

    Viele grüße an den Pfau 🙂

  5. Thomas sagt:

    Wieder gute Informationen von euchen beiden!
    Ich hab mal ne Frage in Bezug auf die Maple Leaf Gold und Silbermünze. Ist das Verhältnis zwischen den Nennwerten bei diesen beiden Münzen relevant? Auf der Meaple Leaf Silberunze ist ein Nennwert von 5 Dollar abgebildet, auf der Goldmünze 50 Dollar. Wo wir ja vielleicht wieder bei einem angemesseneren Verhältnis wären.
    Also spielt es eine Rolle oder ist es wirklich vollkommen egal?
    Viele Grüße

  6. EXE sagt:

    Hallo

    Wen wir schon bei dem Thema Münzen sind ich lese sehr gerne den Playboy natürlich nur wegen den guten Artikeln…
    Die US Version hat es mir da sehr angetan. Wie ihr sicherlich wisst vom höheren sagen besteht der Playboy zu 60% aus Werbung.
    Dort finden sich schon seit geraumer Zeit auch Münz Werbung darunter.
    Zum Beispiel Silver Pandas für 43,95$, 5-ounce Silver Proof für 484$.
    (Preise sind Ausgaben bezogen.)
    Ich wüste nicht, dass bei uns im Playboy oder anderen Zeitungen dafür geworben wird.
    Die American Eagle sind auch in Deutschland meist ausverkauft.
    Da merkt man die Amerikaner sind durchaus clever sie kaufen Silber auf pump Physisch und lassen die Banken auf ihren Schulden sitzen xD

  7. samy sagt:

    Hi und Danke für die Metallwoche.

    Ich denke Andre spricht hier doch einen nützlichen Effekt an. Wenn mich der Nennwert eines Coins nicht interessiert (10€ Gedenkmünzen) und ich eine 999/1000 1 oz Silber-Sammlermünze nahezu zum selben Preis erhalte (das ist für mich der springende Punkt!) wie ein z.B. Philharmoniker, ja dann habe ich doch einen extra Deflationsschutz, oder? Ich habe eben mal geschaut und einen Koala 2011 bekomme ich derzeit für ca. 28,50€ und einen Philharmoniker ab 26,80€. Damit müsste der Düsseldorfer eigentlich auch zufrieden sein (Silber in möglichst vielen Unzen) und ich sehe nicht, wo man sich bei dem Spread wirklich die Finger verbrennt.
    Zum Thema ausbleibendes QEIII und steigende Aktienmärkte. Kann es nicht sein das die Marktteilnehmer nun die Zinswende auf dem Anleihenmarkt erst einmal abwarten wollen? Führt die Angst in das fallende Messer zu greifen, also in sinkende Anleihekurse hinein zu kaufen, vielleicht zu einem fliessen von Geldvermögen in Aktien, dass bisher an der Seitenlinie stand?
    Erst wenn so ein Anleihemarkt „Crasht“ geraten die Anleihehalter finanziell in einer Schieflage, erst dann verkaufen sie alle möglichen Assets um Schulden glatt zu stelle. Dann könnten die Deflationisten wieder recht behalten. Aber was ist wenn der Crash ausbleibt und das alles in allem in einem humanen Tempo abläuft? Dann hätten wir bei fallenden Anleihekursen sehr viel frei werdende Mittel um eine Aktienhausse zu befeuern, bis die USA dann irgendwann unter der steigenden Zinslast kollabieren.
    Ich denke das die drei großen Ratingagenturen sehr bald unter Druck geraten werden. China und das um das Überleben kämpfende Europa haben alsbald die Nase voll von diesen unsinnigen Ratings. Dann werden die US-Anleihekurse spätestens fallen. Ich wage die Wette, dass die USA innerhalb der nächsten 6 Monate das AAA verlieren.

