Die letzte Kugel der Konservativen

15. September 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Das letzte Jahr unserer Berichterstattung war von Politik überschattet. Einer der Kandidaten für das Präsidentenamt versprach etwas Neues – eine Pause von den Mustern und der Politik der letzten 30 Jahre.Obwohl sein Programm weitgehend inkohärent schien, schien er persönlich so robust und furchtlos (vielleicht sogar leichtsinnig) zu sein, dass es zumindest eine Chance gab, dass er die Dinge aufrütteln würde.

Ein wahrer Konservativer ist ein Skeptiker. Er ist ein „Nein“-Mensch. Er ist misstrauisch Neuem und Modeerscheinungen gegenüber. Er bezweifelt, dass die Regierung viel Gutes tun kann. Und er weiß, dass die Mittel der Notenbank begrenzt sind. Er will sie nicht für irgendwelche Projekte verschwenden.

Mehr kostenlosen Pillen für alte Leute? Nein, danke.

Invasion des Irak? Nein… das sitzen wir aus.

Die Konservativen der alten Schule dachten, der beste Weg, um eine bessere Welt zu schaffen, sei es, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern… „Jeder kehre vor der eigenen Tür, und die Welt ist sauber“, wie Goethe sagte. Aber es ist schwer, eine echter Konservativer zu sein, wenn das Geld unbegrenzt scheint.

Mehr Geld für das Militär? Mehr Geld für inländische Programme? Mehr Schulden? Mehr Einmischung? Sicher. Warum nicht?

Riesen-Abzocke

Jahr für Jahr erhöhen sich die Ausgaben. Mehr oder weniger automatisch – allein durch 10.000 Amerikaner pro Tag, die in den Ruhestand gehen. Jeder kostet die Regierung 35.000 Dollar pro Jahr. In den nächsten 10 Jahren sollen die Ausgaben die Steuereinnahmen um etwa 1 Billion Dollar pro Jahr übertreffen. Insolvenz ist praktisch garantiert.

Die alten Hasen hätten sich zur Wehr setzen können. Aber auch in den besten Zeiten wäre es eine lange Schlacht geworden. Mit so wenigen echten Konservativen… und so vielen Menschen, die für mehr Geld Lobby-Arbeit leisten… alte Knacker (wie Ihr Autor), die mehr Medikamenten und medizinische Versorgung wollen… und Kriegstreiber, die sich Geld ergaunern wollen.

Aber die Konservativen hatten immer eine letzte Waffe. Vielleicht waren sie nicht in der Lage, einzelne Ausgaben zu stoppen. Aber sie konnten die Höhe der Kredite, die die Regierung aufnahm, begrenzen. Das war die Bedeutung der Schuldengrenze. Das „Falschgeld“ ist möglicherweise unbegrenzt, aber die Kredite der Vereinigten Staaten von Amerika waren es nicht.

Die Mitglieder des Kongresses hatten die Granate in ihren Händen. Sie mussten die Höhe der Schulden genehmigen, die die Notenbank aufnehmen durfte. Mit der Schuldenbremse konnten sie ein Limit setzen… und die Politiker zwingen, harte Entscheidungen zu treffen. Alles, was sie tun mussten, war, den Stift zu ziehen.

Der Große Zerstörer

Deshalb waren die Ereignisse der letzten Woche auf dem Capitol Hill so wichtig. Die Schuldengrenze ist das Einzige, das den Bankrott der US-Regierung möglicherweise noch verhindern kann. Sie ist die einzige Munition, die die finanzpolitischen Konservativen (einige davon noch im Kongress) hinterlassen haben. Wenn es hart auf hart kommt, könnte der Kongress die Schuldengrenze nutzen, um sein Rückgrat zu finden und den Gürtel enger zu schnallen. Darum wollen die „Big Spender“ und die „Schattenregierung“ sie loswerden.

Falsche „Konservative“ und „Liberale“ verfolgen das gleiche Ziel – die Regierung dazu zu benutzen, um Reichtum und Macht zu stehlen. Aber sie laufen ständig gegen die Schuldengrenze an. Dennoch wagte keiner von ihnen – nicht einmal Barack Obama oder Hillary Clinton – sie zu eliminieren. Dafür brauchte es den Großen Zerstörer, Donald J. Trump.

Herr Trump wird die Dinge wohl doch noch aufrütteln – in einer Weise, die fast niemand erwartet hat. Er hat vor, den wahren Konservativen ihre letzte Kugel wegzunehmen. Zusammen mit den „tiefsten“ der „Deep State“-Demokraten – Nancy Pelosi und Chuck Schumer – hat er ein „Gentlemen`s Agreement“ geschlossen, die Schuldengrenze abzuschaffen… und die Konservativen damit unbewaffnet… und wehrlos zu hinterlassen.

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

Print Friendly, PDF & Email

 

Schlagworte: , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.