Die größte Gefahr von allen

1. Juni 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Ronald Gehrt

Wissen Sie, was die größte Gefahr von allen ist, die über uns, über dieser angeblich zivilisierten Welt schwebt? Dass gerade diejenigen Menschen, die sich besonders gescheit wähnen, mittlerweile die dümmsten und am leichtesten zu beeinflussenden Kreaturen unter der Sonne sind…

Denn ihnen wurde gezielt eine Eigenschaft abtrainiert, die essenziell ist: Sie haben das Gefühl für die Gefahr verloren! Und nicht mehr zu bemerken, wenn Gefahr im Verzug ist, ist, als würde eine Katze keine Autos mehr fürchten. Es ist – logischerweise – die größte Gefahr, der man ausgesetzt sein kann.

Woran sind eigentlich große Reiche wie die der Griechen oder Römer gescheitert? Warum zerfiel das osmanische Reich in seine Bestandteile, die UDSSR oder auch das Dritte Reich? Ein entscheidender Aspekt war: Man war zu gierig. Man wollte immer größer und mächtiger werden und überschritt dabei einen Punkt, an dem es unmöglich war, diese Konstrukte noch im Griff zu behalten. Dumm, gell?

Doch dass es überhaupt dazu kommen konnte, war nicht alleine das Werk der Entscheider. Das Volk musste mitspielen. Was durch zwei Methoden möglich war. Entweder durch ein Regime der Angst wie im Dritten Reich oder der früheren Sowjetunion. Oder durch eine gezielt geförderte geistige Dekadenz, die das Volk zu dummem Vieh degradierte, das sich nur mit sich selbst beschäftigte und sich am Nasenring überall dorthin ziehen ließ, wohin man es haben wollte. Was dazu führte, dass die Menschen selbst an ihrem eigenen Untergang mehrheitlich fleißig mitwirkten.

Sowas kann heute nicht mehr passieren?

Das war früher, natürlich. Heute sind wir derartig viel gescheiter, dass dergleichen unmöglich wäre. Sagt man. Sind wir das wirklich? Ist es nicht so, dass gerade die, die glauben, völlig über den Dingen zu stehen, die Lage immer und jederzeit im Griff zu haben, die größten Trottel sind, weil sie all das verdrängen, was sie nicht wissen? Sind das nicht genau die Ochsen, die man am Nasenring dorthin ziehen kann, wohin man sie haben will?

In der Pubertätsphase bekommt man mit seinen lieben Kleinen Probleme, weil die plötzlich feststellen, dass ihre Eltern ja von absolut gar nichts Ahnung haben. Keinen Schimmer von Musik, können ihre Smartphones nicht vernünftig bedienen und kapieren nicht, worum es beim wahren Leben geht, nämlich um Party. Die buckligen Alten werden peinlich. Die indes, zunächst betroffen, lächeln wissend. Denn:

Sie wissen, was die Nachkommenschaft alles nicht weiß, weil sie meint, das alles auch nicht wissen zu müssen. Man hat schließlich Lebenserfahrung, man blickt durch. Was jedoch leicht dazu führt, dass man als Erwachsener meint, ab einem gewissen Punkt zu wissen, wo der Barthel den Most herholt und somit das Hirn auf Standby schaltet. Die Welt um einen herum verändert sich. Aber man weiß schließlich Bescheid, hat seine Meinung und damit hat es sich. „Alles schon mal dagewesen, mir könnt ihr nichts erzählen.“ Aber ja doch.

Und so werden Erwachsene dann plötzlich wirklich peinlich. Denn sie bekommen Veränderungen, auf die Teenager noch höchst sensibel reagieren, tatsächlich nicht mehr mit. Sie werden zu Biedermeier-Karikaturen, die nicht mal mehr merken, wie nahe der Tellerrand ist, über den sie nicht mehr hinausschauen können … bzw. wollen. Und sie werden so zu genau den manipulierbaren Figuren, die es braucht, um ungehindert Macht auszuüben. Nicht, dass man das nicht schon x-mal genauso erlebt hätte. Aber in einer solchen, mental trägen Verfassung ist der Bürger weder willens noch imstande, sich darüber Gedanken zu machen. Wozu auch? Er kommt ja gar nicht mehr auf die Idee, ausgerechnet sich selbst zu hinterfragen. Ein Klassiker. Denn die Geschichte wiederholt sich ja gerade deswegen ein ums andere Mal, weil Menschen immer wieder glauben, diesmal sei alles anders und somit die mahnenden Beispiele der Vergangenheit unnützer Tinnef.

Krisen? Die sind immer woanders

Ich erlebe in meinem Umfeld, wie sich eine/r nach der/dem anderen bereitwillig diesen Nasenring einzieht. Immer mehr wähnen sich in völliger Sicherheit, weil sie zum einen noch nie schlechte Zeiten erlebt haben (und die Warnungen derer, die sie erlebt haben, in den Wind schlagen) und sich zum anderen bunten Tand leisten können. So ein brandneues Smartphone, ein Auto mit allem Schnickschnack, ein schickes Häuschen, das ist für viele der Beweis, dass alles gut ist und auch gut bleiben wird.

Und im Fernsehen wird ihnen gezeigt, dass in der Tat bei uns alles wunderbar ist. Krisen? Gibt es. Aber woanders. Und jetzt gibt es das Geld auch noch fast umsonst. Warum sich da nicht noch dies oder jenes gönnen, mit noch lange nicht verdientem Geld, wenn die Zinsen so niedrig sind? Sparen lohnt nicht. Und die anderen haben sich doch gerade diese Kreuzfahrt gegönnt, will ich da wirklich nachstehen, für die Nachbarn und Kollegen wie ein rückständiger, sein Geld ängstlich umklammernder Zausel wirken?

