„Die Metallwoche“: Ach wie goldig!

9. Juli 2011 | Kategorie: Auf die Ohren, Kommentare, RottMeyer, Slideshow

Eine weitere „Rettungswoche“ ist durch Europa gezogen. Auch anderswo ist das Geschrei ums Geld ziemlich groß. Wahrscheinlich hat das auch die Gold – und Silberpreise so in Schrecken versetzt, dass sie Reißaus nach oben genommen haben. Tja, je weniger Vertrauen „denen da oben“ entgegen gebracht wird, die vorgeben, sich um die finanziellen Dinge dieser Welt zu kümmern, desto höher steigen die Metallpreise…

von Frank Meyer

Metallwoche vom 09. Juli 2011

Was steckte in dieser Woche hinter den Kursanstiegen versteckt? Was hat es mit den vermuteten und heiß diskutierten Bargeldbeschränkungen auf sich und was könnte das für den physischen Goldmarkt bedeuten? Was sagen die Charts? Was tut sich an den Terminmärkten? Haben die Minen ihren Boden gefunden? Und was ist die vielleicht beste „Münzstrategie?

Und damit startet die 24. Ausgabe unserer „Metallwoche“. Aus Düsseldorf zugeschaltet: Michael, der „Düsseldorfer“. Am Mikrofon: Frank Meyer. Viel Spaß!

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Edelmetallhandbuch: Ihre praktische Vermögensanlage in Goldbarren und Silbermünzen

Das Massensyndrom: Überleben Sie die gigantischen wirtschaftlichen und politischen Krise

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37 Kommentare auf "„Die Metallwoche“: Ach wie goldig!"

  1. Peter sagt:

    muy bien 😀
    Hab‘ ich da laut gelacht. Knaller!

    Völlig konträr zu Michael spielt bei mir der Faktor EM als „Krisengeld“ schon mit in meine Kaufentscheidungen rein. Zwar steht vordergründig immer noch der Kaufkrafterhalt (also möglichst viel Metall für’s Geld), jedoch halte ich die Wahrscheinlichkeit für „nicht gering“, dass ich eben doch in x Jahren Silber gegen Möhren und Kartoffeln tauschen werde.

    Schönen Abend, schönen Urlaub
    Gruß Peter

    PS: Spanisch lernen in Köln – http://www.spanischkoeln.com/

  2. freiheit50 sagt:

    Hallo Frank + Michael,

    mein Beitrag zur Frage, welche Form des Metalls zu bevorzugen ist:

    Silberzehner !!

    – Hoher Feingehalt (925 Sterling)
    – Anschaffungspreis liegt auf Höhe des Silbergehalts
    – zusätzlicher Deflationsschutz (10 EUR Nennwert)
    – Nennwert liegt derzeit noch in der Nähe des Materialwertes
    – Bargeldeigenschaft (sollte Schutz vor Konfiszierung bieten)
    – Additiv Sammlerwert (abgeschlossene Serie 50 Ausgsben 2002 – 2010)
    – keine Wegelagerergebühr (7% Schäublesteuer)

    In Summe sehe ich hier gegenüber Kookaburra & Co nur Vorteile.

    Schöne Grüße an alle Silberbugs von Christian, dem Münchner

    • Silberzehner sagt:

      und jetzt sag‘ mir mal bitte wo du heute noch 925er silberzehner für 10€ buntes papiergeld bekommst…
      ich selber hatte 2008 das glück in der münchner bundesbankfiliale rückläufer der 2006er wm-gedenkmünzen zu bekommen. da sie pro tag nur 500 stück rausrückten musste ich 2x hinfahren.

  3. VickyColle sagt:

    Herzlichen Dank für diese urlaubliche Metallwoche, welche sich sehr stark mit wirklich wichtigen Themen beschäftigt, zu dem u.a. der Punkt „mit Metall beim Bäcker einkaufen gehen“ gehört.

    Ebenso wie Michael kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, das wir ins Vor-Zettelbanken-Zeitalter zurück fallen werden, es sei denn die Apokalypischen Zustände (wie es Zara und/oder Der Bär aus dem Gelben) beschreiben, kehren auf die Erde zurück.

