Die Märkte sind ein „Karren voller Dynamit“

3. September 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Delray Beach, Florida – es ist heiß in Florida. Dunstig heiß. Die Haare kräuseln sich und die Körper erschlaffen.

Das Rennen der Erleichterung ging weiter. Auf der ganzen Welt stiegen die Aktien. Genau wie die Kurse von Öl und Rohstoffen. Der Dow stieg; ebenso die chinesischen Aktien. Wieso?

Die Zahlen des amerikanischen BIP für das zweite Quartal waren höher, als erwartet. Die Wirtschaft wuchs um eine jährliche Rate von 3,7%.

Und der einflussreiche William Dudley von der Fed sagte, dass das Argument für den Zinsanstieg im September „weniger zwingend“ sei.

Ein Rückgang im Übermaß von 50%

Oh, ihr Kleingläubigen… fürchtet euch nicht! Die Dinge geschehen genau so, wie sie es sollen. Es ist das Ende des Sommers. Die Märkte geben starke Hinweise auf die Dinge, die im Herbst kommen werden. Wie über dem Vesuv, steigt eine Rauchwolke auf… und es hängen Dunstschwaden über den Märkten. Die Erde der Wirtschaft rumort… und die Tiere ergreifen die Flucht.

Doch da treten auch schon die Cronies auf und sagen uns, dass wir uns nicht darüber sorgen sollen. Und wer weiß schon, was als nächstes passiert?

Ihr Autor ist ein ziemlich guter Klempner. Ich kann Rohrleitungen legen und die Toilette von Verstopfungen frei machen.

Leider ist meine Bilanz als Wahrsager der Märkte eher unregelmäßig.

Ich liege selten falsch, doch oft genug bin ich so früh dran, dass ich, wenn es dann eintrifft, oft bereits vergessen habe, dass ich es vorhergesagt habe.

Doch heute bin ich beherzt und ermutigt. Ich schwadroniere weiter, wie ein schriller Poet in einer derben Bar, sicher in dem Wissen, dass da Hünen hinter mir stehen.

Die Vorhersage des Ökonom und Disponenten, John Hussman, ist meiner sehr ähnlich.

In einer Mitteilung schrieb er:

„Wenn man einen Karren voller Dynamit in eine Horde von Feuerjongleuren schiebt, dann ist die Chance, dass die Dinge gut ausgehen, äußerst gering.

Die Ursache für die unausweichlichen Trümmer ist nicht das Dynamit, sondern der Auslöser ist der Typ, der seine Fackel ansteckt.

Gleichermaßen ist, wenn extreme Bewertungen als Ergebnis von gewinnsuchenden Spekulationen einmal etabliert sind, was durch die Federal Reserve ermöglicht (1997-2000), ermutigt (2004 – 2007), oder aktiv beworben wird (2010 – 2014), ist ein etwaiger Zusammenbruch unausweichlich.

Indem Sie den Investoren sichere Anlageformen genommen hat, hat die aktivistische Politik der Fed Spekulationsblasen und unweigerlich darauf folgende Zusammenbrüche bei riskanten Vermögensanlagen gefördert.

Auf der Basis der fundamentalen Bewertungen (…) erwarten wir, dass der S&P nach der Beendigung des derzeitigen Marktzyklus um 40-55% gefallen sein wird. Die einzige Unabwägbarkeit sind die Auslöser gewesen.“

Quelle: Kapitalschutz Akte
Die Märkte sind ein „Karren voller Dynamit“(von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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3 Kommentare auf "Die Märkte sind ein „Karren voller Dynamit“"

  1. tm sagt:

    „Auf der Basis der fundamentalen Bewertungen (…) erwarten wir, dass der S&P nach der Beendigung des derzeitigen Marktzyklus um 40-55% gefallen sein wird“

    Welche fundamentalen Bewertungen sind das denn? Eigentlich könnte der Artikel mit dem Satz erst beginnen und diese fundalentalen Gründe erläutern – aber genau dann kommt leider nichts mehr.

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