Und so haben wir in großen Teilen der Bevölkerung ein Stadium erreicht, das sogar vor der Pubertät liegt. Die Medien und das billige Geld, das eigentlich ja dennoch am Bürger vorbei fließt, haben erreicht, dass sich über ihren Teenager-Nachwuchs mitleidig lächelnde Erwachsene aufführen wie zehnjährige Konsumzwang-Opfer, die ihren Status nur an dem messen, ob sie gegenüber den anderen tollere Dinge besitzen.

In einem solchen Stadium waren die Römer übrigens auch mal. Und auch deren Reich war zu diesem Zeitpunkt aufgeblasen wie unsereiner nach einer Überdosis Wirsingkohl, vergleichbar mit der EU, die sich in den letzten Jahren aufführte wie PacMan. Immer mehr, immer größer, immer schneller. Größe ist Macht. Und je platter der Normalverbraucher auf seinem Sofa liegt, desto weniger steht er bei diesem hehren Wirken im Weg herum. Dann begann das römische Reich, vereinfacht formuliert, intern unter seinem eigenen Fett zusammenzubrechen, während sich andere Völker, die gierig, wach, in Bewegung waren, die Randbezirke pflückten wie reife Kirschen. Die Gegenwehr fiel bescheiden aus … man hatte irgendwie nicht genug Personal, das bereit gewesen wäre, das Leben für etwas einzusetzen, das so fern vom eigenen Tun und Lassen ist. Und die Führer des Reiches waren außerstande, das Ruder herumzureißen, weil sie selbst eben nicht wach, hungrig, beweglich waren. Nur satt und egozentrisch.

Wie weit sind wir von diesem Stadium noch entfernt? Urteilen Sie selbst.

Häppchen zum Aufregen“ gegen den Durchblick

Wenn man erst einmal ein solches Stadium erreicht hat … und da können sich die USA und die EU durchaus die Hand geben … hilft nur noch tarnen und täuschen, um den notwendigen Eindruck zu erwecken, immer noch souveräner Nabel der Welt zu sein und um den trägen Frieden solange aufrecht zu erhalten, bis man die eigenen Schäfchen im Trockenen hat. Zumindest so lange, bis die doch so unwichtigen „anderen“, die lernen, vorangehen, erschaffen statt zu wissen, zu dösen und zu verwalten, den Kopf über die wirtschaftlichen Grenzen stecken und fröhlich „huhu“ rufen. Denn dann wacht der Bürger auf und wird plötzlich hektisch.

Wenn man bedenkt, dass die „emerging markets“ so heißen, weil sie sich entwickeln und wir … naja?

Tarnen und täuschen … ja, darin sind die Entscheider der „alten“ Industrienationen Meister. Tsipras/Varoufaktis und Blatters Sepp dominieren die Medien und die Diskussionen. Aber es sind Nebenkriegsschauplätze. Sie sind eine doppelte Scharade, geeignet, die meisten davon abzulenken, zugleich in den Bereichen Politik und Wirtschaft die entscheidenden Fragen zu stellen.

Griechenland ist eigentlich sch…egal. Das eigentliche Problem ist a) dass diese EU die Griechen damals in die Eurozone ließ, obwohl man wusste, dass das vorgelegte Zahlenwerk eine Scharade war, b) dass man jetzt außerstande ist, alleine die Dimension des Problems zu erkennen, geschwiege denn zu lösen, nachdem man c) jahrelang Maßnahmen verordnet hat, die auf das Land wirkten wie Gift.

Es geht nicht um Griechenland. Es geht um die Struktur und die Fachkompetenz sowie die Glaubwürdigkeit der Entscheider in der EU und damit um die Zukunftsperspektiven dieses Staatengebildes. Griechenland ist wie ein Stresstest für die EU an sich. Und sie besteht ihn nicht. Aber: Nuuuur nicht hinsehen. Immer schön auf dem Sofa liegen bleiben glauben, es gehe alleine um Griechenland. Dies und das momentan medial dominante Gezeter um Sepp Blatter und „seine“ FIFA lenkt den Blick der Ochsenherde zudem erfolgreich von anderen Brennpunkten ab.

Die wirklichen Gefahren sehen nur wenige

Wieso kann sich eigentlich die gespannte Lage zwischen Russland und der EU bzw. den USA nicht wieder einrenken? Was geht da vor? Diese Situation ist außerordentlich problematisch. Aber seitdem in den Nachrichten keine Bilder von rollenden Panzern mehr zu sehen sind … wen kümmert’s, gell?

Noch schlimmer ist die ungehinderte Expansion von IS und Boko Haram. Niemand scheint diesen Terror aufhalten zu können. Oder womöglich nicht zu wollen, damit man etwas in der Hinterhand hat, als Argument, um wie nach 2001 die Gangart zu verschärfen und Strukturprobleme mal wieder außerhalb der eigenen Grenzen zu lösen? Nicht können oder nicht wollen, das ist primär einerlei, weil beides eine Katastrophe ist. Ein Stresstest für die Weltgemeinschaft. Und auch sie besteht ihn nicht.



Über die wirtschaftliche Lage habe ich in den vergangenen Monaten bereits so viel geschrieben, dass ich Sie da für detailliertere Aussagen auf die bisherigen Marktkommentare verweisen darf, u.a. unter www.baden-boerse.de/kolumnen.html. Nur in Kurzfassung sei aufgeführt:

Durch die mediale Präsenz des Themas Griechenland und das völlige Desinteresse bemerken viel zu wenige, wie hilflos die Notenbanken gegen den Schwund des Wachstums ankämpfen – und das auch noch mit höchst konträren Vorgehensweisen. Während die EZB und Japan die Finanzmärkte mit Euros und Yen fluten (was nicht recht zu helfen scheint) faselt die US-Notenbank seit nunmehr fast zwei Jahren von Zinserhöhungen, treibt dadurch die Spekulation auf einen steigenden Dollar auf die Spitze und würgt sich so das Wachstum selber ab.