    Selbst dann wird man wohl eher mit Silber das normale Leben bestreiten (wie seit Jahrtausenden), als mit Gold.
    Um hier ein Gefühl für Verhältnissmäßigkeiten zu bekommen, lohnt es sich auch alte Besoldungs,- und Einkommenstabellen der letzten Jahrhunderte unter die Lupe zu nehmen.

    Zum Thema Konfiszierung und/oder Goldverbot möchte ich jedoch noch etwas sagen.
    Es gubt eine reihe sehr effektiver Möglichkeiten, mit denen der Staat (grade in Dtl.) sich an den „Vermögens“werten seiner wohlhabenden (nicht reichen) Bürger vergehen kann. Die Zwangshypothek und/oder Lastenausgleich auf Immos ist hier nur die bekannteste – ohne das er sich gross verrenken muss.

    Selbst Zugewinnsteuern auf EMs, welche in Papierform vorhanden sind, sind vorstellbar. (Leicht zu erfassen, da bei Banken und Fonds registriert)
    Auf METALL selber eher unwahrscheinlich, denn dann taucht dieses Metall nämlich nicht an der Oberfläche auf, sondern verschwindet durch, dann evtl. illegalen Schmuggel eher im Ausland. Mit Drogen wird dies auch gemacht, trotz hoher Strafandrohung.
    Man darf nicht vergessen WER bis dahin grösstenteils das METALL hat – das ist i.d.R. nicht der obrigskeitsgläubige Michel, sondern hartgesottende Investoren.

    Für eher wahrscheinlich halte ich es, wenn der Staat zwecks Währungssicherung an das Metall kommen will, das er den realen Metallbesitzern ein äußerst grosszügiges Umtauschangebot machen wird.

    Jeder Staat/Regierung hat auch heute (wie auch in der Vergangenheit), eine gewisse Anzahl System“Gewinnler“ mit im Schlepptau. Die wird er immer haben und die braucht er/sie auch.
    Ein Teil wird einfach personell ausgetauscht.

    Das die Welt dadurch grundsätzlich eine „bessere“ wird? – So blauäugig bin ich nicht, dies anzunehmen. Mein Mann und ich sehen es vorwiegend als unsere oberste Bürgerpflicht, als Investoren optimal für uns und unsere Lieben vorzusorgen und dadurch (um es vorsichtig auszudrücken) der Allgemeinheit nicht auf der Tasche liegen zu müssen.

    Gruss Vicky

    • holger sagt:

      Hola…

      —>>>Ebenso wie Michael kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, das wir ins Vor-Zettelbanken-Zeitalter zurück fallen werden, es sei denn die Apokalypischen Zustände (wie es Zara und/oder Der Bär aus dem Gelben) beschreiben, kehren auf die Erde zurück.“

      @Vicky das wäre der GAU.

      Zur Metallwoche… was sehr interessant ist, sind die Überwachungsmechanismen für „Geldtransfers“. 1k Euronen oder so. Was die wenigsten vermutlich nicht wissen, ist, wenn man im Moment mehr als 15k durch die Gegend schickt, dieses Fehlverhalten mit Argusaugen beobachtet wird. Da gehts nicht um die Geldwäsche oder so, sondern WER macht das. Welche Person kann sich erlauben solche Transfers zu machen. Wer immer noch glaubt, „reich“ werden zu dürfen, der irrt gewaltig. Interessant wirds dann, wenn man über 100k durch die Gegend schickt. Die nächste Hürde liegt dann bei 250k dann 1M . Dann werden die Einträge bei einschlägigen Inkasso Unternehmen lustiger. Wer zB regelmäßig, als Otto Normalo, größere Beträge vom Konto nimmt, um sich seinem Hobby dem Au zu widmen, ist eh registriert. Und selbst wenn es nur der Verdachtsfall ist.