    VG

    PS: Mich interessiert eure Meinung über die Entwicklung, dass Geithner damit flirtet, den Schuldendeckel um den 2.August herum auch ohne die Reps anzuheben. Er könnte sich dabei auf eine bekannt gewordene Passage aus der Verfassung berufen.

  8. bob sagt:

    Hi

    Die Metallwoche war mal wieder wie immer Top, es geht doch eher darum das man sich über Edelmetalle für die ferne Zukunft absichert, besser gesagt über einen realen Wert sich absichert :>.
    Das Traden im Allgemeinen ist doch eher was für Zocker , und oft verbrennt man sich dabei die Finger, kenne einige die Ihr hart erarbeitetes Geld dabei verzockt haben nur um etwas Profi einzufahren.
    Es macht doch mehr Sinn Sein Ca$sh Monatlich in reale Sachwerte zu Investieren, ich mache das seit Jahren und kann wirklich sagen ich kann Nachts sehr gut schlafen.
    Das System in dieser Form wird nichtmehr lange bestehen , wer weiter daran glaubt hat eher keine Ahnung davon oder redet sich das alles nur ein man kann nicht ewig so weiter machen.
    Macht weiter so…#

    Thx

    Bob

  9. jürgen dudenhöfer sagt:

    Ich finde die Metallwoche einfach klasse. Bei dem Versuch alte Silbermünzen, nach deiner Anleitung, zu reinigen war das Ergebnis leider nicht gut.
    Daher meine Bitte, die Anleitung nochmals,bitte etwas genauer, darzulegen.

    Vielen Dank

    duden

    • Frank Meyer sagt:

      Man nehme einen Topf, lege ihn mit Aluminiumfolie aus. Dazu gibt man drei oder vier Esslöffel Salz, lege die Münzen hinein und dann erwärmt man das auf 50-60 Grad. 10 Minuten warten. Ich habe jedesmal ein super Ergebnis, wenn ich alte Münzen auf dem trödelmarkt sehe, die meiner will, weil sie so hässlich sind.

  10. Magic sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für die sehr interessanten Beiträge, die zu meiner Pflichtlektüre geworden sind!
    Auch mich würde ein Beitrag zum An- und Verkauf von physischen Metallen interessieren. Insbesondere zum Verkauf findet man nur wenige Veröffentlichungen. Schaut man sich die einschlägigen Edelmetallseiten an, so wird zwischen An- und Verkaufspreis von Edelmetallen doch ein erheblicher Spread verlangt. Dieser Spread, abgesehen von der Werterhaltundsfunktion, muss aber auch erstmal „verdient“ werden. Wie steht ihr zu diesen Spreads bzw. welche Tipps habt ihr für einen späteren eventuellen Verkauf.

    Vielen Dank und viele Grüße

  11. Krisu sagt:

    Hallo zusammmen!
    Noch ein Wort zu den Sammlermünzen. Thorsten Schulte, der Silberjunge, skizziert in seinem Buch „Silber – das bessere Gold“ auf den Seiten 218 bis 222 ausführlich „eine Strategie zum Aufbau einer Lunar-Silbermünzensammlung“ (S. 219). Argumente darin u.a.: menschlicher Sammeltrieb im Allgemeinen und im Besonderen die limitierte Auflagenzahl, die Erschwinglichkeit der kleinen Lunar-Münzen für jedermann (= viele potentielle Sammler) und die auf 12 Motive begrenzte Serie. Er sagt aber auch, dass sich die Preisaufschläge (bei den seltenen Münzen bis zu 50-100% auf den Metallpreis) nur im Kleinmengenbereich zu erzielen sind – insofern hat der Düsseldorfer doch wieder recht: die breite Basis braucht man wohl in Standardmünzen.
    (Ich habe mit den Lunars kurzfristig gute Erfahrungen gemacht: z.B. dieses Frühjahr zwei Hände Lunar Hasen (1oz.) gekauft für 29,00 Eu, kosten heute über 40,00 Eu – quasi eine eingebaute Absicherung).

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