Die besonnenen, vor den Folgen warnenden Notenbanker wie der Bundesbankchef werden einfach überstimmt, denn die Mehrheit gerade in der EU profitiert kurzfristig von niedrigen Zinsen. Die Sparer nicht. Aber das kümmert für den Moment ebenso wenig wie die Frage, wie man jemals wieder normale Verhältnisse herstellen will, ohne die tiefe Depression der Wirtschaft auszulösen, die man so nur auf der Zeitachse verschiebt.

Und all das ist nur ein kurzer Abriss. Die Zahl massiver Probleme und Bedrohungen ist in den letzten Jahren in geopolitischer ebenso wie in wirtschaftlicher Hinsicht gewachsen. Das Interesse daran ist zeitgleich gesunken. Immer mehr Menschen verlieren das Gefühl für die Gefahr.

Fading away: Die alten Industrienationen verblassen

Möglicherweise werden Sie – zu Recht – einwenden, dass keineswegs alle träge auf dem Sofa verblöden. Das stimmt. Aber ebenso wie das fragile Gleichgewicht an der Börse zwischen Bullen und Bären ist es in der Gesellschaft das Verhältnis zwischen wachen, aktiven Menschen und dem Rest, der den Kurs einer Gesellschaft bestimmt.

Wenn zu viele die wachsende Gefahren nicht mehr bemerken, weil ihnen durch den „Rosa-Brille“-Dauerregen in den Medien die Wachsamkeit und der nötige Respekt vor der Unberechenbarkeit der Zukunft abhandengekommen ist, sind wir nichts als eine Herde Ochsen, die nicht einmal bemerkt, wenn sie längst auf der Schlachtbank angekommen ist. Und so helfen wir mit, uns langsam, fast unmerklich immer weiter in die Bedeutungslosigkeit zu befördern.

Die Saat ist längst im Boden für den Wechsel zu den hungrigen Wirtschaftsnationen wie China. Für den Zerfall der Eurozone und eine Rezession, womöglich sogar eine Depression in den etablierten Regionen. Der Prozess läuft stetig, weil er nicht aufgehalten wird. Und die meisten werden es inmitten ihres Haufens aus auf Pump gekauften, glitzerndem Tand erst merken, wenn es zu spät ist.

Das klingt pessimistisch … und Pessimismus ist pfui. Ich weiß. Aber die wütende Ablehnung jedweder Warnungen … sei die Basis dafür auch noch so offensichtlich, wenn man hinsehen wollte … auch das ist eines der Signale. Was ist an der so geschmähten „German Angst“ denn so falsch? Es beeinträchtigt die Lebensfreude keineswegs, wenn man ein wenig aufpasst, was um einen herum geschieht, wachsam bleibt. Im Gegenteil: Was hier passiert, ist ja letztlich außerordentlich interessant und spannend. Gut, ein wenig anspruchsvoll fürs Oberstübchen vielleicht, aber das kann doch nicht wirklich das Problem sein. Oder etwa doch …?

Mit besten Grüßen

Ronald Gehrt www.baden-boerse.de



 

20 Kommentare auf "Die größte Gefahr von allen"

  1. Sandra sagt:

    Erst schleichend dann mit Vollgas wird die natürliche Neugier in alle Kanäle der Gier zur Verteilung gelenkt. Wer jetzt sein Herz noch hat, wird es wohl nicht mehr freiwillig verschenken, brechen und abtöten lassen. Was ist dann die natürliche Konsequenz? Kann man dies Gierfraß nennen?

  2. Reiner sagt:

    Daß die EU und insbesondere Deutschland vor einem langfristigen ökonomischen Niedergang stehen, ist m.E. offenkundig. Ich liste einmal ohne Anspruch auf Vollständigkeit einige der Faktoren bei, die dazu beitragen. Dabei betreffen einige dieser Faktoren die EU insgesamt und einige Deutschland speziell:

    1. Niedrigzinspolitik
    Sparen und langfristig investieren lohnen sich nicht mehr. Das Geld wird durch Finanzspekulationen um Größenordnungen leichter verdient als durch ehrliche Arbeit. Das demotiviert die Arbeitswilligen und Arbeitsfähigen.

    2. Sozialistische Vergemeinschaftung der Staatsschulden
    Seriös wirtschaftende Staaten werden zu Gunsten der leichtsinnig geführten Staaten enteignet. Für solide Staatsfinanzen zu sorgen, ist sinnlos.

    3. CO2-Lüge
    Die unter dem Vorwand der angeblichen Klimaschädlichkeit von CO2, deren wissenschaftlicher Beweis bis heute auf sich warten läßt, betriebene Energiepolitik stranguliert die Leistungsfähigkeit der Industrie und die Kaufkraft der Verbraucher. Es ist ein Treppenwitz der Weltgeschichte, daß Deutschland seine sichere, verläßliche und bezahlbare Energieversorgung zerstört, um sie durch teure und unzuverlässige Windmühlentechnik aus dem Mittelalter zu ersetzen.

    4. Gleiche Dummheit für alle in der Bildungspolitik
    Seit Jahrzehnten wird an den Schulen Schritt für Schritt das Anforderungsniveau gesenkt, damit es mehr „Bildungsgerechtigkeit“ gibt. Die Rechtschreibreform ist ein signifikantes Beispiel für diese Politik. Das ist eine Politik nach dem Motto: „Gleiche Dummheit für alle!“

    5. Demographische Katastrophe
    Seit Jahrzehnten leben Europa und insbesondere Deutschland demographisch von der Substanz. Junge, intelligente und leistungsfähige Menschen entziehen sich der Aufgabe (und dem damit verbundenen unvergleichlichen Glück), in Ehe und Familie Verantwortung zu übernehmen, Kinder zu haben und sie zu anständigen Menschen zu erziehen.
    In absehbarer Zeit wird es in Deutschland nicht mehr genügend gut ausgebildete, lebensbejahende und leistungsbereite Menschen geben, die notwendig sind, unsere komplizierte und anspruchsvolle Volkswirtschaft in Gang zu halten. (Daß, wie die Mainstreampäpste uns einzureden versuchen, massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme das Problem lindern könnte, ist reine Volksverdummung.)

