Die.Bank.

27. September 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Dem Aktienkurs nach zu urteilen, geht es der Deutschen Bank immer schlechter.  Und notfalls gibt es Milliarden an Steuergeld, auch wenn das jetzt noch abgestritten wird…

Die Deutsche Bank ist einfach zu groß, um fallen zu dürfen. Vielleicht muss ja wieder der Staat wie bei der Commerzbank in der Not einsteigen? Dann könnte man beide sogar fusionieren – und alle Probleme wären unter einem Hut. Nur hochnehmen dürfte man diesen nicht. Zudem sitzt die Deutsche Bank in zwei Türmen. Da könnte man sich dann gegenseitig aneinander lehnen.

Wie würde man dieses Konstrukt nennen? Vielleicht: Die.Bank.„… Die beiden Punkte im Namen sind immens wichtig. Sonst kippen nicht nur die Buchstaben um.

Es wird dann heißen, Deutschland brauche eine große Bank. Wozu bitte diese Nationalitäten! Man muss das europäisch sehen! Das könnten doch auch andere Pleitebanken.

Soweit ich zählen kann, hat die Deutsche Bank mit viel Leistung und noch mehr Leidenschaft bislang rund zehn Milliarden Euro für Strafzahlungen verbraten. Die USA fordern weitere zwölf Milliarden Euro für windige Immobiliengeschäfte. Die Deutsche Bank ist vielleicht doch ein Politikum, ein Helbel für politische Interessen… wird gemunkelt…

Doch woher nehmen, wenn das Stehlen so schwierig geworden ist? Mit 15 Milliarden Euro Börsenwert müssen notfalls die Aktionäre Geld für Strafen nachschießen – oder eben wir alle für „unsere“ Deutsche Bank mit einem Geschäftsmodell, mit dem sie im Nullzins-Umfeld nichts mehr verdient. Ab einem Börsenkurs von 9,10 Euro wäre die Bank so viel wert wie das, was sie im  schimmsten Fall wegen windiger Immobilienkredite als Strafe in den USA zahlen müsste, raunt man.

Ackermann sagte einst, er würde sich schämen, wenn er Staatsgeld annehmen würde. Das muss er ja nicht mehr. Zuvor durfte er ja noch seinen Geburtstag im Kanzleramt feiern, vielleicht sogar auf Kosten der Steuerzahler. Nein, um Herrn Ackermann mache ich mir wirklich keine Sorgen. Um die Deutsche Bank auch nicht wirklich, denn sie ist so groß – bevor sie kippt, kommt die Kanzlerin mit Stützpfeilern aus Steuergeld. Es könnte dann heißen, dass wir alle davon pofitieren.

Angeblich gab es schon Gespräche. Oder auch nicht. Die Gerüchte schießen ins Kraut. Und wo Rauch ist, ist irgendwo auch ein Feuer. Man schaue nur auf die Anleihen der Deutschen Bank. Irgendwie macht sich Misstrauen breit.

Doch wenn unsere KannsNichtlerIn derzeit Staatshilfe noch ablehnt, scheint das angesichts der Größe der Deutschen nicht das letzte Wort gewesen zu sein. Zudem bekommt man in den letzten Jahren sowohl als Bürger als auch als Bürge immer das, was man eben nicht will. Von daher könnte es noch ein sehr heißer Herbst werden, trotz aller Dementis.

Wir wissen ja, nie wird so viel gelogen wie vor einer Wahl, nach der Jagd … und vor einer Bankpleite. Wie tief uss die DBK-Aktie fallen, bevor die Politik aktiv wird? Wir wissen es nicht, aber wenn, dann fließt das Steuergeld üppig. Es ist ja genug da und für einen vermeintlich guten Zweck. Das Loch zum Versickern ist sicherlich auch groß genug. Der Zukunft wegen … So eine „Die.Bank.“, der fusionierte große Koloss aus Coba und DeuBa, stünde dieser aber prächtig und mächtig im Wege…

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6 Kommentare auf "Die.Bank."

  1. FDominicus sagt:

    Gerade aus Ihrer Blog-Liste:
    http://www.konjunktion.info/2016/09/deutsche-bank-kommt-es-zum-bail-in/

    Es wird sich mal wieder zeigen, daß jeder Einlagenhalter ein Kreditgeber der Bank ist und es wird sich weisen, es wird der Steuerzahler über einen Eingriff des Staates bezahlen. Wer glaubt denn es wäre diesmal anders?

    Ich bin so restlos bedient, und so stink-wütend wie schon lange nicht mehr. Und vor allem bin ich es so leid permanent belogen zu werden. Ihr Geld ist sicher, ja nee ist klar. Was sicher ist, daß es einem in einem Ausmaß geraubt wird, wie nie zuvor in der Geschichte.