      —>>>Für eher wahrscheinlich halte ich es, wenn der Staat zwecks Währungssicherung an das Metall kommen will, das er den realen Metallbesitzern ein äußerst grosszügiges Umtauschangebot machen wird.“

      Vicky… Das ist ja das, was mich immer wundert. Wie blauäugig der allgemeine Bug denkt, hach an meine Möhren kommen die nicht. Das ist ja schon gnadenlos naiv. Wenn Väterchen meint, er braucht EM, dann holt der sich das Zeugs. Mittels Exekutive und Bestechung der Nachbarn. Und wohin will denn der allgemeine Bug flüchten? Ich sehe diese Flucht wie Bilder vor meinen Augen 😀 Ich stelle mir vor, wie tausende von Bugs auf der Flucht sind. Völkerwanderung. Natürlich werden im Fall der Fälle, die Grenzen nicht dicht gemacht. Wie kann es sein, dass die „Währung“ in privaten Händen ist? Das wäre ja ein Weltenwunder. Man muss sich das mal vorstellen, was passiert, wenn EM richtiges Zahlungsmittel wieder wird. Dann sprenge ich aber den Brocken im Harz weg und pule eine Unze nach der anderen daraus 😉

      Ich hatte vor Jahren mal den Vorschlag gemacht, die Scheinchen mit Goldstreifen zu versehen. Dann kann man die noch in die Scheideanstalt bringen. Wollte aber auch keiner.

      schönen Dias noch 😀

  4. Enrico sagt:

    Was ich mich frage, die Zinsen im Euroraum steigen ja wieder so langsam an. Das ist ja das pure Gift für die Metalle, für die man keine Zinsen bekommt. Sollte man wohl umschichten in Aktien.

    • Andre sagt:

      Und Staatsanleihen! Edelmetalle bringen keine Zinsen – Zinsen gibt es bei Riester usw :-).

    • Frank Meyer sagt:

      Die Zinsen im Euroraum steigen schon. Gleichzeitig ist Gold fast am Allzeithoch. Den letzten Zyklus hindurch ist Gold auch gestiegen, auch in den USA, als Greenspan die Zinsen noch mal nach oben setzte bis auf 5% und dann,als Bernanke die Zinsen anhob. Gold stieg trotzdem. Es liegt eher an der Realverzinsung. Und diese ist negativ, wenn auch nicht überall offiziell.

    • samy sagt:

      Hi Enrico,

      mal noch spielt die Finanzmarktmusik in den USA und beschäftige dich doch mal, so du es noch nicht hast, mit der Ära Paul Volcker bei der FED. Volcker hob die Leitzinsen auf nahe 20% an! Derzeit haben wir 0,25 glaub ich. Geld halten wurde attraktiv, die Inflation brach ein (positiver Realzins). Weit und breit kein Mann oder Frau mit dem Format von Volcker in Sicht und machbar wären solche Zinsen wohl heute auch nicht mehr.

      Paul Volker, positiver Realzins und das Ende des damaligen Goldbullenmarktes, das wäre vielleicht auch ein interessantes Thema für diesen Blog, oder? Als historische Prallele zu den jetzigen Ereignissen. Das sind ganz fundamentale Sachen.

      VG

      • Frank2 sagt:

        Wie Du ganz richtig sagst, wären solche Zinsanhebungen heute nicht machbar ohne sofortige Staatspleiten auszulösen. Deswegen sehe ich keine Parallelen der 1980er zu heute.
        Anders gesagt, ich sehe keinen anderen Ausgang, als einen wie auch immer gearteten Staatsbankrott vieler Länder. MiniLänder wie GR machen mir da wenig Angst. Doch wenn die USA den Bankrott erklärt, sollte ein gewaltiger Tsunami losgehen. Wäre das nicht der ideale Moment für alle Länder ihre Schulden zu streichen? Ein weltweiter Neuanfang? Irgendwas Koordiniertes?