    • Avantgarde sagt:

      Es ist schon etwas traurig, daß hier Leute mit solch Dunkel-Esoterischen Ansichten ständig mit Textbausteinen Desinformation betreiben dürfen.

      Der Klimawandel findet leider statt, und ist höchstwahrscheinlich von Menschen verursacht.
      11 Minuten mit Prof. Lesch um neu nachzudenken:
      https://www.youtube.com/watch?v=TG-Wu36-G7g
      Für die, die noch bereit sind etwas zu lernen.

      Und noch mal 24 Schritte zum Verständnis für nur 6 Min
      https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=ffjIyms1BX4#t=51

      Die Mitleser hier sollten sich wirklich nicht für Dumm verkaufen lassen.

      • Reiner sagt:

        Sehr geehrte Avantgarde,

        schön, daß sie mich bestätigen, indem Sie schreiben, daß der Klimawandel „höchstwahrscheinlich“ von Menschen gemacht sei. Damit räumen Sie ja ein, daß es, wie ich geschrieben hatte, keinen wissenschaftlichen Beweis für den anthropogenen Klimawandel gibt. In der Klimawissenschaft geht es nämlich nicht um Annahmen und Vermutungen, mag man sie auch subjektiv für höchstwahrscheinlich richtig halten, sondern um Wissen. Die Wissenschaft hält es z.B. nicht für höchstwahrscheinlich, daß der Wechsel der Jahreszeiten auf der Erde von der Neigung der Erdachse herrührt, sondern sie weiß es.

        Im übrigen empfehle ich Ihnen die Lektüre zweier wissenschaftlicher Papers, in denen die gängigen atmosphärischen Treibhaustheorieen im Sinne Poppers „falsifiziert“ werden. Es handelt sich einmal um eine Arbeit von Gerlich/Tscheuschner
        – siehe:
        http://arxiv.org/abs/0707.1161

        und dann eine neuere Arbeit von Kramm Dlugi

        -siehe:

        http://www.scirp.org/journal/PaperInformation.aspx?paperID=9233#.VWyem7z1G1F

        Viel Spaß beim Lesen!

      • Skyjumper sagt:

        @Avantgarde
        Ich bin ja der Auffassung das hier von BEIDEN Seiten Desinformation im Sinne des eigenen dogmatisch vertretenen Standpunktes betrieben wird. Wir müssen uns bestimmt nicht darüber auseinanderdividieren das Klima etwas grundlegend anderes ist als Wetter. Warum aber haut man mir dann (gefühlt) jede Woche irgendwelche Temperaturrekorde seitens der Klimawandelwarner um die Ohren? Wetter hat doch mit Klima nichts zu tun.

        Ja, es geht beim Klima um Trends. Und dieser Trend zeigt anhand der AKTUELL verfügbaren Daten (UND mit den aktuellen Auswertungslogarithmen!) eine globale Temperaturerhöhung an. Ich bin allerdings nicht jung genug um nicht z.B. mitbekommen zu haben dass uns „die selben“ Wissenschaftler in den 70er Jahren intensiv und mit dem gleichen Ernst und Eifer auch schon vor einem Klimawandel warnten. Allerdings nicht vor einer neuen Warmzeit, sondern vor einer neuen Eiszeit. Ja, unsere wissenschaftlichen Möglichkeiten sind heute andere als noch vor 50 Jahren, es ist allerdings vermessen die Möglichkeit ausser acht zu lassen dass sich auch unsere heutigen Erkenntnisse in 50 Jahren erneut als Fehlerhaft erweisen.

        Auch die nunmehr leider schon wiederholt aufgeflogenen Schwindeleien (nein, ich spreche hier bewußt NICHT von Lügen) seitens des IPPC tragen nicht zur Glaubwürdigkeit bei. Seriöse Wissenschaft sieht in meinen Augen anders aus als missliebige Daten unter den Tisch fallen zu lassen und gewünschte Daten überhöht (im medialen Sinne) zu präsentieren. Ich finde es auch wenig hilfreich wenn seitens des IPPC und seiner Mitstreiter permanent nur den Teil des globalen Temperaturverlaufes darzustellen der die Erhöhung anzeigt und dabei die Perioden der letzten 2000 Jahre zu unterschlagen in denen die globale Temperatur höher lag als heute. Wohlgemerkt, ich spreche nicht von prähistorischen Perioden, sondern von den letzten 2000 Jahren. Zu Christi Geburt war es ca. 1°C wärmer als heute. Von 900 n.C. bis ~1400 n.C. war es auf der Nordhalbkugel wärmer als heute. Zumindest sagen dass die gleichen Eiskernbohrungen aus denen der IPPC seine historischen Temperaturverläufe ableitet.

        Derartiges Verhalten macht mich misstrauisch und skeptisch, in diesem Falle dann zum „Klimaskeptiker“. Ich lasse mich nun einmal nicht gerne für dumm verkaufen, auch nicht für vorgeblich gute Ziele.

        Auch dürfte es doch objektiv völlig unstrittig sein dass es in der weitgefassten Historie der Erde schon sehr viele ausgedehnte Phasen gab in denen es erheblich wärmer war als heutzutage, genauso wie es ausgedehnte Phasen gab in denen es erheblich kälter war als heute. Der vom IPPC betrachtete Zeitraum der letzten 500 Jahre ist nun einmal nur ein Wimpernschlag in der Existenz der Erde, und er ist alles andere als repräsentativ. Und diese grundlegend anderen Klimazustände in prähistorischer Zeit sind nun sicherlich alles andere als anthropogen verursacht gewesen. Es ist daher recht vermessen (wenn auch nicht ausgeschlossen) wenn sich „der Mensch“ einbildet nun ausgerechnet für den sich jetzt abzeichnenden x-ten Klimawandel verantwortlich zu sein.