  2. Lickneeson sagt:

    @FDominicus

    “ Und vor allem bin ich es so leid permanent belogen zu werden. “

    Dieser Satz fasst nicht nur in Bezug auf die Banken momentan die Stimmung der Bürger gut zusammen. Siehe Landtagswahlen. Wenn hier oder in Übersee davon geredet wird, vom „Establishment“ die „Schnauze voll zu haben“, ist der Bankenunsinn nur ein Stein im Mosaik des Elends. Leiden aus Leidenschaft.Egal, ob TTIP, Steuerreform, Schuldenbremse, Leiharbeit, Asylpolitk etc. so besang schon Rio Reiser „Alles Lüge“.

    Das Dummvolk darf alle 4 Jahre sein Stimmchen abgeben und sich in medialen Endlosschleifen „Analysen“ zur Wählerwanderung ansehen. Das wars, ach ja, Steuern zahlen dürfen wir natürlich auch, demnächst auch für die „Peanutbrothers aus den Zwillingstürmen“.

    Immer wieder unglaublich wie „still & friedlich“ wir uns von Draghi und Konsorten enteignen und verarschen lassen.

    MfG

    • FDominicus sagt:

      „Immer wieder unglaublich wie „still & friedlich“ wir uns von Draghi und Konsorten enteignen und verarschen lassen.“

      Es ist doch immer noch so, daß die Wähler bei der SED 2.0 bleiben. Es wird seit 70 Jahren ein weiter so gewählt und seit 2008 hat sich daran auch nichts geändert. Ich sehe hier keinen eklatanten Unterschied für die AfD, es geht immer um „Politik machen“ – was heißt, man bringt seine Gesetze durch und diskriminiert wen auch immer man will.

      Nur genau das wollen doch über 90 % der noch Wählenden. Gesetze gegen den, oder den anderen mehr wegnehmen (suchen Sie mal nach Erbschafstteuer 99 %) und wie sich die Leute begeister da rauf stürzen.

      Es gibt kein „wir wollen was anderes“ das ist das traurige Fakt.

  3. Avantgarde sagt:

    Nun rächt sich eben die völlig falsche Politik nach Lehman.
    Die Großbanken hätte man sofort verstaatlichen sollen, neu ausrichten und in kleineren Stückchen wieder an den Markt bringen.
    Nun aber hat man ein systemrelevantes Monster geschaffen welches man ohnehin retten muß – völlig gleichgültig was da kommt. Denn rettet man nicht dann kippt vielleicht gleich der gesamte Markt um. Früher oder später muss man dann doch verstaatlichen.

    Aber egal: Für die bereits angelandeten Asylströme hat man bis 2020 ja auch schon mal knapp 94 Mrd. ohne großartige Diskussion bereitgestellt – da wird an für die Deuba auch noch irgendwo ein paar Milliärdchen auftreiben.
    Nur vor den Wahlen kommt das halt beim Stimmvieh nicht so gut an – deshalb erst mal Stillschweigen.

  4. bluestar sagt:

    Natürlich werden Steuergelder für die kommende Bankenrettung verbraten.
    Ist doch alternativlos und wir Deutschen schaffen das.
    Wird es Konsequenzen haben ? Nicht wirklich, solange die System-Medien weiterhin so professionell die Gehirne der Massen verkleistern und diese wie unmündige Kinder an den Weihnachtsmann und Rechtsstaat glauben.

  5. Argonautiker sagt:

    Vielleicht sollte man den Begriff Post-faktisch mit dem Begriff Post-Lehmanisch kontern, denn wenn man vor Lehman bei Betrügereien der Finanzwelt seitens der Regierungen schon mal ein Auge zugedrückt hatte, (F.J.Strauß, a bisserl a Monkeybusiness geht immer), herrscht Post-Lehmanisch der Konsens vor, macht was ihr wollt, wir schaffen euch die Gesetze dazu.

    Solange die „KannsNichtlerIn“, (geliehene herrliche Wortschöpfung eines Journalisten der Vor-Post-Merklischen Zeit), der Deutschen Bank noch nicht ihr Vertrauen ausgesprochen hat, dürfte bei der DeuComBa noch gemütliches Taschenbilliard gespielt werden.

    Seit Lehman ist die Ertragreichste Art und Weise Geld zu verdienen, doch die Insolvenz geworden, und die Regierungen betätigen sich als die eifrigsten Kohlenschaufler. Unsere Kohlen, füllen deren Löcher. Daher entstand auch in der Vor-Post-Merkelschen Zeit auch die Idee der Schwarzen Löcher. (Unwirtliche Gegenden, irgendwo im Irgendwo gelegen, die selbst das Licht in Dunkle Machenschaften verwandeln und alles in sich aufsaugen was näher als eine Armlänge an sie herantritt).

    Aber es knallt einfach nicht. Nein, es knallt einfach nicht. Weis gar nicht ob ich mich darüber nun freuen soll, oder nicht. Alles versinkt nur immer mehr und mehr im Schwarzen Loch, welches sich, so munkelt man, weil deutlich aussprechen darf man es in der durch die KannsNichtlerIn verordneten, Post-Neusprech-Zeit nicht mehr, direkt hinter der Merkelschen Raute befinden soll. Also Vooorsicht, liebe Leute, immer ein Armlänge Abstand halten!

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