  5. Andre sagt:

    Vielen Dank Frank für Deine Urlaubsunterbrechung 🙂 und Michael für Deine gute Wochenzusammenfassung. Ihr habt ja heute die verschiedenen Stückelungen von Gold und Silber besprochen – allerdings mit dem Weg nach unten ;-). Interessieren würde mich Eure Meinung zu Kilo-Münzen bzgl. des Verkaufs. Der Markt ist ja für Kilo-Münzen sicherlich kleiner als für 1Oz-Münzen. Dass Michael kein Sammler ist, habe ich bereits bei der letzten Metallwoche mitbekommen ;-). Ja, da scheiden sich sicher die Geister :-). Vielleicht ist es gut, wenn man auch da ein wenig auf zwei Hochzeiten tanzt. Klar, ich gebe Michael Recht, das Szenario, bei dem es keinen Menschen interessiert, was für ein Motiv gedruckt oder welche Auflage die Unze hat, kann eintreten, dann geht es schlicht nach Gewicht. Auf der anderen Seite, wenn ich dringend (da ich ja nicht alles in meinem Leben beeinflussen kann) etwas Metall zu Verrechnungseinheit machen muss, kann es sich auszahlen, ein paar von den schicken Perth Münzen zu haben, denn diese gehen im Gegenteil zu den Standards z.B. in der Bucht zu unglaublichen Preisen über den Tisch. Auch das staatliche „Risiko“ ist schwer bis gar nicht kalkulierbar. Eins ist sicher: wenn der Staat mit dem Rücken zur Wand steht, wird er Mittel und Wege finden, Einnahmen zu generieren. Diese Karten-Zahlungs-Auswüchse haben natürlich noch einen ganz entscheidenden Aspekt, ein Bankrun ist somit ausgeschlossen. Ganz zu schweigen von dem Szenario: wenn man zu kritisch ist, kann man durch derartige Geschichten komplett vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden. Tja, ein weiterer Punkt, der auch nicht vorhersehbar ist, ist eine In-/Deflation. Fakt ist definitiv, sollten wir deflationär fahren, hat Silber gegenüber Gold das Nachsehen. Langfristig gesehen, ist dies aber auch kein Grund gegen Silber, da nach der Deflation irgendwann die Industrie wieder laufen wird – vielleicht sogar besser!

  6. Andre sagt:

    Nachtrag,
    neues von Herrn Popp – wissensmanufaktur.net

    Andreas Popp „Bankrotterklärung Europas durch einen Wirtschaftsweisen“

    http://www.youtube.com/watch?v=8bC4BWBe1Dk

  7. samy sagt:

    Hi,

    Hi und danke für die MW,

    @the Voice

    der eigentliche Skandal mit den Ratingagenturen ist es doch, dass sie nicht für ihre Aussagen haftbar gemacht werden wollen. Sie verstehen sich als Wirtschaftsjournalisten (Was verdienen die pro „Ratingkolumne“?) die sich auf die freie Meinungsäußerung berufen, jedenfalls soweit mir bekannt. Sie haben also alle „Rechte“ und keine „Pflichten“. Das ist immer eine sehr ungünstige Vereinbarung (Moral Hazard) und lädt immer ein zum Machtmißbrauch.
    De Facto sehen wir das doch auch am Pleitestaat Minnesota durchexerziert. Der US-Bundesstaat ist seit 1-2 Wochen offiziell Pleite und es müssen z.B 20k Beamte erst mal zu Hause bleiben. Was macht Fitch? Fitch „verliert die Geduld“ (so der Spiegel) und stuft Minesotta mit einen AA+ ein, kommend von einem AAA! (Boah, wat verlieren die Geduld, ne!) Was soll eigentlich ein Grieche oder Portugiese zu solcher Dreistigkeit sagen?

    Zum Tafelgeschäft eine kleine Anmerkung. Die Quittung als Nachweis für das Finanzamt aufheben macht auch Sinn, weil Gewinne durch den Verkauf von Gold nach einem Jahr Haltezeit von den Steuern befreit sind.

    VG und den besten Resturlaub aller Zeiten wünschend

    Samy

  8. Frank2 sagt:

    „Bargeld macht verdächtigt.“ Schöner (weil schlimmer) Satz. Was mich stört an diesen Dingen, ist ganz simpel die Zunahme der Unfreiheit. Ich fühle mich mehr und mehr unwohl in solchen Big Brother Systemen. Michael sprach von der gesperrten Karte, aber was ist denn bei Stromausfall? Was bei Systemausfall? Da muß es gar nicht um die pers. Karte gehen. Kontrolle kostet Energie, haben wir soviel davon?