        Objektiv gesehen sollte man auch nicht bestreiten, dass die Klimahysterie eine ganze Reihe von Krisengewinnlern generiert, u.a. auch die Heerscharen von Wissenschaftlern die damit ihr täglich Brot verdienen. Man darf und muss also bei JEDER Studie, egal aus welcher Ecke, fragen: Cui bono?

        Es werden Milliarden und Abermilliarden ausgegeben um den Klimawandel zu vermeiden. Milliarden für die es durchaus auch andere sinnvolle Verwendung gäbe. Und man darf Zweifel haben, berechtigte Zweifel, dass hier tatsächlich unumstößliche Wahrheiten die Basis der Entscheidungen sind. Und wie sagte Prof. Lesch? Diskurs ist der Schlüssel zum Erkenntnisgewinn, nicht Dogmatismus.

        • bluestar sagt:

          Klimawandel durch den Menschen ja oder nein, die endgültigen Beweise wird man vielleicht erst in der Zukunft liefern können, wenn es trockener, wärmer, stürmischer ist.
          Bis dahin kann jeder sein Gehirn benutzen.
          Die Diskussion erinnert mich an einen faulenden Zahn, wo sich Experten über die Ursachen streiten. Ernährung , Pflege oder ganz normale Abnutzung, da es faulende Zähne auch schon vor 2000 Jahren gab ? Also: Im Zweifel putzen und ordentlich ernähren kann wohl nicht schaden, auch wenn es tatsächlich genetisch bedingt sein sollte.
          So wie der angeblich vernunftbegabte Mensch die Atmosphäre der Erde verpestet und die Umwelt für kurzfristige Vorteile dauerhaft zerstört benimmt sich kein Tier. Würde ein normaler Mensch in seiner eigenen geschlossenen Garage die Luft verpesten ? Natürlich nicht, ist ja schädlich und macht graue Wände. Aber bei der Atmosphäre ist ja alles anders – denkt das sogenannte vernunftbegabte Tier und verpestet diesen geschlossenen Raum.
          Milliardenausgaben gegen den Klimawandel fehlen der Menschheit für andere Dinge nicht wirklich, denkt man an die Billionen die jährlich mit der Herstellung von Waffen für den Tod von Menschen ausgegeben werden.

        • Avantgarde sagt:

          Hallo Skyjumper,
          es gibt nicht zwei Seiten sondern einen sehr überwältigenden Konsens in der Wissenschaft, daß der Klimawandel stattfindet UND, daß dieser menschengemacht ist.
          Die sog. Skeptiker sind lediglich ein kleines aber sehr lautes Häuflein – den meisten fällt es aus sehr offensichtlichen Gründen auch schwer diese Ernst zu nehmen. Da spielen wohl eher wirtschaftliche Interessen eine Rolle…

          Ja es gibt Trends, Unterbrechungen von Trends, Trendkorrekturen – also so ähnlich wie in Börsencharts 🙂
          Aber leider sagen alle messbaren Ergebnisse, daß Temperatur, CO2 und Methan auf dem Weg nach oben sind – und zwar derart, daß diese Werte seit 800T bzw 1Mio Jahre nicht gesehen wurden – also lange, lange bevor der Mensch die Bühne des Lebens betrat.
          Es gibt unendliche Quellen z.B. https://idw-online.de/de/news259895

          Vielleicht hilft Ihnen die Theorie, daß der Mensch bereits vor 10.000 Jahren mit der Veränderung des Klimas begonnen hat.
          http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-centauri/alpha-centauri-klimawandel-2006_x100.html
          Ja es gibt natürliche Zyklen von Eis- und Warmzeiten. Der Mensch hat diese möglicherweise verändert. Ich halte das für sehr wahrscheinlich.

          Zum Glück ist Wissenschaft eben genau nicht Dogmatisch – ganz im Gegensatz zu den sog. Skeptikern. Letztere haben ja die Vorstellung, daß irgend ein perverser Mastermind das Weltgeschehen steuert und uns Milliardenkosten aufbürdet und sogar die Menschheit um ein paar Milliarden reduzieren will……so etwas in der Richtung.

          Wir geben etwas Geld aus – aber eigentlich bräuchten wir einen Systemwechsel hin zu einem wirklich ökologischem Verhalten ohne Wachstumszwang.
          Ich glaube allerdings kaum, daß wir unser Wirtschaftssystem freiwillig umstellen werden.
          In nicht mehr all so ferner Zukunft werden die Fossilen Rohstoffe knapp und sich damit gewisse Probleme ganz zwangsweise lösen…..

          • Insasse sagt:

            „es gibt nicht zwei Seiten sondern einen sehr überwältigenden Konsens in der Wissenschaft, daß der Klimawandel stattfindet UND, daß dieser menschengemacht ist.“

            Es darf angemerkt werden, dass allein der Umstand eines überwältigenden Konsenses noch nicht die Gewähr für die Richtigkeit des zugrundeliegenden Sachverhalts ist („EU und Euro als Friedens- und Wohlstandsprojekt“). Das Märchen vom menschgemachten Klimawandel ist nichts anderes als ein Marketing-Gag für eine riesige Zwangsumverteilungsmaschine. Zwielichtige Gestalten im „wissenschaftlichen“ Betrieb, die recht bequem von staatlichen Subventionen leben, erzählen genau das, was ihre Mäzene in der Politik aus ideologischen Gründen von Ihnen hören wollen. Und was haben die abermilliardenschweren Ablassleistungen des steuerzahlenden Bürgers bis dato gebracht? Richtig: Nichts, also keinerlei Veränderung; jedenfalls nicht des Klimas. Wie auch?! Auf den Konten der Klimaabgabenerpresser und deren Lakaien im „Wissenschaftsbetrieb“ sieht es freilich ganz anders aus. Denen hat es schon viel gebracht und bringt es immer noch viel. Nämlich viel Kohle. Auch hier stellt sich wie immer die Frage: cui bono?

