Deutschland und am Ende die Sprüche

29. Januar 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(Gastkommentar eines Lesers) Sie könnten natürlich das „und“ in der Überschrift an eine andere Stelle setzten, wie immer sie wollen, es ist alles nur eine Frage von Raum, aber auch von Zeit. Probieren Sie es doch mal aus… Und dann?

Meine Gedankenwelt versuche ich mit einigen Zitaten zu erhellen. Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen. (Albert Einstein)

Viktor Farkas beschreibt Einsteins Unsicherheit bereits auf dem Cover seines Buches „Unsichtbare Fronten: Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner merkt es“, bei dem ein Carl Sandburg Zitat lediglich ein wenig umgewandelt auf die heutige Zeit schließt.

Nein keine Angst, ich will jetzt nicht gleich das „Biene Maya Sterben“ bemühen, vielmehr will ich ihr Auge und Geisteskraft in diesem Zusammenhang woanders hinlenken. Auf die „erhellende“ Zeit, in der wir leben.

Am 25.01.2012 las ich eine Nachricht des Deutschen Mittelstands: Der Guardian zitiert Merkel mit den Worten:

“Griechenland ist ein Spezialfall, in dem es trotz aller Anstrengungen, die wir unternommen haben, weder den Griechen selbst noch der internationalen Gemeinschaft gelungen ist, die Lage zu stabilisieren.”

Mein verwirrtes Kleinhirn fing sofort an zu schmerzen, hatte ich doch erfahren dürfen, dass sich am 24.01.2012 gewissermaßen Teile der Völker dieses Frauen Kontinents auf das Vorziehen des sog. „ESM“ geeinigt hatten. Das passt doch nicht zusammen. Lt. Frau Dr. Europa „macht vieles keinen Sinn“, für mich wiederum „hat vieles Sinn“. Da unterscheiden wir uns bereits in ihrer Anglisierung der iberoamerikanischen Idiome. Andererseits, Macht hat auch wieder Sinn.

Ich bitte sie einmal, die beiden oben genannten Versionen nacheinander und das am besten mehrmals laut aufzusagen. Vielleicht schaltet sich unvorhergesehen eine Lampe an. Jeder E.ON Mitarbeiter wird es ihnen danken.

Wie auch immer, bevor sie mir jetzt einen Stein auf meine eigene Grammatik schmeißen, will ich sie weiter auf meine Reise einladen. Nach Davos genau genommen. Wussten sie, dass WEF – Präsident Klaus Schwab das Forum in diesem Jahr unter das Motto „Die große Transformation – neue Modelle gestalten“ gestellt hat ?

Mein Surfbrett verfing sich dadurch erstmal in der letzten Welle einer Rede, mein Nachbar würde sagen:

„Da wo’s, die Merkel war’s“.

Am 28.01.2011 redete sie aus heutiger Sicht ziemlich klar, „verjährt“ über interessante Dinge:

„Ich kann hier jetzt nicht alles, was wir in den kommenden zwei Monaten erarbeiten werden, nennen.“

Ja ich auch nicht, sie müssen sich diese Rede schon selbst anlesen, aber immer hell wach auf die Lampe achten !

Zurück zu ihrem Auge. Können sie erklären, warum unsere Frauen im Moment immer wieder eine Krise mit ihrer Stabilität haben ?

Vielleicht liegt es ja wirklich an uns Männern, einer hat vor kurzem trefflich zum Thema formuliert:

„Wir sind seit dem Achten Mai Neunzehnhundertfünfundvierzig zu keiner Zeit mehr voll souverän gewesen.“

Ja, ich glaube, dass können selbst die jüngeren und nicht liierten Männer unter uns voll unterschreiben. Gut, Homosexualität mal außer Acht gelassen. Übrigens, das in diesem Zusammenhang von diesem klugen Mann auch erwähnte „Lissabonner Vertragsprotokoll Nr. 14“ hilft nicht nur Männern mit portugiesischer Partnerin zu verstehen, mit welcher Reiseplanung sie sich abfinden sollten.

Bevor ich jetzt böse Frauen – Kommentare erhalte, möchte ich zum Abschluss all unseren Männern gut gemeinte Ratschläge mitgeben, von einer klugen Frau:

„…Wir sollten uns immer vor Augen halten, für wen wir das machen…“

Denken sie mal bei ihrem nächsten Kneipen-Besuch hierüber nach:

„…Wir brauchen auch globale Verantwortlichkeit, wir brauchen globale Gremien, die sagen, wo etwas schief läuft. Das, was diese Gremien sagen, müssen wir als Nationalstaaten dann auch akzeptieren.“

Ja lieber Männer dieser Weltzeit, so trefflich kann es keine andere formulieren:

„Das wird vielleicht der schwierigste Lernprozess: Uns von Anderen etwas sagen lassen zu müssen.“

So, wenn sie nun bis zum Ende meiner Reise durchgehalten haben, will ich ihnen noch ein kleines Lunch-Paket für den Rück-Zug mitgeben, sozusagen als geistige, hochwertige aber nicht unbedenkliche Nahrung:

„Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.“ (Bertolt Brecht)



 

 

 

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