    Zum Gold/Silber/Minen-Thema: Ich will hier nicht schlau sein, aber Gold steht auf ATH, während Minen und Silber tiefer stehen. Ich tauschte kürzlich etwas G gegen S ein. Andre schreibt in einer Defla würde Silber gegen Gold verlieren. Das überlegte ich auch, denke aber daß dieses Argument (heute) nicht (mehr so) gilt, weil S einfach zu knapp ist für große (nicht manipulative) Abstürze und monetären Character hat.
    Nach David Morgan gab es 1950 Reserven (über Grund) von 10 Mrd Unzen S / 1 Mrd Unzen G. 2000 waren es 500-700 Mill Unzen S / 7 Mrd Unzen G.
    Während Silber also relativ knapper wurde, wurde Gold relativ verfügbarer.

    Was mir an Euch beiden gut gefällt, ist das Abgreifen und die Weitergabe des Sentiments. Michaels Wien Erfahrungen als auch die Mallorca Erfahrungen geben uns ein gutes Bild von der Lage anderswo.
    Ich sage also „muy bien“ Frank, daß heißt nicht, daß ich Sie sehr schön finde sondern daß ich diese Metallwoche sehr gut fand. Schön und gut ist eben nur beim Wetter dasselbe. 😉
    Dicken Gruß und Dankeschön!!

  9. rolandus sagt:

    Im Schatten des EZB Turms von Coffee Fellow aus Grrraciass nach Malle und D’dorf. WIe nicht anders zu erwarten, war es wieder eine perfekte MW ausser das ich diesmal nicht in Meernähe sass ,-)

    @ Frank : ALso wenn Du deinen Schuh oder Luftmatratze hier versteigerst, bekommst Du bestimmt schon mehr als den Eigenwert, schliesslich sind das Sachen vom blogwart eines klasseblogs!

    Das mit dem Sichern sehe ich genauso wie der Michael. Keiner soll glauben, dass der Staat nicht Mittel und Wege findet seine Bürger auszusaugen und was nützt die Silberunze in der Schweiz, wenn der Bauer „kein Wecheslgeld“ gibt.

    Ich glaube diesen „Verwahrkonflikt“ kann mqn nicht anders lösen als durch ein gesundes Urvertrauen UND Kreativität bei der Verwahrung. Prof Bocker ist hier ja ein unvergänglicher Quell an Ideen ,-)

    Das 1000 Euro Antiterrorgesetzt dürfte doch den Silbermünzen einen erheblichen Antrieb geben, wenn auch mit mehr Lauferei verbunden.

    Sonnige 26 Grad Grüße aus FFM nach Malle und die „Toten Hosen Stadt“
    rolandus

  10. samy sagt:

    Hi noch einmal,

    wer übrigens EM in möglichst kleinen Gewichten sucht und möglichst wenig Aufpreis zahlen will, der sollte sich folgende Seite angucken:
    http://bullionpage.de/. Hier findet sich eine Suchmaschine und das soll keine Werbung sein!
    Ich habe hier eben Münzen (3,04g Feingewicht) mit eine Agio’s von ca. 2,1%+/-0,2% gesehen. Findet ihr sie? 🙂 Einfach mal mit den 5 Scroll-Buttons oben spielen und sich einarbeiten.
    Das Thema Aufpreis bei kleinen Münzen ist also keines. Warum also nicht in kleiner Stückelung bestellen und sei es nur als Geschenk für Dritte?
    Versandkostenfrei ab der ersten Unze, ebenfalls für Geschenke nützlich, liefert http://www.silber-frei-haus.de/. Aber auch hier übernehme ich keine Garantie, obwohl ich vor 2-3 Jahren selber meine erste Silbermünze 🙂 hier bestellt habe. Mein Gott, war das Blech damals billig 🙁

    Also, natürlich weiss ich nicht, ob da nicht das eine oder andere Schwarze Schaf bei den Händlern bei ist. Selber habe ich aber aus der Auflistung der Suchmaschine bei 3 Händlern bestellt.
    Das ist also nur ein Tip. Ich werbe nicht für den Händler bzw. die Suchmaschine, habe aber keine schlechte Erfahrungen gemacht und will das hier weiter geben.