            „Zum Glück ist Wissenschaft eben genau nicht Dogmatisch.“

            Diese generelle Aussage ist Realitätsverweigerung. Es gab schon immer Zeiten, in denen Wissenschaft dogmatisch war („die Erde ist eine Scheibe“) und es wird sie auch immer geben. Mag sein, dass es heutzutage noch Bereiche gibt, in denen das nicht der Fall ist. Wissenschaftsbereiche, die eine politikgemachte Ideologie zum Gegenstand haben, hier die Klimaideologie, gehören aber sicher nicht dazu. Bestes aktuelles Beispiel ist ein noch junger, aber umso eindeutigerer Fall von Dogmatik in der Wissenschaft: Die allein politisch-ideologisch motivierte Gender-Mainstreaming-„Forschung“. Einen größeren Unsinn kann man sich schon fast nicht mehr vorstellen.

          • Insasse sagt:

            @Avantgarde: Hier noch ein Nachtrag in Sachen Wissenschaft und Dogmatik: „Wirtschafts-Studenten klagen über Einheitsbrei.“ http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sr/wirtschafts-studenten-03062015-100.html

            Auszüge:
            „…Und es gebe „viele andere Wirtschaftstheorien, von denen man nichts hört.“ Das führe zu Unzufriedenheit, ergänzt ein Student, gerade im Zusammenhang mit der großen Finanzkrise. „Man versteht gar nicht, was los ist“.“ Oder: „Wir brauchen Theorievielfalt, Methodenvielfalt“, fordert die Gruppe. „Wir brauchen Pluralismus und nicht solchen Firlefanz, den wir heute hier machen.“

            Wissen Sie, wofür solche Aussagen und Forderungen der Studierenden ein starkes Indiz sind? Für Einseitigkeit in der wissenschaftlichen Lehre. Und ahnen Sie, was die Ursache dafür ist? Dogmatik.

        • Skyjumper sagt:

          Hallo Avantgarde,

          zunächst vielen Dank für den ersten der beiden Links. Ich hatte zwar so nebenbei bereits gehört gehabt, dass man wieder ein ganzes Stück weiter gekommen sei in der Entblätterung der Geheimnisse der Vorzeit, hatte aber bisher noch nicht die Muse weiter zu gucken. Das war jetzt der richtige Anlass dafür.

          Den 2. Ihrer Links habe ich mir nicht angetan. Dazu habe ich bereits einiges gelesen und (für mich) verworfen. Dieses doch sehr monokausale Konstrukt einer anthropogenen Klimaveränderung bereits vor 10.000 Jahren ähnelt ein wenig der Schuldzuweisung an Adam und Eva weil diese die Stammeltern aller heutiger Verbrecher sein. Die Argumente zur These sind schwer zu widerlegen, da sie in ihrem Elfenbeinturm sehr logisch und stringent aufgebaut sind. Allein der gesunde Menschenverstand sagt einem jedoch schon dass die paar Menschlein und ihre „technischen“ Möglichkeiten nicht für eine globale Einflussnahme tauglich waren.

          Bezüglich des von Ihnen angesprochenen überwältigenden Konsens schlage ich in die gleiche Kerbe wie @Insasse heute um 10:26. Es handelt sich in der medienwirksamen Darstellung unzweifelhaft um einen breiten Konsens. Das heißt jedoch nicht dass es in der Wissenschaftsgemeinde tatsächlich diesen breiten Konsens gibt. „Alle finden Mutti toll“, „Alle lieben den Euro“, „Die Weltgemeinschaft isoliert Putin“. Beispiele dieser Strategie gibt es viele, und die Diskussion um den Klimawandel fällt nach meiner Wahrnehmung auch in diese Rubrik. Zwar stimme ich Ihnen durchaus zu wenn Sie feststellen, dass die breite Mehrheit der Wissenschaftler die Auffassung vom stattfindenen Klimawandel teilt, hinsichtlich der Frage ob dieser Klimawandel anthropogen wäre oder nicht, bleibt auch noch eine Mehrheit übrig soweit ich das einschätzen kann. Da mehren sich die widersprechenden Wissenschaftler allerdings schon deutlich. Auch darf man in einem solchen Fall durchaus an die vielen wissenschaftlichen Irrtümer der Vergangenheit denken und an den Spruch: „Millionen Fliegen können nicht irren, Scheisse ist lecker“.

          Für mich ist der Klimawandel derzeit eine These mit so starken Indizien die auf die Richtigkeit hindeuten dass eine intensive Beschäftigung mit den möglichen Ursachen und den Folgen dringend geboten ist. Eine der möglichen Ursachen für die (nicht bewiesene, aber wahrscheinliche) These vom Klimawandel ist die menschengemachte Beeinflussung seiner Umwelt und insbesondere der Atmosphäre. Das ist in meiner Wertung allerdings lediglich eine Hypothese. Und die Indizien für die Richtigkeit dieser Hypothese sind noch relativ schwach. Einen Klimawandel natürlichen Ursprungs der anthropogen verstärkt wird halte ich derzeit für das wahrscheinlichste Szenario.

          An dieser Stelle möchte ich auch Ihre Aussage von der nicht dogmatischen Wissenschaft aufgreifen. Ganz sicher gibt es den Typus Wissenschaftler noch, der undogmatisch, sprich ergebnisoffen, in seinem Fachgebiet forscht und veröffentlicht. Aber immer breiter, und hier wiederum ganz besonders in der öffentlichen Präsentation und Wahrnehmung, macht sich ein anderer Typus. Diese Wissenschaftler suchen nicht nach Erkenntnis, sondern nach Bestätigungen für ihre vorgefasste Meinung. Für diese Art des Denkens, bzw. den Wechsel im Denken ist gerade vorgestern ein Artikel auf ScienceFiles erschienen. Da wird ganz gut beschrieben was ich mit meiner Kritik am IPPC meinte ( http://sciencefiles.org/2015/06/01/die-ddrisierung-des-denkens/ ).
          Darauf das @Insasse bereits zu Recht darauf hingewiesen hat dass die Unbeflecktheit der reinen Wissenschaft schon immer eine Mär war, braucht man glaube ich nicht besonders einzugehen. Das war zu allen Zeiten so, und ist nur allzu menschlich.

          Der Artikel aus Ihrem Link (idw) ist im übrigen ja gar nicht so weit weg von meinen Ausführungen. Es hat in der Historie immer wieder Klimawandel gegeben. Selbst bevor der Homo sapiens (~120.000 v.C.) die Bühne der Erde betreten hat. Und auch diese Klimawandel sind jeweils mit erhöhten Werten der Klimagase einhergegangen. Welches sind damals die natürlichen Ursachen gewesen? Finden sich dazu heute ggf. Paralellen?

          Und schließlich: Warum ist das eigentlich wichtig ob es nun anthropogen ist oder nicht? Unsere Ressourcen für eine Reaktion auf den Klimawandel sind begrenzt. Handelt es sich um eine rein menschgemachte Entwicklung wäre der Einsatz unserer begrenzten Ressourcen an Wissenschaft, Finanzen und Wirtschaftskraft dann hervorragend investiert wenn wir (wie aktuell) alles darauf fokussieren unser Verhalten zu ändern und die eingeleitete Entwicklung zu begrenzen, zu stoppen, ggf. sogar rückabzuwickeln. Stellt sich jedoch heraus dass es sich um eine natürliche Entwicklung handelt, dann sind all diese Ressourcen vergeblich verschleudert worden.
          In dem Fall wäre es vielmehr dringend geboten alle verfügbaren Mittel einzusetzen um die Menschheit auf den Wandel vorzubereiten. Millionen von Menschen rechtzeitig umzusiedeln, wärme- und trockenresistente Nahrungspflanzen zu entwickeln etc. Es könnte sich als letal erweisen wenn wir alle Ressourcen auf die falsche Kate gesetzt haben. Und genau dieser öffentliche Diskurs fehlt mir.
          Stattdessen läuft, @Insasse hat das schon gut beschrieben, eine gigantische Zwangsumverteilung, entwickelt sich eine Ideologie die bereits heute Züge der Hexenverbrennung im Mittelalter aufweist, und das alles einhergehend mit einer beispiellosen Gehirnwäsche und obrigkeitsstaatlicher Lenkung unseres Lebens bis in die eigenen 4 Wände hinein.

          Ach ja: „Den“ perversen mastermind gibt es natürlich tatsächlich. Es ist zwar keine Einzelperson, sondern es sind Gruppen von Personen. Eine dieser Gruppen ist der IPPC dem man durchaus ein „gesundes“ Eigeninteresse nachsagen darf. Eine andere Gruppe tagt in Kürze in Deutschland um in sehr elitärer Runde die Marschrichtung für die nächste, nicht mehr ganz so elitäre Runde vorzugeben. 🙂

          Und täuschen Sie sich bitte nicht: Wir geben nicht „etwas“ Geld aus. Es sind astronomische Summen. Der ganz überwiegende Teil fällt nur nicht beim Staat unmittelbar als Ausgabe an, erscheint daher in keinen öffentlichen Etat und entzieht sich damit der direkten Wahrnehmung.

          Und damit möchte ich unseren Diskurs beenden der sich weit vom Thema des eigentlichen Blogbeitrags entfernt hat. Vielen Dank für Ihre Gedanken zum Klimawandel.

          • Avantgarde sagt:

            Gut – beendet.
            Skyjumper kann Englisch und auch alle anderen sollten versuchen das zu lesen.
            http://climate.nasa.gov/evidence/
            Sofern man die NASA nicht als Teil der Weltverschwörung ansieht und wissenschaftlichen Argumenten generell feindlich gegenübersteht.

            Für mich gehören die Leugner in der Tat in ein ähnliches Lager wie die Chemtrailer oder Mondlandeleugner.

            Und falls mal jemand die Gelegenheit hat mit echten Wissenschaftlern an einer Uni zum Thema Klimaschwindel anzusprechen so werdet ihr kaum mehr als ein müdes Lächeln ernten – Versprochen!
            Denn dort sieht man z.B. einen Oliver Janich, der ebenfalls schon einen Artikel zum Thema im Focus geschrieben und sich wichtig gemacht hat allenfalls als „Klimaschmock des Monats“
            http://scienceblogs.de/primaklima/2010/08/25/klimaschmock-des-monats-august-2010/

  3. Habnix sagt:

    Einige wenige schätzen, das nur 0,5% der Deutschen Bevölkerung sich der Gefahr bewusst sind und dagegen steuern wollen,aber das ist nix.

  4. Sandra sagt:

    Wer der Gier einmal nur ansätzlich in die Falle gegangen oder dies von außen betrachten konnte, der weiß, das man absolut nichts dagegen tun kann. Gier frisst solange, wie was da ist – Herz, Vernunft, dann Körper und Verstand (individuell und kollektiv). Dadurch werden leider fast immer alle Errungenschaften erst in Schutt und Asche gelegt. Der einzige individuelle Schutz besteht meiner Meinung nach darin, dem niemals und unter keinen Umständen zu verfallen. Dazu weiß jeder natürlich ausgestattete Mensch, was Honig ist, was Zucker, was Süßstoff. Wer Honig produziert, kann sich und andere immer davon ernähren – der Tausch in Zucker ist lediglich optional.