    VG

  11. samy sagt:

    N’Abend nach Malle,

    gold.de kannte ich schon, aber die andere noch nicht, die werde ich mir gleich mal angucken. Ja, Gold.de ist auch schön, aber da ist man so passiv. Bullionpage mag ich wegen der mannigfaltigen Möglichkeiten die Datenbanken aktiv nach eigenem Gusto zu sortieren, auch wenn das erst einmal verwirrt. Das geht ja alles recht schön mit den Scrollbuttons.

    Wünsche noch ein schönes kühles Bier am Strand.

  12. superhans21 sagt:

    Hi,

    Im Podcast sagt ihr, dass sich Gold auch in eoner Deflation positiv entwickeln soll? Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Eine Defltion bedeutet, dass die Geldmenge schrumpft. Wenn das Warenange ot konstant bleibt an Gold und die Geldmenge schrumpft, dann kann doch der Goldpreis nicht steigen.
    Eine starke Währung zeichnet sich doch dadurch aus, dass die sie knapp ist. Warum sollte ich dann Gold wählen, wenn ich durch die Deflation ausgelöst eine starke Währung habe.
    Kredite können nur in Euro, Dollar, usw. Zurückgezahlt werden. Dadurch müssten viele versuchen alle Sachgegenstände, die sie besitzen zu verkaufen nur um ihre Kredite zu bedienen. Der Wert von Währungen würde also ungemein steigen. Ich verstehe also nicht wie in einem rein deflationären Szenario der Wert von Gold steigen soll, wenn doch da Währungen gefragt sind.

    Grüße

    Superhans21

    • samy sagt:

      Darf ich meine Meinung dazu sagen?
      Du sagst:
      „Dadurch müssten viele versuchen alle Sachgegenstände, die sie besitzen zu verkaufen nur um ihre Kredite zu bedienen. Der Wert von Währungen würde also ungemein steigen.“
      War for liquidity also, du hast ja recht mit deinen Überlegungen und sogar Prechter rechnet damit, dass Gold deutlich in einem Credit Crunch sinkt (irgendwo zwischen 400$-700$ ?).
      Aber was ist wenn Gold selbst die ultimative Währung ist? Der Wert von Währungen wird steigen, dass sagst du ja. Aber wenn nun Gold die einzige Währung (Währungskürzel XAU und viele Bilanzen der ZB kennen diese Währung) ist, die kein Ausfallrisiko kennt, die von keiner Ratingagentur der Welt ein D bekommen kann? Kein Risiko also und somit der sichere Hafen in einer Deflation.
      VG

      • superhans21 sagt:

        Die Ursache für die Deflation ist die Verschuldung. Die kann mit 2 Methoden „gelöst werden“:
        – Noch mehr schulden -> Hyperinflation -> Entwertung
        – Zurückzahlen, mit vielen Bankrotten = Geldmengenschrumpfung = Deflation

        Aber Schulden können nicht in Goldmünzen oder Silbermünzen zurückgezahlt werden, sondern nur in Währungen. Warum soll dann Gold an Wert gewinnen? Warum soll in einer Situation, in der jeder seine Schulden zurückzahlen muss und jeder seine Sachwerte gegen Cash verkaufen muss der Goldpreis steigen? Schulden können doch nicht in Gold zurückgezahlt werden.
        Zum Ausfallrisiko: Das stimmt, aber, wenn ich Bargeld horte und es nicht auf der Bank lasse, dann habe ich kein Risiko

        • samy sagt:

          Hi,

          du hast ja im Grunde recht. Weil man Deflation als Sachwertvernichtung auffassen kann, werden möglichst viele Sachwerte in Bargeld tauschen wollen. Die einen, weil sie mit dem Bargeld ihre Schulden begleichen müssen (es gibt in so einem Szenario ja eine Kreditklemme) und die Vermögenden, weil ihnen Cash als die sicherste Möglichkeit erscheint. Was aber, wenn es in einer heftigen Deflation zu einer Pleitewelle kommt (Deflationsschock, Credit Crunch)?
          Ist eine Banknote dann auch die sicherste Möglichkeit Vermögen zu halten? Nein! Eben weil die Zentralbank als Gegenpartei deiner Forderung, die du in Form der Banknote in deinen Händen hälst, ebenfalls pleite gehen könnte. Dann ist diese betroffene Banknote bzw. Währung wertlos, es gibt also auch ein Konkursrisiko bei Zentralbankgeld. Kann Gold pleite gehen? Nein! Weil es eben kein Kreditausfallrisiko oder Konkursrisiko irgendeiner Gegenpartei gibt. Gold ist Gold. Es ist unabhängig von irgendwelchen wahnsinnigen Schuldnern, die pleite gehen könnten.
          Somit stellt der Düsseldorfer die Frage, hat Gold bei einem richtig fiesen, heftigen Deflationsszenario (Credit Crunch) eher Sachwert- oder Geldeigenschaften? Will man es los werden oder flüchtet man dorthin? Wer weiss das schon ? 😉

          Übrigens ist Gold eine Währung. Gold hat das Währungskürzel XAU. Gold erscheint als Reserve in Zentralbankbilanzen.

          VG

          • holger sagt:

            Moin samy

            —>>> Gold hat das Währungskürzel XAU.“

            Wofür steht eigentlich das X 😀 ?

          • superhans21 sagt:

            Hi samy,

            danke für deine Antwort.
            Da war für mich einiges Neues dabei.

            Den Teil, dass die Zentralbank die Gegenposition einnimmt, ist für mich noch nicht ganz klar.
            Könntest du mir das noch etwas genauer erläutern?

            Danke 😉

            superhans21

    • Frank2 sagt:

      Die Logik mag Dir recht geben, aber die Erfahrung nicht. Der Witz sitzt – wir Samy richtig beschreibt – in der Tatsache, daß aus den Rohstoffen Gold und Silber, die alternativen Geldmittel Gold und Silber werden könnten/sollten.
      Ich bekomme einen Newsletter über Casey Research und zitiere aus einer Info von denen (Überschrift: How to make money even in a depression). Das Beispiel ist der Dow versus einer Goldmine.

      Take this example from the Great Depression:
      The Dow Jones Utility Average (DJUA) index – considered a “safe” investment back then – peaked at 145 in September 1929… and bottomed at 15 in March 1932 and again in March 1935… a loss of 90% of its value.
      In other words, a $10,000 investment in the DJUA in late 1929 would have shrunk to $1,000 within a few years.
      Now let’s take a look at Homestake Mining, one of the largest gold mining companies at the time…
      From October 1929 to December 1935, Homestake’s stock steadily climbed – from $80 to $495 per share… a total gain of 519% during one of the most devastating bear markets the U.S. had ever seen. And that’s not counting the generous dividends they paid out year after year.

  13. Tuerkis sagt:

    Hallo zusammen!

    Höre die Metallwoche regelmässig und sie gehört mittlerweile zu meinem obligatorischen Sonntag-Abend-Programm! Kompliment und Dank an Frank Meyer !!!

    Frage an ihn und die Forengemeinde:

    Falls die EU-Krise sich zuspitzt, könnte es nicht sein, dass Portugal, Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich etc. plötzlich ihre Goldreserven beginnen zu kaufen, um Schuldzinsen zu bedienen und Zeit zu schinden…?

    Das gäbe ziemliche Verwerfungen am Goldmarkt… anders ausgedrückt: Der Goldpreis fällt ziemlich deftig!

    Wie seht ihr die Möglichkeiten / Gefahren eines solchen Gold-Verkaufs-Szenarios?

    Gruss Tuerkis

  14. samy sagt:

    Moin Holger,
    wenn du so früh morgens schon so ausgiebig grinst, dann denken wir wohl an verschiedene Dinge … 🙂
    Um das Glatteis zu umschiffen, wollen wir das weise Wikiwesen anhören:
    http://de.wikipedia.org/wiki/ISO_4217
    (Richtig, es gibt für jeden Sch… eine passende Norm)
    Hieraus:
    „ISO 4217 ist die von der Internationalen Organisation für Normung publizierte Norm für Währungs-Abkürzungen, die im internationalen Zahlungsverkehr zur eindeutigen Identifizierung benutzt werden sollen….Das „X“ signalisiert, dass es sich dabei um keine von einem Staat oder Staatenbund herausgegebene Währung handelt…“

    VG

  15. holger sagt:

    Moin samy

    —>>>.Das „X“ signalisiert, dass es sich dabei um keine von einem Staat oder Staatenbund herausgegebene Währung handelt…”“

    Erstaunlich… 😀 steht ja sogar auf dem „deutschen“ Euro gedruckt… das X. Auch schöne grüße in die Finca.