  5. Skyjumper sagt:

    Ein weiterer, wie ich meine zutreffender, Artikel über den Zustand, bzw. den zu erwartenden weiteren Werdegang „des Westens“. Einer von vielen ähnlichen Artikeln die sich seit rund 3-4 Jahren häufen und zunehmend drastischere Analysen und Diagnosen stellen.

    Auch dieser Artikel von Herr Gehrt reiht sich jedoch nahtlos in die lange Liste der Beiträge ein welche zwar Analyse und Diagnose liefern, in den meisten Fällen auch mehr oder weniger logische Zukunftsszenarien abgeben, aber den Therapieansatz komplett vermissen lassen.

    Und das aus durchaus guten Grund. Während nämlich auch Gehrts Schriftsätze (noch recht harmlos) mit martialischen Begriffen gut durchsetzt sind: „Gefahr, Untergang, Gegenwehr, Tarnen, Kriegesschauplätze, Expansion, ankämpfen, Bedrohungen, Schlachtbank“ wagt es niemand den Finger in die Wunde zu legen und mal buchstäblich zu den Waffen zu rufen.

    Was wir im Moment erkennen wird selbst dann wenn die Bevölkerung aufwachen sollte nicht ohne weiteres aufzuhalten sein. Jedenfalls nicht ohne die Anwendung brutaler, existenzvernichtender Gewalt in passiver wie auch aktiver Form. Was gerade abläuft ist ein Krieg. Und wer möchte in unserer ach so friedlichen Gesellschaft der Gewalt schon das Wort reden? Niemand. Und so dämmern wir unseren Untergang entgegen. Die einen dumm und glücklich, die anderen aufgewachter und weniger glücklich. Am Ausgang des stetig weiter stattfindenen Sozialdarwinismus wird das nichts ändern. Der Westen ist nur erstmals in den letzten 2 Jahrtausenden auf der Verliererseite und wird dabei u.a. auch all das Verlieren was uns angeblich so zivilisiert macht.

  6. markus sagt:

    Naja, dass die Rentner-Republik Deutschland träge ist, ist ja irgendwie logisch.

  7. bluestar sagt:

    Absoluter Klassebeitrag von Ronald Gehrt !!! Herzlichen Dank.
    Er spricht mir aus der Seele, aber was dagegen tun ? Kämpfen, resignieren, abschotten, auswandern ? Die Idioten, Hasardeure und Schlächter haben das Ruder übernommen, die dummen Schlafschafe lassen alles zu und freuen sich noch dazu. Das Erwachen der Ahnungslosen wird ein Entsetzen werden.
    Die Parallelen zu Rom sind absolut zulässig.
    Auch Rom entwickelte sich von einer Demokratie zur Diktatur, mit einer korrupten Elite, ausufernden Staatsquote, Lügen, Verrat, Anmaßungen, Überheblichkeit, nicht finanzierbaren Kriegen und Brot und Spiele für die Massen.
    Der Untergang dauerte über 300 Jahre, heutzutage kann man den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Untergang des Westens live in Monaten mit verfolgen…

    • Skyjumper sagt:

      Ich hoffe es dauert auch diesmal deutlich länger als nur ein paar Monate. Rom hatte in seiner antiken Blütezeit (je nach Quelle) 1,5 Millionen Einwohner. Nach dem Niedergang waren es (je nach Quelle) noch zwischen 50 und 100.000, also ein Schwund von 95 %.
      Überträgt man das auf Deutschland würden von den heute hier lebenden 81 Millionen Bewohnern lediglich 400.000 Menschen „übrig bleiben“.

      Ich würde mich gerne lange vorher ins Jenseits verabschiedet haben wollen.

    • Daniel B. sagt:

      Der Umstand das der Untergang des Römischen Reichs ~300 Jahre andauerte ist der Kommunikation zu verdanken. Vor 2000-1500 Jahren waren die Kommunikationswege noch viel langsamer. Nachrichten, Befehle, Briefe und Schriften brauchten Tage, Wochen und Monate um von A nach B zu kommen. Seit ca. 150 Jahren bis Heute geht das in Stunden, Sekunden oder gar Mikrosekunden („Ping Zeit“ der Netzwerke)!
      Der Untergang der heutigen Reiche wird demnach vielfach beschleunigt ablaufen.

  8. Besser hätte ich es nicht sagen können. Aber solange man fast jeden Menschen manipulieren kann, wird sich auch nichts ändern. Dank der Lügenpresse hält man das Volk bei der Stange. LG Romy

  9. FDominicus sagt:

    Zu dem Konsens. Es war auch allen mal klar, daß die Erde ein Scheibe ist….

    Wissenschaft geht nicht nach Konsens sondern Fakten. Was uns da als Mehrheitsmeinung verkauft wird hat wenig mit Fakten zu tun.

    Erst einmal sollte man klar machen unter was eigentlich Klima läuft und von Klima spricht man ab Zeiträumen über 30 Jahre. Der Anfang der massiven Verbrennung von Kohle und Öl datiert so um 1850 herum. Somit müsste sich seitdem etwas getan haben und die langfristigen Temperaturmessungen belegen das nicht. Auch gibt es nicht mehr Klimaextreme und es ist auch „Konsens“ das seit 17 Jahren die Erwärmung Pause macht.

    Keiner hat dafür eine Erklärung, aber hey wir wissen ganz genau wird es 2° wärmer, bedeutet das den Untergang der Erde – dazu kann man nur ein Wort schreiben: lächerlich.

    Wir haben derzeit in unverschämtes Glück in einer sehr ruhigen Klimaphase zu leben. Das kann sich schon sehr bald auch wieder ändern und dann geht es wahrscheinlich eher runter mit den Temperaturen als rauf.

    Wenn dieses Blog in 30 Jahren noch existiert, und Sie und ich so lange durchhalten, können wir uns gerne noch mal schreiben.

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