    • samy sagt:

      Was würde Rudolf Scharping jetzt sagen:

      … laaaaaangsaaaam … laaangsaaaam.
      Die Euro-Banknoten sind den einzelnen Zentralbanken zuzuordnen, die sie drucken. Man denke sich die einzelnen Mitgliedsländer in alphabetische Reihenfolge und dann ordnet man jedem Land wiederum in verkehrter alphabetischer Reihenfolge einen Buchstaben zu. Da bekommt Deutschland nun mal das X.Und das weisst du auch 🙂

      VG

  16. samy sagt:

    superhans21

    Gerne, aber dann nimm dir doch noch besser etwas Zeit und wildere mal im gelben Forum herum, wenn du das noch nicht hast. Außerdem muss ich mich dann nicht mit fremden Federn schmücken. Folgender Link ist dort zu finden.
    http://dasgelbeforum.de.org/sammlung/sammlungen-literatur.htm
    Rechts findest du „Der Kapitalismus“ von Paul C. Martin in Form einer PDF-Datei. Dort nun wieder beziehe ich mich auf Seite 32+33.

    Mal ganz knackig formuliert, muss es immer eine Hyperinflation geben, bevor Geld wertlos wird und ein Staat bankrott anmeldet? Ist auch eine Frage an die Runde. Kann Geld nicht schlagartig wertlos werden, weil die ZB-Bilanz durch irgendein Ereignis ins Ungleichgewicht kommt und nicht mehr genug EK hat?

    VG

    • superhans21 sagt:

      Hi samy,

      jetzt mal aus meiner Überlegung:
      Wenn die ZB pleite ist, dann kann sie keine Geld mehr verleihen, also kann kein neues Geld erzeugt werden, womit die Geldmenge konstant bliebe. Das würde ja dann bedeuten, dass Währungen tatsächlich „gutes Geld“ wären. Was wiederum bedeuten würde, dass Euro, usw. tatsächlich gegenüber Gold, usw. das bessere Investment wären.

      • holger sagt:

        @ superhans21

        —>>>Wenn die ZB pleite ist, dann kann sie keine Geld mehr verleihen, also kann kein neues Geld erzeugt werden, womit die Geldmenge konstant bliebe“

        Da bin ich schon die ganze Zeit am grübeln. Was würde eigentlich passieren, wenn kein „neues“ Geld auf den Markt kommt? Und tatsächlich mal Schluss ist mit dem „drucken“. Eines steht ja auch fest. Die einzigen die mit Geld nix anfangen können, sind die ZB. Das ist vollkommen unlogisch. Deswegen gibts ja auch die Mär mit den Zinsen und das dadurch irgendwas gesteuert werden kann. Infla-Defla und so. Je höher die Zinsen sind, desto mehr muss neu die Welt erblicken. Ist irgendwie alles ein wenig tricky. Naja… wollen wir mal sehen was so passiert.

        • Peter sagt:

          Angenommen es würde „kein neues Geld auf den Markt“ kommen, dann würden systembedingt der Reihe nach Kredite platzen. Allen voran auch die Kreditverträge zwischen Staat und Geschäftsbank. Also vor allem die Anleihen würden zum Abschied nochmal leise Servus sagen. Die Renditen würden von hier bis zum Mars, vielleicht aber auch bis zum Saturn reichen, wenn dann überhaupt noch Handel in Staatsanleihen stattfinden würde.
          Am Ende des Tages würden wir wohl geschmeidig in die wahrscheinlich schärfste Deflation seit Adam und Eva rutschen.
          Die Muschelgelder der Welt hätten dann gut zu lachen.

          Sehe ich das richtig?

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